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  • Alle aktuellen Lehrveranstaltungen des Instituts für Geschichtswissenschaften in alphabetischer Ordnung

Aktuelle Lehrveranstaltungen

"Corporate Social Responsibility" - Zivilgesellschaftliches Engagement von Unternehmen und Unternehmern im 19. und 20. Jahrhundert.

Dr. Susanne HIlger

Was verbindet Jakob Fugger mit Bill Gates und Susanne Klatten? Zivilgesellschaftliches Engagement von Unternehmern kann auf eine  Jahrhunderte alte Geschichte zurückblicken und folgt  unterschiedlichsten Motiven. Neben altruistischen und philantropischen  Beweggründen zählten das Streben nach kulturellem Kapital zu den  Auslösern für den Bau von Hospitälern, die Errichtung bedeutender  Kunstsammlungen oder die Gründung von Universitäten.   Die Übung befasst sich anhand von einzelnen Fallbeispielen mit den  historischen Erscheinungsformen des zivilgesellschaftlichen  Engagements von Unternehmen. Dabei sollten Aktivitäten im Bereich von  Kultur und Bildung, Politik und Gesundheit im Hinblick auf ihre  Entstehungsgeschichte, ihre inhaltliche Ausrichtung und  finanziell-organisatorische Struktur untersucht werden. Die  Veranstaltung versteht sich als einen anwendungsorientierten Einstieg  in die unternehmensnahe Stiftungsarbeit, die den Blick auf die  historischen Grundlagen mit aktuellen Fragestellungen verbindet. 

  • Freitag, 14:00 - 16:00 (Einzeltermin, 12.10.2018 - 12.10.2018)
  • Freitag, 15:00 - 16:30 (Einzeltermin, 07.12.2018 - 07.12.2018)
  • 10:00 - 17:00 (Blockveranstaltung + Sa, 25.01.2019 - 26.01.2019)

"Der Wert des Geldes". Quellen zur Kaufkraft und Geldwirtschaft in antiken Gesellschaften

Felix Wunder, Katharina Martin

Münzen sind aus vielen Zeitabschnitten der antiken Geschichte äußerst zahlreich erhalten und ermöglichen vielfältige Zugänge zu wirtschaftlichen oder politischen Fragestellungen. So kann etwa die Ausdeutung von Bildprogrammen Auskunft geben über kulturelle Aspekte oder das Selbstverständnis eines Prägeherrn.

Die wichtigste Funktion von Münzen war und ist jedoch Ihre Verwendung als Zahlungsmittel. Im Rahmen der Veranstaltung sollen zum einen Textquellen in den Blick genommen werden, die den „Wert“ von antiken Produkten und Dienstleistungen näher bestimmen. Hierbei sollen sowohl private Geschäfte von Einzelpersonen – etwa der Preis für ein Essen –, als auch die „staatlichen“ Finanzen von Städten oder dem Römischen Reich beleuchtet werden (etwa Kosten des Heeresunterhalts). Die Angaben über die Ausgaben und die verwendeten Nominale müssen stets in den historischen Hintergrund der Epoche und ihre spezifischen Rahmenbedingungen eingeordnet werden.

Zum anderen sollen natürlich die Münzen selbst in den Blick genommen werden: Wie sah das Geld aus, mit dem man alltäglich bezahlte oder mit dem man umfangreiche Staatsausgaben finanzierte? In diesem Zusammenhang werden dann weiterführende Aspekte wie das Gewicht, die Metallzusammensetzung oder die Herstellungstechnik aufgegriffen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

"Madame sind korpulenter geworden"- Friedrich II. und die Frauen? Eine Geschichte der Sexualität des Rokoko

Sebastian Tupikevics

In einen Brief an seinen engen Vertrauten Fredersdroff schreibt Friedrich II., er habe zwei Flaschen ungarischen Wein geleert und anschließend habe sein Kammerdiener Carl Friedrich von Pirch, den er liebevoll „Carel“ nennt, „vohr Kitzelln gequipt“. Während sich Friedrich II. mit seinem Kammerdiener vergnügte – eine Geschichte wie viele derer, die Voltaire zu Hauf in Europa über Friedrich II. verbreitete –, war seine Ehefrau Elisabeth Christine seit Jahren nicht mehr Teil des Hofes Friedrichs. Die Aufzeichnungen des Grafen Lehndorff sprechen davon, dass Friedrich II. nach dem Siebenjährigen Krieg nur einen einzigen Satz an die kinderlose Königin richtete, nachdem er sie nach fast sechs Jahren erneut traf: „Madame sind korpulenter geworden.“ Im Siebenjährigen Krieg behauptete sich Friedrich II. gegen die – wie er es einmal ausdrückte – „drei ersten Huren Europas“ (Kaiserin Maria Theresia von Österreich, Frankreichs Madame Pompadour und die russische Zarin Elisabeth) und verhalf Preußen damit zum Aufstieg zur Großmacht.

Das hier angebotene Proseminar beschäftigt sich zum einen mit Preußen in den Jahren 1712–1786 und zum anderen mit der Geschichte der Sexualität des Rokoko. Dabei wird nicht nur der Blick auf Friedrich II. und die Hofgesellschaften der Zeit geworfen, sondern auch ganz allgemein über die unterschiedlichen Stände hinweg eine Geschichte der Sexualität im 18. Jh. behandelt.

Ein Erscheinen in der ersten Sitzung ist obligatorisch zur Teilnahme an diesem Aufbauseminar.

 

 

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

„Lienzo“: Reflexion historisierenden Spielens

Jan Eikenbusch

„Lienzo” ist ein Computerspiel, welches im Rahmen eines Projektes durch Historiker und Studierende der HHU entwickelt wurde und seit Anfang 2017 für alle Interessierten kostenlos spielbar ist (Link, siehe unten). Lienzos bezeichnen zudem eine von den indigenen Völkern Mesoamerikas überlieferte Quellenart – in einer speziellen Bildsprache wurden historische Ereignisse auf Stoff oder Tierhäuten dargestellt. Als im 16. Jahrhundert spanische Conquistadoren Mittelamerika eroberten, wurden auch diese Geschehnisse festgehalten.

 

Das Computerspiel orientiert sich visuell und inhaltlich an den überlieferten Lienzos, im Speziellen am Lienzo de Quauhquechollan und dem dort geschilderten Eroberungsfeldzug in Guatemala durch Jorge de Alvarado und seinen indigenen Verbündeten.

 

In der Übung wird sowohl ein Einblick in die Geschichte Mesoamerikas im 16. Jahrhundert, als auch in das Themenfeld von digitalen Spielen und Geschichtswissenschaft gegeben. Wie können indigene Quellen analysiert und interpretiert werden? Wo liegen die Grenzen und Potentiale der Vermittlung historischer Ereignisse in Computerspielen? Um ein kritisch-reflexives Spielen von „Lienzo” zu ermöglichen, werden einige Sitzungen in einem der PC-Pools stattfinden.

 

Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis: Regelmäßige und aktive Teilnahme, sowie die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen in Form von Lektüreprotokollen.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Amerika-Auswanderung im 19. Jahrhundert aus dem Rheinland

Jürgen Brautmeier

Das Praxisseminar soll einen Überblick über den Forschungsstand zum Thema, die Quellenlage und die Methoden zu ihrer Erschließung liefern. Anhand von Quellen und Literatur, die auf Personen, Gruppen oder Orte bezogenen sind, soll in Einzeluntersuchungen ein Zusammenhang zur historischen Migrationsforschung hergestellt werden. Dies soll durch Recherchen in Archiven vertieft werden, wozu die Suche in Findbüchern und Datenbanken und die Entzifferung der im 19. Jahrhundert gebräuchlichen deutschen Kurrentschrift gehören.

Das Praxisseminar soll nach einer Einführungsveranstaltung in drei Blöcken stattfinden. In den Sitzungen sollen die Studierenden über den Fortschritt ihrer jeweiligen Recherchen berichten und methodische und inhaltliche Fragestellungen diskutieren.

Sprechstunden: nach Vereinbarung
Kontakt: juergen.brautmeier@hhu.de

 

  • Freitag, 12:30 - 18:00 (wöchentlich, 19.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Antisemitismus

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Der moderne Antisemitismus war Triebkraft für den größten Völkermord in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. An ihm lassen sich aber auch die allgegenwärtigen Motive und Mechanismen der Abgrenzung vom Anderen und der Ausgrenzung des Fremden besonders gut studieren. Die Vorlesung gibt einen Überblick der Entwicklung des modernen Antisemitismus: seine Entwicklung aus der vormodernen Judenfeindschaft vor 1900; seine unterschiedliche Ausformung in den verschiedenen Ländern Europas und in den USA; sein Höhe- und Tiefpunkt zwischen den beiden Weltkriegen; und schließlich seine Tabuisierung seit 1945.

 

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2201.HS 2A (Z 336)

Aufbaukurs Französisch für Historiker/innen

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die das Verständnis französischer Texte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik trainieren möchten.

Im Gegensatz zum „Grundkurs Französisch für Historikerinnen und Historiker" steht daher eine intensivere Arbeit am Text (Quellen, Sekundärliteratur, Presseartikel) im Vordergrund: Ausgehend von Textauszügen, deren thematische Ausrichtung in Absprache mit den Kursteilnehmern erfolgen kann, werden die dort erfassbaren Bereiche Grammatik, Fachvokabular und kulturwissenschaftlicher Hintergrund erarbeitet.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der
Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Basisseminar Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Basisseminar Spätmittelalter

Philipp Stenzig

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Basisseminar Spätmittelalter

Philipp Stenzig

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019)

Bauern im Mittelalter

Julius Leonhard

In der mittelalterlichen Gesellschaft nahmen die Bauern eine besondere Stellung ein. Als Abgrenzung zu den Kriegern (Ritter, milites) nahmen sie als rustici zwar auch am Kriegsdienst teil, doch oblag ihnen maßgeblich die Bestellung der Äcker und Felder sowie die Viehwirtschaft. In ihrer Funktion als der auf dem Land arbeitenden Bevölkerung wuchsen sie rasch zur größten Bevölkerungsgruppe heran. Dabei etablierten sich spezifizierte Formen des bäuerlichen gemeinschaftlichen Zusammenlebens wie die bäuerliche Familienwirtschaft oder die grundherrschaftliche Gutswirtschaft. Die gesellschaftliche Stellung der Bauern sowie die technischen und organisatorischen Änderungen in der Landwirtschaft und in der Agrarproduktion unterlagen vom Früh- bis zum Spätmittelalter einem steten Wandel.

 

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Bismarck in der Kontroverse

Philipp Moritz Lührs

„Reichsgründer. Modernisierungsverhinderer oder weißer Revolutionär. Militarist, Erzzivilist, Kriegstreiber, Friedenspolitiker. Nationalheld und Genie, böser Geist und Dämon der Deutschen. Die Liste der Beinamen, die Otto von Bismarck in den letzten anderthalb Jahrhunderten gegeben worden sind, ist lang. Und nur an einem lassen sie keinen Zweifel: An Bismarck scheiden sich die Geister,“ so Christoph Nonn in seiner aktuellen Bismarckbiografie. In diesem Seminar wird den verschiedenen Aspekten Bismarcks und seiner Rezeptionsgeschichte nachgegangen.

 

 

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2302.U1.61 (Z 24)

Born Digital Sources in der Geschichtswissenschaft

Oliver Kiechle

Digitalisierung in allen Bereichen ist nicht mehr nur Zukunftsmusik, sondern bereits konkrete Gegenwart und – für manche überraschend - auch schon Teil der Vergangenheit. So genannte genuin digitale Quellen (oder: Born Digital Sources), also auf rein digitalem Wege entstandene Materialien, existieren schließlich, seit es die ersten digitalen Rechenmaschinen gibt. Auch wenn die Geschichtswissenschaft sich nur zögerlich mit Theorie und Methode bezüglich dieser Quellenarten auseinandersetzt, ist eine seriöse Zeitgeschichtsschreibung ohne Einbeziehung von Born Digital Sources für viele Themen kaum mehr denkbar. In der Übung werden wir uns zunächst mit den Merkmalen und Erscheinungsformen dieser Quellen (z.B. E-Mails, Messages, Websites, Software) beschäftigen und dann Fragen der (Langzeit-) Archivierung sowie der historischen Analysemöglichkeiten aufgreifen. In einem praktischen Teil soll dann mit Hilfe der auf https://programminghistorian.org/ angebotenen Tutorials konkret genuin digitales historisches Material gesammelt, strukturiert und ausgewertet werden.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich) - 2331.02.22 (Z 16)

Burgen, Festen und Stadtmauern: Form und Funktion, Kultur- und Rechtsgeschichte von mittelalterlichen Wehranlagen (mit Exkursion)

Uwe Tresp

Burgen, Stadttore und wehrhafte Mauern prägen bis heute nachhaltig das mittelalterliche Erscheinungsbild vieler Orte und zugleich das Mittelalterbild vieler Menschen. Allerdings sind sie weit mehr als bloße Wehrbauten, sondern auch Zeugen des militärischen und gesellschaftlichen Wandels in Mittelalter und Früher Neuzeit. Darüber hinaus hatten sie weitere Funktionen als Wirtschafts- und Rechtsobjekte oder als Wohnort der darin lebenden Menschen. In der Übung sollen verschiedene Aspekte dieser mittelalterlichen Wehranlagen behandelt werden: von der militärischen Funktion und ihrer daraus abgeleiteten – und sich verändernden – Form bis hin zu rechtlichen, ökonomischen und kulturellen Zusammenhängen. Vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Mittel ist die Übung mit einer Exkursion verbunden, bei der ausgewählte Burgen und Wehranlagen, voraussichtlich in Nordrhein-Westfalen, besucht werden.

 

 

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.U1.44

Darstellungen des Bösen im Flugblatt

Anne Erlemann

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019)

Das deutsche Kaiserreich 1871-1918 /Aufbauseminar mit Schreibwerkstatt

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Zwischen Reichsgründung und erstem Weltkrieg wurde Deutschland zum Industriestaat und einer hochgradig politisierten Massengesellschaft. Am Beispiel ausgewählter Themen der Zeit wird in zentrale Techniken historischen Arbeitens eingeführt.

Die Anfertigung der Studienarbeiten in der vorlesungsfreien Zeit wird von noch festzulegenden Terminen für Schreibwerkstätten begleitet.

 

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Der Allgemeine Jüdische Arbeiterbund in Litauen, Russland, Polen und der Neuen Welt, 1897 – 1947: Zur transnationalen Geschichte einer modernen Sozial- und Kulturbewegung

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Das Hauptseminar/Masterseminar untersucht die Geschichte, das Selbstverständnis und die weltweite Wirkung der kurz «Bund» genannten jüdischen sozialistischen Arbeiterpartei, die 1897 in Vilno im Russischen Reich gegründet worden war, in dessen westlichen Gouvernements damals eine starke jüdische Minderheit lebte. Der Bund wollte alle jüdischen Arbeiter und Handwerker des Zarenreiches in einer säkularen sozialistischen Partei zu versammeln, weshalb die Agitation und Propaganda in jiddischer Sprache erfolgte. Politisches Ziel war die Erlangung der Kulturautonomie und die gesellschaftliche Gleichstellung der Juden im Russischen Reich.

Nach der Oktoberrevolution emigrierten viele Bundisten aus Sowjetrussland, gingen nach Deutschland und später nach Übersee. Aber auch schon vorher waren bundistische Ideen, neben den sozialistischen auch die Vorstellung von einer neuen säkularen jüdischen Lebens- und Arbeitsweise – der «yidishkayt« – mit Emigranten aus dem Zarenreich in die USA gelangt. Im unabhängigen Polen und Litauen der Zwischenkriegszeit konnte der Bund seine Aktivitäten fortsetzen, während des Zweiten Weltkrieges tat er dies als Untergrundorganisation. Einige Bundisten, die die Shoah überlebt hatten, emigrierten später nach Israel oder gingen in die USA, nach Kanada bzw. Australien, wo Nachfolgeorganisationen entstanden. Damit war die bundistische Bewegung weit mehr als eine kurzlebige osteuropäische Erscheinung, sondern eine transnationale, netzwerkbildende Sozial- und Kulturbewegung.    

Erwartet werden die regelmäßige Vorbereitung auf die einzelnen Sitzungen durch Lektüre der im elektronischen Semesterapparat bereit gestellten Texte in deutscher und englischer Sprache, rege Teilnahme an den Diskussionen im Seminar sowie die Übernahme eines Kurzreferates.  

Literatur zur Einführung:

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich) - 2331.02.22 (Z 16)

Der Erste Weltkrieg und die Nachkriegszeit in England

Dr. Susanne Brandt

Die Exkursion findet vom 20.-25. Februar 2019 statt. In London werden wir uns mit dem Ereignis Erster Weltkrieg sowie mit der Erinnerung an das Ereignis in Großbritannien befassen. Auch die Nachkriegszeit, der Übergang vom Krieg in eine Zeit des relativen Friedens werden behandelt. Es werden nicht nur Museen und wichtige Erinnerungsorte, sondern auch Bibliotheken und Archive besucht. Blocksitzungen geben den Teilnehmern die Möglichkeit, zu ausgewählten Themen zu arbeiten. Eine Vorbesprechung finden am 9. Oktober statt, weitere Blocktermine zur Vorbereitung werden noch bekanntgegeben. Die Eigenbeteiligung beträgt ca. 200 €. Bei der Auswahl der Teilnehmer haben diejenigen Vorrang, die im Master die AP zum Exkursionsmodul noch nicht abgeschlossen haben.   

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 09.10.2018 - 09.10.2018) - 2332.01.68

Der Kampf um die richtigen Bilder. Diskurse des Zeigens und Sehens in der visuellen Kultur der UdSSR im 20. Jahrhundert.

Klaus Werner Waschik

Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, anhand ausgewählter visueller Medienbereiche und Umbruchsetappen in der sowjetischen Zeitgeschichte im Sinne eines transdisziplinären imagineering die Entwicklung und Anwendung von Sichtbarkeitsstrategien zu rekonstruieren, mit denen ein politisch-ideologischer, aber auch soziokulturell motivierter Modus des Sehens und damit der Wissens- und Bewusstseinsbildung implementiert werden sollte.

Zentrale Themenkomplexe sind die Vermittlung einer basalen sowjetischen Ikonographie im frühen Plakat der 1920er Jahre, die Herausarbeitung eines Wahrnehmungskanons zu wirtschaftlichen Höchstleistungen (Heldenthematik) sowie den Antipoden des Erfolgs (Feindkonzepte in den 1930er Jahren) anhand von Propaganda-Hochglanzjournalen („UdSSR im Baus“) und ausgewählten sowjetische Spiel-/Dokumentarfilmen, die Re/Konstruktion „echter“ Realität im Großen Vaterländischen Krieg (Photographie), Angebote zur einer alternativen Privatheit in den 1960er Jahren (Film, Plakate) sowie diskursüberschreitende Strategien im ideologiekritischen Plakat (Kunstdruck) der 1990er Jahre.

Untersucht werden soll ebenfalls, in wieweit politisch-ideologische Steuerungsmechanismen identifiziert werden können, an die eine machtpolitische Verantwortung für konkrete Visualisierungsstrategien zurückgebunden werden können. Korrespondierendes Element der Modi des Zeigens ist die Herausbildung von Modi des Sehens, d.h. der Konstruktion von Welt-Anschauungen, durch die Authentizität und damit soziale Wahrheitszuschreibungen gewährleistet werden konnten.

Russischkenntnisse sind erwünscht, aber keine Voraussetzung.

 

  • Freitag, 10:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2018 - 01.02.2019) - 2621.01.33 (Z 8)

Der Zionismus in der Verwirklichung? Weltkrieg, Staatsgründung, Mamlakhtiyut

Simon Justus Walter

Achtung: Diese Übung knüpft an das Seminar Zionistische Staats- und Gesellschaftskonzepte bis 1939 (Sommersemester 2018) an. Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser vorangegangenen Übung werden deshalb bei der Platzvergabe zunächst berücksichtigt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im Sommersemester nicht dabei waren und nicht über entsprechende Vorkenntnisse verfügen, sollten sich mindestens überblicksartig in die Entwicklung des Zionismus als Bewegung und als Idee bis 1939 (insbesondere in der Zwischenkriegszeit) einlesen.

Knapp zwei Monate nach Beginn des Zweiten Weltkriegs gab David Ben-Gurion mit Blick auf das Mitte Mai 1939 von der britischen Regierung erlassene sogenannte White Paper of 1939 die griffige, aber letztlich wenig effektive Parole aus: "We shall fight the war against Hitler as if there were no White Paper, and we shall fight the White Paper as if there were no war."* Tatsächlich gab es für die ca. 470.000 im britischen Mandatsgebiet Palästina lebenden Juden und deren politische Vertreter keine andere Option, als einen alliierten Sieg zu erwarten und (im eben möglichen Rahmen) zu unterstützen. Die Klärung der politischen Zukunft des Mandatsgebiets musste auf die Zeit nach Kriegsende verschoben werden. Doch im Kontext des Kriegsverlaufs und unter dem Eindruck der zunehmenden Nachrichten über die von den Deutschen in Europa verübten Gräuel und Massenmorde verschärften sich verschiedene zionistische Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft der Juden als nationaler Gemeinschaft; auf die Bedeutung Palästinas für deren Zukunft; auf Bedeutung und Anspruch des Zionismus. Die entsprechende Selbstverortung und das Selbstverständnis zionistischer Akteure nach Kriegsende machten (in Kombination mit der britischen Außenpolitik nach 1945) die Aufrechterhaltung der ohnehin seit Jahrzehnten ungewissen, teilweise prekären politischen Dynamik zwischen Juden und Briten in Palästina unmöglich. Am 14. Mai 1948 war es wiederum Ben-Gurion, der in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel verlas.

 

Im Seminar wollen wir Entwicklungen des Zionismus als Idee und als Bewegung/Organisationsgeflecht zwischen 1939 und 1948 einordnen und diskutieren. Auch in Rückgriff auf Diskussionen und Erkenntnisse aus dem Sommersemester wollen wir dabei Kontinuitäten und Brüche zionistischen Selbstverständnisses und zionistischer Politik nachvollziehen; in Auseinandersetzung mit entsprechenden Quellen und einschlägiger, primär englischsprachiger Literatur.

 

*Shapira 2014, 88.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Der italienische Faschismus 1919-1945

Rainer Behring

Was war der italienische Faschismus? Selbst Forschern, die sich jahrzehntelang mit der Analyse dieser politischen Bewegung und Herrschaftsform beschäftigt haben, fällt es schwer, eine qualifizierende Bewertung und historische Einordnung zu formulieren. Gewiss handelte es sich um ein autoritäres, verbrecherisches, gewalttätiges und auch kriegerisches Regime. Doch gemessen an der Vernichtungspolitik der gleichzeitigen mörderischen Diktaturen in Deutschland und der Sowjetunion erscheint es problematisch, der Realität des faschistischen Italien die von ihm selbst beanspruchte totalitäre Qualität uneingeschränkt zuzusprechen. Der Faschismus stand auch für die Normalität eines europäischen Regierungssystems im Zeitalter der Weltkriege, und er wies einige erstaunlich modern anmutende Züge etwa im Bereich von Kultur und Architektur auf. Um uns selbst ein Bild zu machen und uns in die Materie einzuarbeiten, werden wir in unserem Seminar zunächst die Darstellung des Faschismus in einigen deutschsprachigen Gesamtdarstellungen analysieren, um uns anschließend und darauf aufbauend anhand einer Reihe von neueren Aufsätzen, die insbesondere in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte erschienen sind, spezielleren Problemen zuzuwenden, insbesondere der faschistischen Rassen- und Expansionspolitik sowie den Zusammenhängen zwischen Faschismus und Nationalsozialismus.

Das Seminar trägt den Charakter einer praktischen Übung im argumentativen Umgang mit wissenschaftlicher Literatur: Ihre regelmäßige Anwesenheit und aktive Teilnahme ist deshalb ausdrücklich erwünscht. Sie ist ebenso wie die Präsentation eines einschlägigen Textes Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an dem Seminar. Das Bestehen einer Abschlussprüfung erfordert darüber hinaus die Anfertigung einer schriftlichen, an wissenschaftlichen Kriterien orientierten Hausarbeit bis Ende April 2019.

 

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Die „68er Bewegung“ in Osteuropa

Walter Daugsch

Die „68er Bewegung“, allgemein verstanden als Angriff auf die Autoritäten der etablierten gesellschaftlichen und politischen Ordnung und weit nachhallender, epochemachender Einschnitt in vielen Ländern der Alten und der Neuen Welt nahm im „Prager Frühling“ eine besondere Rolle an. Das Scheitern des bis dahin weitreichendsten Versuchs, den „real existierenden Sozialismus“ aus sich selbst heraus zu reformieren und demokratisch umzugestalten, wies auf die Kräfte und Machtkonstellationen hin, die gut 20 Jahre später das Ende des gesamten Ostblocks herbeiführen sollten. Über die Prager Ereignisse hinaus – die ihrerseits auf den gesamten osteuropäischen Raum Einfluss nahmen – kam es insbesondere in Polen und Jugoslawien zu beträchtlichen Protestaktionen und staatlichen Gegenreaktionen. 50 Jahre nach dem Höhepunkt der Bewegung, die manche als „revolutionär“ bezeichnen, soll in der Übung das Verhältnis der Ereignisse in Prag, Warschau, Belgrad und Zagreb (u.a.) zu den ungefähr zeitgleichen Vorgängen in Berkeley, Berlin und Paris sowie ihr Nachhall bis in die heutige Zeit behandelt werden.

 

Im Rahmen der Übung ist für die zweite Märzhälfte 2019 eine ca. einwöchige Exkursion nach Prag geplant.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019)

Die Briefe des jüngeren Plinius als historische Quelle

Christoph Michels

Die Briefe des C. Plinius Caecilius Secundus sind als Corpus ein zentrales Zeugnis für die sozialen Konventionen seiner Zeit. Besondere Bedeutung kommt dabei natürlich den Briefen an den Princeps Trajan und dessen Antworten an Plinius zu. Denn sie bilden die wichtigste Quelle für das Verständnis der römischen Provinzialverwaltung in der römischen Kaiserzeit, wozu auch die Auseinandersetzung mit dem entstehenden Christentum gehört. Die Übung beschäftigt sich mit ausgewählten Aspekten der Briefsammlung. Angestrebt wird dabei, die Schreiben passagenweise auch im Original zu erfassen. Grundlegende Lateinkenntnisse sind daher wünschenswert.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Die Industrielle Revolution in Großbritannien

Priv.-Doz. Dr. Margrit Stefanie Schulte-Beerbühl

Die industrielle Revolution in England löste einen tiefgreifenden Wandel der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse aus. Ein Ziel des Seminars ist es den industriellen Wandel, der zuerst in England stattfand in einer globalen Perspektive zu untersuchen. Ein thematischer Schwerpunkt wird auf den Auswirkungen auf das Textilgewerbe gelegt werden.

Denn das englische Textilgewerbe wurde zuerst von der Industrialisierung erfasst mit weitreichenden Auswirkungen nicht allein auf die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in England, sondern auch in Europa und der außereuropäischen Welt.

Die Recherche zu (selbst-)ausgewählten Themen soll auf der Basis von online Quellen sowie Archivquellen erfolgen. Arbeit in Kleinteams ist möglich.

Im Rahmen des Seminars ist ein Besuch entweder der ersten Textilfabrik in Cromford bei Ratingen oder des Friedrich Engel Haus in Wuppertal geplant. Termin wird noch bekannt gegeben.

Nach den ersten Wochenstunden wird das Seminar wird als Blockverantaltung am 25. und 26. Januar 2019, jeweils von 10.00-18.00 Uhr weitergeführt. Die Teilnahme an dieser Blockveranstaltung ist obligatorisch.

Anforderungen: aktive mündliche Mitarbeit (Vortrag) sowie eine schriftliche Abschlußarbeit

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)
  • 10:00 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa, 25.01.2019 - 26.01.2019)

Die Industrielle Revolution in Großbritannien in globaler Perspektive

Priv.-Doz. Dr. Margrit Stefanie Schulte-Beerbühl

Die Industrielle Revolution in England in globaler Perspektive

The Industrial Revolution in England in a global perspective

Die industrielle Revolution in England löste einen tiefgreifenden Wandel der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse aus, der über Europa hinaus die Welt erfasste. Ein Ziel des Seminars ist es den industriellen Wandel, der zuerst in England stattfand in einer globalen Perspektive zu untersuchen. Im Fokus des wissenschaftlichen Interesses steht seit geraumer Zeit die Mechanisierung des Textilgewerbes und dessen globale Auswirkungen. Der thematische Schwerpunkt des Projektseminars wird sich deshalb mit dem sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Mechanisierung des Textilgewerbes  befassen.

Im Projektseminar werden wissenschaftliche Forschung und Praxis verbunden. Es ist geplant, dass die Teilnehmer im Rahmen einer mehrstündigen Veranstaltung in der ersten Textilfabrik in Cromford bei Ratingen praxisnah den Übergang vom Handwerk zur maschinellen Herstellung Handspinnen rekonstruieren. Die Veranstaltung in Cromford ist für Ende November  (Dienstag 27. Nov bzw. Freitag 30 Nov.) geplant.

.Nach den ersten Wochenstunden wird das Seminar als Blockverantaltung am Freitag 25. und Samstag 26. Januar 2019 weitergeführt.

Anforderungen: aktive mündliche Mitarbeit (u.a. Vortrag) sowie eine schriftliche  Abschlussarbeit

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019)

Die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten

Frederike Krenz

Das System der Konzentrationslager stellte einen wichtigen Bestandteil der nationalsozialistischen (Verfolgungs-)Politik dar. Oppositionelle sowie sozial und rassistisch Verfolgte konnten ohne ein Gerichtsurteil auf unbestimmte Zeit inhaftiert werden. Die Nationalsozialisten unterschieden dabei unterschiedliche Lagertypen, wie z.B. Kriegsgefangenenlager, Haftlager für Jugendliche, Arbeitslager sowie Vernichtungslager.
Das Seminar widmet sich der Organisation- und Funktionsweise verschiedener Konzentrations- und Vernichtungslager während des Dritten Reiches. Dabei wird auch die Arbeit verschiedener Gedenkstätten Gegenstand der Übung. Ergänzend soll der Frage nachgegangen werden, welche neuen Formen des Gedenkens auf Historiker und die Gesellschaft zukommen, in einer Zeit, in der die Generation der Zeitzeugen ausstirbt.

Die Übung richtet sich an Bachelor- und Masterstudenten. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird eine aktive Mitarbeit erwartet. 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Die Münzsammlung der HHU. (Sammlungs-)Geschichte, Aufbau und didaktisches Konzept

Katharina Martin

Wie an anderen Universitäten wurde in den 1970er Jahren am Historischen Seminar der HHU eine Münzsammlung aufgebaut. Sie war bald über eine einfache Lehrsammlung hinausgewachsen. Durch verschiedene thematische Schwerpunkte expandierte zu einer international anerkannten Forschungssammlung. Damit einher gingen bereits in den 70er Jahren neuartige Digitalisierungsstrategien, die über die Jahrzehnte diverse Veränderungen und Anpassungen erfuhren.
Was für Objekte finden sich in der Sammlung? Wo kommen sie her? Wozu braucht(e) man eine solche Sammlung und wie kann man auch heute nutzen? Im Kontext u.a. der Kulturgüterschutzdiskussion stehen Fragen zur Sammlungsgeschichte, zum Thema Objektbiografie, zu Provenienzforschung und zur "Zukunft der Sammlungen" im Fokus. Diese werden im Rahmen der Übung anhand der Objekte selbst, der erhaltenen Archivmaterial und der webbasierten Dokumentation erarbeitet.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.05.22 (Z 18)

Die SBZ/DDR vom Kriegsende bis zum Mauerbau

Kai Schwertner

Im Zeitraum zwischen Kriegsende und Mauerbau wurden im Osten Deutschlands entscheidende Weichen für den weiteren Verlauf der eigenen, aber auch der deutsch-deutschen und europäischen Geschichte gestellt. Neben den Systemumformungsprozessen in der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik sowie der zunehmenden Einbindung in den sowjetischen Herrschaftsblock, behandelt die Veranstaltung weitere wichtige Etappenschritte auf dem Weg des Landes in ein sozialistisches Staatswesen.

  • Freitag, 10:30 - 12:30 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019)

Die Stadt Düsseldorf und der Rhein im Mittelalter und der Frühen Neuzeit

Marie Isabelle Schwarzburger

Gewässer hatten schon immer eine große Bedeutung für die städtische Entwicklung. In dieser Übung sollen die Einflüsse des Rheins auf Düsseldorf genauer betrachtet werden, denn für die sehr kleine und neue Stadt war der Fluss von enormer Wichtigkeit. Er diente beispielsweise als Handelsstraße und als Nahrungsquelle der anfänglich vermutlich ca. 400 Einwohner.

Welche Rolle spielte der Rhein bei der Stadtgründung 1288 und vor allem inwieweit beeinflusste er den Grafen Adolf V. von Berg (gest. 1296) bei seiner Entscheidung? Welche Bedeutung hatten die Nachbarstädte Neuss, Kaiserswerth und Duisburg? Diese Fragen werden wir in der Übung thematisieren. Des Weiteren werden der Rhein als Handelsstraße, die Rheinzölle, die Treidelschifffahrt, die Düsseldorfer Häfen und große Katastrophen auf dem Rhein Thema sein.

Anforderungen für den Kurs sind die regelmäßige Teilnahme, die Vorbereitung der einzelnen Sitzungen durch Lektüre auch teilweise umfangreicherer Texte und die Übernahme eines Referats mit Handout.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019)

Die USA und die Sowjetunion in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Nina Reuter

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Die deutsche Teilung. Die Entstehung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR im internationalen Kontext 1945-1955

PD Dr. Winfrid Halder

Im Jahr 2019 wird die Bundesrepublik Deutschland auf sieben Jahrzehnte Geschichte zurückblicken können. Zugleich wird der zweite deutsche Staat, der aus der nationalstaatlichen Katastrophe hervorgegangen ist, die 1933 begonnen hatte und 1945 im vollständigen politischen, militärischen und moralischen Debakel endete, beinahe drei Jahrzehnte von der historischen Bühne abgetreten sein.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Die griechische Tyrannis

Christoph Michels

Aus den inneraristokratischen Kämpfen des archaischen Griechenlands (8.-6.Jh. v.Chr.) ging die „Tyrannis“ als eine Form politischer Selbstorganisation griechischer Poleis hervor. In einer Zeit, in der sich die diversen hellenischen Gemeinwesen verbindliche Gesetze und feste politische Institutionen gaben, war diese Alleinherrschaft eines mächtigen Aristokraten, der neben der Verfassung stand, nur ein möglicher Weg, der sich in den einzelnen Städte auch unterschiedlich darstellte. Nichtsdestoweniger wurden diese Tyrannenherrschaften in der späteren Verfassungstypologie der Griechen als ein Phänomen bewertet. Die Maßnahmen der Tyrannen, gerade der bekannten und durchaus positiv in Erinnerung gebliebenen Peisistratiden in Athen, werden in der Forschung dabei durchaus kontrovers diskutiert. Im Seminar soll die Rolle, welche die Tyrannis in der historischen Entwicklung Griechenlands spielte, untersucht und mit der Entstehung des politischen Denkens in Verbindung gebracht werden.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Editionsworkshop: Ein unbekanntes Tagebuch aus Osnabrück (1693-1736)

Andreas Rutz

Die Entdeckung und Erforschung unbekannter Quellen gehört zu den größten Abenteuern des Historikerberufs. Ein Dokument in den Händen zu halten, das noch kein Wissenschaftler je gesehen hat und das nun möglicherweise zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder gelesen wird, ist ungleich faszinierender als der Rückgriff auf altbewährte Quelleneditionen. Zugleich ist die Erforschung solcher Quellen aber auch eine riskante Angelegenheit. Denn bevor wir uns an die mühevolle Arbeit der Lektüre und Transkription machen, wissen wir ja noch gar nicht, ob die Quelle tatsächlich für unser Verständnis der Geschichte relevant ist, ja, wir wissen noch nicht einmal, für welche Geschichte(n) die Quelle überhaupt relevant sein könnte.

In der Übung soll dieses Wagnis eingegangen werden: Wir werden eine der Forschung bislang unbekannte Quelle bearbeiten, d. h. transkribieren, kommentieren und edieren. Auf diese Weise werden wir nicht nur lesen lernen und uns den historischen Kontext der Quelle erarbeiten, sondern auch Grundprinzipien der wissenschaftlichen Editionspraxis kennenlernen. Bei der Quelle handelt es sich um ein in Privatbesitz befindliches Tagebuch im Oktavformat, das auf ca. 150 Seiten Ereignisse in Osnabrück in den Jahren 1693 bis 1736 festhält, etwa Erdbeben, Unwetter und Feuersbrünste, Ratswahlen und Fürstenbesuche und immer wieder Gewaltverbrechen und Unglücksfälle mit meist tödlichem Ausgang. Der Autor wird nicht genannt, aber es steht zu hoffen, dass er sich irgendwo in seinem Tagebuch zu erkennen gibt!

Gesucht werden Nachwuchshistorikerinnen und -historiker, die Forschung jenseits der klassischen Themen und Quellen kennenlernen und mitgestalten möchten!

 

  • Montag, 14:30 - 18:00 (wöchentlich, 22.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Montag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 15.10.2018 - 15.10.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Ein Ende der Hanse?

Nancy Lambertz

Hansestädte sind jedem noch heute ein Begriff. Viele Städte werben mit ihrer hansischen Vergangenheit; und das nahezu durchgehend seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit verschiedenen politisch-ideologischen Interpretationen, aber auf Basis derselben Quellen. Die heutige Rezeption liegt vor allem daran, dass das Geschichtsbild weitgehend aus dem 19. und 20. Jahrhundert übernommen wurde.

Ausgehend sowohl von der Entstehungs-, Blüte- und Rezeptionszeit soll in dieser Übung nachvollzogen werden, was das Ende der Hanse – als auf wirtschaftlichen Gewinn ausgelegten Städtebund – ausmachte. Welche Faktoren waren ausschlaggebend? Ist/sind ein oder mehrere Schlusspunkt/e feststellbar? Oder handelt es sich um einen schleichenden Übergang, der erst in der Rückschau auszumachen ist?

 

Regelmäßige und aktive Teilnahme an dem Seminar ist essenziell.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Einführung in die Alte Geschichte

Christoph Michels

Die Einführungsvorlesung verschafft Studienanfängern eine erste Übersicht über Raum und Zeit der Antike und stellt Gegenstände, Fragestellungen und Methoden der Alten Geschichte vor. Materialien werden während der Vorlesung zur Verfügung gestellt.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 15.10.2018 - 28.01.2019) - 2301.HS 3A (Z 633)

Einführung in die Zeitrechnung des Mittelalters und der frühen Neuzeit

Die präzise Messung der Zeit und die Berechnung der christlichen Festtage stellte eine große Herausforderung für die Menschen dar und war zugleich eine Notwendigkeit zur Regelung des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens. Neben den mathematisch-astronomischen Fragen von Sonnen- und Mondkalender sind Besonderheiten der Einteilung der Zeit zu beachten, die im Rahmen der historischen Zeitrechnung erforscht werden.

Ausgehend von den antiken Grundlagen der Chronologie will die Übung verschiedene Zeitmaße des Abendlandes von der Spätantike bis zur französischen Revolution vermitteln. Dabei steht die christliche Zeitrechnung mit den gebräuchlichen Zeitmaßen im Mittelpunkt. Osterfestberechnung und die dazu im Mittelalter genutzten Hilfsmittel werden ebenso behandelt wie der Heiligenkalender und seine Verbreitung für Datierungszwecke im Spätmittelalter. Die gregorianische Kalenderreform und die nur allmählich voranschreitende Umstellung auf einen neuen, einheitlichen Kalender im frühneuzeitlichen Europa werfen ein Licht auf ideologische Aspekte der Zeitrechnung, die schließlich im französischen Revolutionskalender ganz offen zu Tage treten.

Anhand originaler Quellen des Mittelalters und der Neuzeit soll vor allem das Handwerkszeug zur Auflösung der Zeitmaße und korrekten Berechnung von Datierungsangaben vermittelt werden. Für die in der Übung behandelten Themen werden Skripte ausgeteilt.

 

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 30.11.2018) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Freitag, 14:00 - 18:00 (wöchentlich, 07.12.2018 - 15.02.2019)

Erstarrung - Perestrojka - Zerfall: Die Sowjetunion 1975-1991

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Die Vorlesung nimmt – ausgehend von der innenpolitischen Erstarrung, die die Sowjetunion in der späten Brežnev-Zeit geprägt hatte –, vor allem die Reformpolitik von Parteichef Michail Gorbačev und deren weitreichende Konsequenzen in den Blick.

Eigentlich als umfassende wirtschaftliche, außen, - innen- und gesellschaftspolitische Systemreform geplant, führten die weitreichenden Maßnahmen, die unter den Schlüsselbegriffen Demokratie, Offenheit, Selbstverwaltung und Effizienz vorangetrieben wurden, bald zu einem umfassenden Systemwandel – einem „Strukturwandel durch Öffentlichkeit“, wie es bei Helmut Altrichter heißt.

Dabei verlor die Kommunistische Partei ihre Führungsrolle zu Gunsten eines parteipolitischen Pluralismus, die einstige „Kommandowirtschaft“ wurde um marktwirtschaftliche Elemente und Konkurrenz erweitert, bisherige Tabuthemen der sowjetischen Geschichte und Gesellschaft konnten im Kontext großer öffentlicher Geschichtsdebatten endlich frei diskutiert werden, bislang geheim gehaltene Dokumente, Manuskripte und Filme wurden veröffentlicht. Das hergebrachte Geschichtsbild zerfiel, und die bislang herrschende Staatsideologie verlor ihre Legitimation. An der Peripherie brachen nationale Konflikte aus. Schließlich zerfiel die Sowjetunion nach rund siebzig Jahren Existenz dieses ersten sozialistischen Staates der Welt, auf dem einst große Hoffnungen geruht hatten. Bei diesem letzten „imperialen Zusammenbruch“ handelte es sich um ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung, dessen Implikationen zunächst deutlich unterschätzt worden sind.

Die Veranstaltung wird auch der Frage nachgehen, wie heute gesellschaftlich und erinnerungspolitisch mit dem Erbe die Sowjetunion umgegangen wird und welche Werte an die Stelle der sozialistischen Ideologie getreten sind.

Die Vorlesung kann mit einer AP abgeschlossen werden. Studierende aus dem Wahlpflichtbereich oder dem Studium Universale können 2 CPs durch das Verfassen eines Protokolls/Essays erwerben.

 

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2521.HS 5F (Z 218)

Erstsemesterbegrüßung

Guido Thiemeyer

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 10.10.2018 - 10.10.2018) - 2301.HS 3D (Z 425)

Europa im Mittelalter

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

In den Tausend Jahren der Epoche des Mittelalters (500-1500) hat sich Europa in politischer, ökonomischer, kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht maßgeblich geformt, doch erfährt man im Geschichtsunterricht in der Regel nur sehr wenig über diese Zeit. Die Vorlesung bietet einen Überblick über die politische Geschichte, die zentralen Entwicklungen des mittelalterlichen König- und Kaisertums und der Päpste in Rom, die Entfaltung der ständisch geprägten mittelalterlichen Gesellschaft und der neuen urbanen Zentren, der Städte. Daneben sollen aber auch sozialgeschichtliche und kulturgeschichtliche Ansätze und aktuelle methodische Fragen des Geschichtsstudiums zur Sprache kommen.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2018 - 30.01.2019) - 2301.HS 3D (Z 425)

Frauen- und Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

Andreas Rutz

„On ne naît pas femme, on le devient. – Man ist nicht als Frau geboren, man wird es.“ Dieser philosophische Blick auf das weibliche Geschlecht von Simone de Beauvoir aus dem Jahre 1949 umreißt sehr prägnant ein Problem, mit dem sich die Geschichtswissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten zunehmend intensiv auseinandergesetzt hat: die gesellschaftliche Konstruktion von Frauen und – in Erweiterung der Perspektive – auch Männern. Insbesondere die Frühneuzeitforschung hat zu der diesbezüglichen Diskussion entscheidend beigetragen: Wie unterschied sich das Leben von Frauen und Männern in diesem Zeitraum? Welche Rollen wurden den Geschlechtern zugewiesen? Wie wurden diese im Alltag konstruiert und reproduziert? Gab es gegebenenfalls Möglichkeiten, sich vorgefügten Rollenerwartungen zu entziehen?

Die Vorlesung möchte die Geschichte(n) von Frauen und Männern in der Frühen Neuzeit in ihrer wechselseitigen Bezogenheit in den Blick nehmen. Unter den Schlagwörtern Distinktion, Partizipation und Repräsentation wird es 1. um Fragen der Geschlechterdifferenz gehen (Geschlechterdiskurse, Körper und Kleidung, Frauenräume / Männerräume, Stand und Familie), 2. um die Teilhabe von Frauen am öffentlichen Leben (Bildung und Erziehung, Arbeit, Religion und Konfession, Politik und Herrschaft, Recht) sowie 3. um geschlechtsspezifische Repräsentationsformen (Hof und Stadt als „Bühnen“, Kunst, Musik und Theater, Literatur und Publizistik). Die allgemeinen Zusammenhänge sollen soweit möglich anhand von Einzelbefunden und konkreten Beispielen aus dem Rheinland und den angrenzenden Regionen erörtert und vertieft werden.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2301.HS 3C (Z 126)

Geist und Geselligkeit. Aufklärungsgesellschaften in Deutschland und Europa

Zur Epoche der Aufklärung gehört die Geselligkeit fest dazu. Französische Salons, englische Clubs und generell Kaffeehäuser bildeten wichtige Orte des Ideenaustauschs und der Geselligkeit. „Ein ungeselliger Mensch hat einen Geist, der sehr schlecht beschaffen ist”, hieß es 1764 in der Wochenschrift „Der Gesellige”. Im Laufe des 18. Jahrhunderts entstanden zudem zahlreiche Gesellschaften, in der Menschen aus freien Stücken zusammenkamen und sich verbindlich organisierten, um bestimmte Anliegen zu verfolgen. Für diese Sozietäten waren gemeinsam festgelegte Statuten, Beiträge, Rechte und Pflichten der Mitglieder charakteristisch. Geist und Geselligkeit bildeten auch hier zwei Seiten einer Medaille. Ein markanter Typ dieser Sozietäten waren die Lesegesellschaften. Darüber hinaus gab es naturwissenschaftliche, ökonomische und patriotische Gesellschaften – sowie das bis heute stark faszinierende Geheimbundwesen. Im Seminar sollen unterschiedliche Aufklärungsgesellschaften eingehender betrachtet werden. Für den 14. Dezember 2018 ist ein Besuch der Sonderausstellung „Lichtstrahlen der Aufklärung” in Bonn angedacht, die sich der 1787 gegründeten Bonner Lesegesellschaft widmet.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Geschichte der Britischen Inseln im Mittelalter.

Prof. Dr. Heinz Finger

Die Vorlesung will einen Überblick über die Geschichte Englands vom „Adventus Saxonum“ bis zum Beginn der Tudorzeit geben, aber auch die Geschichte Irlands, Schottlands und Wales‘ von der Christianisierung bis zum 15. Jh. behandeln. Besondere Schwerpunkte sollen die Frage nach Kontinuität und Diskontinuität in Bezug auf die normannische Eroberung Englands (1066), die Besonderheiten des englischen Feudalismus, die sog. Schottischen Unabhängigkeits-kriege (1296 – 1357/71) und das Wiedererstarken der gälischen Gesellschaft im Irland des 14. und 15. Jh.s sein. Ebenfalls werden die stets intensiven Beziehungen beider Inseln zum Kontinent betont.

 

 

 

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2201.HS 2B (Z 101)

Geschichte der Frühen Neuzeit

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr, Andreas Rutz

  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 15.10.2018 - 15.10.2018) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 23.11.2018 - 23.11.2018)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 18.01.2019 - 18.01.2019)

Geschichte der Industrialisierung in Großbritannien, Europa und der Welt vom 18. bis zum 20. Jahrhundert

Michael Hanns Schneider

Die in Großbritannien seit dem späten 18. Jahrhundert beginnende Industrialisierung ist einer der zentralen weltgeschichtlichen Vorgänge, die bis heute fortwirken und der Struktur der gegenwärtigen Welt ihr Gepräge geben. Die Vorlesung behandelt die Ursachen und den Verlauf der Industrialisierung vom späten 18. Jahrhundert bis etwa zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa, Amerika und Asien. Sie geht dabei auf die institutionellen Rahmenbedingungen ebenso ein wie auf bevölkerungshistorische Aspekte, behandelt die technologischen Entwicklungen ebenso wie die Veränderungen der Nachfragestrukturen. Mit im Zentrum steht die Frage nach den Gründen, weshalb die Industrialisierung in Europa ihren Ausgang nahm und nicht beispielsweise in China, und die Frage, wie die jeweils spezifischen Adaptionen des britischen Modells in Europa und der Welt aussahen.

 

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2521.HS 5F (Z 218)

Geschichte des Europarates

Guido Thiemeyer

Der Europarat ist die ältere internationale Organisation in Europa, steht aber nach wie vor im Schatten der Europäischen Union. Ziel der Arbeit des Europarates ist die Durchsetzung und Festigung von Demokratie und Menschenrechten in den Mitgliedstaaten. Zum System des Europarates gehört auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit Sitz in Straßburg. Im Seminar werden Quellen und Analysen zur Entstehung und Geschichte des Europarates gelesen und diskutiert.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Geschichte des Völkerrechts

Guido Thiemeyer

Das Völkerrecht ist die rechtliche Grundlage internationaler Beziehungen, eine Rechtsordnung, die aus Prinzipien und Regeln besteht. Diese Regeln sind aber keineswegs naturrechtlich gegeben, sondern das Produkt komplexer Aushandlungsprozesse. Das bedeutet, dass die Diskussionen um das Völkerrecht von Akteuren geprägt wurde, die kulturellen Denkmustern, politischen Werturteilen und gesellschaftlich-ökonomischen Strukturen verpflichtet sind.

Im Mittelpunkt der Vorlesung steht die Entwicklung des Völkerrechts im oben genannten Sinne seit dem Wiener Kongress von 1815 bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen einerseits die Aushandlungsprozesse des Völkerrechts und die sie bestimmenden Strukturen. Schließlich wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Entstehung und Arbeitsweise von Internationalen Organisationen gelegt.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2018 - 30.01.2019) - 2511.HS 5B (Z 218)

Geschichtsbeiträge im Radio

Michael Kuhlmann

Der legendäre NDR-Intendant Ernst Schnabel nannte es das „Kino zwischen den Ohren", andere haben immer wieder vom „sinnlichen Medium" gesprochen: Sie meinten das Radio - mit seiner Möglichkeit, die Phantasie des Hörers anzuregen, vor dem geistigen Auge eindrucksvollere Bilder entstehen zu lassen, als sie Fernsehen und Kino je erzeugen könnten.

Und so kann das Radio mit seinen unterschiedlichen Beitragsformen und Stilmitteln sehr gut historische Fragestellungen aufbereiten. Die Skala möglicher Macharten reicht vom konventionellen „gebauten Beitrag" über Experteninterview und Essay, Streitgespräch und Originalton-Collage bis hin zum anspruchsvollen Hörbild - dem „Feature", das seine Hörer im Idealfall mitnimmt auf eine Zeitreise in vergangene Epochen.

In diesem Projektseminar soll vor allem eine zentrale Möglichkeit, Geschichtsthemen ins Radio zu bringen - der gebaute Beitrag nämlich -, praktisch umgesetzt werden; im Interesse eines ersten Einblicks ins Berufsfeld Radio.

Also: Wie finde und definiere ich mein Thema? Wie bereite ich es inhaltlich vor? Welche historischen Originaltöne kann ich verwenden? Welche Zeitzeugen kann ich (noch) befragen, welche Wissenschaftler - und wie befrage ich sie? Wie funktioniert die Technik? Wie gestalte ich einen Beitrag, eine Moderation? Und nicht zuletzt - in Abgrenzung zur Akademikersprache: Wie schreibe ich fürs Hören?

Im Verlauf des Seminars soll also jede(r) Teilnehmer(in) einen eigenen Beitrag herstellen - entweder im Rahmen einer vorbereiteten Übung oder in einer eigenständigen Projektarbeit als Gegenstand der AP. Dabei soll - unter Anleitung - die "freie Wildbahn" des Berufes soweit wie möglich simuliert werden. Das gelernte Handwerk beim Herstellen von Geschichtsbeiträgen lässt sich auf die Erstellung von Beiträgen anderen Inhalts übertragen.

Zum Semesterabschluss erproben wir praktisch das Genre "Gesprächssendung mit Zeitzeugen", indem Sie selbst eine frühere Chefredakteurin des WDR-Hörfunks in einer simulierten Livesendung befragen: u.a. zu ihrer sehr vielfältigen Radioarbeit und zu den Potentialen des Radios im allgemeinen.

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Geschichtsschreibung im Mittelalter

Dr. Lars Hageneier

Die Geschichtsschreibung des Mittelalters gehört zu den wichtigsten Phänomenen bei der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Mittelalter. Wie und zu welchem Zweck wurden historische Ereignisse erinnert? Welcher Medien bediente man sich dabei, welches Geschichtsbewusstsein leitete die Autoren und was ist beim quellenkritischen Umgang mit den historiographischen Erzeugnissen aus heutiger Sicht zu bedenken?

Der Kurs führt in die gattungsmäßige Klassifizierung mittelalterlicher Geschichtsschreibung ein und behandelt herausragende Geschichtswerke der Epoche vertiefend. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf dem Früh- und Hochmittelalter. Neben reger Mitarbeit ist die Übernahme eines Kurzreferates erforderlich.

 

 

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Grenzen und Phänomene der Transkulturalität

Sabrina Proschmann

Das Seminar begleitet die Einführungsvorlesung des Studiengangs „Transkulturalität”. Gegenstand des Seminars sind die vielfältigen Arten von Grenzen und ihr Einfluss auf die Phänomene der Transkulturalität, die in der Vorlesung besprochen werden.Diese Grenzen und Phänomene werden von einem historischen Standpunkt aus beleuchtet, wobei auch gegenwärtige Entwicklungen betrachtet werden.

Eine erfolgreiche Teilnahme an dem Seminar setzt die aktive Bereitschaft, sich mit den vorgegebenen Quellen und Textauszügen auseinanderzusetzen, sowie das Zusammenstellen eines Portfolios voraus.

Das Portfolio soll aus einem Kommentar (max. 1 Seite), einem Bild plus kurzem Text (max. 1 Seite) und einer kurzen Schreibaufgabe (max. 5 Seiten) bestehen. Näheres dazu wird in der ersten Stunde erläutert.

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs / Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs / Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Alte Geschichte

Benjamin Nagel

Der Grundkurs Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte und Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft.

Dieser Grundkurs soll einen punktuellen Einblick in die Ereignisgeschichte und in thematische Bereiche des klassischen Griechenlands bieten. Darüber hinaus sollen auch Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt werden.

 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 15.10.2018 - 01.02.2019)

Grundkurs Alte Geschichte

Sebastian Lindermann

Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte und Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft.

Dieser Grundkurs soll einen punktuellen Einblick in die Ereignisgeschichte und in thematische Bereiche der römischen Republik bieten. Darüber hinaus sollen auch Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt werden.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Alte Geschichte

Felix Wunder

Der Grundkurs Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte und Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft.

Dieser Grundkurs soll einen punktuellen Einblick in die Ereignisgeschichte und in thematische Bereiche der römischen Kaiserzeit bieten. Darüber hinaus sollen auch Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt werden.

 

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Französisch für Historiker/innen

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die ihre Vorkenntnisse der  französischen Sprache im grammatischen Bereich auffrischen und ihren Wortschatz auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften erweitern möchten.

Die wöchentlichen Veranstaltungen umfassen jeweils die Behandlung eines grundlegenden grammatischen Aspektes sowie die Übersetzung kurzer Textabschnitte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik aus Fachliteratur und Presse, um Fachvokabular, feste Wendungen, Grammatikstrukturen und kulturelles Wissen im Textzusammenhang zu erarbeiten.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens

Dr. Ute Caumanns

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens

Nadia Chantal Bsdurrek

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich)

Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens - TK

Dr. Susanne Brandt

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Internationale Organisation(en) im 19. Jahrhundert

Dennis Barowsky

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Kriegsende und Revolution 1918/19: Ereignisse und historische Deutungen

Dr. Uta Hinz

Das Jahr 1918 steht für das Ende eines verheerenden Krieges und eine traumatische Niederlage wie zugleich für den Übergang zur ersten deutschen Demokratie. Als Schlüsselereignis wie historischer Bezugspunkt der deutschen Geschichte ist die Revolution von 1918/19 so intensiv wie wenige andere Themen der neueren Geschichte analysiert, dokumentiert, beschrieben und historisch interpretiert worden. So zahlreich wie die Darstellungen sind dabei die der Revolution durch die Jahrzehnte (in „West“ und „Ost“) zugeschriebenen Attribute: Sie wurde als gescheiterte, verratene, ungewollte und steckengebliebene Revolution bezeichnet – als verpasste Chance gleichermaßen wie als Geburtsstunde der Demokratie.

Die Übung will sich den Ereignisverläufen der Novemberrevolution, insbesondere aber der Geschichte ihrer Deutungen und Einordnungen exemplarisch annähern – einer Geschichte, die mit den Ereignissen 1918/19 einsetzte und bis in die Gegenwart reicht.

 

 

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Königswahl im Hoch- und Spätmittelalter (13.-15. Jahrhundert).

Uwe Tresp

 

Grundsätzlich erfolgte die mittelalterliche Thronfolge nach zwei grundsätzlichen Prinzipien: Entweder sollte der Herrscher durch dynastische Erbfolge oder durch ein Wahlverfahren auf den Thron gelangen. In der Praxis überwogen jedoch Varianten, bei denen diese gegensätzlichen Prinzipien in unterschiedlicher Weise miteinander kombiniert wurden. Auch im Heiligen Römischen Reich hatte sich seit dem 10. Jahrhundert das Wahlprinzip zur Erhebung der römisch-deutschen Könige in sich wandelnder Form durchgesetzt. Eine feste Regelung auf der Grundlage der bis dahin erfolgten Rechtsbildung kam erst 1356 mit der Goldenen Bulle Kaiser Karls IV. zustande. Im Seminar werden die deutschen Königswahlen und ihre machtpolitischen Hintergründe vom 13. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts, auch anhand zeitgenössischer Quellen, behandelt. Vergleichend wird auch die gleichzeitige Entwicklung der Thronfolgeprinzipien in den europäischen Nachbarländern, vor allem dort, wo sich das Wahlkönigtum durchsetzte, verfolgt.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

MGM 3a/3b / BFM 3a/3b: Dietrichs Flucht‘ und ‚Rabenschlacht‘ - Herrschaft, Krieg und mittelalterliche Gefolgschaft in der Epik im Vergleich mit der Geschichtsschreibung des 14. Jahrhunderts

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Tanja Mattern

Der Erzähler des Doppelepos ,Dietrichs Flucht‘ und Rabenschlacht‘ (Ende 13. Jahrhunderts) macht in seinen Kommentaren zur politischen Lage der Gegenwart die Veränderungen innerhalb des Adels im 13. Jahrhundert deutlich. Das Epos bricht möglicherweise insofern mit den 'Spielregeln' der Heldenepik, als Dietrich zwar der größte Held ist, über Herrschertugenden und eine treue Gefolgschaft verfügt, aber sich trotz seiner militärischen Siege letztlich nicht gegen seinen Onkel Ermrich, der ihm die Herrschaft streitig macht, durchsetzen kann. Ermrich agiert skrupelloser und verfügt über einen großen Goldschatz, während Dietrich notorisch arm ist und auf die Unterstützung durch die Hunnen angewiesen bleibt. Insbesondere die Bewertungen von Herrschaft, Krieg und mittelalterlicher Gefolgschaft in der Epik sollen mit interdizipliärem Zugriff mit der zeitgenössischen Geschichtsschreibung verglichen werden, nämlich mit der Steierischen (bzw. Österreichischen) Reimchronik des Ottokar (1250–1309), der sich nicht nur für die Kriege in Italien oder den Fall Akkons 1291 sondern insbesondere auch für die ritterlichen Gebräuche und Umgangsformen seiner Zeit interessiert, sowie mit der „Königsaaler Chronik“ aus der Feder des Zisterzienserabtes Peter von Zittau (1275–1339), der mit wachem Blick die großem Veränderungen seiner Zeit aus böhmischer Perspektive beschreibt.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Masterforum

Dr. Susanne Brandt, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Guido Thiemeyer

Beim gleichzeitigen Besuch des Forum Neuzeit und Vorstellung des Themas der Masterarbeit kann eine AP absolviert werden.

  • Donnerstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 18.10.2018 - 18.10.2018)

Mentorat

Marcel André Gövert

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Marius Lange

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019)

Mentorat

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 17.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Dr. Ute Caumanns

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 25.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat: Einführung in das Studium der Geschichte

Dr. Ute Caumanns

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat: Einführung in das Studium der Geschichte

Dr. Ute Caumanns

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 26.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Migrationsbewegungen in Europa - Arten, Formen und Gründe

Christoph Martin Frederik Heinrich

Migrationen sind seit je her Teil der Menschheitsgeschichte und prägen bis heute den kulturelle, sozialen und politischen Wandel von Gesellschaften. Dabei gab und gibt es Episoden in denen sich Menschen verstärkt aufmachten ihren Lebensmittelpunkt über politisch-territorialer Grenzen hinaus zu verlagern. Dieses Seminar untersucht die europäische Migration der Frühen Neuzeit und analysiert die verschiedenen Erscheinungsformen von Migrationen, die es den Europäern ermöglichten in die ganze Welt zu emigrieren. Dazu werden die Voraussetzungen der Mobilität miteinbezogen. Durch Entdeckungen neuer Länder und neuartiger Möglichkeiten des Reisens wurde eine massenhafte Migration überhaupt erst ermöglicht. Als genauso wichtig sind die multiplen Motivationen der Migranten zu sehen, einen temporären, zirkulären oder längerfristigen Aufenthalt andernorts als individuelle oder kollektive Chance zu sehen.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019)

Militarismus

Dr. Thomas Gerhards

Militarismus ist ein zentrales politisches Phänomen der Neuzeit, das nach 1945 vor allem am preußisch-deutschen Beispiel untersucht und intensiv diskutiert wurde. Es hat jedoch (nicht nur) alle europäischen Gesellschaften in unterschiedlichem Maße geprägt. Die Übung widmet sich neben der begrifflichen Problematik vor allem der Vielschichtigkeit militaristischer Erscheinungsformen im europäischen Zusammenhang anhand zentraler Quellen und Forschungstexte.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019)

Mittelalterliche Lebenswege und ihre literarische Verarbeitung

Julius Wimmer

Das Leben, der Lebensweg und die Taten besonderer Persönlichkeiten waren während des gesamten Mittelalters Gegenstand der Arbeit verschiedener Autoren. Um ihre Leser mit z.B. ihren Vorfahren, Amtsvorgängern oder Heiligen vertraut zu machen und Vorbild oder Mahnung für das eigene Leben zu bieten, schufen sie anknüpfend an antike literarische Traditionen zahlreiche Viten, Gesten und Biographien. Diese sind nicht nur wegen möglicherweise enthaltener Informationen über historische Personen oder Ereignisse, sondern auch wegen ggf. zu gewinnenden Einsichten über Darstellungsabsichten und Hintergründe der Autoren sowie grundsätzlich über die Funktion von Literatur im Mittelalter für den Historiker von Interesse.
Anhand einiger ausgewählter Quellen und Persönlichkeiten soll in dieser Übung durch gemeinsame (sowie eigenverantwortliche) Lektüre, Analyse und Deutung der Quellen der Umgang mit mittelalterlicher Literatur geübt werden.
Der erste Schwerpunkt des Kurses wird auf Königin Mathilde (ca. 896-968), Gemahlin Heinrich I. und Mutter Otto I., bzw ihren beiden Lebensbeschreibungen liegen.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 25.10.2018) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 15.11.2018 - 31.01.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Modern German History

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr, Guido Thiemeyer

 

The lecture will be held in English and give an introduction to the history of Germany from around 1500 until the present day. 6 ECTS for passing a short oral exam at the end of semester.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2221.HS 2E (Z 181)

NS-Rassebegriff und NS-Rassenpolitik. Eine Einführung  

Achim Trunk

Der zentrale Begriff der nationalsozialistischen Ideologie war der der
"Rasse". Der Zivilisationsbruch, den das nationalsozialistische Deutschland
vollzog, lässt sich ohne eine eingehende Auseinandersetzung mit diesem
Ideologem wissenschaftlich nicht ergründen.

Die Übung befasst sich nun mit den Bedeutungen und der Entwicklung des
Begriffs und mit seiner Umsetzung in die politische Praxis - von
diskriminierenden Gesetzen bis hin zum Genozid.

Die Leitfragen lauten: Wie definierten Nationalsozialisten den Begriff
"Rasse"? Woher stammte dieser Begriff? Wie lässt sich seine scheinbare
Evidenz erklären? Welche Handlungen staatlicher und nichtstaatlicher
Akteure leitete er nach der nationalsozialistischen Machtübernahme an? Und
wie manifestierte er sich in den Staatsverbrechen der
nationalsozialistschen Vernichtungspolitik?   

Die Bereitschaft zur vorbereitenden Lektüre wird vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 10.10.2018 - 10.10.2018)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 10.11.2018 - 10.11.2018)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 08.12.2018 - 08.12.2018)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 12.01.2019 - 12.01.2019)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 02.02.2019 - 02.02.2019)

Oberseminar Mittelalter

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 11.01.2019 - 11.01.2019)

Oberseminar/Masterforum

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Das Oberseminar richtet sich an alle fortgeschrittenen Studierende, die sich für die Geschichte Osteuropas interessieren. Vorgestellt werden neben Gastvorträgen vor allem Abschlussarbeiten der Teilnehmer/-innen. Das aktuelle Programm finden Sie zu Vorlesungsbeginn auf der Website des Lehrstuhls für Geschichte und Kulturen Osteuropas. Um Anmeldung wird gebeten.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 16.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Parlamentarismus in der Bundesrepublik Deutschland

Paul Lukas Hähnel

Im Fokus des Aufbauseminars steht der Parlamentarismus als zentrales Strukturprinzip des Regierungssystems der Bundesrepublik Deutschland. Anhand der Funktion und typischen Arbeitsweise der Parlamente auf Landes- und Bundesebene sowie der Entwicklung des Parteiensystems sollen die theoretischen Grundlagen des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens aufgezeigt und mittels selbstständiger Ausarbeitungen in Form einer mündlichen Präsentation und einer Hausarbeit eingeübt werden. Rückblicke auf die Entwicklung des Parlamentarismus und des Föderalismus im 19. und frühen 20. Jahrhundert dienen dabei als Bezugspunkt, um Kontinuitäten und Diskontinuitäten aufzuzeigen.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Polen 1918-1939: Aufbauseminar mit Schreibwerkstatt

Dr. Ute Caumanns

Nach 123 Jahren der Teilung entstand 1918 ein neuer polnischer Staat, der sich – in der Nachfolge der polnisch-litauischen Adelsrepublik – als Zweite Republik bezeichnete. Die Grenzen waren von Anfang an umstritten, nicht nur im Westen, v.a. mit der Weimarer Republik, sondern auch im Osten mit Sowjetrussland. Wirtschaftlich und sozial trat der neue Vielvölkerstaat das schwere Erbe der Teilungszeit an: Ihn kennzeichnen aber nicht nur militärische und politische Konflikte sowie autoritäre Strukturen, sondern auch eine bedeutende gesellschaftliche Modernisierung und kulturelle Mobilisierung.

Ziel des Seminars ist es zum einen, den historischen Kontext um die Genese der neuen Republik und dessen zentrale Akteure zu untersuchen, zum anderen für die zwanziger und dreißiger Jahre politische und sozio-kulturelle Entwicklungsprozesse (u.a. Antisemitismus) und Strukturen zu erarbeiten. Neben der Teilnahme an der gleichlautenden Übung (Schreibwerktstatt) ist für den Erwerb des Leistungsnachweises eine mündliche Präsentation sowie die Erstellung einer Hausarbeit erforderlich. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind wünschenswert, aber nicht Bedingung für die Teilnahme.

  • Montag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68
  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Polnisch für Historiker

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Faches Geschichte, die ihre Vorkenntnisse der polnischen Sprache im grammatischen Bereich auffrischen und ihren Wortschatz auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften erweitern möchten.

Die wöchentlichen Veranstaltungen umfassen jeweils die Behandlung eines grammatischen Aspektes sowie die Übersetzung kurzer Textabschnitte geschichtswissenschaftlicher Thematik aus Fachliteratur und Presse, um Fachvokabular, feste Wendungen, Grammatikstrukturen und kulturelles Wissen im Textzusammenhang zu erarbeiten.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019)

Praxisforum zur Berufsorientierung für BA-Studiengang Geschichte (Kubus)

Dr. Susanne Brandt

Ein wichtiges Problem bei der Suche nach einem zukünftigen Arbeitsplatz ist häufig die Frage, welches Berufsfeld überhaupt angestrebt wird bzw. angestrebt werden soll, welche Jobs und Qualifikationen man sich zutraut, was andere wohl über die eigenen Fähigkeiten denken und wie man in der Flut von Informationen, Nachrichten und Angeboten zum Arbeitsmarkt eine eigene Orientierung gewinnen kann. In der Veranstaltung ‚Praxisforum' stehen daher SIE als Person im Mittelpunkt. Während im ‚Praxisfelderseminar' die Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Berufsfeldern ihre Karrieren vorstellen, geht es nun direkt um Ihren zukünftigen Weg: Ausführlich werden wir die beruflichen Orientierungen und Chancen der SeminarteilnehmerInnen zum Thema machen und möglichst jedem und jeder eine intensive und individuelle Beratung ermöglichen. Sie sollen in den Stand versetzt werden, am Ende des Seminars Ihre beruflichen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und dann konkret die nächsten Schritte anzugehen.  Für Studierende im Bachelor- und Masterstudiengang ist diese Veranstaltung die für das KUBUS-Modul verbindliche Reflexionsveranstaltung (Baustein 3), sie soll erst nach dem ersten Baustein (Praxisfelder) und dem Praxistraining besucht werden.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Probevorträge Amerikanistik

Guido Thiemeyer

  • 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 13.11.2018 - 13.11.2018) - 2201.HS 2B (Z 101)
  • 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 13.11.2018 - 13.11.2018) - 2301.HS 3B (Z 114)
  • 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 13.11.2018 - 13.11.2018) - 2332.01.68
  • 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 13.11.2018 - 13.11.2018) - 2491.U1.61 (Z 25)

Ressourcen: Gegenstand, Voraussetzungen, Gefährdungen und Konflikte

Michael Hanns Schneider

Ressourcen aller Art sind eine zentrale Voraussetzung für alles Wirtschaften: Materielle Ressourcen (Erdöl oder Wasser z.B.), zählen ebenso dazu wie immaterielle Ressourcen (personelle Netzwerke etwa). Auch „Wissen“ kann als Ressource gelten, da es Rohstoffe erst unter seiner Anwendung zu einer Ressource werden lasst. Da der Zugang zu Ressourcen für alle wirtschaftenden Akteure zentral war, verwundern auch die Konflikte nicht, die sich um knappe Ressourcen abgespielt haben und abspielen. Und die zunehmende Verschmutzung und damit weitere Verknappung wichtiger Ressourcen – nicht selten gerade in Folge der Gewinnung anderer Ressourcen – rückt dieses Thema in das Zentrum einer wirtschaftshistorischen Untersuchung. Das Hauptseminar sucht daher, zunächst einige theoretische Grundlagen des Ressourcenbegriffs zu erarbeiten, bevor dann in unterschiedlicher Perspektive (wirtschaftshistorisch, umwelthistorisch, transnational) danach gefragt wird, welche Umstände eine Ressource im konkreten historischen Fall zu einer Ressource machen, welche Interessen sich auf sie richten, und gegebenenfalls: welche Konflikte aus diesen Interessen resultierten.

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019)

Rise and Fall of Nazi Germany

Paul Lukas Hähnel

Despite sixty years of research, the period of Nazi Germany is not a common subject of historical sciene. The dispute and historiography about the Third Reich has still a high legitimatory and identity-building function for the Federal Republic of Germany. It is therefore no coincidence, that forms of "appropriate" commemoration of these twelve years of German history are still a pressing matter of public concern. In this sense, the seminar deals with the history of the rise and fall of Nazism. It concentrates in three interrelated questions: How did the Nazis become the largest party in the Weimar Republic and how did Hitler take over power as the "leader"? What were the decisive features of the Nazi dictatorship? What are the current controversies and challenges of further resarch?

In addition to an active participation, students are required to give a presentation.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Ritualmord

Dr. Ute Caumanns

Der „Ritualmord” gehört zu den im christlichen Europa weit verbreiteten Meistererzählungen. Im Kern lautete das Narrativ: Juden verschwören sich, zumeist um die Zeit vor Ostern, um vor allem christliche Knaben zu kaufen oder zu entführen, um diese zu schänden und schließlich zu ermorden, und dies mit doppeltem Ziel: die Passion Jesu verhöhnend nachzuspielen und das Blut der christlichen Opfer rituell zu missbrauchen. Die erste bekannte Ritualmordgeschichte schrieb Mitte des 13. Jahrhunderts der Benediktinermönch Thomas of Monmouth; der letzte Ritualmordprozess fand 1913 in Kiev statt und in jüngster Zeit stößt in Russland das Konstrukt vom jüdischen Ritualmord an der Zarenfamilie auf Interesse. Wir haben es insofern nicht nur mit einem räumlich übergreifenden, sondern auch mit einem Phänomen von langer Dauer zu tun.

Ziel des Seminars ist es, sich dem Phänomen anhand historischer Fallstudien aus dem westlichen und östlichen Europa zu nähern und dabei unterschiedliche historische Kontexte sowie Produzenten und Rezeptionsbedingungen zu untersuchen. Für den Erwerb des Leistungsnachweises ist eine Präsentation sowie eine Hausarbeit erforderlich. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind stets willkommen, jedoch nicht Bedingung für die Teilnahme.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Römisches Kunsthandwerk in den Nordwestprovinzen

PD Dr. Stefan Pfahl

Neben großformatigen Mosaiken, Wandmalereien und steinernen Reliefs liegen aus der frühen bis späten Kaiserzeit zahlreiche Objekte vor, die als ‚Kleinkunst‘ vom Schaffen einheimischer wie italischer Handwerker künden; nur wenige signierten bzw. kennzeichneten ihre Werke. Aus unterschiedlichsten Werkstoffen wie Bernstein, Gagat, Glas, Holz, Keramik, Metalle (Gold – Silber – Bronze) und Terra Sigillata liegen Gefäße (Jagdbecher, Lampen, Rhyta, Eß- und Trinkgeschirr, Tintenfässer), Statuetten (Götter und Heroen), Schmuck- und Trachtbestandteile (Arm-, Finger- und Ohrringe, Fibel, Gürtelbeschläge) und auch Waffen vor. Die ornamentalen, floralen und figürlichen Dekore zeugen nicht nur vom Schmuckbedürfnis der Zivilbevölkerung sondern auch dem der Soldaten; bestimmte dekorative Elemente lassen sich bereits in keltischer Zeit nachweisen, weshalb von einer „keltischen Renaissance“ bisweilen die Rede ist. Aus unterschiedlichen Werkstoffen geschaffene Objekte, etwa Götterstatuetten aus Gold, Silber, Bronze, Blei und Ton, liefern Anhaltspunkte, dass (teure) Metallvorbilder kopiert bzw. in Ton nachgeahmt wurden, um auch ärmeren Bevölkerungsschichten den Zugang zu ermöglichen. Abhängig von den jeweiligen Werkstoffen scheidet man serielle Produktion von qualitativ hochwertigen Einzelstücken (z. B. Diatrete).

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019)

Sauberer Krieg? Darstellung von Gewalt und Kriegsverbrechen im Reenactment

Dimitrios Tim Nyenhuis

Nebel und Pulverdampf ziehen im Oktober über die Felder nahe Leipzig. Langsam bewegt sich Linieninfanterie aufeinander zu. Gefechtslärm und Schüsse betäuben die Ohren, Befehle werden gebrüllt, doch kaum Schmerzensschreie sind zu hören, kein Röcheln, kein Wimmern. Denn was von Weitem aussieht wie die legändere Schlacht gegen Napoleon, ist in Wirklichkeit ein jährliches Spektakel, welches seit 1989 regelmäßig durch so genannte Reenactor nachgestellt wird.

Diese Übung will einen groben Überblick über das Themengebiet Reenactment vermitteln, die Motivation und Faszination des "Wiedererlebens" thematisieren und vor allem den Umgang mit Gewalt, Kriegsverbrechen und -gräuel in dieser Szene untersuchen. Eignet sich eine Nachstellung einer Schlacht für ein Gedenken und zur Mahnung? Oder wird dies nur als Deckmantel für ein Nachempfinden von vergangenen militaristisch geprägten Zeiten genutzt, um einen "Sauberen Krieg" ohne Opfer und Konsequenzen zu spielen?

Des Weiteren beschäftigt sich der Kurs mit Gewalttheorie, der Faszination Gewalt in unserer Gesellschaft und der Auswertung von zahlreichen Amateurfilmen und einer Dokumentation.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.26 (Z 60)

Schreibwerkstatt

Jonas Krüning

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2332.01.68

Schreibwerkstatt

Michael Hanns Schneider

Was ist wissenschaftliches Schreiben? Und wie kann man es lernen? Ziel der Übung ist es, die wichtigsten Aspekte wissenschaftlicher Schreibweise vor allem im Rahmen praktischer Übungen zu erarbeiten. Auf der einen Seite sollen so die häufigsten Fallstricke identifiziert werden, und auf der anderen Seite sollen Wege erarbeitet werden, um den jeweils eigenen Schreibstil ansprechender zu gestalten.

 

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2303.01.70 (Z 16)

Schreibwerkstatt zu Proseminaren

Nancy Lambertz

Diese Schreibwerkstatt findet begleitend zu den Proseminaren von Frau Anne Erlemann und Herr Sebastian Tupikevics statt.

In wöchentlichen Sitzungen lernen Sie den kritischen Umgang mit verschiedenen Textsorten, bekommen Anregungen gegen Schreibblockaden und lernen angeleitet wissenschaftliches Schreiben. Im Laufe des Semesters werden verschiedene Textsorten, die während und nach dem Studium relevant sind, von Ihnen analysiert, formuliert und diskutiert.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Sport und Politik im Kalten Krieg

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

Der „Kalte Krieg“ war für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg prägend. Die Auseinandersetzung zweier konträrer Systementwürfe spielte sich nicht nur auf militärischer, wirtschaftlicher, technologischer Ebene ab, sondern fand auch im Bereich der Kultur und des Sports statt. Erfolge im Sport konnten als Beleg die Überlegenheit des Einen und die Unterlegenheit des Anderen dienen. Internationale Wettkämpfe wurden von beiden Seiten politisch instrumentalisiert. Die erfolgreiche Organisation sportlicher Großereignisse sollte die Leistungsfähigkeit der politisch-gesellschaftlichen Systeme nachweisen.

Diese Wechselwirkungen zwischen Sport und Politik werden thematisch im Mittelpunkt des Seminars stehen. Daneben soll das Aufbauseminar einen Überblick über die Zeit des Kalten Krieges aus sportgeschichtlicher Perspektive bieten und dabei in für diese Epoche einschlägige Quellen und Hilfsmittel einführen sowie grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens einüben und vertiefen. Das Aufbauseminar wird in dieser Hinsicht durch eine Übung „Schreibwerkstatt“ ergänzt, die parallel zu belegen ist.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche der Modulabschlussprüfung sind neben der aktiven Teilnahme und der Erledigung kleinerer Übungsaufgaben die Übernahme eines Referates sowie die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit. Ebenfalls wird die Bereitschaft zur Rezeption englischsprachiger Fachliteratur erwartet.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019)

Sprach und Übersetzungsübung an mittelalterlichen lateinischen Quellen

Dr. Lars Hageneier

Mittelalterliche Schriftquellen schrecken die Studierenden oftmals allein durch das Latein ab. Doch mit einigen Vorkenntnissen und insbesondere ständiger Einübung kann diese Hürde eigentlich recht problemlos überwunden werden. Der Kurs richtet sich an diejenigen, die ihre Lateinkenntnisse auffrischen und sich praktische Wege zum Verständnis der mittelalterlichen Geschichtsschreibung erschließen wollen. Übersetzt werden historiographische Texte um ein bestimmtes historisches Ereignis der mittelalterlichen Geschichte.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Sprachkurs Russisch für Historiker

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Staufer und Welfen - Der 'deutsche' Thronstreit 1198-1215

Dr. Lars Hageneier

Vor etwas mehr als 800 Jahren (genau: am 21. Juni 1208) wurde der Stauferkönig Philipp von Schwaben in Bamberg vom bayerischen Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach ermordet. Die Bluttat, deren Motive bis heute im dunklen liegen, stellt den Höhepunkt der Auseinandersetzungen im sog. deutschen Thronstreit dar. Der Sohn Friedrich Barbarossas stand mit seinen Herrschaftsansprüchen seit 1198 dem welfischen König Otto gegenüber, seinerseits ein Sohn Heinrichs des Löwen, und führte somit den die Reichsgeschichte ein knappes Jahrhundert prägenden staufisch-welfischen Gegensatz in seine letzte Etappe. Die Doppelwahl von 1198 und die sich daran entzündenden Kontroversen und Kämpfe, die Papst Innozenz III. nutzte, um den universalen Geltungsanspruch des römischen Bischofs theoretisch und faktisch weiter auszubauen, offenbaren für den heutigen Betrachter Funktionsweisen hochmittelalterlicher Staatlichkeit in besonderer Schärfe.

Das Aufbauseminar behandelt exemplarisch diese Zusammenhänge und führt insbesondere in die Quellen, Techniken und Hilfsmittel der Mediävistik ein.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Text und Bild, die Illustrationen der Nonnen von Paradiese/ Soest - Konzeption einer virtuellenAusstellung

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Anne Liewert

In der ULB Düsseldorf werden Chorbücher aus dem Frauenkloster Paradiese bei Soest verwahrt, die im 14./15. Jahrhundert von den Nonnen selbst geschrieben und reich illustriert wurden. Besonders eindrucksvoll sind die von den Nonnen selbst komponierten Sequenzen, die einzig und allein in diesen Handschriften überliefert sind und zugleich ein Zeugnis der Gelehrsamkeit der Frauen darstellen.

Gemeinsam mit der ULB soll in diesem Seminar eine virtuelle Ausstellung konzipiert werden, die verschiedene Aspekte der Handschriften beleuchtet, eine Transkription und Übersetzung der enthaltenen Texte bietet und Zugang zu weiterführenden Informationen zu den Exponaten, z.B. Handschriftenbeschreibungen, eröffnet. Die virtuelle Ausstellung soll im Rahmen eines Festabends im Mai 2019 freigeschaltet werden.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019)

Tiere bei Hof. Ressource - Zeitvertreib - Herrschaftsinstrument

Andreas Rutz

Die höfische Kultur der Frühen Neuzeit ist in den vergangenen Jahrzehnten von der Geschichtswissenschaft und anderen kulturgeschichtlich interessierten Disziplinen intensiv erforscht worden. Dabei wurden nicht nur wirtschafts- und sozialgeschichtliche Aspekte des Hoflebens diskutiert. Vielmehr wurde auch der Frage nachgegangen, inwiefern dem von Zeremoniell und Festivitäten geprägten Hofleben eine für die politische Kultur der Zeit entscheidende Funktion zukam. Tiere wurden im Zusammenhang der genannten Forschungen, wenn überhaupt, nur am Rande thematisiert. Erst mit den Human-Animal-Studies entwickelt sich in der Forschung neuerdings ein Bewusstsein für Tiere bzw. das Verhältnis von Mensch und Tier als Forschungsobjekt. Die Hofforschung hat davon allerdings erst ansatzweise profitiert, so dass sich in diesem Feld noch vielfältige Forschungsperspektiven eröffnen.

Das Seminar will Hofforschung und Tierstudien zusammenbringen und nach der Nutzung von Tieren bei Hof und deren Bedeutung für die höfische Kultur sowie die fürstliche Politik fragen. Das thematische Spektrum ist mit den im Titel genannten Schlagworten ‚Ressource‘, ‚Zeitvertreib‘ und ‚Herrschaftsinstrument‘ bewusst sehr weit gefasst, um möglichst viele Facetten des Themas einzubeziehen, etwa Viehhaltung, Jagd, Verzehr, Sport, Haustiere, Tiere in der Kunst, herrschaftliche Repräsentation usw. In den Blick geraten damit zahlreiche Haus- und Nutztiere sowie heimische und exotische Wildtiere, die vom Hof für die unterschiedlichsten Zwecke gebraucht wurden. Darüber hinaus sind aber auch solche Lebewesen zu berücksichtigen, die als ‚Ungeziefer‘ nicht unbedingt zur schönen Fassade eines barocken Hofes passten.

 

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Trajan - Optimus Princeps?

Christoph Michels

Kaum ein römischer Herrscher hatte bei den Zeitgenossen und bei der Nachwelt einen besseren Ruf als Trajan, der von Senat und Volk gar den Titel „optimus princeps“ verliehen bekam. Das überrascht etwas, wenn man Trajan zu Beginn seiner Herrschaft betrachtet, da er weder besonders tugendhaft noch in irgendeiner Weise ein Ausnahmetalent war. Er gehörte nicht zum italischen Uradel, sondern stammte aus einer kürzlich aufgestiegenen Familie aus Spanien und hatte als Senator keine ungewöhnlichen Leistungen vollbracht. Dennoch vermochte Trajan es als Princeps, sich so erfolgreich als idealer Herrscher zu inszenieren, dass ihm allgemeine Akzeptanz und bleibender Nachruhm gewiss war. Das Seminar untersucht, wie ihm dies möglich war und eröffnet so auch einen tiefen Einblick in das Funktionieren der römischen Monarchie und in die Erwartungen an einen „guten“ Herrscher.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Tschechisch für Historiker – Textanalyse und Kommunikationsförderung

Daniela Pusch

Der Tschechisch-Sprachkurs bietet die Möglichkeit, vorhandene Sprachkenntnisse weiter auszubauen. Studierende mit unterschiedlichem Wissensstand treffen zusammen. Der Kurs lebt und profitiert davon. Das vorhandene Vokabular und die Grammatikkenntnisse werden durch zahlreiche Übungen vertieft. Das Lehrbuch als Grundlage für neue Grammatik, Übungen, Übersetzungen und Textanalysen wird durch Textübungen zu aktuellen Themen rund um das Land und Leute ergänzt. Die tschechischen Druck- und Onlinemedien werden zum Verständnis der lebenden Sprache herangezogen. Durch die Nutzung von Audio- und Videomaterial wird das aktive Hörverstehen gefördert. Die studienfachunabhängigen Themen erweitern den vorhandenen Wortschatz. Zu den Schwerpunkten zählen der Alltag mit allen relevanten Themen, die eigene Person, das Studium und der künftige Beruf sowie der Auslandsaufenthalt insbesondere in Tschechien mit Berichten über die Geschichte, die Kultur und die Gegenwart.

Sprachvorkenntnisse sind erforderlich.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Tutoium

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Tutorium

Dennis Barowsky, Fee Grupe, Daniel Benjamin Boumanns

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Tutorium

Dennis Barowsky, Dominic Jordan, Marieke Neuburg

Ausgeführt wird dieses Tutorium von Marieke Neuburg und Dominic Jordan.

Dieses Tutorium richtet sich an die Studierenden im ersten Semester.

Im Verlauf des Semesters werden verschiedene Themen im Tutorium behandelt, von A wie InitialpAsswort bis Z wie LernZiel sollen sowohl die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, der Campuskultur und die Angebote der Universität vermittelt werden. Das Tutorium zeichnet sich durch verschiedene Gäste und auch Besuche in universitären Einrichtungen aus. Schwerpunkte sind das Mittelalter und Referate. Vorkenntnisse im Mittelalter oder Spaß an Referaten sind keine Voraussetzung!

Ihr wollt wissen, wie man Literatur und Quellen findet?

Ihr wollt wissen, was studentische Selbstverwaltung ist?

Ihr wollt wissen, wie (Gruppen-)Referate funktionieren können?

Ihr wollt wissen, wie man sich an der Universität engagieren kann?

Ihr wollt wissen, wie ihr euer Studium am besten strukturieren könnt?

Sucht nicht weiter, sondern belegt dieses Tutorium! Marieke und Dominic haben die besten Inhalte, den attraktivsten Zeitslot und sie freuen sich schon auf euch!

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

Tutorium

Dennis Barowsky, Annika Leoni Hansen, Moses Joachim Klos

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.27 (Z 34)

Ukraine im Zweiten Weltkrieg

Angela Rustemeyer

August 1939: In einem geheimen Zusatzprotokoll zum Molotov-Ribbentrop-Pakt teilen Deutschland und die Sowjetunion weite Teile des östlichen Europa untereinander auf. Im folgenden Monat beginnt die Umsetzung dieses Plans. Während die Wehrmacht Polen von Westen überfällt, besetzt die Sowjetarmee im Osten die zu diesem Land gehörenden ukrainischen Gebiete und gliedert sie der Ukrainischen Sowjetrepublik an. Rasch entfaltet der Stalinsche Staat auch in den neu gewonnenen Territorien sein Repertoire an Repression.

 Knapp zwei Jahre später wird der Pakt der Diktatoren durch den deutschen Angriff auf die Sowjetunion zur Makulatur. Die Deutschen machen die Ukraine zur Kolonie des nationalsozialistischen Staates und zum Schauplatz des Holocausts. Die Reaktionen der Bevölkerung auf die deutsche Invasion sind von traumatischen Erfahrungen unter sowjetischer Herrschaft und von antisemitischen Haltungen geprägt. Die ultranationalistische Unabhängigkeitsbewegung OUN kollaboriert, leistet aber auch Widerstand. Um dem Ziel eines monoethnischen ukrainischen Nationalstaats näherzukommen, ermordet der militärische Arm der OUN Juden und Polen. Währenddessen wendet sich die brutale Rassenpolitik der Deutschen längst auch gegen die Ukrainer. Allein 2,3 Millionen Ukrainer werden zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert.

 Die Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg ist bis heute stark umstritten, die Figur Stepan Banderas, des Anführers des radikaleren Flügels der OUN, polarisiert. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Krieg und Genozid vor dem Hintergrund der Rollen, die der Ukraine in den Herrschaftskonzepten des nationalsozialistischen Deutschlands und der Sowjetunion Stalins zugeschrieben wurden. Auf der Grundlage aktueller Forschung versuchen wir auch, den Stellenwert der Jahre 1939 bis 1944 in der Geschichte der Ukraine im 20. Jahrhundert zu ermitteln.

 Anforderungen: Aktive Mitarbeit, schriftliche Hausarbeit. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind nicht erforderlich, vorausgesetzt wird aber die Bereitschaft, englischsprachige Texte zu lesen.

  • 10:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 11.03.2019 - 15.03.2019) - 2331.02.22 (Z 16)

Vom "Mythos Deutscher Wald" zu Medizinverbrechen

Julien Wilhelm Reitzenstein

Die SS-Forschungseinrichtung „Das Ahnenerbe e.V.” gehört zu den bekanntesten und gleichzeitig am wenigsten erforschten Einrichtungen des NS-Regimes. Unter der Leitung des Buchhändlers Wolfram Sievers expandierte diese Einrichtung, deren Aufgabe es zunächst war, „wissenschaftliche Beweise” für die oft krude Weltsicht Himmlers zu finden, ab 1935 sehr rasch. Neben dem Sammeln von Volksliedern, der Erforschung von Wald und Baum als kulturgeschichtliches Phänomen bis hin zu romantisch verklärter Germanenforschung gab es noch zahlreiche andere Forschungsgebiete. Mit Ausbruch des Krieges vollzog Sievers die Radikalisierung Himmlers auf wissenschaftlichem Gebiete nach, unter anderem durch die Gründung des Instituts für wehrwissenschaftliche Zweckforschung. Dort fanden jene Medizinverbrechen statt, die seit dem Nürnberger Ärzteprozess zu den bekanntesten Gräueltaten des NS-Regimes gehören.

In der 14tägig stattfindenden Vorlesung wird die Entwicklung des Ahnenerbes, aber auch seines Leiters Wolfram Sievers nachvollzogen. Dabei werden einzelne der fast fünfzig Forschungsstätten des Ahnenerbes vorgestellt. Dies wird ergänzt durch die Analyse ausgewählter Verbrechen und Verbrecher, die als Mitarbeiter des Ahnenerbes oder in dessen Auftrag die unmenschlichen Ziele von SS und NS-Regime unterstützten.

Als Fallbeispiel wird die Aufklärung des vermeintlich gut dokumentierten Verbrechens der „Straßburger Schädelsammlung” mit den Methoden der Forensischen Geschichtswissenschaften nachvollzogen. Auch der Raub von Kulturgut in Süd-, Südost und Osteuropa durch das Ahnenerbe wird beleuchtet. Eine jede Vorlesungsveranstaltung gliedert sich in einen Vorlesungsteil und einen praktischen Teil. In letzterem werden Fertigkeiten vermittelt, beispielsweise zum Ermitteln und Auffinden von Originaldokumenten, deren historischer, rechtlicher und forensischer Einordnung, aber auch die Beiziehung von Experten und Plausibilisierungstechniken. Ebenso werden bezüglich der Raubgutthematik Methoden der Provenienzforschung und des Restitutionsrechts vermittelt. In einigen Vorlesungsterminen werden Experten anderer Fachrichtungen über ihre Methoden und Techniken berichten.

  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 11.10.2018 - 11.10.2018) - 2521.HS 5E (Z 160)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 25.10.2018 - 25.10.2018) - 2521.HS 5E (Z 160)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 08.11.2018 - 08.11.2018) - 2521.HS 5E (Z 160)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 22.11.2018 - 22.11.2018) - 2521.HS 5E (Z 160)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 06.12.2018 - 06.12.2018) - 2521.HS 5E (Z 160)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 20.12.2018 - 20.12.2018) - 2521.HS 5E (Z 160)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 17.01.2019 - 17.01.2019) - 2521.HS 5E (Z 160)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 31.01.2019 - 31.01.2019) - 2521.HS 5E (Z 160)

Von der Tonwalze bis MP3- Audiomedien im 20. Jahrhundert

Oliver Kiechle

Die Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medien fokussiert in der historischen Forschung meist auf Bildmaterial wie Filme oder Photographien. Tonaufzeichnungen werden – außer in der Musikgeschichte - hingegen selten als eigenständige historische Quellen wahrgenommen. Im Seminar werden wir uns mit der Entwicklung der Audiomedien im 20. Jahrhundert beschäftigen, von der Tonwalze über Schallplatten und Tonbänder bis zu digitalen Formaten wie CD oder MP3. Zwar bildet dabei naturgemäß ein technikgeschichtlicher Ansatz die Basis, jedoch werden davon ausgehend auch medien-, kultur- und wirtschaftshistorische Perspektiven beleuchtet. Darüber hinaus werden auch Fragen der (digitalen) Archivierung sowie Möglichkeiten der historischen Analyse der angesprochenen Medien aufgegriffen. Alle Teilnehmer übernehmen ein Referatsthema, das für die Abschlussprüfung zur Hausarbeit ausgearbeitet werden kann.

 


    Vorlesung Transkulturalität

    Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

    • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.10.2018 - 01.02.2019) - 2221.HS 2E (Z 181)

    Wie Demokratien enden (Vorlesung und Forum Neuzeit)

    Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

    Die Demokratie erschien lange Zeit als ein klares Erfolgsmodell. Anfang der 1990er Jahre hatten rückschauende Beobachter meist den Eindruck, das 20. Jahrhundert sei geprägt von Demokratisierungswellen. Und es gab damals kaum Zweifel daran, dass der Siegeszug der Demokratie über den Globus anhalten würde. Mittlerweile sind selbst die Optimisten etwas kleinlauter geworden. Die um 1990 eingeleiteten Demokratisierungsprozesse in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika haben allzu häufig mit Rückfällen in autoritäre Systeme geendet. Auch die Hoffnungen auf einen „arabischen Frühling“ wurden weitgehend enttäuscht. In Asien zeigt die größte Nation der Erde, China, keine Anzeichen einer Demokratisierung. Und in den ältesten Demokratien in Europa und Nordamerika haben populistische Bewegungen, deren demokratische Ausrichtung zumindest zweifelhaft ist, breiten Zulauf erhalten. Tatsächlich ist das Scheitern von Demokratien ein häufiges Phänomen, für das Geschichte auch ein reiches Anschauungsmaterial bietet. Doch aus Fehlern der Vergangenheit lässt sich für die Zukunft lernen. Die Vorlesung präsentiert eine Reihe von problemorientierten Fallstudien aus der ganzen Welt – vom antiken Athen bis zu Putins Russland.

     

    • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2018 - 27.11.2018) - 2301.HS 3B (Z 114)
    • Dienstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 04.12.2018 - 04.12.2018) - 2201.HS 2B (Z 101)
    • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.12.2018 - 29.01.2019) - 2301.HS 3B (Z 114)

    Zwischen Kollaboration, Widerstand und Vergangenheitsbewältigung - die Erinnerung an die deutsche Besatzungszeit und das Vichy-Regime in Frankreich

    Isabell Koch

    Die vernichtende Niederlage im Jahr 1940 und die folgende vierjährige Besatzungszeit haben
    das kollektive Bewusstsein in Frankreich stark geprägt. In Anlehnung an den französischen
    Historiker Henry Rousso wird in den Geschichtswissenschaften noch heute von einem
    „Vichy-Syndrom“ gesprochen, das die französische Gesellschaft nie überwunden habe. Nur
    die Résistance gilt auch heute noch als Licht in einer düsteren Zeit. Die Übung befasst sich
    mit der Erinnerung und Aufarbeitung der Jahre 1940 bis 1944 in Frankreich – von der
    unmittelbaren Nachkriegszeit bis heute.
    Im Mittelpunkt steht die kritische Beschäftigung mit ausgewählten französischsprachigen
    (und deutschsprachigen) Quellen. Ziel der Übung ist es einerseits, die Arbeit mit Quellen zu
    üben und sich anhand dieser dem Thema anzunähern. Zudem soll die Möglichkeit geboten
    werden, sich in einem Übungsrahmen speziell mit französischsprachigen Texten/Quellen
    auseinanderzusetzen und somit gegebenenfalls auch sprachliche Kompetenzen auszubauen.

    • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2018 - 01.02.2019) - 2331.02.24 (Z 36)

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