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  • Alle aktuellen Lehrveranstaltungen des Instituts für Geschichtswissenschaften in alphabetischer Ordnung

Aktuelle Lehrveranstaltungen

"Crash Course World History": Antike via Youtube vermitteln?!

Frank Siegmund

Das Masterseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende der Alten Geschichte. Die Teilnehmer untersuchen im Laufe der LV die beiden Video-Reihen "Crash Course World History" und "Crash Course World History 2" (siehe: Youtube), mit Betonung der Themenbereiche Urgeschichte, Alte Geschichte, Mittelalter. Ausgangspunkt ist die Frage, ob die dargebotenen Inhalte hinsichtlich des Themenspektrums und der im einzelnen dargebotenen Inhalte tatsächlichen in Summe eine brauchbare Einführung für ältere Schüler und Studienanfänger bieten. Dazu ist eine eingehende Auseinandersetzung mit den Inhalten der Videos wie auch der Didaktik nötig.

Die LV beginnt am Semesterbeginn, d.h. am 18. 10. 2017. Nach dem 25. 20. werden keine Teilnehmer mehr angenommen.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

"The Mad Scientist", Die Rolle von Wissenschaft und Technik im Film

Daniel Theveßen

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 28.10.2016 - 28.10.2016) - 2311.03.22 (Z 60)
  • 10:00 - 16:00 (Blockveranstaltung, 27.02.2017 - 02.03.2017) - 2311.03.22 (Z 60)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 03.03.2017 - 03.03.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

„Jüdischer Bolschewismus“

Dr. Ute Caumanns

Das Konstrukt vom „jüdischen Bolschewismus“ geht zurück auf die Revolution und den nachfolgenden Bürgerkrieg in Russland: die Oktoberrevolution sei eine jüdische, denn Drahtzieher im Hintergrund seien „die Juden“. Von Russland strahlte diese Vorstellung nach Westen aus, um insbesondere in den kriegstraumatisierten und krisengeschüttelten jungen Nachkriegsstaaten ihre eigentliche Konjunktur zu erleben. In Polen etwa kam, befördert durch den polnisch-sowjetischen Krieg von 1919/1920, der Begriff Judäo-Kommune“ zu Popularität, in Deutschland machte die nationalsozialistische Propaganda den „jüdischen Bolschewismus“ zu ihrem Kampfbegriff.

Ziel des Seminars ist es, die Genese und Wirkungsmächtigkeit des Konstrukts anhand von Schlüsseltexten – wie den Protokollen der Weisen von Zion – und visuellen Quellen aus Ost- und Westeuropa zu untersuchen. Dazu ist nach den Produzenten zu fragen, nach ihren Selbst- und Fremdbildern, ebenso nach den Produktions- und Rezeptionskontexten, nach Funktion, medialer Vermittlung und Erinnerung. Für den Erwerb des Leistungsnachweises ist eine Präsentation sowie eine Hausarbeit erforderlich. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind stets willkommen, jedoch nicht Bedingung für die Teilnahme.

  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Aufbaukurs Französisch für Historiker/innen

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die das Verständnis französischer Texte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik trainieren möchten.

Im Gegensatz zum „Grundkurs Französisch für Historikerinnen und Historiker" steht daher eine intensivere Arbeit am Text (Quellen, Sekundärliteratur, Presseartikel) im Vordergrund: Ausgehend von Textauszügen, deren thematische Ausrichtung in Absprache mit den Kursteilnehmern erfolgen kann, werden die dort erfassbaren Bereiche Grammatik, Fachvokabular und kulturwissenschaftlicher Hintergrund erarbeitet.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der
Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Ausstellung "Deutscher Kolonialismus" im Deutschen Historischen Museum in Berlin

Stefanie Michels-Schneider

Das Deutsche Historische Museum hat sich in seiner Dauerausstellung bisher kaum der deutschen Kolonialgeschichte gewidmet. Nun ist eine Sonderausstellung geplant, die auch im erinnerungspolitischen Kontext der im Bundestag debattierten Aussöhnung mit Gruppen aus den ehemaligen Kolonien, besonders den Herero im heutigen Namibia stattfinden, ebenso wie den Kontroversen um das "Humboldt-Forum" im derzeit restaurierten Berliner Stadtschloss, das die ethnologischen Sammlungen zeigen wird, die größtenteils während der Kolonialzeit in die Museen kamen.

Wir werden in Berlin sowohl die Sonderausstellung "Deutscher Kolonialismus" im DHM besuchen, wie die Humboldt-Box und uns auch mit Kritikern des Humboldt-Forums zum Austausch treffen.

Die Ankündigung der Sonderausstellung finden Sie hier: https://www.dhm.de/ausstellungen/vorschau/deutscher-kolonialismus.html

 

Die Teilnahme an der Vorbesprechung istobligatorisch. Die Vorbesprechung findet am 3.2. um 13.30 - 16.00 statt.

Im Master ist es möglich, hier eine AP im Exkursionsmodul zu machen. Bitte bringen Sie die Prüfungsanmeldung zur Vorbesprchung mit.

Die AP besteht darin, gestellte Leitfragen anhand der besuchten Ausstellungen und angegebener Sekundärliteratur schriftlich zu fixieren und bis zum 30.3.2016 abzugeben

  • (Blockveranstaltung, 20.02.2017 - 22.02.2017)
  • Freitag, 13:30 - 16:00 (Einzeltermin, 03.02.2017 - 03.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Basisseminar Alte Geschichte

Frank Siegmund

Das Basisseminar Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte; Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft. Im Basisseminar werden ausgewählte Inhalte der Einführungsvorlesung Alte Geschichte vertieft und vor allem Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt. Im hier angebotenen Grundkurs werden Methoden und Techniken vor allem an Themen und Fallbeispielen aus der Römischen Kaiserzeit und der Zeit des Übergangs von der Antike ins Mittelalter erarbeitet. Das Basisseminar dient auch der Vorbereitung auf die Klausur am Ende des WS 2016/17 (2.7.2017), die als Modulabschlussprüfung die erfolgreiche Teilnahme am Basisseminar und an den beiden Einführungsvorlesungen Alte Geschichte und Mittelalter validiert.

Die Veranstaltung beginnt - im Hinblick auf die allgemeinen Einführungsveranstaltungen und die Einführungsvorlesung - am 25. 10. 2016. In der ersten Sitzung werden zwei verpflichtende Termine zu Schulungen seitens der UB bekannt gegeben.

Die Klausur zum Abschluss des Basismoduls findet für alle zu Klausur Angemeldeten am Dienstag, 7. Februar 2017, um 16:30 bis 18:00 Uhr im Gebäude 25.41 in Form einer eKlausur statt, und zwar in den Räumen 00.41 (Matrikelnummern 2083892 bis 2513100) und 00.43 (Matrikelnummern 2513595 bis 2570240).

Für die eKlausur gilt:

- Im Raum ist freie Platzwahl.

- Bitte bringen Sie Ihren Studierendenausweis und einen gültigen Lichtbildausweis mit an den Platz.

- Bitte legen Sie Ihre Taschen und Jacken je nach Raum an der Seite oder vorne ab, inklusive aller Smartphones, Tablets und SmartWatches !

- Als Getränk ist nur Wasser erlaubt. 

Weitere Informationen zur Durchführung der Klausur finden Sie im ILIAS-Lernraum "Basisseminar Alte Geschichte".

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017)

Basisseminar Alte Geschichte

Frank Siegmund

Das Basisseminar Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte; Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft. Im Basisseminar werden ausgewählte Inhalte der Einführungsvorlesung Alte Geschichte vertieft und vor allem Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt. Im hier angebotenen Grundkurs werden Methoden und Techniken vor allem an Themen und Fallbeispielen aus der Römischen Kaiserzeit und der Zeit des Übergangs von der Antike ins Mittelalter erarbeitet. Das Basisseminar dient auch der Vorbereitung auf die Klausur am Ende des WS 2016/17 (7.2.2017), die als Modulabschlussprüfung die erfolgreiche Teilnahme am Basisseminar und an den beiden Einführungsvorlesungen Alte Geschichte und Mittelalter validiert.

Die Veranstaltung beginnt - im Hinblick auf die allgemeinen Einführungsveranstaltungen und die Einführungsvorlesung - am 24. 10. 2016. Am Mo., 31.10., 10:30 h ff. findet die Bibliotheksführung Alte Geschichte statt (in der UB); am Mo., 7.11., 10:30 h ff. findet die Datenbankschulung statt.

Die Klausur zum Abschluss des Basismoduls findet für alle zu Klausur Angemeldeten am Dienstag, 7. Februar 2017, um 16:30 bis 18:00 Uhr im Gebäude 25.41 in Form einer eKlausur statt, und zwar in den Räumen 00.41 (Matrikelnummern 2083892 bis 2513100) und 00.43 (Matrikelnummern 2513595 bis 2570240). Für die eKlausur gilt:
- Im Raum ist freie Platzwahl.
- Bitte bringen Sie Ihren Studierendenausweis und einen gültigen Lichtbildausweis mit an den Platz.
- Bitte legen Sie Ihre Taschen und Jacken je nach Raum an der Seite oder vorne ab, inklusive aller Smartphones, Tablets und SmartWatches !
- Als Getränk ist nur Wasser erlaubt. 
Weitere Informationen zur Durchführung der Klausur finden Sie im ILIAS-Lernraum "Basisseminar Alte Geschichte". 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017)

Beirat Freundeskreis

Stefanie Michels-Schneider

  • Dienstag, 13:00 - 14:30 (Einzeltermin, 14.02.2017 - 14.02.2017) - 2321.U1.85 (Z 12)

Besprechung (Projekt)

  • Freitag, 14:00 - 16:30 (Einzeltermin, 28.10.2016 - 28.10.2016) - 2331.02.22 (Z 16)

Bilder von Flucht und Vertreibung. Vorbereitung einer Fotografie-Ausstellung zur Erinnerung an den deutschen Vernichtungskrieg in Osteuropa 1941-1945.

Dr. Katja Schlenker

Die kollektive Bilderwelt zur Erinnerung an Flucht und Vertreibung im und am Ende des Zweiten Weltkrieges besteht bisher überwiegend aus Fotos von ikonischer Qualität - wie der Flüchtlingstreck oder das Mutter-Kind-Motiv. Diese Bilder erinnern vorwiegend an das Leid der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen. Im deutschen Vernichtungskrieg in Osteuropa waren aber auch Opfergruppen von Flucht und Vertreibung betroffen, die lange im Schatten der kollektiven Erinnerung standen, so beispielsweise sowjetische und polnische Zivilisten.

Das Projektseminar dient der Vorbereitung einer Ausstellung, die den gängigen Bildfundus zur Flucht und Vertreibungsthematik anhand von Sammlungen aus Museen und Archiven ergänzt und in den historischen Kontext einordnet. Im Fokus stehen dabei sowjetische, polnische und deutsche Zivilisten als Leidtragende des deutschen Vernichtungskrieges in Osteuropa. Kenntnisse im Umgang mit Bildern als eigenständige historische Quellen und zum Kuratieren von Ausstellungen werden im Projektseminar vertieft und erweitert.

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 28.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Bildung durch Bücher? Die historische Lehrerbibliothek des Görres-Gymnasiums – Teil 2

Kristina Hartfiel

„Hogwarts liegt an der Düsseldorfer Königsallee“ – so titelte die Rheinische Post in einem Lokalbeitrag über die Bibliothek des Düsseldorfer Görres-Gymnasiums im Januar 2015. In der Tat erinnert die Düsseldorfer Gymnasialbibliothek an die Schulbibliothek von Hogwarts, der Zauberschule von Harry Potter und Co. Doch anders als dort wacht in Düsseldorf niemand über die Bücher und überhaupt erscheint eine der größten historischen Sammlungen in Schulbibliotheken Nordrhein-Westfalens als terra incognita der Forschung. Bereits im Wintersemester 2015/2016 haben wir begonnen, dieses (noch kaum) bekannte Land – u.a. bestehend aus zahlreichen frühneuzeitlichen Buchexemplaren und mit handschriftlichen Einträgen versehene Raritäten – zu erschließen, wie Sie auf unsere Projektblog http://blogfarm.phil-fak.uni-duesseldorf.de/histbibgoerres/ nachverfolgen können. Im zweiten Teil des Projektseminars setzen wir unsere Forschungen zur systematischen und inhaltlichen Erschließung des historischen Buchbestandes der Schulbibliothek fort und freuen uns über weitere tatkräftige Unterstützung.

Bitte beachten Sie: Die Seminarsitzungen werden auch in der Lehrerbibliothek stattfinden: Städtisches Görres-Gymnasium, Königsallee 57, 40212 Düsseldorf. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, für die Präsenzsitzungen in der Bibliothek mehr Zeit zu veranschlagen. Deshalb soll die Übung an 3-4 Terminen als Doppelsitzung (montags, 9-12 Uhr), vor Ort in der historischen Lehrerbibliothek, stattfinden. Die Termine für diese Blocksitzungen werden zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Unbedingt notwendig sind: Bereitschaft zur Aneignung paläographischer Grundkenntnisse, Lesekompetenz in Fraktur, Kreativität und Eigeninitiative.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017)

Blockveranstaltung: Die jüdische Minderheit in Weißrussland unter nationalsozialistischer und stalinistischer Herrschaft, 1941-1953

Nina Reuter, Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

In dieser Veranstaltung wird es darum gehen, die „Sowjetisierung“ der jüdischen Minderheit Weißrusslands im Kontext der Stalin‘schen Revolution „von oben“ sowie vor allem die Hintergründe, die besondere Form und das erschreckende Ausmaß der Shoah in Weißrussland unter deutscher Besatzung besser kennenzulernen.

Ein besonderer Bezug zu Düsseldorf ergibt sich aus der Tatsache, dass am 10. November 1941 fast 1.000 Juden aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf nach Minsk deportiert worden, von denen nur fünf die Shoah überlebten. Der neu eröffnete Lern- und Gedenkort „Alter Schlachthof“ auf dem Gelände der Hochschule Düsseldorf erinnert an Hand von Biographien einiger Deportierter an das schreckliche Geschehen.

Vielen Deutschen sind die Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau längst ein Begriff, der Ort hat Symbolcharakter für den Holocaust insgesamt. Doch sind das Ghetto Minsk und die nahegelegene Erschießungsstätte Maly Trostenec, wo es keine stationären Gaskammern gab, bis heute weithin unbekannt geblieben und werden kaum mit der Shoah in Verbindung gebracht.

Das spiegelt sich auch in der deutschen Erinnerungskultur, in der die Sowjetunion bzw. ihre Teilrepubliken vor allem als Kriegsschauplätze wahrgenommen werden, nicht aber als „Tatorte der Endlösung“. Die sowjetische/belorussische Erinnerungskultur hingegen beinhaltet nach wie vor kein ausgeprägtes Gedenken an die jüdischen Opfer der deutschen Herrschaft. Das hängt auch mit dem sowjetischen Nachkriegsantisemitismus zusammen, der ebenfalls behandelt werden soll.

Schließlich wird sich das Seminar auch mit den verschiedenen Ausprägungen des Umgangs mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der deutschen und belorussischen Gedenkkultur auseinandersetzen.

Erwartet werden die regelmäßige Vorbereitung auf die Sitzungen an Hand der Texte im elektronischen Semesterapparat, die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats sowie die Beteiligung an den Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung.

Die Vorbesprechung findet am 12. September um 10:30 Uhr in Raum 23.31.02.24 statt. Die Teilnahme daran ist obligatorisch.

 

  • 10:00 - 17:00 (Blockveranstaltung, 10.10.2016 - 13.10.2016) - 2331.02.24 (Z 36)

Boiotien

Benjamin Nagel

Boiotien

„Sollen doch die Söhne der Thebaner Flöte spielen, denn reden können sie ja nicht.“ (Plut. Alk. 2) ist eine der vielen Diffamierungen der Boioter (deren bedeutendste Polis Theben war), die der Nachwelt überliefert sind und ihr Bild geprägt haben. Vielen Autoren der Antike galten die Boioter als stumpfsinniger und eingeschränkter Menschenschlag, und das obwohl viele bedeutende Literaten wie Hesiod, die Dichterin Korinna, Pindar oder in späteren Zeiten auch der Greco-Römer Plutarch aus diesem Landstrich Mittelgriechenlands stammten.

Darüber hinaus sind die Boioter aber auch als „tapfersten Männer […], die man in ganz Griechenland fand“ (Diod. 9.82.2-3) bezeichnet worden. In Boiotiens wurden viele Schlachten ausgetragen, ein Umstand, der vermutlich mit der – für griechische Verhältnisse – weiten und offenen Topographie zusammenhängt. Diese begünstigte den von den Griechen der archaischen und klassischen Zeit bevorzugte Hopliten-Kampf und erleichterte des weiteren Invasionen. So soll der thebanische Feldherr Epaminondas seine Heimat Boiotien als „Tanzplatz des Ares“ (Plut. Marc. 21.2) bezeichnet haben.

Nach dem Ende des Peloponnesischen Krieges (431-404 v. Chr.) erstarkt Boiotien unter der Führung Thebens so sehr, dass es sich ab Mitte des vierten Jahrhunderts für knappe zehn Jahre zum Hegemon Griechenlands aufschwingen konnte und die beiden Großmächte, die vorher dominierten, Athen und Sparta, verdrängte. Das Ende der Hegemonie Boiotiens nach der Schlacht von Mantineia 462 v. Chr. markiert auch das Ende der griechischen Dominanz im Ägäis-Raum. Erst die allgemeine Verausgabung und Kriegsmüdigkeit der Griechen ermöglichte den Aufstieg des semi-barbarischen Makedoniens Philipps und Alexanders.

In meiner Übung möchte ich ihnen diesen Landstrich hauptsächlich mithilfe literarischen Quellen näherbringen. Dabei soll insbesondere das literarische Bild, die politischen Strukturen, die generelle inner-boiotische Dynamik sowie Schlachtbeschreibungen behandelt werden. Das Arbeiten mit den Quellen soll ihren kritischen Blick schärfen und ihren Umgang mit denselben verbessern.

  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Brandschutz

  • Dienstag, 09:00 - 12:00 (Einzeltermin, 21.02.2017 - 21.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Colloquium: Neuere Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Michael Schneider

In dieser Veranstaltungen werden neuere Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte vorgestellt und diskutiert. Ferner kann im Masterforum in Kombination mit dem Forum Neuzeit die Masterarbeit vorgestellt und eine AP erworben werden.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.68

Comics lesen

Dr. Susanne Brandt

In der Übung wird eine Auswahl von maximal 8 Comics gelesen. Die Auswahl erfolgt nach den Anregungen der Teilnehmer. Bis zum 10. Oktober können die Teilnehmer per Mail Vorschläge machen, welcher Comic im Seminar gelesen werden soll. Mail an: susanne.brandt@phil.hhu.de. Die endgültige Auswahl erfolgt in der ersten Sitzung. Referatsgruppen übernehmen die Aufgabe, den Autor/Zeichner vorzustellen und die Auswahl der Seiten, die von allen gelesen werden, festzulegen. Gemeinsam diskutieren alle Teilnehmer über die zu lesende Auswahl der Comics, die auf Ilias zur Verfügung gestellt werden. Einführende Texte ergänzen das Seminar. 

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Freitag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.02.2017 - 31.03.2017)

Das 19. Jahrhundert

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

Ziel der Vorlesung soll es sein, einen Überblick über das „lange” 19. Jahrhundert zu präsentieren (1789 – 1914). Industrialisierung in Großbritannien, dann auf dem Kontinent und den USA bilden auch die Grundlage für die außereuropäische Expansion in neuer (globaler) Qualität (Kolonialismus und Imperialismus). Rassismus in verschiedensten Formen, verbrämt vor allem als Zivilisierungsmissionen und in Form des Sozialdarwinismus waren die Folge. Insgesamt kommt es durch die Industrialisierung zu einer Beschleunigung auf allen Ebenen.

Als weitere Kennzeichen der Epoche gelten „nation-building”, bürgerliche Gesellschaften mit Macht- und Partizipationsansprüchen, wobei auf dieser Ebene nur Männer Erfolge verbuchen konnten, obwohl die Frauenbewegungen an ihren Flügeln die Gleichberechtigung forderten.

Neue Phänomene waren politische Parteien, unter denen sozialistische Bewegungen einen je nach Nation einen sehr unterschiedlichen Stellenwert besaßen.

Besondere Berücksichtigung wird auch die Entwicklung christlicher Weltbilder hin zu einem naturwissenschaftlichen Weltbild finden; Wissenschaft wird zur Produktivkraft in kapitalistischen Gesellschaften. Die Medikalisierung führte erst langsam zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Bedingungen. Demographische Entwicklungen sind hier wichtige Indikatoren.

In dieser stichwortartigen Charakterisierung wird kein Vollständigkeitsanspruch erhoben.

Wichtig ist es aber festzuhalten, dass auf der Ebene von Wirtschafts- und politischer Geschichte nur Rahmenbedingungen erörtert werden können. Schwerpunkte sollen dagegen auf der Kultur-, Alltags- und Sozialgeschichte liegen. Ein eurozentrischer Blick soll im Hinblick auf alle Themen der Vorlesung vermieden werden. Regionale Schwerpunkte werden aber im Wesentlichen auf Europa und die USA beschränkt.

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2221.HS 2E (Z 181)
  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 31.01.2017 - 31.01.2017)

Das Echo des sowjetischen Afghanistankrieges in der sowjetischen Gesellschaft, 1979-1989

Anatol Holzmann

Zwischen 1979 und 1989 hat die Sowjetunion den längsten Krieg ihrer Geschichte geführt. Etwa 700.000 sowjetische Soldaten waren an diesem Krieg beteiligt. "Man nennt uns "die Afghanen". [...] Wir sind nicht so wie die anderen. Aber was sind wir? Was bin ich?", fragte sich einer von vielen Afghanistanveteranen. "Den Jugendlichen sind wir fremd. Formal sind wir den Teilnehmern des Großen Vaterländischen Krieges ["Krieg des Deutschen Reiches unter Hitler gegen die Sowjetunion unter Stalin, 1941-1945 (duh...)"- Autor] gleichgestellt, aber die haben die Heimat verteidigt, und wir? Wir sind so was wie die Deutschen ["wie die Faschisten, die Aggressoren" - Autor], hat mal einer zu mir gesagt. [...] Was mir geblieben ist, sind meine Wohnung, meine Frau und das Kind, das sie bald zur Welt bringen wird. Und ein paar Freunde aus Afghanistan. Sonst glaube ich an nichts und niemanden mehr ..." Mit den, hier an einem Beispiel dargestellten, offensichtlichen Problemen der sowjetischen Afghanistanveteranen bei ihrer gesellschaftlichen Reintegration wollen wir uns in der Übung beschäftigen. Dabei schauen wir uns einige ausgewählte Bereiche der spätsowjetischen Gesellschaft an. Eine kleine, für das Fach Geschichte (hoffentlich) wenig überraschende Warnung: In der Übung wird es - abgesehen von dem in den Semesterapprat gestellten Material - Lektüre geben, die im Kurs (nicht selten) (vor)gelesen wird. Ich freue mich über aktive Mitarbeit.

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Das Lautarchiv in Berlin: Koloniale Stimmen

Stefanie Michels-Schneider

Das Lautarchiv in Berlin enthält eine einzigartige Sammlung von akustischen Quellen zur Kolonial- und Globalgeschichte. Sprachwissenschaftler und Ethnologen bauten zwischen 1890 und 1940 eine Sammlung von Musik-, Ton- und Stimmaufnahmen aus der ganzen Welt auf. Dabei wurden sowohl Wachswalzenaufnahmen von Reisenden aus der ganzen Welt gesammelt, als auch in den Kriegsgefangenenlagern während des Ersten Weltkriegs Aufnahmen getätigt. Die Tondokumente stammen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Hauptseminar werden wir die Geschichte der Sammlung, der beteiligten Disziplinen, der interviewten Menschen, sowie den quellenhistorischen Wert für die heutige Forschung nachverfolgen.

Besonderes Augenmerk liegt in den Tonaufnahmen des Ehepaars Thorbecke aus Kamerun aus den Jahren 1911-1913.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Das Reich und die Hussiten im 15. Jahrhundert.

Uwe Tresp

Die von Jan Hus (1369–1415) ausgehende Bewegung zur Kirchenreform war eine der größten Herausforderungen des christlichen Europa im späten Mittelalter. In ihrem Ursprungsland Böhmen weitete sie sich in Folge der Verurteilung und Verbrennung des Jan Hus als Ketzer auf dem Konzil von Konstanz (1414–1418) ab 1420 zu einer Revolution aus, die nicht nur den Glauben, sondern auch die mittelalterliche Sozialordnung und die Verfassung des Königreiches zutiefst erschütterte. Die römische Kirche verteufelte die Anhänger der Hus´schen Lehre als Ketzer („Hussiten“) und versuchte erfolglos, die in Böhmen neu entstehenden Glaubensrichtungen mittels mehrerer Kreuzzüge zu vernichten. Als Folgen der Niederlagen schloss sie auf dem Konzil von Basel (1431–1449) einen brüchigen Kompromiss mit den böhmischen Häretikern, mit denen diese formal innerhalb der Kirche bleiben konnten. Gleichzeitig scheiterte der Römisch-deutsche und ungarische König Sigismund von Luxemburg mehrfach dabei, seinen nach dem Tod Wenzels IV. (1419) ererbten Anspruch auf den böhmischen Thron gegen die Hussiten durchzusetzen, wobei er auch die Machtmittel des Reiches mobilisierte. Und schließlich gerieten des Römisch-deutsche Reich und seine an Böhmen grenzenden Länder gegenüber den militärisch und missionarisch offensiven Hussiten immer stärker in die Defensive, wobei die gegenüber der Bedrohung offenbar werdende Schwäche der Reichsverfassung zu neuen Reformüberlegungen und militärischen Anstrengungen anregte.

Im Proseminar sollen verschiedene Themen des komplexen Verhältnisses zwischen dem Reich und Böhmen angesichts der Hussitischen Revolution in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts aufgegriffen und dabei grundlegende Arbeitstechniken und Hilfsmittel der Mediävistik vorgestellt werden. Für einen Leistungsnachweis werden regelmäßige aktive Teilnahme (auch in Form von Übungsaufgaben), ein Kurzreferat und eine schriftliche Hausarbeit vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2311.03.23 (Z 24)

Das deutsche Kaiserreich 1871-1918

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Zwischen Reichsgründung und erstem Weltkrieg wurde Deutschland zum Industriestaat und einer hochgradig politisierten Massengesellschaft. Am Beispiel ausgewählter Themen der Zeit wird in zentrale Techniken historischen Arbeitens eingeführt.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Das klassische Athen

Dr. Johannes Wienand

Die Vorlesung behandelt Politik und Gesellschaft im klassischen Athen, in etwa von den Perserkriegen bis zu Alexander dem Großen (5./4. Jahrhundert v. Chr.). Damit wird die Rolle einer außergewöhnlichen Stadt in einer konfliktreichen Ära der Ambivalenz in den Blick genommen: Die demokratische Ordnung im Innern und der Hegemonialanspruch Athens in der östlichen Mittelmeerwelt gingen Hand in Hand. Die Vorlesung untersucht, in welchem Verhältnis die innen- und außenpolitischen Strukturen, Funktionen und Dynamiken zueinander standen, welche Auswirkungen das wechselhafte Geschick Athens als Imperialmacht auf die innere Verfasstheit der städtischen Gemeinschaft hatte und wie die Entwicklungen von Zeitgenossen beurteilt wurden. Die Vorlesung bietet damit einen Überblick über die Geschichte des klassischen Athen, zugleich aber auch analytische Tiefensondagen, mit denen die soziopolitischen Problemkonstellationen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive erfasst werden.

  • Montag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2301.HS 3B (Z 114)

Das lange „68“

Jan Jacob Lis

Während lange Zeit „68“ vor allem auf den Höhepunkt der Studentenbewegung im Jahr 1968 bezogen wurde, setzt sich in der historischen Forschung zunehmend eine Perspektive durch, die von einem globalen langen „68“ ausgeht, einer „rebellischen Periode“ von etwa 1966-1975. Zunehmend geraten auch weitere soziale Gruppen als Protagonisten dieser Periode in den Blickpunkt, ebenso wie neue Themen und Konfliktfelder. Das Proseminar wird sich nach einer kurzen globalgeschichtlichen Betrachtung den bundesrepublikanischen Protesten widmen. Dem Charakter eines Proseminars entsprechend wird die Einführung in zentrale Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund stehen. Voraussetzung für die Teilnahme sind die Bereitschaft zur vorbereitenden Textlektüre und aktiven Mitarbeit, sowie die Übernahme eines Referats.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Der "richtige" Umgang mit nationalsozialistischen Quellen

Frederike Schneider

Die Arbeit mit Quellen gehört zum wichtigsten Handwerk eines Historikers. Sie ermöglichen den Einblick in vergangene Epochen und sind für die wissenschaftliche Arbeit unumgänglich. Und dennoch - der "richtige" Umgang fällt nicht immer leicht und nicht jede Quelle kann auf die gleiche Art analysiert und interpretiert werden. 

Insbesondere für die Zeit des Nationalsozialismus liegen uns eine Vielzahl von Quellen vor. Sie erstrecken sich über Selbstzeugnisse, Zeitungen, Fotografien, (Ministeriums-)Akten und Propagandamaterial. Die Übung möchte einen Einblick in diese Quellen geben. Dabei sollen Methodik und Quelleninterpretation/analyse im Mittelpunkt des Seminars stehen. Neben den bereits erwähnten Quellen, soll auch Hitlers "Mein Kampf" als wichtigstes Propagandawerk des Nationalsozialismus Gegenstand des Seminars werden.

Eine aktive Teilnahme am Seminar und die Bereitschaft zur Quellenlektüre werden vorausgesetzt. 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Montag, 10:00 - 15:30 (Einzeltermin, 13.02.2017 - 13.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Die Industrialisierung in Europa und der Welt. Ältere und neuere Ansätze ihrer Erklärung

Michael Schneider

Die Industrialisierung in Europa seit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts hat seit langer Zeit die Wirtschaftsgeschichte zu umfassenden Erklärungsversuchen veranlasst. In letzter Zeit steht dabei die Frage mit im Zentrum, warum die Industrialisierung gerade hier und nicht etwa in China eingesetzt hat. Andere Zugänge konzentrieren sich auf die wissenshistorischen Voraussetzungen der Industrialisierung, wieder andere auf die geographischen und geologischen Gegebenheiten. Auch lange Wirkungsketten, die z.T. bis in die Antike zurückreichen, werden postuliert. Das Hauptseminar will diese verschiedenen Interpretationen kennenlernen und diskutieren.

 

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 20.10.2016 - 20.10.2016)
  • 09:00 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa, 12.01.2017 - 14.01.2017)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 27.10.2016 - 27.10.2016)

Die Merowinger in zeitgenössischen Quellen und im Rückblick der Geschichtsschreibung

Philipp Stenzig

Zahlreiche Schlüsselszenen für die Begründung des nachantiken Europa finden sich in Geschichtsquellen aus der Zeit der Merowinger oder in den Werken späterer Historiographen über diese Epoche. Mit besonderer Aufmerksamkeit diskutiert die Forschung jene Motive, die zur sakralen oder mythologischen Legitimierung der fränkischen und späteren französischen Königsherrschaft herangezogen wurden : Von der Schilderhebung ‘haariger’ Kriegerkönige, die ihre Ahnenreihe auf einen dem Meer enstiegenen Stier zurückführten, über das Postulat trojanischer Vorfahren (das die Frankenherrscher bis in die frühe Neuzeit als würdige Fortsetzer der römischen Tradition qualifizierte), bis hin zur wunderbar vom Himmel herabgereichten Ampulle, die – so Hinkmar von Reims im 9. Jhdt. - das zur Taufe des Frankenkönigs Chlodwig benötigte Salböl enthielt, eine zentrale Rolle beim Sacre der fränzösischen Könige spielte, und 1793 von den Revolutionären als eine Art Talisman der Monarchie zertrümmert wurde. Die epischen Schlachten der Franken (namentlich Zülpich 496 oder Tours und Poitiers 732) sind noch heute konstitutive Elemente im französischen Nationalbewußtsein ; Texte und materielle Überlieferungen der Merowingerzeit, wie etwa die Nekropole von Saint-Denis und das reiche archäologische Erbe, sind schon seit dem 17. Jhdt. Gegenstand kontroverser Diskussionen, die seitdem wesentliche Anstöße zur Reflektion historischer Methoden beigetragen haben.

In dieser Übung sollen anhand einiger besonders aussagefähiger ‘Klassiker’, aber auch von bisher weniger beachteten Befunden die Kontextualisierung und Kommentierung historischer Dokumente geübt werden. Von den Teilnehmern wird neben aktiver Mitarbeit die Ausarbeitung eines Kurzreferates zu einer Quelle oder einer Forschungsmeinung erbeten. Gute Latein- oder Französischkenntnisse sind von Vorteil, aber keine unbedingte Teilnahmevoraussetzung

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Die Russlanddeutschen von der Oktoberrevolution bis zum Zweiten Weltkrieg

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

Im Seminar soll die Geschichte einer nationalen Minderheit im ersten sozialistischen Staat der Geschichte nachgezeichnet werden. Dabei werden grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und vertieft. Voraussetzungen für die Modulabschlussprüfung sind neben der aktiven Teilnahme die Übernahme eines Referates und die Anfertigung einer benoteten, schriftlichen Hausarbeit.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Die SS: Weltanschauliche Elite, völkische Avantgarde oder eine heterogene Chaos-Truppe mit mörderischer Bilanz? Eine Anatomie des SS-Staates auf Grundlagen neuer Quellen.

Julien Wilhelm Reitzenstein

Nachdem Heinrich Himmler die SS im Jahre 1929 übernommen hatte, baute er sie von einer Bodyguard-Truppe zielstrebig zu einer immer weiter wachsenden Organisation aus. Im letzten Kriegsjahr unterstanden der SS, bzw. Himmler unter anderem: Das Reichsministerium des Inneren, die deutsche Polizei, eine eigene Armee, mehrere Geheimdienste, unzählige Konzentrationslager, hunderte von Unternehmen und Rüstungsbetrieben, die deutschen Raketentruppen, aber auch Reitvereine, Wetterforscher, (Raub-)Kunstsammlungen, Zeitungen und Verlage und vieles mehr.

Die Forschung hat in den letzten Jahren gezeigt, dass es „die SS“ nicht gegeben hat. Die zahlreichen führenden SS-Angehörigen waren so unterschiedlich, wie die Aktivitäten des „Schwarzen Ordens“: Von germanentümelnden, völkischen Ideologen über nüchterne Manager und zynische Mörder in Konzentrationslagern bis hin zu Militärs, für die Ideologie stets hinter strategischen Erfordernissen zurücktrat. Viele dieser Personen waren glühenden Verehrer Himmlers, andere verfolgten eher ihre eigenen Ziele. Bei Kriegsende war Himmler kaum mehr in der Lage, seine riesige Organisation zusammenzuhalten und zu führen.

In der Übung wird zunächst gezeigt, wie die SS aufgebaut war und sodann die einzelnen Bereiche vorgestellt: Die SS-Wissenschaftseinrichtung Ahnenerbe und der Lebensborn, die SS-Wirtschaftsbetriebe, die Waffen-SS, aber auch Himmlers Vorstellung von der idealen völkischen SS-Familie – und deren Realität. Dabei werden die einzelnen Felder – weitgehend anhand von Originaldokumenten – vertieft diskutiert.

Die Übung soll die Teilnehmer in die Lage versetzen, Orientierung im Kompetenzendschungel des NS-Regimes zu erlangen, um darauf aufbauend weitere wissenschaftliche Literatur zum Thema einordnen und vertiefen zu können.

Zudem soll dahingehend Orientierung angeboten werden, in welcher Weise sich völkische Ideologien und totalitäre Entwicklungen auf Gesellschaften auswirken.

Für Rückfragen erreichen Sie den Dozenten wie folgt: julien.reitzenstein@uni-duesseldorf.de

  • Freitag, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 13.01.2017 - 13.01.2017) - 2321.U1.93 (Z 18)
  • Freitag, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 27.01.2017 - 27.01.2017) - 2321.U1.91 (Z 16)
  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 28.01.2017 - 28.01.2017) - 2321.U1.93 (Z 18)
  • Montag, 16:00 - 18:00 (Einzeltermin, 07.11.2016 - 07.11.2016) - 2321.02.21 (Z 26)

Die Ukraine nach dem Zweiten Weltkrieg (1944-1964)

Angela Rustemeyer

Auf der Konferenz von Jalta wurden die vor dem Zweiten Weltkrieg auf vier Staaten verteilten ukrainischen Gebiete der Sowjetunion zugeschlagen. In der Vorstellung der Sowjetführung unter Stalin sollte nun ein gigantisches Social engineering-Projekt, begleitet von massiver Russifizierung, Widerstände beseitigen und die "rückständigen" Verhöltnisse modernisieren. Auf gewaltsame Umsiedlungen folgte die forcierte Industrialisierung. Im Labor des Nachkriegsstalinismus wurde das weitgehend agrarisch, aber bis zum Vernichtungsfeldzug der Deutschen auch von seiner polyethnischen Stadtkultur geprägte Galizien zum "sowjetischen Westen". Die Erinnerung an national motivierten Widerstand von Ukrainern gegen die deutsche Besatzung, an Kollaboration mit den Deutschen und Beteiligung von Ukrainern an der Ermordung der Juden blieb auch nach Stalins Tod tabuisiert. Die offizielle Geschichtspolitik gipfelte 1954 im pompösen 300-jährigen Jubiläum des Vertrags zwischen Moskau und dem ukrainischen Kosakenhetmanat. Im selben Jahr erhielt die Ukraine die Krim als "Freundschaftspfand des russischen Volkes". Währenddessen setzte die ukrainische Untergrundbewegung ihren Guerillakampf gegen die Sowjetmacht fort. In den Phasen des "Tauwetter" unter Chruschtschow und darüber hinaus setzten sich Intellektuelle, zeitweise mit Unterstützung der Parteielite in der Republik, für die Emanzipation der ukrainischen Sprache und Kultur ein. Antiautoritär gesinnte junge Ukrainer/-innen wiederum orientierten sich jenseits von Sowjetideologie und Nationalbewusstsein an der westlichen Jugendkultur und prägten das für die spätsowjetischen Machthaber so unbequeme Ende der Chruschtschow-Ära mit.

Die ukrainische Zeitgeschichte bildet ein Reservoir für die Polarisierung weltanschaulicher Positionen im Zeichen von Majdan und Antimajdan. Sie ist aber auch ein offenes Forschungsfeld. Pionierstudien nutzen die ganze Palette der Quellen von Akten bis Zeitzeugeninterviews, um ideologischen Deutungen wissenschaftliche gegenüberzustellen. Die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit Quellen und Literatur ist Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar; spezielle Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Englische Texte müssen jedoch gelesen werden.

Erwartet wird neben der regelmäßigen und aktiven Teilnahme die Übernahme eines kurzen Referates. Die benotete Abschlussprüfung besteht im Verfassen einer schriftlichen Seminararbeit.

  • 10:30 - 18:00 (Blockveranstaltung, 13.02.2017 - 17.02.2017) - 2332.01.68

Die Zuckerwirtschaft im 19. Jahrhundert und die Brüsseler Konvention von 1901/1902

Dennis Barowsky

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts konkurrierten auf dem Weltmarkt Rohr- und Rübenzucker miteinander. Während der Rohrzucker bei der Abschaffung der Sklaverei mit Produktionsrückgängen zu kämpfen hatte, wurde der Rübenzuckeranbau mit staatlichen Prämien gefördert. Bei diesem Aufbauseminar werden die verschiedenen Entwicklungen auf dem Weltzuckermarkt nachvollzogen und anhand verschiedener Teilaspekte wissenschaftliche Arbeitstechniken vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die Recherche, der richtige Umgang mit Literatur und Quellen sowie die saubere Strukturierung und Herausarbeitung einer Hausarbeit. Die Abschlussprüfung wird dann auch in Form einer Hausarbeit abzulegen sein.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.81 (Z 30)
  • Freitag, 08:30 - 16:00 (Einzeltermin, 09.12.2016 - 09.12.2016) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Freitag, 08:30 - 16:00 (Einzeltermin, 20.01.2017 - 20.01.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Die jüdische Minderheit in Weißrussland unter nationalsozialistischer und stalinistischer Herrschaft, 1941–1953

Nina Reuter, Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

In dieser Veranstaltung wird es darum gehen, die „Sowjetisierung” der jüdischen Minderheit Weißrusslands im Kontext der Stalin‘schen Revolution „von oben” sowie vor allem die Hintergründe, die besondere Form und das erschreckende Ausmaß der Shoah in Weißrussland unter deutscher Besatzung besser kennenzulernen.

Ein besonderer Bezug zu Düsseldorf ergibt sich aus der Tatsache, dass am 10. November 1941 fast 1.000 Juden aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf nach Minsk deportiert worden, von denen nur fünf die Shoah überlebten. Der neu eröffnete Lern- und Gedenkort „Alter Schlachthof” auf dem Gelände der Hochschule Düsseldorf erinnert an Hand von Biographien einiger Deportierter an das schreckliche Geschehen.

Vielen Deutschen sind die Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau längst ein Begriff, der Ort hat Symbolcharakter für den Holocaust insgesamt. Doch sind das Ghetto Minsk und die nahegelegene Erschießungsstätte Maly Trostenec, wo es keine stationären Gaskammern gab, bis heute weithin unbekannt geblieben und werden kaum mit der Shoah in Verbindung gebracht.

Das spiegelt sich auch in der deutschen Erinnerungskultur, in der die Sowjetunion bzw. ihre Teilrepubliken vor allem als Kriegsschauplätze wahrgenommen werden, nicht aber als „Tatorte der Endlösung”. Die sowjetische/belorussische Erinnerungskultur hingegen beinhaltet nach wie vor kein ausgeprägtes Gedenken an die jüdischen Opfer der deutschen Herrschaft. Das hängt auch mit dem sowjetischen Nachkriegsantisemitismus zusammen, der ebenfalls behandelt werden soll.

Schließlich wird sich das Seminar auch mit den verschiedenen Ausprägungen des Umgangs mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der deutschen und belorussischen Gedenkkultur auseinandersetzen.

Erwartet werden die regelmäßige Vorbereitung auf die Sitzungen an Hand der Texte im elektronischen Semesterapparat, die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats sowie die Beteiligung an den Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung.

 

 

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.68

Die römische Welt zur Zeit Christi

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Das Seminar erprobt Möglichkeiten, wie komplexe Sachverhalte der antiken Geschichte einem breiteren Publikum in journalistischer Form vermittelt werden können. Ausgegangen wird dabei von einer Zustandsbeschreibung der römischen Welt in der Zeit um Christi Geburt.  Behandelt werden sollen dabei Aspekte von Politik, Religion, Wirtschaft, Sport etc. in Entsprechung zu den einzelnen Redaktionsteilen einer Zeitung. Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit der "Rheinischen Post" gestaltet.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 22.12.2016) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 20.10.2016 - 20.10.2016)
  • Dienstag, 18:00 - 21:00 (Einzeltermin, 20.12.2016 - 20.12.2016)

Digital History – Anwendungen, Möglichkeiten, Grenzen

Oliver Kiechle

In dieser Übung sollen unterschiedliche Aspekte thematisiert werden, die mit der Digitalisierung in der Geschichtswissenschaft einhergehen:

Welche Vor- und Nachteile ergeben sich durch digitalisiertes Arbeiten (z.B. in der Recherche, Literaturverwaltung, Textverarbeitung)? Welche Möglichkeiten bietet die Arbeit mit digitalisierten Quellen und wo liegen deren Grenzen? Wie muss speziell mit genuin digitalen Quellen umgegangen werden? Welche methodischen und theoretischen Anforderungen sind damit verknüpft? Wann wird die Digitalisierung selbst zum historischen Thema (z.B. die Geschichte des Internet)? Welche Chancen bieten der Geschichtswissenschaft die neuen Kommunikations- und Publikationsformen? Ändert sich mit der Digitalisierung sogar die grundlegende Definition von (Geistes-) Wissenschaft?

Die Veranstaltung richtet sich grundsätzlich an Studierende aller Studienphasen; es werden jedoch die Bereitschaft zur Lektüre - auch längerer - Basistexte sowie die Mitarbeit an verschiedenen Gruppenaufgaben vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Dissidente sozialistische Bewegungen in der russischen Revolution 1917 ff.

Walter Daugsch

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Düsseldorfer Schriften

Michael Schneider

  • Mittwoch, 14:00 - 18:00 (Einzeltermin, 15.03.2017 - 15.03.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Ein Märchen von übermorgen? Das Genre der Phantastik aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive.

Sebastian Tupikevics

Was steckt hinter Thomas Morus’ Beschreibung der Insel Utopia? Wie viel Wahrheit verbirgt sich in den Lügengeschichten von Baron Münchhausen? Reist der Protagonist aus H. G. Wells Die Zeitmaschine in eine ferne Zukunft oder handelt es sich eher um eine satirische Reise in die Gegenwart des Autors?

In der hier angebotenen Übung wird im Rahmen von diskursanalytischen Fragestellungen ein Blick „hinter den Spiegel“ (Lewis Carroll) geworfen. Verschiedene Werke aus dem Genre der Phantastik werden dabei im Kontext ihrer Entstehungszeit analysiert. Ein Erscheinen in der ersten Sitzung ist obligatorisch.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 18.11.2016)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 25.11.2016 - 25.11.2016) - 2321.U1.69 (Z 44)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 02.12.2016 - 10.02.2017)

Eine andere deutsche Geschichte (1517-2017): Was wäre gewesen wenn?

Tobias Winnerling, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Die Frage nach alternativen Geschichtsverläufen steht bewusst oder unbewusst im Hintergrund allen historischen Denkens. Denn historisches Denken kreist im Kern um die Frage nach Ursachen und Wirkungen, nach Kausalitäten. Zu fragen, warum es gekommen ist wie es kam, bezieht aber immer die Frage mit ein, warum es nicht anders kam. Die Ringvorlesung wird dem für einige Wendepunkt deutscher Geschichte von der Reformation bis heute nachgehen. - Studium Universale: 4 CP/ECTS können bei Abgabe eines fünfseitigen Essays, der mindestens die Themen von zwei Sitzungen der Vorlesung berührt, vergeben werden.

  • Dienstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017)

Einführung für Studienanfänger

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 19.10.2016 - 19.10.2016) - 2321.HS 3H (Z 388)

Einführung in die Alte Geschichte

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Die Einführungsvorlesung soll Studienanfängern eine erste Übersicht über die Gegenstände und Methoden der Alten Geschichte verschaffen. Materialien werden während der Vorlesung zur Verfügung gestellt.

Empfohlene Einführung:
E. Wirbelauer (Hrsg.), Oldenbourg Geschichte Lehrbuch. Antike, München 2004.
G. A. Lehmann - H. Schmidt-Glintzer (Hrsg.), WBG Weltgeschichte. Eine globale Geschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. Band II: Antike Welten und neue Reiche 1200 v. Chr. bis 600 n. Chr., Darmstadt 2009.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)

Einführung in die Epigrafik (Inschriftenkunde) - Wenn Gräber zu erzählen beginnen..

Matthias Bauer

Inschriften sind Quellen, die häufig im Originalzustand und an ihrer ursprünglichen Stelle öffentlich zugänglich sind. So bieten sie beispielsweise Geschichtslehrerinnen und -lehrern die günstige Gelegenheit, sie als Anschauungsobjekte in ihren Unterricht einzubauen. Um die Kompetenz und den Umgang mit diesem inschriftlichen Quellenmaterial zu vertiefen, ist die Veranstaltung in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden alle theoretischen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, um Inschriften bearbeiten zu können. Nach dieser Einführung in die so genannte Epigrafik (Inschriftenkunde) folgen Exkursionen zu den im Original erhaltenen Inschriften von (Alt-) Düsseldorf, Kaiserswerth und Gerresheim. Dort wird im Sinne epigrafischer Feldarbeit unmittelbar an den Originaldenkmälern weitergearbeitet und das Erlernte angewendet.

  • Freitag, 14:30 - 20:00 (Einzeltermin, 21.10.2016 - 21.10.2016)
  • Samstag, 09:30 - 18:00 (Einzeltermin, 22.10.2016 - 22.10.2016)
  • Samstag, 09:30 - 18:00 (Einzeltermin, 19.11.2016 - 19.11.2016)
  • Samstag, 09:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.01.2017 - 14.01.2017)
  • Samstag, 10:00 - 12:00 (Einzeltermin, 11.02.2017 - 11.02.2017)

Enea Silvio Piccolomini – Papst Pius II.

Andreas Kistner

In der von zahlreichen Umbrüchen gekennzeichneten Zeit des 15. Jahrhunderts nimmt eine Person eine herausragende Rolle ein: Der in Siena geborene Adelige Enea Silvio Piccolomini machte früh als Literat und Humanist von sich Reden, ist aber beileibe kein Schöngeist, der den Elfenbeinturm nicht verlassen hätte: Seine Anstellungsverhältnisse brachten ihn nacheinander in Kontakt mit den drängendsten Problemen der Zeit: Zunächst war da die Frage, wie ‹Kirche› organisert sein sollte, womit er auf dem Basler Konzil Basler Konzil befasst war. Dann fiel Konstantinopel an die Türken, was zu einer Welle tiefster Beunruhigung durch Europa sandte, was er mittlerweile an den Hof Kaiser Friedrichs III. gewechselt miterlebte und diskutierte. Die daraus folgenden neuerlichen Bemühungen um einen Kreuzzug sollten ihn noch später beschäftigen und gleichsam ins Grab bringen. Auch die Reform der Kirche blieb ein beständiges Anliegen. Gleichsam beide zuletzt genannten Bereiche berührte die Frage der Hussiten, die den östlichen Reichsteilen überaus schmerzlich zu werden drohte (hier sei jedoch zur Vermeidung von Überschneidungen auf das Proseminar von Uwe Tresp verwiesen).

Die bedeutsame kulturelle Umwälzung des Humanismus hatte in ihm einen überaus produktiven Vertreter, der in allen Phasen seines Lebens zur Feder griff.

Der Wechsel an den Hof Kaiser Friedrichs III. war bei weitem noch nicht der letzte Karriereschritt, begann doch parallel der weitere kirchliche Aufstieg über verschiedene Bischofsämter, der ihn letztlich auf den Thron des Nachfolgers Petri heben sollte.

Inhaltlich wird dieses Proseminar um folgende Pole organisiert sein: Der Humanist und Literat, Das Basler Konzil, Kirchenreform, Enea Silvio Piccolomini und das Reich nördlich der Alpen, Kreuzzug im 15. Jahrhundert. Da er stets seiner engeren Sieneser und weiteren italienischen Heimat auf engste verbunden blieb, wird auch Raum bleiben, bei Interesse stärker auf italienische Fährnisse einzugehen.

Dieses Proseminar soll anhand des Exempels dieser schillernden Persönlichkeit die gängigen Arbeitsweisen einüben und wird somit einen größeren Schwerpunkt auf die Vorstellung von Hilfsmitteln legen. Somit gehört zur Teilnahme an diesem Seminar die Bearbeitung von Übungsaufgaben, ein Kurzreferat und eine schriftliche Ausführung.

 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 13.01.2017 - 13.01.2017)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 17.02.2017 - 17.02.2017) - 2321.01.41 (Z 32)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 13.02.2017 - 13.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 14.02.2017 - 14.02.2017) - 2321.01.41 (Z 32)

Epochenjahr 1917: Die Endphase des Ersten Weltkriegs und der Umbruch des Staatensystems

PD Dr. Winfrid Halder

Seit 2014 ist dem Ersten Weltkrieg noch einmal besonderes Interesse zuteil geworden, auch über den engeren Rahmen der Geschichtswissenschaft hinaus. Das „runde” Erinnerungsdatum 100 Jahre nach seinem Ausbruch hat den Blick einmal mehr insbesondere auf die Vorgeschichte und die Ursachen des Krieges gelenkt. Vermutlich wird 2018 noch einmal ein ähnlicher Aufmerksamkeitshype bezüglich seines Endes folgen. Das sollte allerdings nicht dazu führen, die herausragende Bedeutung bereits des Jahres 1917 zu verkennen. Schon dieses Jahr erbrachte nämlich Weichenstellungen von wahrhaft weltgeschichtlicher und langandauernder Folgewirkung: Einerseits erfolgte bereits im April 1917 der Kriegseintritt der USA auf Seiten Großbritanniens und Frankreichs. Damit traten die Vereinigten Staaten erstmals militärisch in Europa auf den Plan – ihr Weltmachtanspruch wurde damit auch auf dem „alten Kontinent” unübersehbar. Der von US-Präsident Woodrow Wilson proklamierte „crusade for democracy” zeigte zugleich das hohe Sendungsbewußtsein als „Ordnungsmacht mit globaler Mission”, das seither von Washington aus mit wechselnder Intensität praktiziert wurde und wird. Fast zeitgleich begann mit der Oktoberrevolution im zusammenbrechenden russischen Zarenreich 1917 der in vieler Beziehung unvorhergesehene Entwicklungsprozess zur Entstehung der Sowjetunion. Die von Lenin und seinen Helfern errichtete kommunistische Diktatur mit ihrerseits größtem Sendungsbewußtsein zur Durchsetzung der „proletarischen Revolution” in ganz Europa, ja der ganzen Welt „passte” in keines der zuvor praktizierten Politikkonzepte der europäischen Staatenwelt. 1917 begann der Weg zur „bipolaren Weltordnung”, die von den „Supermächten” USA und Sowjetunion dominiert wurde, das in Machtblöcke aufgeteilte, zerrissene Europa wurde in eine Nebenrolle verwiesen. Wenigstens bis zum Ende des „Kalten Krieges” Ende der 1980er/Anfang der 1990er Jahre blieb die sich 1917 anbahnende globale Staatenordnung Grundlage der internationalen Politik.
Die epochale Bedeutung des Jahres 1917 lohnt mithin einen Blick auf die Voraussetzungen und Ursachen des Umbruchs in Europa und der Welt. Dabei sollen sowohl der Weg der USA zur Weltmacht wie auch die Entstehung der Sowjetunion in den Blick genommen werden.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.68

Erinnern als aktive Arbeit für Gegenwart und Zukunft. Der Zweite Weltkrieg und die Shoah in den Erinnerungskulturen von Deutschland und Belarus

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler, Guido Thiemeyer

Die Veranstaltung besteht aus zwei Teilen, die für alle Teilnehmer obligatorisch sind:

1. In der Woche vom 17. bis zum 22. Oktober 2016 werden Mitarbeiter verschiedener Erinnerungsstätten in Minsk und Umgebung nach Düsseldorf kommen, um gemeinsam mit den teilnehmenden Studierenden aus Düsseldorf Gedenkstätten vor Ort sowie in Vogelsang/Eifel zu besuchen.

U.a. ist am 18. Oktober der Besuch der Mahn- und Gedenkstätte in der Mühlenstraße der Düsseldorfer Altstadt und am 19. Oktober Führungen durch die Gedenkstätte Alter Schlachthof vorgesehen, bevor die gesamte Gruppe am 20. und 21. Oktober die Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur in der NS-Gedenkstätte Vogelsang fortsetzen wird.

 

2. In der Woche vom 28. November bis zum 3. Dezember 2016 werden die Düsseldorfer Teilnehmer nach Minsk reisen, um gemeinsam mit den Teilnehmern aus Weißrussland die Erkenntnisse über die historische Verbindung Düsseldorf und Minsk über die Shoah zu erweitern und zu vertiefen.

  • (Blockveranstaltung + Sa, 28.11.2016 - 03.12.2016)
  • (Blockveranstaltung + Sa, 17.10.2016 - 22.10.2016)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 04.10.2016 - 04.10.2016) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 10.02.2017 - 10.02.2017) - 2332.04.61 (Z34)

Erinnerte Kolonialgeschichte: (gesprächs-)analytische Annäherungen an Interviews

Dr. Alexander Ziem, Stefanie Michels-Schneider

Während der deutschen Kolonialzeit war Düsseldorf auf vielfältige Weise in koloniale Aktivitäten involviert: Heute lassen sich im Stadtbild noch koloniale Spuren entdecken, z.B. Straßennamen in Urdenbach oder das Kolonialkriegerdenkmal am Frankenplatz. Der Hilarius-Gilges-Platz verweist auf die Präsenz von Menschen aus Afrika und deren Nachkommen in Düsseldorf. Um herauszufinden, ob es bei den Düsseldorfer/innen heute noch aktive Erinnerungen an die koloniale Vergangenheit gibt, haben Studierende der HHU im letzten Semester Interviews mit ausgewählten Personen und Passanten geführt. Diese Interviews sollen in der Lehrveranstaltung im Detail untersucht werden.

Ausgehend von Besonderheiten der Textsorte „Interview“ besteht das Ziel zunächst darin, Möglichkeiten und Grenzen der Analyse von erinnerungsbasierten Darstellungen und Erzählungen im kolonialgeschichtlichen Kontext zu erarbeiten. Am konkreten Material sollen relevante gesprächslinguistische Analysekategorien vorgestellt und dann in konkreten Beispielanalysen erprobt werden.

Das Seminar wird als eine vierstündige Veranstaltung (4 SWS) angeboten und besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil erarbeiten wir im Rahmen einer semesterbegleitenden Lehrveranstaltung (im Umfang von 2 SWS) sowohl relevante kolonialgeschichtliche Grundlagen als auch gesprächslinguistische Methoden, die bei der qualitativen Auswertung der Interviews Anwendung finden sollen. Im Anschluss daran findet der zweite Teil in Gestalt einer Blockveranstaltung statt. Hier sollen in Gruppenarbeiten ausgewählte Ausschnitte der Interviews ausgewertet und zur Diskussion gestellt werden. Die erzielten Analyseergebnisse werden auf einem Poster zusammengetragen und ggf. im Rahmen einer kleinen Ausstellung der interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Montag, 09:00 - 18:00 (Einzeltermin, 13.02.2017 - 13.02.2017)
  • Freitag, 09:00 - 18:00 (Einzeltermin, 17.02.2017 - 17.02.2017)

Eugippius 'Vita Sancti Severini' - frühmittelalterliche Heiligenviten

Frank Siegmund

Die Aufbauseminare (auch: "Proseminar") dienen nach erfolgreichem Abschluss des Basismoduls Alte Geschichte der vertieften Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Die Techniken, Fertigkeiten und Theorien werden anhand konkreter Themen erarbeitet. In angeboteten Aufbauseminar werden spätantike und frühmittelalterliche Heiligenviten studiert. Lateinkenntnisse sind willkommen, aber nicht notwendig, die Texte werden auf Grundlage von Übersetzungen behandelt.

Die Veranstaltung beginnt zu Semesterbeginn, d.h. am 17. 10. 2016. Nach dem zweiten Termin (24. 10. 2016) werden keine Teilnehmer mehr angenommen.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017)

Europa als Zentrum der Weltwirtschaft (ca 1750-1900)

Priv.-Doz. Dr. Margrit Stefanie Schulte-Beerbühl

Seit der Publikation von Kenneth Pomeranz' Buch über die "Great Divergenz" 2001 hat die Frage, weshalb Europa und nicht China zum Zentrum der Weltwirtschaft im 19. Jahrhundert aufstieg, zu einer intensiven Diskussion in der internationalen Geschichtswissenschaft geführt. Das Projektseminar wirft dagegen einen Blick zurück auf Europa und beschäftigt sich mit den Faktoren, die Europa gestatteten, die Weltgeschichte zu steuern. Vor dem Hintergrund der aktuellen Brexit-Entscheidung wird auch die globale Reichweite des britischen Imperiums im 19. Jahrhundert thematisiert. Weitere Aspekte befassen sich mit der räumlichen Verdichtungen durch die Modernisierung der Transport- und Kommunikationsmittel, mit Biographien global agierender Unternehmer und Bankiers oder den Handlungsräumen und Handelswegen globaler Güter.

Studierende sollen in Kleingruppen anhand ausgewählter Literatur und eigener Recherchen Teilaspekte der globalen Vernetzung Europas erarbeiten, z.B. zu den Handlungsräumen des Britischen Empires, zur Entwicklung der Dampf- und Binnenschifffahrt, der Entwicklung der Telegraphie oder zur Geschichte einzelner weltweit handelnder Unternehmer (z.B. Krupp oder Rothschild). Eine schriftliche benotete Hausarbeit ist Voraussetzung für eine Benotung.

Anmerkung: Das Projektseminar wird als zweistündige Veranstaltung begonnen und später in zwei Blockterminen fortgesetzt. Eine Exkursion ist einem der Blocktermine geplant. Diese findet am Freitag, dem 9. Dezember zum Binnenschifffahrtsmuseum in Duisburg statt. Regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung.

  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Europa im Mittelalter

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

In den Tausend Jahren der Epoche des Mittelalters (500-1500) hat sich Europa in politischer, ökonomischer, kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht maßgeblich geformt, doch erfährt man im Geschichtsunterricht in der Regel nur sehr wenig über diese Zeit. Die Vorlesung bietet einen Überblick über die politische Geschichte, die zentralen Entwicklungen des mittelalterlichen König- und Kaisertums und der Päpste in Rom, die Entfaltung der ständisch geprägten mittelalterlichen Gesellschaft und der neuen urbanen Zentren, der Städte. Daneben sollen aber auch sozialgeschichtliche und kulturgeschichtliche Ansätze und aktuelle methodische Fragen des Geschichtsstudiums zur Sprache kommen.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.10.2016 - 10.02.2017) - 2301.HS 3D (Z 425)
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 25.01.2017 - 25.01.2017) - 2221.HS 2E (Z 181)
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 01.02.2017 - 01.02.2017) - 2221.HS 2E (Z 181)

Expo digital - 30 Jahre Sammlung Roth

Dr. Johannes Wienand

Die (vierstündige) Veranstaltung zielt darauf ab, als Gemeinschaftsprojekt aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine online-Ausstellung mit Objekten aus der universitären Münzsammlung zu entwickeln und durchzuführen. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verfügt über eine der umfangreichsten universitären Sammlungen antiker Münzen in Deutschland. Das wissenschaftlich interessanteste Segment der Sammlungsbestände stellt die Sammlung Dr. Erich Roth dar: Ursprünglich eine Privatsammlung, die als testamentarisches Legat an die Universität gelangt ist. Es handelt sich um ca. 4.600 römische Herrscherprägungen aus dem 3. und 4. nachchristlichen Jahrhundert: Ein Zeitraum, in dem sich die entscheidende Transformationen des Imperium Romanum von der hohen Kaiserzeit hin zur Spätantike ereignet hat. Die online-Ausstellung wird die Sammlung umfassend präsentieren. Dabei haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, umfassende Einblicke in die museale Arbeit zu gewinnen und entsprechende Erfahrungen zu machen und Kompetenzen zu erwerben. Einzelne Aspekte der Ausstellung (etwa Video- und Audio-Podcasts) sollen in Zusammenarbeit mit dem Medienlabor der Philosophischen Fakultät entwickelt werden. 

  • Mittwoch, 10:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

FIMUR-Ringvorlesung Reformen und Reformationen

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

26.10.2016, Eva Schlotheuber: Reform ohne Rhetorik. Die ungewöhnliche Reichsreform Kaiser Karls IV.

 02.11.2016, Ricarda Bauschke-Hartung: Althochdeutsche Zaubersprüche und die karolingische Kulturreform

 09.11.2016, Christoph Kann: Francis Bacon

15.11.2016, Jeffrey Hamburger/ Eva Schlotheuber/ Margot Fassler/Susan Marti: Die Dominikanerinnen von Paradiese Soest (Buchvorstellung)

23.11.2016, Jörg Oberste:Eine Reform der Kirche? Die Dominikaner (HdU 3. Stock)

30.11.2016, Silvia Reuvekamp: Die 'sprichwörtliche' Reformation

07.12.2016, Bruno Bleckmann: Sekten in der Spätantike

14.12.2016, Achim Landwehr: Reformationsjubiläum 1617

21.12.2016, Jürgen Wiener: Die Jesuitenkirche (Neuburg/Düsseldorf)

11.01.2017, Vittoria Borsò: Giordano Bruno: Ein reformationskritischer Universalreformer

18.01.2017, Barbara Haupt: Rückschritt oder Erneuerung in der deutschen Kaiserchronik?

25.01.2017, Volker Leppin: Thomas von Aquin (Achtung: Abweichender Ort: Hörsaal 6A in Gebäude 26.11)

01.02.2017, Andrea von Hülsen-Esch: Schatzkunst in der Reformationszeit

08.02.2017, Ursula Hennigfeld: Aus Venus wird Maria: Reform und Gegenreformation im spanischen Goldenen Zeitalter

 

  • Mittwoch, 17:00 - 18:30 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017)
  • Mittwoch, 17:30 - 19:30 (Einzeltermin, 25.01.2017 - 25.01.2017) - 2611.HS 6A (Z 157)

Forum Neuzeit /Eine andere deutsche Geschichte (1517-2017): Was wäre gewesen wenn?

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Dozenten des Historischen Seminars

Die Frage nach alternativen Geschichtsverläufen steht bewusst oder unbewusst im Hintergrund allen historischen Denkens. Denn historisches Denken kreist im Kern um die Frage nach Ursachen und Wirkungen, nach Kausalitäten. Zu fragen, warum es gekommen ist wie es kam, bezieht aber immer die Frage mit ein, warum es nicht anders kam. Die Ringvorlesung wird dem für einige Wendepunkt deutscher Geschichte von der Reformation bis heute nachgehen.

  • Dienstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017)

Frankreich im Zweiten Weltkrieg

Guido Thiemeyer

Der Zweite Weltkrieg spielt in der französischen Geschichte und Politik bis in die Gegenwart hinein eine wichtige Rolle. Dies erklärt auch das intensive Interesse der Geschichtswissenschaft an diesem Thema. Dabei wurden die klassischen Themen wie die "Résistance", die Kollaboration und auch die deutsche Besatzungsherrschaft in Frankreich neu interpretiert. Im Seminar sollen diese Forschungsdiskussionen erarbeitet und kritisch diskutiert werden. Zudem werden an einzelnen Quellenbeispielen zentrale Aspekte des Themas beleuchtet. Schließlich wird es vom 29. Januar bis 4. Februar 2017 eine Exkursion nach Paris und in die Normandie geben. Französischkenntnisse sind gewiss hilfreich, aber nicht notwendig.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Geschichte der DDR. Wirtschaft und Umwelt in der sozialistischen Gesellschaft

Christian Möller

Die DDR gehört wohl zu den am dichtesten erforschten Bereichen der deutschen Geschichte. Tausende Bücher und Aufsätze, die alleine seit 1990 erschienen sind, belegen das sehr anschaulich. Doch während Stimmen immer häufiger danach fragen, ob die DDR ausgeforscht sei, zeichnet sich in jüngster Zeit ebenso ab, dass es noch zahlreiche Themenfelder gibt, die in der Auseinandersetzung zwischen der lange dominierenden Totalitarimusforschung und ihrer Gegner außer Acht gelassen wurden.

Das Proseminar gibt einen Überblick über Forschungsstand und Kontroversen zur Wirtschafts- und Umweltgeschichte der DDR und eröffnet den Studierenden darüber hinaus die Möglichkeit, einzelne Themenfelder intensiv in Form von Referaten und Hausarbeiten zu behandeln. Grundlegend werden daher auch Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens – von der Literaturrecherche über die Präsentation bis hin zur Verschriftlichung – besprochen und erprobt.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Geschichte der Frühen Neuzeit/Geschichtstheorie

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Das Kolloquium ist in erster Linie ein Forum für die Vorstellung von Abschlussarbeiten (Master & Dissertation), soll darüber hinaus aber auch Raum für die Diskussion aktueller Debatten in der Geschichte der Frühen Neuzeit und der Geschichtstheorie bieten.

Für Masterstudierende ist der Besuch des Masterforums und des Forums Neuzeit obligatorisch

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 19.10.2016 - 19.10.2016) - 2332.04.61 (Z34)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 25.11.2016 - 25.11.2016)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 20.01.2017 - 20.01.2017)

Geschichte der Reformation

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

In Kombination mit der Vorlesung zu „Luther und die Reformation“ soll in diesem Seminar das Verständnis über diese Phase europäischer Geschichte vertieft werden (wobei beide Veranstaltungen selbstverständlich getrennt voneinander besucht werden können). Es soll einerseits darum gehen, einen Überblick über die wichtigsten Inhalte und Strömungen der Reformation zu gewinnen, andererseits wird besonderer Wert darauf gelegt, Quellentexte zur Reformation zu lesen.

 

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Geschichte der rheinischen Erzbistümer Köln, Mainz und Trier im Mittelalter

Prof. Dr. Heinz Finger

Die schon seit der Spätantike bezeugten Diözesen von Köln, Mainz und Trier wurden spätestens am Ende des 8. Jahrhunderts zu Metropolitanbistümern und erwarben im Hochmittelalter als ihren weltlichen Herrschaftsbereich bedeutende Erzstifte. Bei der Entstehung des Kurfürstenkollegs traten sie als die drei Erzkanzler an dessen Spitze. Ziel der Vorlesung ist es, die Bedeutung der Kirchen von Köln, Mainz und Trier für die Kirchengeschichte, die Reichsgeschichte und vor allem auch für die rheinische Landesgeschichte darzustellen. Dabei soll auch besonders auf das Verhältnis der rheinischen Erzbischöfe zu ihren Suffraganen sowie auf ihre Rolle in der europäischen Politik des Spätmittelalters eingegangen werden.

 

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2301.HS 3D (Z 425)

Geschichte des Prinzipats von Augustus bis Trajan

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Die anfangs rein auf die Person des Augustus zugeschnittene monarchische Herrschaft wurde im Verlauf der Geschichte des ersten Jahrhunderts bis zur Übernahme der Herrschaft durch Traian zur kaum mehr hinterfragbaren und auf jeden Fall alternativlosen Institution, trotz Herrscher wie Caligula, Nero und Domitian, die Probleme des Systems illustrieren und die in der historischen Erinnerung nur als wahnsinnige Tyrannen überlebt haben. Das Seminar soll anhand ausgewählter Quellen (insbesondere Texte aus den Annalen und den Historien des Tacitus) Probleme der Geschichte des frühen Prinzipats erläutern. Im Vordergrund stehen die Institutionalisierung des Prinzipats, die Selbstdarstellung monarchischer Herrschaft und die am neuen System geübte historiographische Kritik.
Erwartet wird die Abhaltung eines Referats und das Verfassen einer schriftlichen Hausarbeit. Die regelmäßige Teilnahme ist geeignet, das Verständnis der Sachverhalte und die Einübung in die wissenschaftliche Diskussion zu erleichtern, wird aber selbstverständlich nicht vorausgesetzt, insbesondere dann nicht, wenn sie als Behinderung der Studierendenfreiheit empfunden wird.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Geschichte des Zweiten Weltkrieges

Guido Thiemeyer

Die Vorlesung verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll ein Überblick über die Geschichte des Zweiten Weltkrieges aus europäischer Perspektive gegeben werden. In diesem Kontext wird neben der Kriegführung und Strategie der beteiligten Staaten auch die gesellschaftliche Bedeutung des Krieges betont. Zweitens soll ein kommentierender Überblick über den Forschungsstand zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges gegeben werden. Auch hier wird der Schwerpunkt auf Europa liegen. Die grundlegende Literatur wird in der ersten Vorlesungs-Doppelstunde vorgestellt.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.HS 3H (Z 388)

Geschichte im Radio

Michael Kuhlmann

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Geschichte und Geschäft. Angewandte Geschichte und ihre Möglichkeiten

Benjamin Obermüller

Angewandte Geschichte. Public History. History Marketing. Heritage Communication. Es existieren viele Begriffe für diesen mittlerweile etablierten Bereich der Geschichtswissenschaft. Dabei dreht es sich um ein Thema: Wie können wissenschaftliche Forschungsergebnisse anschaulich und empfängerorientiert aufbereitet werden?

Geschichte hat in den unterschiedlichen Medien Konjunktur. Ganz gleich ob im Kino, im Fernsehen oder als Buch. Dadurch ergeben sich nicht nur zusätzliche Arbeitsfelder für Historikerinnen und Historiker, sondern es ändern sich auch die Anforderungen. Stand bis vor einiger Zeit noch die Ausrichtung auf ein Medium – das Buch / den Text – im Vordergrund, gilt es heute bei der Vermittlung von Geschichte auf der gesamten, verfügbaren Klaviatur zu spielen. Texte für Radio, TV-Dokumentationen, Fernseh- und Kinofilme verlangen einen veränderten Recherchefokus (Abbildungen, Story-Telling, Kuriosa) und empfängerorientiertes Verfassen der Texte. Das Seminar wird sich einerseits mit den theoretischen Grundlagen der angewandten Geschichte und andererseits mit den praktischen Umsetzungen in Film, TV-Dokumentation und Text befassen.

 

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Geschichte: Medien und Methoden

Dr. Susanne Brandt, Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Die für Studienanfänger konzipierte Vorlesung bietet eine Einführung in die zentralen Medien der Vermittlung historischen Wissens und deren Methoden. Thematisiert wird dabei die Vielfalt historischer Darstellungen, um für deren Konstruktionscharakter zu sensibilisieren. Ziel ist die Anregung eines bewussten und kritischen Umgangs mit „der Geschichte“ sowohl als Konsument wie auch als Produzent von Geschichtsschreibung.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 23.11.2016 - 18.01.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 09.11.2016) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 16.11.2016 - 16.11.2016) - 2641.HS 6J (Z 435)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 25.01.2017 - 25.01.2017) - 2641.HS 6J (Z 435)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 01.02.2017 - 08.02.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)

Geschichtskultur zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Wir scheinen von so viel ‚Geschichte‘ umgeben zu sein, dass man zuweilen die Gegenwart zu verlieren meint. Das frühe 21. Jahrhundert leistet sich eine historische Infrastruktur enormen Ausmaßes. Fernsehdokumentationen, Jubiläumsfeierlichkeiten, Zeitzeugenkult, Reenactments, Museumsgründungen oder die Rekonstruktion zerstörter Gebäude der Vergangenheit – das sind nur einige wenige Beispiele aus der niemals abreißenden Geschichtsproduktion. Es gibt also mehr als genug Gelegenheiten, sich mit der Geschichtskultur, die wir zu benötigen scheinen, kritisch auseinanderzusetzen und die Frage zu stellen, warum die Gegenwart so viel Vergangenheit benötigt.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Globalgeschichte der Europäischen Expansion

Stefanie Michels-Schneider

Globalgeschichtliche Ansätze haben gemeinsam, dass sie Geschichtserzählungen von ihrem Eurozentrismus und dem methodologischen Nationalismus trennen möchten, indem sie multiperspektivisch sind und nicht von Zentrum-Peripherie-Modellen ausgehen. Eines der klassischen eurozentrischen Narrative ist das der "europäischen Expansion". Die Vorlesung bringt die beiden Paradigmen zusammen und zeigt, welche Möglichkeiten und Probleme eine solche Betrachtung bringt.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2221.HS 2E (Z 181)

Grundkurs / Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs / Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs / Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Grundkurs Alte Geschichte

Dr. Johannes Wienand

Das Basisseminar Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte, Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft. Im Basisseminar werden primär Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.46 (Z 109)

Grundkurs Französisch für Historiker/innen

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die ihre Vorkenntnisse der  französischen Sprache im grammatischen Bereich auffrischen und ihren Wortschatz auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften erweitern möchten.

Die wöchentlichen Veranstaltungen umfassen jeweils die Behandlung eines grundlegenden grammatischen Aspektes sowie die Übersetzung kurzer Textabschnitte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik aus Fachliteratur und Presse, um Fachvokabular, feste Wendungen, Grammatikstrukturen und kulturelles Wissen im Textzusammenhang zu erarbeiten.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Grundkurs Hoch-/Spätmittelalter

Uwe Tresp

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Hoch-/Spätmittelalter

Uwe Tresp

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 27.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Handel und Reise über den Hellweg

Nancy Lambertz

Der Westfälische Hellweg erstreckte sich vom Rhein aus zur Weser und in Abspaltungen weiter zur Elbe. An ihm entstanden im Mittelalter die Städte Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund und Unna. Doch nutzten nur Händler diese Straße? Wer in der Frühen Neuzeit dort reiste, welche Gründe und Ziele die Menschen hatten, soll in dieser Übung u.a. anhand von Apodemiken und Reiseliteratur näher beleuchtet werden.

Auch die Geografie, Entwicklung und Sicherheit des Reisens werden anhand des Hellwegs, z.B. mit entstehenden Wirtshäusern und dem Postwesen in den Fokus gerückt.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Heinrich I. und Konrad I. – Königsherrschaft in Zeiten der Krise

Dr. Lars Hageneier

„Königsherrschaft ohne Staat“ lautet der Untertitel einer jüngeren Darstellung der Ottonenzeit (Gerd Althoff). Die Betonung des personalen Charakters der Bindung unter den Herrschaftsträgern, ein rituell geprägtes, zeichenhaftes Kommunikationssystem sowie ganz generell strukturelle Defizite der östlichen Reichshälfte gegenüber dem stärker romanisierten Westen des Frankenreiches lassen die ottonische Epoche zunehmend als archaische Zeit weitgehend ohne institutionelle Formen der Verrechtlichung oder Verstaatlichung erscheinen.

Für den Beginn dieser Zeit unter Heinrich I. (919-936) bzw. bereits für die Regierung des einzigen Konradiners auf dem ostfänkischen Thron (911-918) gelten diese Merkmale umso mehr, als die Quellenlage nicht anders als desaströs zu nennen ist und streckenweise nahezu zum Erliegen kommt. „Es kann nicht oft genug betont werden, daß für die Jahre 919-936 in Ostfranken nicht eine einzige zeitgenössische Darstellung vorliegt“ (Carlrichard Brühl).

Weder urkundliche noch historiographische Zeugnisse geben zeitgenössisch Auskunft über den Weg des liudolfingischen Großen Heinrich an die Spitze eines Herrschaftsverbandes, dessen Zusammensetzung letztlich entscheidend für die weitere Entwicklung der deutschen Geschichte werden sollte. Dass Konrad I. auf dem Sterbebett seinen ärgsten Widersacher zur königlichen Nachfolge bestimmt habe zum Nutzen und Wohl des Reiches, wie Widukind von Corvey ein volles Menschenleben nach den Ereignissen zu berichten weiß, glaubt in der Forschung heute nur noch eine Minderheit. Was bleibt den spärlichen Quellen dennoch zu entlocken? Wie vollzog sich der Übergang der karolingischen Herrschaft über Konrad I. hin zu Heinrich I. und welche qualitativen Veränderungen lassen sich im Vergleich mit der Karolingerzeit beschreiben?

Das Proseminar vermittelt in diesem Themenfeld grundlegende Techniken und Hilfsmittel der mediävistischen Geschichtswissenschaft.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.68

Historische Grund-/Hilfswissenschaften

Julius Leonhard

Die Historischen Grund- oder Hilfswissenschaften haben in der historischen Forschung zum Mittelalter eine lange Tradition und einen besonderen Stellenwert bei der Analyse und Interpretation historischer Quellen. Als Teildisziplin der Geschichtswissenschaft haben sie einen breiten Fächerkanon und beschäftigen sich mit grundlegenden Bestandteilen von historischen Texten, Gegenständen oder Tatsachen. Dabei sind sie geeignet, historische Quellen erst durch Einsatz der jeweiligen Methode erklärbar zu machen. Sie stellen damit ein unverzichtbares Instrument für die Geschichtswissenschaft dar.

In der Übung sollen die verschiedenen, für das Mittelalter bedeutsamen Historischen Grund- oder Hilfswissenschaften vorgestellt und einige ausgewählte Disziplinen tiefergehend betrachtet werden.

 

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Historische Plakate

Dr. Ute Caumanns

Plakate begleiten die neuzeitliche Geschichte. Als visuelle Medien der Massenkommunikation wirken sie bis heute im öffentlichen Raum – unabhängig davon, ob es sich um politische oder Werbeplakate handelt. Insbesondere politische Plakate können für Historiker von Relevanz sein: denn sie bringen nicht nur Werturteile und Meinungen zum Vorschein, sondern machen auch Wirkungsabsichten nachvollziehbar (Sauer).

Die Übung zielt darauf ab, Plakate im historischen Längsschnitt als historische Quellen zu untersuchen und ein Instrumentarium für den Umgang mit ihnen zu erarbeiten. Dazu werden für das 19. und 20. Jahrhundert Beispiele aus unterschiedlichen Regionen v.a. Ost- und Westeuropas herangezogen. Erwünschst ist neben der aktiven Teilnahme die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse einer osteuropäischen Sprache sind willkommen, aber nicht Voraussetzung.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2303.01.63 (Z 46)

Historische Plakate II

Dr. Ute Caumanns

Plakate begleiten die neuzeitliche Geschichte. Als visuelle Medien der Massenkommunikation wirken sie bis heute im öffentlichen Raum – unabhängig davon, ob es sich um politische oder Werbeplakate handelt. Insbesondere politische Plakate können für Historiker von Relevanz sein: denn sie bringen nicht nur Werturteile und Meinungen zum Vorschein, sondern machen auch Wirkungsabsichten nachvollziehbar (Sauer).

Die Übung zielt darauf ab, Plakate im historischen Längsschnitt als historische Quellen zu untersuchen und ein Instrumentarium für den Umgang mit ihnen zu erarbeiten. Dazu werden für das 19. und 20. Jahrhundert Beispiele aus unterschiedlichen Regionen v.a. Ost- und Westeuropas herangezogen. Erwünschst ist neben der aktiven Teilnahme die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse einer osteuropäischen Sprache sind willkommen, aber nicht Voraussetzung.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 31.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Historische Texteditionen - eine Einführung

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards

Wissenschaftliche Geschichtsschreibung ist ohne Quellen nicht denkbar. Nicht zufällig setzte mit dem Verwissenschaftlichungsprozess der Historiographie im frühen 19. Jahrhundert auch die Institutionalisierung von z.T. bis heute laufenden Quelleneditionen (z.B. Monumenta Germaniae Historica) ein.

Die Übung stellt einige der wichtigsten modernen Editionen inihren zentralen Arbeitsweisen vor und vermittelt so nicht nur ein Bild der modernen Editionstechnik, sondern schärft gleichfalls den Blick für die Bedeutung historischer Quellen. Anhand praktischer Übungen werden zentrale Aspekte der Editionsarbeit selbst nachvollzogen. Auch ausgewählte regionale Arbeitsstellen sollen besucht bew. Mitarbeiter eingeladen werden, um so vertiefte Einblicke in ein nach wie vor wichtiges Tätigkeitsfeld von Historikern zu gewähren.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.04.61 (Z34)

Hurenbewegungen als Soziale Bewegungen

Mareen Heying

Ab den 1970er Jahren setzten sich weltweit politisch organisierte Sexarbeiterinnen öffentlich vermehrt für eine Selbstbestimmung über den eigenen Körper ein und forderten eine rechtliche und soziale Anerkennung von Prostitution als Beruf.

In der Übung sollen vor allem die Ideen und Forderungen der deutschen Hurenbewegung erfasst und zeithistorisch eingeordnet, sowie der Frage nach einer Definition von Sozialen Bewegungen nachgegangen werden.

Erwünscht für die Teilnahme sind intensive Quellenarbeit, vorbereitende Textlektüre und aktive Mitarbeit.

 

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.68

Indogermanen, Seevölker, Dorer, Goten, Vandalen, Angeln und Sachsen: Wanderungsbewegungen in Europa.

Frank Siegmund

Migration, Integration und das Stichwort "Völkerwanderung" sind im Jahr 2016 aktuelle Themen der Politik, bin hinein in die Tagesnachrichten. Das Seminar möchte versuchen, einen Überblick über unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit zu diesem Thema zusammenzutragen. Das Masterseminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende der Alten Geschichte. Jeder Teilnehmer übernimmt eine konkrete Fallstudie und bereitet sie entlang eines zu Semesterbeginns gemeinsam erarbeiteten Frage-Rasters vor, hält ein Referat dazu und stellt ein Handout für die Mitstudierenden bereit. Am Ende des Semesters versuchen die Teilnehmer gemeinsam, ein Synthese zu erarbeiten.

Die LV beginnt am Semesterbeginn, d.h. am 18. 10. 2017. Nach dem 25. 20. werden keine Teilnehmer mehr angenommen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.93 (Z 18)

Industriepfad Flingern

Michael Schneider, Christian Möller

„Grabe, wo du stehst!“ (Sven Lindqvist) – Dieser Leitsatz der Alltagsgeschichte ist heute vielerorts in die Tat umgesetzt. Geschichtskultur und die Erforschung der eigenen Vergangenheit haben in den letzten Jahren einen starken Boom erfahren.

Auch Stadträume besinnen sich auf ihre historischen Wurzeln, die oftmals den Charme moderner Wohnviertel ausmachen, im Zuge des rasanten Städtewachstums aber auch immer mehr in Vergessenheit geraten. Das alte Industrie- und Arbeiterviertel Flingern ist heute ein sehr dynamisches Wohnquartier im Osten der Düsseldorfer Innenstadt, das in Folge des wirtschaftlichen Strukturwandels in den letzten Jahrzehnten eine starke Veränderung durchlebt hat.

Das Projektseminar begibt sich auf die Spuren des alten Industrie- und Arbeiterwohnviertels und erforscht die städtebaulichen, sozialen und ökologischen Folgen der Industrialisierung in Flingern. Dabei sollen nicht nur Unternehmen und Fabrikanlagen, sondern auch der Alltag der Menschen und die spezifischen Merkmale der lange Zeit dominierenden Arbeiterkultur im Mittelpunkt stehen. Ziel der Veranstaltung ist es, zunächst eine Posterausstellung zu erarbeiten, die im Haus der Universität der Öffentlichkeit präsentiert werden und als Grundlage für ein geplantes Industriepfad-Projekt dienen soll.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.85 (Z 12)

Juden im Film des 20. Jahrhunderts

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

Ziel des Seminars ist es, den Wandel in den filmischen Konstrukten bzw. Präsentationen von Juden (Erwachsenen und Kindern beiderlei Geschlechts) zu untersuchen.

Im Mittelpunkt werden deutsche und US-amerikanische Filme stehen. Dabei geht es erst einmal um eine Bestandsaufnahme bei der Darstellung verschiedener (Ghetto; orthodoxer, liberaler, säkularer) jüdischer Milieus.

Besonders interessant sind die Darstellungen geschlechtsspezifischer Identitäten (insbes. Mütter, Väter, Homosexuelle und Rabbis), da wir in den Subtexten der Filme sehr häufig diesbezügliche Diskurse finden. Jüdischen Männern wurde häufig „Unmännlichkeit” unterstellt.

Selbstverständlich wird antisemitischen, assimilatorischen, zionistischen und säkularen Konstrukten jüdischer Kultur nachgegangen.

 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.02.52 (Z 26)

Ketzerische Perspektiven. Konfessionskonflikte am Niederrhein

Tobias Winnerling

Die konfessionelle Zersplitterung, die im Gefolge der Reformation einsetzte, war überall ein konfliktbeladener Prozess. In Kombination mit territorialer Zersplitterung jedoch entstanden in manchen Gegenden des frühneuzeitlichen Europas Gemengelagen, die noch mehr theologische Reibungspunkte aufwarfen als ohnehin schon. Am Niederrhein etablierten sich rasch verschiedene konfessionelle Gruppen und abweichende Auslegungen des jeweiligen Verständnisses von rechter christlicher Religion und – immer damit verbunden – christlicher Herrschaft. Aus der Perspektive der Zeitgenossen lauerte damit die Ketzerei nahezu überall. Die Veranstaltung wirft anhand ausgewählter konfessioneller Konflikte einen Blick auf das Jahrhundert zwischen dem Beginn der Reformation und dem Vertrag von Xanten, der mit der offiziellen Toleranz gegenüber zumindest drei konfessionellen Großgruppen – Katholiken, Lutheranern und Reformierten – eine Art Schlussstrich unter eine unübersichtliche Zeit zu setzen versuchte.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Koloniale Bilder - Weltbilder. Fotografien als Quelle für deutsche Kolonialgeschichte.

Tatjana Poletajew

Koloniale Fotografien sind ein eindrucksvolles Vermächtnis der Europäischen Expansion und damit auch des Deutschen Kolonialismus. Dabei half die Fotografie selbst als imperiale Technologie Weltbilder zu konstruieren, zu repräsentieren und in den europäischen Gesellschaften zu verfestigen.

Ziel der Übung ist es, Koloniale Fotografien als Quellen für die deutsche Kolonialgeschichte zugänglich zu machen. Neben einem Überblick über die methodische und theoretische Entwicklung von einer Historischen Bildkunde zur Visual History, soll anhand vieler Beispiele und Praxisübungen das quellennahe Arbeiten erprobt und ein Instrumentarium für die Analyse von Fotografien und Bildquellen im Allgemeinen entwickelt werden.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Kriegsgefangenschaft im 20. Jahrhundert

Isabell Koch

Das Seminar beschäftigt sich mit der Geschichte der Kriegsgefangenschaft als ‚Massenphänomen‘ im 20. Jahrhundert. Wir nähern uns dem Themenkomplex aus verschiedenen Perspektiven. Betrachtet werden übergreifende Faktoren wie Völkerrecht oder psychologische Aspekte ebenso wie exemplarische Konflikt- und Länderstudien. Parallel zur inhaltlichen Auseinandersetzung sollen Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt werden.

Das Seminar wird von Oktober bis Anfang Dezember wöchentlich stattfinden, anschließend finden im Dezember und im Februar Blocktermine statt.

Daten der Blocktermine: Freitag, 16. Dezember / Freitag, 3. Februar

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 27.10.2016 - 15.12.2016)
  • Freitag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 16.12.2016 - 16.12.2016) - 2522.U1.34 (Z 46)
  • Freitag, 08:30 - 14:00 (Einzeltermin, 03.02.2017 - 03.02.2017)

Lektürekurs Ethnologie und Geschichte

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Ethnologie und Geschichte sind inzwischen einen recht langen gemeinsamen Weg gegangen. Nachdem sich die französische Ethnologie bereits seit den 1960er Jahren auf historische Fragen eingelassen hat, ergab sich eine engere Zusammenarbeit vor allem seit den 1980er Jahren und in Nachfolge der Arbeiten von Clifford Geertz. Seither kann man sagen, dass diese Kooperation selbstverständlich geworden ist. Aber bei dieser Selbstverständlichkeit sollte man es nicht bewenden lassen. Daher lohnt sich ein frischer Blick auf die Ethnologie als Ideengeberin für historische Fragestellungen. Mit ihrer besonderen Aufmerksamkeit für übersichtliche Lebenszusammenhänge, alltägliche Praktiken, nicht-europäische Kontexte und die Schwierigkeiten des (Be-)Schreibens kann sie der historischen Forschung immer noch viele Anregungen geben. In diesem Sinn sollen sowohl ethnologische Klassiker als auch jüngere Arbeiten diskutiert werden.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Lektüreübung: Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert

Michael Schneider

Wenige Publikationen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der letzten Jahre haben so viel Aufsehen erregt wie das Buch von Thomas Piketty, das sich in langfristiger und damit auch wirtschaftshistorischer Perspektive mit der Entwicklung wirtschaftlicher Ungleichheit beschäftigt. Im Mittelpunkt der Übung steht zunächst die Auseinandersetzung mit dem Text selbst; die Bereitschaft zur regelmäßigen Lektüre größerer Textpassagen wird daher vorausgesetzt. Auch die – positive wie kritische – Rezeption des Buches in den Wirtschaftswissenschaften und der Wirtschaftsgeschichte ist Gegenstand der Übung.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Lernraum Basismodul

Jan Niko Kirschbaum

  • Montag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 07.11.2016 - 07.11.2016) - 2321.02.27 (Z 28)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 05.12.2016 - 05.12.2016) - 2321.02.54 (Z 26)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 06.02.2017 - 06.02.2017) - 2321.02.54 (Z 26)
  • Mittwoch, 10:00 - 13:00 (Einzeltermin, 08.03.2017 - 08.03.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Luther und die Reformation

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Das Reformationsjubiläum 2017 wirft seine unübersehbaren Schatten schon seit Längerem voraus. Es ist daher durchaus an der Zeit, der Reformation einmal wieder Aufmerksamkeit zu schenken und die Frage zu stellen, was dieses Ereignis, ein halbes Jahrtausend nach seinem Beginn, uns heute noch zu sagen hat. Dabei muss man einerseits auf die Vorgänge und Geschehnisse selbst blicken, darf aber andererseits auch nicht die weiterhin bestehende Aktualität der Reformation aus dem Auge verlieren. Und die besteht nicht zuletzt darin, dass uns trotz aller Prozesse der Aufklärung und Säkularisierung das Religiöse immer noch nicht verlassen hat. Anhand der Reformation kann man also lernen, warum und wozu Gesellschaften das Religiöse benötigen. Vor allem kann uns diese Zeit aber lehren, wie und warum es zu religiösen Fundamentalismen und gewaltsamen Auseinandersetzungen im Namen des wahren Glaubens kommt. Und um eines nicht zu vergessen: Der Jubiläumstrubel um die Reformation hält uns den Spiegel vor, in dem wir unsere eigene Geschichtskultur zu Beginn des 21. Jahrhunderts beobachten können.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.HS 3E (Z 224)

Macht und Machtdemonstration in der Frühen Neuzeit

Christoph Martin Frederik Heinrich

Der Wandel von Herrschaftsstrukturen in der Frühen Neuzeit hin zu absolutistischen Formen von Herrschaft sowie Tendenzen zu einer ersten Nationalstaatlichkeit sind charakteristisch für die Machtverschiebungen jener Zeit. Gleichzeitig beanspruchte das junge Bürgertum gegenüber den alten Ständen eine neue Rolle.

Ausdruck der Macht war in allen Fällen jedoch die propagandistische Darstellung der selbst empfundenen Position. Kunst und Architektur wurden beliebtes Mittel für Machtdemonstration. Das Seminar beleuchtet die Formen von Herrschaft und ihren Ausdruckmöglichkeiten wie aber auch beispielsweise die Versuche der Kirche ihre althergebrachte Macht zu erhalten. Dabei wird anhand von frühneuzeitlichen Quellen ein Überblick von Machtausübung und ihrer Demonstration erarbeitet.

 

Für eine erfolgreiche Teilnahme an dem Seminar wird die Bereitschaft zur vorbereitenden Lektüre und aktiven Mitarbeit vorausgesetzt.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 17.10.2016 - 17.10.2016) - 2321.01.24 (Z 50)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 31.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.04.61 (Z34)
  • Montag, 14:30 - 17:00 (Einzeltermin, 20.02.2017 - 20.02.2017) - 2331.04.30 (Z 44)

Masterforum

Dr. Susanne Brandt, Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Guido Thiemeyer

  • Dienstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 22.11.2016 - 22.11.2016)
  • Dienstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 31.01.2017 - 31.01.2017)

Medicus curat, Aesculapius sanat - Das römische Sanitätswesen während der späten Republik und in der Kaiserzeit

PD Dr. Stefan Pfahl

Die Behandlung von Krankheiten, die Wundversorgung in Folge kriegerischer Auseinandersetzungen, aber auch die Geburtshilfe spielten im zivilen wie militärischen Milieu in römischer Zeit eine zentrale Rolle. Während literarische Quellen Krankheiten und deren Behandlung beschreiben, künden Inschriften von Ärzten und ihren Lebensumständen. Grabfunde von Medizinern erlauben Einblicke in ein äußerst differenziertes Instrumentarium, womit den Gebrechen der Hilfesuchenden zu Leibe gerückt wurde. Steinerne Reliefs und Wandmalereien zeigen – gewissermaßen als ‚Momentaufnahmen‘ – Ausschnitte römischer Heilpraxis. Ausgrabungen in Legionslagern überliefern wiederkehrende Grundprinzipien bei der Konzeption und dem Bau von valetudinaria, den römischen Lazaretten. Die Wertschätzung von Aesculapius ist ein Indiz, daß man(n)/frau sich keineswegs nur auf die Kunst der Mediziner verließ.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 01.12.2016) - 2301.HS 3B (Z 114)
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 08.12.2016 - 08.12.2016) - 2641.HS 6G (Z 152)
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 15.12.2016 - 09.02.2017) - 2301.HS 3B (Z 114)

Medien im Umbruch: Inkunabeln und Handschriften im 15. Jahrhundert

Marie Isabelle Schwarzburger, Monika Müller

Warum schrieben die Düsseldorfer Kreuzherren im 16. Jahrhundert noch zahlreiche lateinische Texte von Hand ab, wo doch Johannes Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Lettern bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts erfunden hatte? Welche Bücher kauften sie lieber als gedrucktes Werk und welche Texte lasen sie überhaupt? Gibt es Berührungspunkte zu den Interessen und zur Handschriftenproduktion anderer Ordensniederlassungen wie z.B. den Benediktinern von St. Liudger in Werden?

 In dieser Übung sollen an ausgewählten mittelalterlichen Studien- und Prachthandschriften sowie gedruckten Werken des 15. und 16. Jahrhunderts vor allem Einband, Text und Schrift, z. T. auch Buchschmuck analysiert werden. Ziel der Übung ist es, nach einer generellen Einführung zu Kodikologie, Paläographie und historischem Kontext, Originalhandschriften und -drucke in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf kennen zu lernen und Grundlagenwissen über die mittelalterliche Schrift- und Buchkultur zu vermitteln.

 

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 27.10.2016 - 27.10.2016) - 2331.02.26 (Z 60)
  • 09:00 - 18:00 (Blockveranstaltung, 15.12.2016 - 16.12.2016)
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 17.11.2016 - 17.11.2016) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 20.10.2016 - 20.10.2016) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 24.11.2016 - 24.11.2016) - 2321.02.21 (Z 26)

Mentorat

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian, Dr. Ute Caumanns, Daniel Dammann, Marcel André Gövert, Dr. Lars Hageneier, Simon Justus Walter, Henning Steinhöfel, Eva Maria Holly

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 27.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Montag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 27.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2303.01.70 (Z 16)
  • Freitag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 28.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 28.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 26.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat Block

Eva Maria Holly

  • Samstag, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 19.11.2016 - 19.11.2016) - 2321.U1.83 (Z 30)
  • Freitag, 08:30 - 12:00 (Einzeltermin, 18.11.2016 - 18.11.2016) - 2302.U1.24 (Z 28)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 18.11.2016 - 18.11.2016) - 2303.01.70 (Z 16)
  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 18.11.2016 - 18.11.2016) - 2321.U1.83 (Z 30)

Mithridates VI. – Pontos, Kleinasien und Rom im 1. Jhd. v. Chr.

Jan-Markus Kötter

Mithridates VI., König von Pontos, gilt als der letzte große Gegner der römischen Republik im hellenistischen Osten der Mittelmeerwelt. Die Kriege Roms gegen ihn zogen sich mehr als 25 Jahre lang hin, erforderten die Präsenz einiger der profiliertesten römischen Feldherren der Zeit in Kleinasien und versetzten eine gesamte Region in Unruhe. Schon Zeitgenossen zeichneten ein schillerndes Bild vom König: Während die einen ihn als Tyrann sahen, feierten ihn andere als Freiheitskämpfer. Von dieser Beobachtung ausgehend will sich das Seminar auf Grundlage der kritischen Lektüre der Quellen und der kritischen Auseinandersetzung mit der Forschung Mithridates annähern.

 BITTE BEACHTEN SIE:

Unbedingte Voraussetzung für die Anmeldung zur Abschlussprüfung im Vertiefungsmodul I und damit für das Belegen des Vertiefungsseminars ist das erfolgreiche Bestehen der Basis- und Aufbaumodule.

Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden darüber hinaus die Übernahme eines Referats und die Bereitschaft zum kooperativen Lernen erwartet. Beides ist Grundlage für die Anmeldung zur Hausarbeit.

  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Mittelbau-Versammlung

Tobias Winnerling

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.12.2016 - 14.12.2016) - 2321.U1.64 (Z 16)

Mittelosteuropa zwischen Deutschland und Russland. Neujustierung der Außenpolitik der Staaten Zentraleuropas 1990-2016

Volker Mohn, Dr. phil. Vladimir Handl

Im Fokus des Blockseminars steht das Verhältnis der vier Visegrádstaaten (Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn) mit Deutschland und Russland von 1990 bis heute. Hierbei wird es vor allem um die politischen, wirtschaftlichen und energiepolitischen Beziehungen gehen. Welche Auswirkungen hatten die Erweiterungen von NATO und Europäischer Union? Wie wirkten sich der Konflikt in der Ukraine und die Flüchtlingskrise in diesem Kontext aus? Darüber hinaus werden Dynamik und Erfolge sowie auch Defizite im Bereich der historischen Verständigung und Versöhnung thematisiert.

Die Teilnahme an der Vorbesprechung am 8.12. ist obligatorisch.

Diese Lehrveranstaltung wird von unserem Gastdozenten der Karls-Universität Prag, Herrn JUDr. Vladimír Handl, CSc. durchgeführt.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 08.12.2016 - 08.12.2016) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 13.01.2017 - 13.01.2017)
  • Samstag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 14.01.2017 - 14.01.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Freitag, 10:00 - 18:00 (Einzeltermin, 20.01.2017 - 20.01.2017)

Nachbesprechung Kamerun

Stefanie Michels-Schneider

  • Freitag, 13:30 - 16:00 (Einzeltermin, 28.10.2016 - 28.10.2016)

Nachwahl

Tobias Winnerling

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 07.02.2017 - 07.02.2017) - 2321.U1.91 (Z 16)

Neuere Forschungen zur deutschen Kolonialgeschichte

Stefanie Michels-Schneider

18.10.2016 Einführung

08.11.2016 German Colonialism in a Global Age (Introduction)

29.11.2016 (Lektüre)

13.12.2016 Kautschuk, Arbeit und Gewalt. Lohnarbeit und Zwangsarbeit im Kameruner Kautschukhandel während der deutschen Kolonialherrschaft, 1884-1914 (Tristan Oestermann, Berlin) - Achtung Raumänderung! Der Vortrag findet in 23.32.01.68 statt!

10.01.2017 (Lektüre)

24.01.2017 Zwangsarbeit im Ostafrika und dem Baltikum im Ersten Weltkrieg im Vergleich (Michael Rösser, Erfurt)

07.02.2017 Abschluss

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.64 (Z 16)

Nur eine Tasse Tee? Eine globale Kulturgeschichte (16. - 19. Jahrhundert)

Tobias Winnerling

Eine Tasse Tee trinken zu können ist für uns heutzutage ein vollkommen normaler Vorgang. Als die Europäer im 16. Jahrhundert nähere Bekanntschaft mit dem seltsamen chinesischen Gebräu machten, war das nicht abzusehen. Aber das exotische neue Konsumgut Tee bildete nach ersten Anlaufschwierigkeiten die Grundlage für ganze Wirtschaftszweige, neue Verhaltensweisen und Identitätskonstruktionen. Die Übung nimmt die globale Dimension des Tees vom 16. Jahrhundert bis zur Anlage des „Empire’s Garden“ in Assam auf, also bis zu dem Zeitpunkt, als es Europäern erstmals gelang, von den asiatischen Produzenten ein Stück weit unabhängig zu werden.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Oberseminar der Geschichte und Kulturen Osteuropas

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Oberseminar (Bestandteil des Masterforums)

  • Dienstag, 16:00 - 17:30 (14-täglich, 25.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.93 (Z 18)

Oberseminar/Masterforum

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Dienstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 20.01.2017 - 20.01.2017)
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 03.02.2017 - 03.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Objekte aus der Kolonialzeit im Museum: Die Sammlung Thorbecke

Stefanie Michels-Schneider, Caroline Authaler

Das Ehepaar Thorbecke reiste von 1911 bis 1913 nach Kamerun. Marie Pauline war Malerin, Fotografin und Ethnologin, ihr Mann Franz Geograph. Im Kameruner Grasland war der Besuch im Königtum Bamum ein Höhepunkt ihrer Reise. Die höfische Kultur im Grasland stand bei Museen in Deutschland hoch im Kurs und so entstand eine Sammlung von Gegenständen, die sich heute u.a. im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln und im Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim befindet.

Im Rautenstrauch-Joest-Museum befinden sich 27 Objekte aus Kamerun, die das Ehepaar Thorbecke von seiner Reise mitbrachte. Am 21.11. wird die Sitzung im Rautenstrauch-Joest-Mueseum stattfinden. Die Teilnehmer/innen bekommen die Möglichkeit, mit diesen Objekten zu arbeiten, deren Geschichten und Bedeutungen nachzuvollziehen und so Biographien dieser Objekte zu erstellen. Hierfür wird auch ergänzendes Material aus dem Stadtmuseum Köln bearbeitet.

Die meisten Objekte, die die Thorbeckes mitbrachten, sind heute im Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim. In der Dauerausstellung zu "Welten der Musik" werden einige Objekte aus der Thorbecke-Sammlung gezeigt. Darüber hinaus lagern die meisten der insgesam 1300 Objekte im Depot. In Zusammenarbeit mit dem rem werden wir mit ausgewählten Objekten arbeiten können. Geplant ist eine Übernachtung in Mannheim vorraussichtlich am 27.-28.11. (So-Mo), der Besuch des Museums und des Stadtarchivs.

Die Übung führt außerdem in die Geschichte der Völkerkundemuseen und die deutsche Kolonialzeit ein.

Ziel der Übung ist die Erarbeitung von kleinen Texten und Objektbiografien, die u.a. in einer Ausstellung im September 2017 im Rahmen einer größeren Ausstellung gezeigt werden.

Die Teilnahme an den Sitzungen in Köln und Mannheim ist obligatorisch

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.68

Offenes Projektforum für Master

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Masterstudierende, die unter den angebotenen thematisch definierten Veranstaltungen nicht ihr Wunschthema finden, soll im offenen Projektforum die Möglichkeit gegeben werden, ein Thema ihrer Wahl zu bearbeiten. Die Kooperation mit Betreuern nach Wahl ist dabei – nach Absprache – ebenfalls möglich.

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Paläographie

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

Die Geschichten des Zisterziensermönchs Caesarius von Heisterbach (um 1180–1240), der Dialogus miraculorum, gehören in geistes- und sozialgeschichtlicher Hinsicht zu den interessantesten Dialogen, die die Ordensgeschichte, Ketzerverfolgung und Kreuzzüge des mittelalterlichen Europa thematisieren. Anhand des Exemplars der Universitätsbibliothek Düsseldorf (Hs C 27, 14. Jahrhundert) aus dem Zisterzienserkloster Altenberg sollen die ausgewählte Geschichten im Original (mit Übersetzung) gelesen, analysiert und im Rahmen der ehemaligen Bibliothek des Klosters diskutiert werden.

 

  • (wöchentlich)

Paris/Normandie: Frankreich im Zweiten Weltkrieg

Guido Thiemeyer

  • (Blockveranstaltung, 30.01.2017 - 03.02.2017)

Pest, Hungersnöte und neue Könige: Die Chronik des Peter von Zittau (Anfang 14. Jh.)

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

Die Chronik des Peter von Zittau ist einer der lebendigsten Schilderungen Böhmen und des Reichs in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Mit seiner Chronik wollte der Königsaaler Abt nicht zuletzt die großen Umbrüche seiner Zeit, die Öffnung Böhmen zur westeuropäischen Kultur und die Etablierung der Luxemburger als neue Königsdynastie verarbeiten. Aber auch die Naturkatastrophen und die sozialen Bedingungen werden diskutiert. Im Rahmen der Übung ist eine Exkursion zur Bayerisch-tschechischen Landesausstellung „Kaiser Karl IV. 1316–2016“ im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (20.10.2016 - 05.03.2017) zusammen mit dem HS „Rituale der Macht“ geplant.

 

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 25.10.2016) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 08.11.2016 - 07.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Plakate als historische Quellen

Dr. Ute Caumanns

Plakate begleiten die neuzeitliche Geschichte. Als visuelle Medien der Massenkommunikation wirken sie bis heute im öffentlichen Raum – unabhängig davon, ob es sich um politische oder Werbeplakate handelt. Insbesondere politische Plakate können für Historiker von Relevanz sein: bringen sie doch nicht nur Werturteile und Meinungen zum Vorschein, sondern machen auch Wirkungsabsichten nachvollziehbar (Sauer).

Die Übung zielt darauf ab, Plakate im historischen Längsschnitt als historische Quellen zu untersuchen und ein Instrumentarium für den Umgang mit ihnen zu erarbeiten. Dazu werden für das 19. und 20. Jahrhundert Beispiele aus unterschiedlichen Regionen v.a. Ost- und Westeuropas herangezogen. Erwünschst ist neben der aktiven Teilnahme die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse einer osteuropäischen Sprache sind willkommen, aber nicht Voraussetzung. Die Übung schließt mit einer eintägigen Exkursion ab.

 

Mittwoch 15.2. und Donnerstag 16.2.: 9:00-17:00 Uhr Freitag 17.2.: Exkursion ganztägig

Vorbesprechung:  Montag 09.01.2017, 12:30-14:00 Uhr

  • 09:00 - 17:00 (Blockveranstaltung, 15.02.2017 - 17.02.2017) - 2332.04.61 (Z34)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 09.01.2017 - 09.01.2017) - 2321.02.54 (Z 26)

Polnisch für Historiker

Walter Daugsch

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Praktische Übung zum Umgang mit handschriftlichen Quellen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards

Die Veranstaltung bietet einen praxisbezogenen Einstieg in den Umgang mit handschriftlichen Quellen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Vor allem will sie am praktischen Beispiel Hemmschwellen vor dem so fremd gewordenen "Sütterlin" abbauen. Wo finde ich z.B. handschriftliche Briefe überhaupt? Wie lerne ich, Handschriften in Kurrent- oder Sütterlinschrift zu lesen? Was ist bei der Anfertigung einer Transkription zu beachten? Welche Hilfsmittel stehen zur inhaltlichen Erschließung zur Verfügung? In der Übung wird der Umgang mit handschriftlichen Dokumenten anhand von Beispieltexten Schritt für Schritt praktisch eingeübt, vom Entziffern und genauen textkritischen Transkribieren eines (Brief-)Textes bis hin zur fachgerechten inhaltlich-kontextuellen Erschließung. Vermittelt wird so eine Schlüsselqualifikation historischen Arbeitens. Wie wichtig diese sein kann, zeigt sich beim Archiv- oder Museumspraktikum.

Bis zur Weihnachtspause wird die Übung im Zweiwochenrhythmus stattfinden, für den Januar und Februar sind Blockveranstaltungen beabsichtigt. Die Terminabsprache (auch Samstagstermine sind möglich) findet in der ersten Sitzung statt.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, 13:00 - 17:00 (Einzeltermin, 20.01.2017 - 20.01.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 11.02.2017 - 11.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Praxisforum zur Berufsorientierung für BA-Studiengang Geschichte (Kubus)

Dr. Susanne Brandt

Ein wichtiges Problem bei der Suche nach einem zukünftigen Arbeitsplatz ist häufig die Frage, welches Berufsfeld überhaupt angestrebt wird bzw. angestrebt werden soll, welche Jobs und Qualifikationen man sich zutraut, was andere wohl über die eigenen Fähigkeiten denken und wie man in der Flut von Informationen, Nachrichten und Angeboten zum Arbeitsmarkt eine eigene Orientierung gewinnen kann. In der Veranstaltung ‚Praxisforum' stehen daher SIE als Person im Mittelpunkt. Während im ‚Praxisfelderseminar' die Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Berufsfeldern ihre Karrieren vorstellen, geht es nun direkt um Ihren zukünftigen Weg: Ausführlich werden wir die beruflichen Orientierungen und Chancen der SeminarteilnehmerInnen zum Thema machen und möglichst jedem und jeder eine intensive und individuelle Beratung ermöglichen. Sie sollen in den Stand versetzt werden, am Ende des Seminars Ihre beruflichen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und dann konkret die nächsten Schritte anzugehen.  Für Studierende im Bachelor- Masterstudiengang ist diese Veranstaltung die für das KUBUS-Modul verbindliche Reflexionsveranstaltung (Baustein 3), sie soll erst nach dem ersten Baustein (Praxisfelder) und dem Praxistraining besucht werden.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.85 (Z 12)

Preußen: Staatsgründung und Aufstieg zur Großmacht.

Sebastian Tupikevics

Als Friedrich III. (1657–1713) von Brandenburg-Preußen sich am 18. Januar 1701 zum König in Preußen krönte (nun unter dem Namen Friedrich I.), war sicherlich niemanden bewusst, dass dieses neue Königreich innerhalb von wenigen Jahrzehnten zur fünften Großmacht Europas werden sollte. Friedrich Wilhelm I. (1688–1740), der Sohn Friedrichs I. und heute gemeinhin als der Soldatenkönig bekannt, verbannte den Prunk und Pomp vom preußischen Hof und sanierte nicht nur die Finanzen des jungen Staates sondern investierte vor allem in den Ausbau des preußischen Militärs. Der Staatsschatz von 2 Mio. Talern, den er seinem Sohn Friedrich II. bei dessen Amtsantritt am 31. Mai 1740 hinterließ, lieferte zusammen mit dem schlagkräftigen Heer die Möglichkeit, politische Ziele auch militärisch durchzusetzen. Der aufgeklärte Absolutist Friedrich II. (1712–1786) forcierte auf dem internationalen Parkett – etwa im Zuge der schlesischen Kriege – die neue Rolle Preußens, baute den Staat im Inneren aus und blieb schließlich mit dem Epitheton der Große in Erinnerung.

Das Aufbauseminar „Preußen: Staatsgründung und Aufstieg zur Großmacht“ setzt sich mit dem Leben und Wirken der Preußenkönige Friedrich I., Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. auseinander. Dabei wird neben der Darstellung der historischen Abläufe verstärkt ein Blick auf die kulturgeschichtliche Rezeption der Preußenkönige geworfen. Wie jedes Aufbauseminar beinhaltet auch dieses Seminar eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.68

Quantitative Diplomatik II: Statistische Auswertung von Merkmalen mittelalterlicher Urkunden – Einführung in die praktische Anwendung

Dr. Frank Bischoff

Die im Sommersemester 2016 vermittelten Grundlagen der quantitativen Diplomatik sollen in dieser Übung am Beispiel von hoch- und spätmittelalterlichen Urkunden der Erzbischöfe von Köln in der Praxis angewendet werden, um typische Merkmale der Urkunden zu unterschiedlichen Zeitabschnitten zu analysieren.

Gemeinsam werden Merkmalskataloge für die Urkunden erarbeitet und dann jeweils in Kleingruppen anhand einer Auswahl von originalen Bischofsurkunden des 11. bis frühen 14. Jahrhunderts erhoben. Die erfassten Merkmale werden in Dateien abgespeichert, um sie mit statistischen Methoden auszuwerten. Am Ende der Veranstaltung werden alle Ergebnisse zusammengetragen und in der Gruppe vorgestellt.

Anforderungen: Die Veranstaltung wird als Blockveranstaltung im Lesesaal des Landesarchivs NRW in Duisburg durchgeführt. Neben den üblichen Anforderungen (regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit) wird die Bereitschaft zur Bearbeitung von Urkunden, Abspeicherung der Daten und ihrer Auswertung erwartet. Die Verfügbarkeit eines eigenen PCs oder Laptops mit einem gängigen Tabellenkalkulationssystem (z. B. MS Excel) wäre hilfreich.

 

  • Freitag, 14:00 - 16:00 (Einzeltermin, 21.10.2016 - 21.10.2016) - 2332.04.61 (Z34)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 28.10.2016 - 28.10.2016)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 11.11.2016 - 11.11.2016)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 18.11.2016 - 18.11.2016)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 02.12.2016 - 02.12.2016)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 16.12.2016 - 16.12.2016)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 13.01.2017 - 13.01.2017)
  • Freitag, (Einzeltermin, 20.01.2017 - 20.01.2017)

Rituale der Macht – Die Kaiserkrönung Karls des IV. (mit Exkursion nach Nürnberg zur Ausstellung Karl IV)

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

Nach Jahrzehnten des Kampfes und erbitterter Auseinandersetzungen der Kaiser, vor allem des gebannten Kaiser Ludwigs des Bayern, mit den Päpsten im 13. und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gelang es Karl IV. 1355 überraschend in einem zwar gedrängten doch friedlichen Zeremoniell in Rom die Kaiserkrönung zu erreichen. Das war keinesfalls selbstverständlich, noch wenige Wochen zuvor hatte alles auf Messers Schneide gestanden. Im Seminar soll die Rolle der Rituale und der großen Fälschung, der Konstantinischen Schenkung, für die Kaiserkrönung Karls diskutiert werden. Im Rahmen der Seminars ist eine Exkursion zur Bayerisch-tschechischen Landesausstellung „Kaiser Karl IV. 1316–2016“ im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (20.10.2016 - 05.03.2017) geplant.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2311.03.21 (Z 18)

Russisch für Historiker

Walter Daugsch

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Schriftsteller im Exil (Exkursion Literaturarchiv Marbach)

Miriam Albracht, Dr. Susanne Brandt, Dr. Efrat Gal-Ed

 

Interdisziplinäres Seminar der Institute Germanistik II (Miriam Albracht), Geschichtswissenschaften II (Dr. Susanne Brandt) und Jüdische Studien (PD Dr. Efrat Gal-Ed) mit Exkursion ins Deutsche Literaturarchiv Marbach: Einführung 7.11.2016, Tagesseminar 13.1.2017, Exkursion Marbach 20.2.–24.2.2017.

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach ist eine einzigartige Dokumentationsstätte der deutschsprachigen Literatur-, Kultur- und Geistesgeschichte. Die umfangreiche Handschriften-Sammlung enthält mehr als 1.400 Nach- und Vorlässe und reicht vom Schiller-Nachlass, über Nachlässe wichtiger deutscher Verlage bis hin zu Archiven und Sammlungen von Germanisten, Historikern und Gelehrten aus benachbarten Philologien. Unter den Handschriften-Beständen befinden sich auch Schriftstücke auf Hebräisch und auf Jiddisch.

Neben dem Archiv befindet sich in Marbach zwei Museen: Das Schiller-Nationalmuseum und das Literaturmuseum der Moderne - dort werden vielfältige Objekte gezeigt: Vom Kissen aus Freuds Praxis bis zum Poesieautomaten.

Das Blockseminar führt zunächst aus historischer und literaturwissenschaftlicher Sicht in die Bedeutung des Exils für die europäische Geistesgeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein; besonders berücksichtigt wird dabei die NS-Zeit. Im Anschluss werden im Seminar Methoden der Auswertung und Erschließung von Archivalien (Manuskripte, Typoskripte, Korrespondenzen usw.) aus literatur- kultur- und geschichtswissenschaftlicher Perspektive vermittelt.

Dabei soll auch der Nutzen und Mehrwert von Archiven sowie ihre mögliche Rolle im 21. Jahrhundert diskutiert werden.

Aber auch das Archiv selbst – nicht zuletzt als Berufsfeld – spielt im Seminar und während der Exkursion eine bedeutende Rolle –Führungen durch das Archiv und die Museen gehören zum Programm. Die Unterkunft findet im Gästehaus des Archivs in Apartments (jeweils Doppelzimmer incl. Küchenzeile) statt. Die Anreise erfolgt mit der Bahn. Ein Eigenanteil von 50 € wird von den Teilnehmern übernommen, ebenso die Verpflegungskosten vor Ort – Die Kosten für Anreise und Unterkunft tragen die beteiligten Fächern.

Fragen nach Lebensbedingungen der Emigranten, nach Kulturkontakten und Emigrantenzentren werden an Beispielen der deutschen und jiddischen Exil- und Nachkriegsliteratur erarbeitet.

Die Studierenden haben die Möglichkeit, sich mit ausgewählten Intellektuellen anhand selbstgewählter Fragen zu beschäftigen, die Weiterentwicklung für Abschlussarbeiten ist – nach Rücksprache mit den Dozenten - möglich.

Im Zentrum werden die Werke/Nachlässe von Ilse Aichinger, Micha Josef Bin Gorion (Berdyczewski), Paul Celan, Klaus Mann und Anna Seghers stehen.

Allerdings können die Studierenden des Faches Geschichte andere Autoren wählen, mit denen Sie sich beschäftigen wollen:

Seit seiner Gründung 1955 gehört das Deutsche Literaturarchiv Marbach zu den wichtigsten Sammelstätten für Exilliteratur. Der Anspruch, Zeugnisse verbrannter und verfemter deutschsprachiger Literatur zu sammeln, leitete schon die Gründer des DLA und prägt die Erwerbungs-, Ausstellungs- und Veranstaltungspolitik des Hauses bis heute. Zu den Vor- und Nachlässen sowie Teilnachlässen von Exilschriftstellerinnen und Exilschriftstellern zählen die von Hannah Arendt, Alfred Döblin, Hilde Domin, Yvan Goll, Mascha Kaléko, Siegfried Kracauer, Else Lasker-Schüler, Karl Löwith, Heinrich Mann, Joseph Roth, Nelly Sachs, Carl und Thea Sternheim, Kurt Tucholsky, Kurt Wolff, Karl Wolfskehl, Carl Zuckmayer und Stefan Zweig. Zusammen mit zahlreichen weiteren Exilbeständen bilden sie das Helen und Kurt Wolff-Archiv. 

 

DLA Startseite: https://www.dla-marbach.de/

Handschriften (Zugriff auf einen Teil der bestände):

http://www.dla-marbach.de/archiv/index-der-handschriften-bestaende/b/

 

Guter Wikipedia-Artikel (mit Auswahl der Bestände):

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Literaturarchiv_Marbach

 

Das Seminar/Exkursion setzt sich aus einer Vorbesprechung (7.11.) einem Blocktag (13.1.) (Zeit und Raum werden noch bekanntgegeben) sowie 5 Tagen in Marbach zusammen.

  • (Blockveranstaltung, 20.02.2017 - 24.02.2017)
  • Montag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 07.11.2016 - 07.11.2016)
  • Freitag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 13.01.2017 - 13.01.2017)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 20.02.2017 - 20.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Montag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 17.10.2016 - 17.10.2016) - 2331.02.27 (Z 34)

Sexualität: Normen und Diskurse im langen 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.U1.66 (Z 46)

Sitzung Freundeskreis

  • Donnerstag, 14:00 - 16:00 (Einzeltermin, 23.02.2017 - 23.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Sprachklausur für Historiker

Walter Daugsch

  • Mittwoch, 18:30 - 20:00 (Einzeltermin, 02.11.2016 - 02.11.2016) - 2331.02.24 (Z 36)

Spurensuche mit dem Smartphone. Erinnerungsorte nationalsozialistischer Geschichte in Düsseldorf

Jan Niko Kirschbaum

Ob zum Thema Altbier, Shopping auf der Kö oder 70 Jahre Nordrhein-Westfalen - Stadtführungen sind ein beliebtes Mittel zur touristischen Erkundung einer Stadt. Dabei werden sie auch gerne zur historisch-kulturellen Bildung eingesetzt und verbinden touristisches Interesse mit der Vermittlung historischer Erkenntnis. Der lokale Raum dient dabei als Anschauungs- und Erinnerungsobjekt. Das Projekt/Praxisseminar möchte sich in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf auf die Suche nach solchen Ort begeben, ihre Geschichte erkunden, aufbereiten und schließlich in einer Smartphone-App präsentieren. Es gilt die Lokalgeschichte zu recherchieren, zu erklären, Bild, Audio- und Videomaterial zu finden, die Konzeption der App zu begleiten und eigene Führungen für dieses Medium zu erstellen.

 Thematisch widmet sich das Seminar der Zeit des Nationalsozialismus in Düsseldorf. Als Hauptstadt des Gaus Düsseldorf erlangte die Stadt schon früh eine überregionale Bedeutung im NS-Reich und gehörte mit den Propagandaschauen „Schaffendes Volk” und „Entartete Musik” sowie dem Schlageter-Kult zu einem der bedeutenden Orte für die NSDAP. Als Hauptquartier zahlreicher NS-Einrichtungen und Abteilungen des Sicherheits- und Unterdrückungsapparates des NS-Staates war Düsseldorf von besonderer Bedeutung, unter anderem als Zentrale für die Deportation von Juden des Regierungsbezirks in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Aber auch das Leben im NS-Staat, Anpassung und Handlungsspielräume, Verfolgung und Widerstand, Ausbruch und Ende des Zweiten Weltkrieges, Brüche und Kontinuitäten nach 1945 lassen sich anhand der Stadtgeschichte erzählen.

 Das Projektseminar wird über zwei Semester (WiSe 16/17 und SoSe 17) stattfinden und beinhaltet daher 4 SWS. Im Sommersemester wird das Seminar vrsl. als Blockseminar durchgeführt.

 

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 22.12.2016) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 12.01.2017 - 12.01.2017)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 09.02.2017 - 09.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 19.01.2017 - 19.01.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 26.01.2017 - 26.01.2017)
  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 02.02.2017 - 02.02.2017)

Staat und Gesellschaft im ausgehenden Zarenreich in Dokumenten und Selbstzeugnissen, 1861 – 1914

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Das Masterseminar untersucht an Hand zeitgenössischer Dokumente und exemplarischer Selbstzeugnisse, wie Vertreter der Autokratie und des konservativen Adels auf der einen Seite und gesellschaftliche Akteure auf der anderen den Zustand des ausgehenden Zarenreiches wahrnahmen und seine Entwicklungsmöglichkeiten einschätzten bzw. zu beeinflussen versuchten. Wie stark war die Zivilgesellschaft unter Bedingungen der Autokratie, wo waren ihre Grenzen?

Vertreter des Hofes und reaktionärer Kreise kommen dabei ebenso zu Wort wie Angehörige der intelligencija, Mitglieder der revolutionären Bewegung, der Frauenbewegung, der Bauernbewegung, der nationalen Minderheiten, der Wohltätigkeitsbewegung und verschiedener lokaler Initiativen.

Erwartet werden neben der regelmäßigen Teilnahme die gründliche Lektüre-Vorbereitung der einzelnen Sitzungen sowie rege Beteiligung an den Diskussionen im Rahmen des Masterseminars.

 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.U1.64 (Z 16)

Staat und Gesellschaft im ausgehenden Zarenreich: Von den Großen Reformen Alexanders II bis zur Februarrevolution 1917

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Die Vorlesung untersucht die spezifischen Bedingungen von Russlands „Aufbruch in die Moderne“, der zwar in einem vordemokratischen politischen System, aber bei hoher gesellschaftlicher Mobilität und Aktivität sowie unter einer modernisierenden Wirtschaftspolitik stattfand. Es soll aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden, ob und welche Entwicklungspotentiale die Autokratie im Zarenreich besaß und in welch unterschiedlichen Bereichen sich „Gesellschaft als lokale Veranstaltung“ manifestierte und ihre Spielräume erweiterte. Individuelle Handlungsmöglichkeiten werden dabei ebenso in den Blick genommen wie kulturelle Prägungen der verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Akteure.    

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 27.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.HS 3F (Z 135)

Theaterprobe

  • Donnerstag, 18:00 - 21:00 (wöchentlich, 16.02.2017 - 16.03.2017) - 2321.U1.69 (Z 44)
  • Donnerstag, 18:00 - 21:00 (wöchentlich, 23.03.2017 - 30.03.2017) - 2331.04.30 (Z 44)
  • (wöchentlich)

Tschechisch für Historiker – Textanalyse und Kommunikationsförderung

Ivona Stelzig

Der Tschechisch-Sprachkurs bietet die Möglichkeit, vorhandene Sprachkenntnisse weiter auszubauen. Studierende mit unterschiedlichem Wissensstand treffen zusammen. Der Kurs lebt und profitiert davon. Das vorhandene Vokabular und die Grammatikkenntnisse werden durch zahlreiche Übungen vertieft. Das Lehrbuch als Grundlage für neue Grammatik, Übungen, Übersetzungen und Textanalysen wird durch Textübungen zu aktuellen Themen rund um das Land und Leute ergänzt. Die tschechischen Druck- und Onlinemedien werden zum Verständnis der lebenden Sprache herangezogen. Durch die Nutzung von Audio- und Videomaterial wird das aktive Hörverstehen gefördert. Die studienfachunabhängigen Themen erweitern den vorhandenen Wortschatz. Zu den Schwerpunkten zählen der Alltag mit allen relevanten Themen, die eigene Person, das Studium und der künftige Beruf sowie der Auslandsaufenthalt insbesondere in Tschechien mit Berichten über die Geschichte, die Kultur und die Gegenwart.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017)

Tutoium

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Tutorium

Dennis Barowsky, Dominic Jordan, Sascha Winkler, Pascal Schwinning, André Feddrich, Pascal Marius Hiller, Marieke Neuburg, Jan Philipp Bohlen, Marvin Dengel, Bartlomiej Ondera, Katharina Julia Schuler

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017)
  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.04.22 (Z 16)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2522.U1.33 (Z 18)
  • (wöchentlich)

Tutorium für ausländische Studierende

Dennis Barowsky, Sarah Boseck

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Umwelt in der Neuzeit: Eine globale Geschichte

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Umweltfragen haben von jeher existentielle Bedeutung für die Menschen gehabt. Seit den 1970er Jahren werden sie aber in zunehmendem Maß als eine globale Angelegenheit begriffen. Umweltgeschichte hat sich parallel dazu entwickelt – als eigenständiger sektoraler Zugang und in enger Verbindung mit den verschiedensten Methoden historischer Forschung. Die schnell wachsende Literatur erlaubt mittlerweile, einen einigermaßen umfassenden Überblick zu geben. Nach Möglichkeit soll dabei auch versucht werden, bei der Formulierung fundierter Antworten auf Fragen von grundlegender (und nicht nur historischer) Bedeutung zu helfen: Hat die Belastung der Umwelt durch die Menschen seit der Industrialisierung eine absolut neue Qualität und Quantität gewonnen, oder gab es vergleichbare Probleme schon früher? Verschlechtern sich die Umweltbedingungen immer weiter? Unter welchen Voraussetzungen ist es in der Vergangenheit gelungen, Umweltprobleme zu bewältigen? Hat sich die Anprangerung bestimmter Umweltskandale im Nachhinein auch schon als unbegründete Panikmache herausgestellt?

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.10.2016 - 31.01.2017) - 2301.HS 3C (Z 126)

Urgeschichte des Rheinlands

Frank Siegmund

In West- und Mitteleuropa begegnen einander über ein halbes Jahrtausend (ca. 50 v.Chr. bis 450 n.Chr.) hinweg das Römische Weltreich und einfacher organisierte Gesellschaften, wie z. B. germanische Völker. Das römische Imperium versucht, den Raum östlich des Rheins und nördlich der Donau zu erobern, bricht diesen Versuch ab und interagiert in der Folgezeit mit den dort lebenden Gemeinschaften, teils kriegerisch, teils friedlich. Der Kontakt mit der römischen Zivilisation beeinflusst und verändert die Barbaren, wie umgekehrt auch die Barbaren die Römer beeinflussen und verändern. Die Vorlesung beleuchtet die Geschichte dieser Begegnung und ihre Auswirkungen. Sie liefert damit Erfahrungen aus der Vergangenheit für Situationen und Konflikte, die uns auch aus der heutigen Welt vertraut sind.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.HS 3F (Z 135)

Vom Abbruchobjekt zur Touristenattraktion Eine Ausstellung zur Letzten Schiffsbrücke am Rhein: Die Schiffsbrücke an der Wuppermündung

Peter Henkel

Seit dem 18. Jahrhundert ist eine Brücke als Verbindung zwischen Rheindorf und Wiesdorf (heute Leverkusen) im Bereich der Wuppermündung belegt. Im Zuge der Werksansiedlung von Bayer wuchs ihre Bedeutung an direkt Wegeverbindung für die Arbeitskräfte zum Werk aus dem Raum Hitdorf/Rheindorf an. Nach der Kriegszerstörung wurde sie als Besonderheit mittels historischer Rheinschiffe als Brückenträger wiederrichtet. Durch veränderte Wegeführung verlor sie ihre Funktion und verfiel. Ein privater Förderverein rettete diese Brücke und bewirtschaftet sie heute. Ziel des Seminars soll eine Ausstellung zur Geschichte und Nutzung der Brücke sein. Dazu werden gezielt auch Leverkusener Archive genutzt und Zeitzeugen interviewt. Daher richtet sich das Seminar an besonders engagierte Studierende.

  • Montag, 09:00 - 17:30 (Einzeltermin, 13.02.2017 - 13.02.2017)
  • Montag, 09:00 - 17:30 (Einzeltermin, 20.02.2017 - 20.02.2017)
  • Montag, 09:00 - 17:30 (Einzeltermin, 07.11.2016 - 07.11.2016)

Von Erfurt nach Godesberg. Quellen zur politischen Programmatik der deutschen Sozialdemokratie (1891-1959)

Rainer Behring

In den rund siebzig Jahren, die zwischen dem Erfurter und dem Godesberger Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands lagen, entwickelte sich die SPD von der politischen Vertretung der Industriearbeiterschaft zu einer regierungs- und koalitionsfähigen Volkspartei. In der Übung soll der dabei gedanklich und programmatisch zurückgelegte Weg anhand von einschlägigen Dokumenten analysiert und kritisch diskutiert werden. Im Zentrum stehen die Haltung der Partei zur parlamentarischen Demokratie und zur außenpolitischen Orientierung Deutschlands: Die SPD wird innerhalb des deutschen politischen Spektrums als die Partei des „Westens“ vorgestellt werden. Der zeitliche Schwerpunkt liegt in der Weimarer Republik und im Exil führender Sozialdemokraten während der nationalsozialistischen Herrschaft; zu Wort kommen Vordenker der Sozialdemokratie wie Eduard Bernstein, Hermann Müller, Rudolf Hilferding, Curt Geyer oder Kurt Schumacher. Es werden auch programmatische Um- und Abwege der deutschen Sozialdemokratie erörtert.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 24.10.2016 - 10.02.2017)

Von der "kleinen" Quelle zur "großen" Geschichte. Editionsarbeit mit Quellen von Studierenden - Erschließung, historische Einordnung und Präsentation

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards

Geschichte ist nicht nur in Medien nachzulesen, nachzuhören oder anzusehen. Sie wird auch permanent selbst erlebt und gestaltet. Damit wird sie Teil der eigenen bzw. der Familiengeschichte - und zugleich bilden selbst vermeintlich "kleine", unscheinbar wirkende historische Zeugnisse aus dem eigenen Umfeld "große" historische Ereignisse, Entwicklungen oder Zusammenhänge ab.

Wie bereits im vergangenen Wintersemester laden wir daher die Studierenden ein, eigene Quellen oder Fundstücke in das Seminar mitzubringen und sie zum Sprechen zu bringen. Gemeinsam werden wir erarbeiten, welche Fragen an sie zu stellen und welche Schritte nötig sind, sie nach fachwissenschaftlichen Standards historisch zu erschließen und einzuordnen. Willkommen sind dabei alle Arten von Quellen: Briefe, Tagebücher, Fotos oder Schulhefte genauso wie Urkunden, amtliche Schriftstücke doer Schulzeugnisse. Gerne willkommen sind auch gegeständliche Quellen: sei es der Schulranzen des Großvaters, die 1960er Jahre-Kaffeekanne der Oma oder die Buttonsammlung der Tante. Neben der eigentlichen Erschließung der Quellen (die Lektüre älterer Handschriften kann dabei ebenso eingeübt werden wie z.B. die Interpretation von Bildern) steht ihre Einbettung in den allgemeinen historischen Kontext im Vordergrund. Praktisch erfolgt dies anhand schriftlicher Dokumentationen, welche die Quellenbeschreiben und quellenkritisch bzw. historisch einordnen. Zum Abschluss des Seminars sollen die bearbeiteten Quellen in einer Publikation (zusammen mit den Objekten des letzten Semesters) präsentiert werden.

Auch wer jetzt noch denkt, eigentlich keine "interessante" Quelle zu besitzen, ist herzlich zu unserer EInführungsveranstaltung eingeladen. Teilnehmer/innen des letzten Seminars werden dort über ihre Erfahrungen berichten.

 

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2311.03.23 (Z 24)

Von der Kolonialwirtschaft zum “Fair Trade”

Caroline Authaler

Anbau und Handel tropischer Früchte für den Konsum in Europa sind seit ihren kolonialen Anfängen Projektionsfläche von exotischen Vorstellungen und Entwicklungsutopien, aber auch besonders Gegenstand von Kritik. Kampagnen der Anti-Sklaverei-Bewegung prangerten bereits Ende des 19. Jahrhunderts die unwürdigen und krankmachenden Arbeitsbedingungen auf Plantagen in Sao Tome und im Kongo an. Dagegen versuchte die Basler Mission auf ihren eigenen Plantagen zu zeigen, dass „faire“ Arbeitsbedingungen und kapitalistische Produktion vereinbar sind. Diese Debatten und Kämpfe dauern bis heute an.  Seit den 1970er Jahren haben sich unter dem Label des fairen Handels in Europa Organisationen gegründet, die Produktionsbedingungen und Handelsketten kontrollieren, mit dem Ziel, „faire“ Bedingungen zu etablieren. Werden dadurch globale Handelsstrukturen „von unten“ verändert oder stützt Fair Trade nicht gar bestehende ungleiche Handelsstrukturen, wie manche Kritiker behaupten? Und tappen diese Organisationen mit ihren Werbebildern mit lachenden Bauern und exotischen Früchten nicht in die Falle paternalistischer, kolonialer Stereotype? Im Seminar untersuchen wir Arbeitsbedingungen, entwicklungspolitische Konzepte und Marketing des Handels mit tropischen Produkten sowie die Internationalisierung von Standards für gute Arbeitsbedingungen in ihrer longue durée seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert hinein.

Am 24. Januar 2017 ist ein Ortstermin bei „Fair Trade“ in Köln geplant, bei der die aktuelle Praxis des Fair Trade und der Umgang mit den im Seminar erarbeiteten Problemen diskutiert werden.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Von der Sabotage zum Attentat: Widerstandsformen gegen den Nationalsozialismus

Mareen Heying

Welche Möglichkeiten von widerständigem Handeln unter dem Nationalsozialismus in Deutschland möglich waren und ab wann nicht systemkonformes Verhalten als Widerstand gewertet werden kann, wird im Seminar erarbeitet. Dabei soll der Fokus auf den bisher wenig erforschten Frauenwiderstand und den Widerstand der Arbeiterklasse gelegt werden.

Dem Charakter eines Proseminars entsprechend wird die Einführung in zentrale Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund stehen, vor allem die Literaturrecherche. Auch wird in verschiedene Felder der Geschichtswissenschaft eingeführt. Voraussetzungen für die Teilnahme sind die Bereitschaft zur vorbereitenden Textlektüre und aktiven Mitarbeit sowie die Übernahme eines Referats. Teil der Teilnahmeanforderungen im Seminar ist die Einübung des wissenschaftlichen Diskurses und der damit verbundenen Regeln des gegenseitigen Umgangs.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Westfälisches Wirtschaftsarchiv

Nancy Lambertz

In dieser Übung wird sich mit den Quellen des Westfälischen Wirtschaftsarchiv Dortmund beschäftigt. Sie lernen den Umgang mit Quellen in einem Archiv und werden im Laufe des Semesters unter Anleitung Transkriptionen zu einem Bestand des Archivs anfertigen. Der hauptsächlich genutzte Bestand der Familie Brüninghaus, Sign. N 70 ist noch nicht vollständig verzeichnet. Sie werden es also mit Quellen zu tun haben, die noch nicht bearbeitet wurden!

Ihre Arbeit wird namentlich vom Westfälischen Wirtschaftsarchiv übernommen, Ihre Übersetzungen werden als Basis für weitere wissenschaftliche Arbeiten dienen und Sie sammeln Erfahrungen mit frühneuzeitlichen Handschriften, Wortwahl und Ausdrucksweisen.

Im Fokus steht neben der Quellenarbeit auch der Nutzen, was sich mit solchen Archivalien anfangen lässt. In der Übung wird es um die Einordnung der Familie Brüninghaus gehen, da der Bestand N 70 Nachlassschriften enthält, welche im Gegensatz zu den Firmenbeständen, in erster Linie die privaten Zeugnisse der Familie (Eheverträge, Erbschaften, Briefe) beinhaltet.

 

Die Übung wird z. T. als Blockveranstaltung stattfinden, da vier Besuche in das Westfälische Wirtschaftsarchiv Dortmund geplant sind. Da die Aufenthaltsdauer am Stück im Archiv länger als die normale Präsenzzeit für einen Kurs an der Heinrich-Heine-Universität sein wird, werden dementsprechend umgerechnet weniger Stunden an der Universität stattfinden. Voraussichtliche Archivbesuche: 04.11.2016, 25.11.2016, 16.12.2016 und 10.02.2017 - jeweils von 10:00-14:00 Uhr.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2332.01.66

Wie schreibt man einen Brief? Regeln, Formen und Quellen der mittelalterlichen ars dictaminis

Lena Vosding

Die literarische Gattung ‚Brief’ unterliegt seit jeher ganz bestimmten Regeln und Konventionen, die es zwingend zu beachten gilt, wenn die schriftliche Kommunikation zwischen den Beteiligten gelingen (oder scheitern!) soll. Je nach Anlass und Absicht des Absenders können verschiedene argumentative Strategien zum Ziel führen – oder sein Erreichen unmöglich machen, wenn die beiderseitigen Erwartungen, sozialen Rollen und moralischen Werte falsch eingeschätzt oder durch falsche Wortwahl nur ungenügend bedient werden.

Für das Mittelalter sind die Befolgung dieser komplexen Regeln der Briefkunst (ars dictaminis) nicht nur anhand der erhaltenen Originalbriefe erkennbar, sondern auch an den Briefsammlungen und Formelbüchern, den sogenannten artes dictandi. Diese liefern neben Mustertexten vor allem theoretische Erläuterungen zur literarischen und sozialen Funktion des Briefes, die sich wiederum eng an den Gegebenheiten der mittelalterlichen Gesellschaft orientiert.

Die Übung soll nun diese Spur aufnehmen und anhand verschiedener Quellen ermitteln, welche spezifischen Regeln für die briefschreibenden Gruppen (z.B. Päpstliche Kurie, Stadtkommune, Kloster oder Kaufmannschaft) Geltung hatten, was sie über soziale Konventionen offenbaren und welche kommunikative Funktion Brief und Briefkunst allgemein einnehmen konnten.

Aktive und diskussionsbereite Mitarbeit (d.i. Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, Lektüre englischer, französischer und lateinischer Texte, sowie für den Erwerb eines BNs ein Kurzreferat) wird vorausgesetzt.

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Wieviel Geschichte steckt in einem Comic?

Dr. Susanne Brandt

In dem Seminar werden die folgenden Comics gelesen und analysiert:

  • Barbara Yelin, Irmina, Reprodukt 2014.
  • Birgit Weyhe, Im Himmel ist Jahrmarkt, avant-verlag 2013.
  • Reinhard Kleist, Der Boxer, Carlsen 2012
  • Peer Meter, Isabel Kreitz, Haarmann, Carlsen 2010.
  • Volker Reiche, Kiesgrubennacht, Suhrkamp 2013.

Von den Teilnehmern wird erwartet, dass Sie alle Comics gelesen haben und sich an den Diskussionen beteiligen. Dabei geht es um Inhalt sowie Besonderheiten des Stils. Darüber hinaus muss jeder Teilnehmer einen Comic/Autor (und den Verlag) sowie das historische Ereignis, das in dem Comic thematisiert wird, ausführlicher behandeln.

Im Seminar wird auch die Frage, wie Comics Geschichte darstellen können und in welcher Form sie Gegenstand wissenschaftlicher Forschung sein können, behandelt.

Anregungen der Teilnehmer für weitere inhaltliche Aspekte werden gerne entgegengenommen: susanne.brandt@phil.hhu.de .

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 21.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Wirtschafts- und Sozialgeschichte des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik im europäischen Kontext

Michael Schneider

Die Vorlesung behandelt mit den Jahren des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik eine der Epochen der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, in der sich fundamentale Veränderungen in nur wenigen Jahren vollzogen: beginnend mit einer aus dem Weltkrieg fortgeführten und sich rasch beschleunigenden Inflation, führte der Weg über wenige Jahre einer trügerischen Stabilisierung, die dann auch zum Ausbau des Sozialstaates genutzt wurden. Den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zeigte sich schließlich das politische System nicht mehr gewachsen. Die Vorlesung will zum einen fundierte Kenntnisse zu den verschiedenen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft in diesen Jahren (z.B. Arbeiterschaft, Unternehmen, gesamtwirtschaftliche Entwicklung) vermitteln, zum anderen aber auch an die jüngeren Forschungsdebatten zu dieser Epoche heranführen. Dabei stellt sie die deutsche Entwicklung in einen gesamteuropäischen Kontext.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.10.2016 - 10.02.2017) - 2321.HS 3E (Z 224)

Wirtschaftsarchivwesen und History Management für Historiker/innen

Birgit Bernard

Unternehmensarchive erfüllen in der freien Wirtschaft vielfältige Funktionen für ihre Archivträger: Von der Einhaltung der gesetzlich definierten Aufbewahrungsfristen für analoges und digitales Schriftgut über die Entscheidung, welche Dokumente zur Daueraufbewahrung ins Archiv übernommen werden, die Rechtswahrung in Form von Vertragsunterlagen und Patenten bis hin zur Dokumentation der Gegenwart und Vergangenheit des Unternehmens oder zur Unterstützung firmeninterner Veranstaltungen wie z.B. Jubiläen. Immer mehr Unternehmen begreifen dabei Geschichte und Tradition als eine Ressource ihres Marketings - auch und zunehmend als Wettbewerbsvorteil in einer globalisierten Wirtschaft.

Themen: Allgemeine Einführung •    Was ist ein Archiv? Wozu brauchen wir Archive? •    Typologie des Archivwesens: Welche Arten von Archiven gibt es? •    Der ABD/M-Bereich: Wodurch unterscheiden sich Archive, Bibliotheken, Dokumentationseinrichtungen und Museen? •    Wie aufbewahren? Datenträger in Geschichte und Gegenwart •    Einführung in die Arbeit eines Wirtschaftsarchivs anhand des Archivkreislaufs beim WDR Köln Archivische Kerntätigkeiten •    Übernahme und Bewertung: Was ist wichtig, was wird archiviert, was nicht - und warum? •    Technische Bearbeitung und Bestandserhaltung •    Formale und inhaltliche Erschließung - Findbuch vs. Datenbank •    Recherche und Benutzerbetreuung •    Öffentlichkeitsarbeit und History Management Was ist History Management? •    Theoretische Fundierung des History Managements •    Die Bedeutung von Marken und die Markenbindung durch Tradition •    Das Unternehmensarchiv als preiswerte Ressource des Unternehmens •    Analyse von Webauftritten von Unternehmen aus verschiedenen Branchen •    Besuch eines Unternehmensarchivs

Bemerkung: Die Dozentin ist seit 1994 Wiss. Dokumentarin im Historischen Archiv des WDR.

  • Montag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 20.02.2017 - 20.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Mittwoch, 13:00 - 16:00 (Einzeltermin, 22.02.2017 - 22.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 24.02.2017 - 24.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Donnerstag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 23.02.2017 - 23.02.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Dienstag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 21.02.2017 - 21.02.2017)
  • Montag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 20.03.2017 - 20.03.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Dienstag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 21.03.2017 - 21.03.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Wirtschaftspolitik im Kaiserreich, 1871-1914

Lino Schneider-Bertenburg

Die Globalisierung ist kein Prozess, der sich erst seit den letzten Jahrzehnten bemerkbar gemacht hätte. Schon im neunzehnten Jahrhundert stand die Politik in Deutschland vor der Aufgabe, die wachsende Weltmarktverflechtung der deutschen Wirtschaft zu erkennen, ihre Chancen zu nutzen und die damit verbundenen Risiken und Probleme abzufedern. Aber auch im Innern stand die Politik vor der Aufgabe, den Wandel vom Agrar- zum Industriestaat im Rahmen einer vordemokratischen politischen Ordnung mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen so zu moderieren, dass der Bestand der staatlichen Ordnung nicht gefährdet wurde. In der Übung sollen die unterschiedlichen Phasen staatlicher Wirtschaftspolitik im Kaiserreich behandelt werden. Sie geht dabei sowohl auf die verschiedenen Interessengruppen ein als auch auf die Frage, inwiefern sich die Interessengruppen in der Wirtschaftspolitik durchsetzen konnten. Einer der Schwerpunkte soll auf dem wirtschaftspolitischen Diskurs liegen, der als Gradmesser für gesellschaftliche Veränderungsprozesse im Kaiserreich dienen kann.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2302.U1.21 (Z 55)

Zeitzeugengespräche in der eigenen Familie

Stella Kluge

In dieser Veranstaltung soll es darum gehen, einmal hinter die Fassade der eigenen Familie zu schauen. In Zeitzeugengesprächen sollen die unterschiedlichen Facetten der großen Geschichte in den einzelnen Familien dargestellt werden. Vielleicht haben Sie einen Onkel, der bei den Olympischen Spielen war, eine Großtante, die Trümmerfrau war oder einen Großvater, der Juden vor der Gestapo versteckt hat. Festgehalten werden die Gespräche mit der Filmkamera, woraus im Laufe des Projektseminares eine eigene Reportage entstehen soll.

Neben den praktischen Übungen mit der Kamera, Mikrofon und dem Schnittprogramm Adobe Premiere Pro, werden auch theoretische Ansätze zu Zeitzeugen und Oral History besprochen. Journalistische Vorkenntnisse sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Das Werkzeug für die Erstellung einer Reportage wird Ihnen im Rahmen des Kurses beigebracht.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.10.2016 - 10.02.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Derzeit liegen keine aktuellen Termine vor.

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