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  • Alle aktuellen Lehrveranstaltungen des Instituts für Geschichtswissenschaften in alphabetischer Ordnung

Aktuelle Lehrveranstaltungen

"1968" und die Folgen in Düsseldorf - Koordinationsübung im Lehrprojekt (WS)

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards, Chantal Marazia

Zum Abschluss des interdisziplinären studentischen Forschungsprojektes "1968 und die Folgen - Der Hochschulstandort Düsseldorf in den 1960er/70er Jahren" (Institut für Geschichtswissenschaften II und dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin) soll eine Ausstellung vorbereitet werden, die ab Mai 2018 im Eingangsbereich der ULB Düsseldorf zu sehen sein wird. Dokumentiert werden sollen Ereignisse und Strukturen des studentischen Lebens und politischer Proteste im Zeitraum der 1960/70er Jahre. Die inhaltliche Konzeption und Gestaltung soll von den Studierenden im Rahmen dieser Übung realisiert werden, die ULB steht uns dabei unterstützend zur Seite.
Grundvoraussetzungen sind jedoch ein hohes Engagement und permanente Diskussionsbereitschaft, um zum Gelingen der Ausstellung beizutragen. Vorkenntnisse zum Thema "68" sind grundsätzlich gut, der Wille zur intensiven Einarbeitung und ständigen Mitarbeit jedoch noch wichtiger. Die vorbereitende (oder begleitende) Lektüre eines der Bücher aus den Literaturangaben unten empfiehlt sich (Semesterapparat). Sehr willkommen sind selbstverständlich auch Studierende, die bereits Ausstellungserfahrungen erworben haben.
Die Übung ist ausdrücklich offen für TeilnehmerInnen aller Fachbereich konzipiert und nicht an die Teilnahme der anderen Lehrveranstaltungen seit dem vergangenen SoSe gebunden.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018)
  • Samstag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 02.12.2017 - 02.12.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

"68" als Wahrnehmungsrevolution - Kunst, Musik und Literatur seit den 1950er Jahren

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards

Die Chiffre „68“ steht nicht nur für politische Partizipationsforderungen oder den Aufruf zum linken Systemwechsel seitens der Studentenschaft. In Europa und den USA engagierten sich auch zahlreiche Intellektuelle und Künstler für ein Aufbrechen vermeintlich verkrusteter Strukturen in Politik, Kultur und Gesellschaft. Mit dieser kulturgeschichtlichen Umbruchszeit will sich die Übung im internationalen Kontext beschäftigen. Sie ist konsequent interdisziplinär konzipiert und richtet sich sowohl an Studierende der Geschichtswissenschaft wie auch beispielsweise an Studierende aller Philologien, die ihr spezifisches Interesse an der Literaturgeschichte einbringen sollen. Angehende Philosophen könnten die Rolle eines Jean-Paul Sartre untersuchen, für Sozialwissenschaftler sind die „engagierten Beobachter“ (R. Aron) am Schnittpunkt zwischen Philosophie, Politik und Sozialwissenschaften besonders interessant, also etwa Herbert Marcuse oder Jürgen Habermas. Studierende der Kunstgeschichte in Düsseldorf könnten insbesondere an Joseph Beuys interessiert sein, sollten aber im lokalen Raum auf weitere wichtige Künstler stoßen. Zur kulturellen „Revolution“ der Epoche gehört natürlich auch der internationale Einfluss insbesondere der britischen und amerikanischen Popmusik: „Woodstock“ dürfte wie kaum ein anderes Ereignis noch heute mit „68“ in komplementärer Verbindung stehen und ist tief ins transatlantische kulturelle Gedächtnis eingegangen. Auch weitere kulturelle Bereiche und Perspektiven können ins Programm aufgenommen werden.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018)

"Flammender Hass" - Rassismus im 20. Jahrhundert

Daniel Dammann

„No one is born hating another person because of the color of his skin or his background or his religion…“ Mit diesem Zitat Nelson Mandelas brachte sich auch Präsident Obama jüngst ins Gespräch, als er die Vorfälle in Charlottesville kommentierte und generierte damit einen der erfolgreichsten Tweets der jüngeren Geschichte. Aber wenn niemand mit diesem „Hass“ geboren wird, woher kommt er dann? Das Seminar soll einen Überblick über die Wurzeln von Rassismus und Diskriminierung vermitteln und gängige Argumentationsmuster rassistischer Ideologien und Wertevorstellung detektieren. Der Rassismus als gesellschaftsrelevantes Klassifikationsraster fand im 20. Jahrhundert mit dem Aufstieg und Untergang des nationalsozialistischen Regimes seinen Höhepunkt. Doch wäre es vermessen zu behaupten, dass die Welt aus diesen Erfahrungen gelernt hätte. Denn der Rassismus metastasierte auch nach 1945 weiterhin ganze Gesellschaften. Selbst in demokratischen Systemen.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 23.10.2017 - 23.10.2017) - 2332.U1.44

"Lienzo“: Reflexion historisierenden Spielens

Jan Eikenbusch

„Lienzo“ ist ein Computerspiel, welches im Rahmen eines Projektes durch Historiker und Studierende der HHU entwickelt wurde und seit Anfang 2017 für alle Interessierten frei spielbar ist (Link, siehe unten). Lienzos bezeichnen zudem eine von den indigenen Völkern Mesoamerikas überlieferte Quellenart – in einer speziellen Bildsprache wurden historische Ereignisse auf Stoff oder Tierhäuten festgehalten. Als im 16. Jahrhundert spanische Konquistadoren Mittelamerika eroberten, wurden auch diese Geschehnisse festgehalten.

Das Computerspiel orientiert sich visuell und inhaltlich an den überlieferten Lienzos, im Speziellen am Lienzo de Quauhquechollan und dem dort geschilderten Eroberungsfeldzug in Guatemala durch Jorge de Alvarado und seinen indigenen Verbündeten.

 

In der Übung wird sowohl ein Einblick in die Geschichte Mesoamerikas im 16. Jahrhundert, als auch in das Themenfeld von digitalen Spielen und Geschichtswissenschaft gegeben. Wie analysiert und interpretiert man indigene Quellen? Wo liegen die Grenzen und Potentiale von der Vermittlung historischer Ereignisse in Computerspielen?

Da in bestimmten Sitzungen dem kritisch-reflexiven Spielen von „Lienzo“ Gelegenheit gegeben werden soll, ist es ausdrücklich erwünscht, dass Sie (keine Voraussetzung für die Teilnahme, nur sofern vorhanden) an diesen Terminen ihre Laptops mitbringen.

 

Voraussetzung für Ihre Teilnahme: Regelmäßige und aktive Teilnahme, sowie die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen. Darüber hinaus die Offenheit für Gruppenarbeiten und die Beschäftigung mit dem Computerspiel.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2303.01.41 (Z 34)

"There, in fine, the Author was asleep, and here the Printer." Chambers‘ "Cyclopedia" als Netzwerk und Text (1728)

Tobias Winnerling

Ephraim Chambers veröffentlichte 1728 die „Cyclopedia, or, An Universal Dictionary of Arts and Sciences“. Er wollte damit die Lexika seiner Zeit revolutionieren: Das Wissen, das durch die alphabetische Anordnung zerstückelt werde, müsse neu zusammengesetzt werden. Um das zu ermöglichen, erfand er den Querverweis in seiner modernen Form – er kann damit als ein Urgroßvater des Hyperlinks gelten. Chambers konzipierte die Cyclopedia nach einem strikten Plan, den er als Wegweiser durch das Wissen auch im Buch selbst mit abdruckte. Seitdem gilt es als wegweisendes Werk des 18. Jahrhunderts. Nicht nur Diderot und d’Alembert bezogen sich bei der Planung der „Encyclopédie“ auf Chambers, auch in die deutsche Wissensliteratur wirkte er stark hinein. Aber konnte er sein Versprechen überhaupt halten? „The curious Reader, then, may except, he will meet here with Omissions, and there with Redundancies: here the Method and Œconomy are not kept to; there an Article is imperfectly treated: […] There, in fine, the Author was asleep, and here the Printer.“ So schrieb er im Vorwort.

In der Übung wollen wir genau das herausfinden: Wie organisierte Chambers das Wissen in der Cyclopedia wirklich? Welche Verknüpfungen gab es – und welche nicht – und wie lässt sich das herausfinden? Es handelt sich daher zugleich um eine praktische Einführung in die historische Netzwerkanalyse. Wir werden die digitalisierte Quelle netzwerkanalytisch aufbereiten und auswerten. Die „Cyclopedia“ eignet sich dafür hervorragend: Sie liegt bereits digitalisiert vor; sie ist verhältnismäßig wenig umfangreich; die Forschung hat bereits Vorarbeiten geleistet, die wir aufgreifen können. In gemeinsamer Arbeit wird also das System des Wissens erschlossen und visualisiert, was alles in der Cyclopedia steckt.

  • 09:30 - 17:30 (Blockveranstaltung + Sa, 09.03.2018 - 10.03.2018) - 2331.02.26 (Z 60)
  • 09:30 - 17:30 (Blockveranstaltung + Sa, 30.03.2018 - 31.03.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Akteure, soziale Gruppen, Parteien und Institutionen im Revolutionsjahr 1917 in Russland

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Die Veranstaltung befasst sich eingehend mit individuellen und kollektiven Akteuren, die im Revolutionsjahr 1917 eine bedeutsame Rolle gespielt haben, seien es historische Persönlichkeiten, soziale Schichten bzw. Berufsgruppen, Männer oder Frauen, nationale Minderheiten, Parteien oder auch Institutionen wie Presse, Armee, Sowjets, Orthodoxe Kirche, Fabrikkomitees oder die Provisorische Regierung.

Auf der Basis von zeitgenössischen Dokumenten (u.a. Selbstzeugnisse von In- und Ausländern) und neueren Forschungsergebnissen wird ein möglichst breites Spektrum der Bevölkerung und deren Erwartungen an die Revolution in den Blick genommen.

Teilnahmevoraussetzungen sind die Bereitschaft zur regelmäßigen Lektüre der im Semesterapparat bereitgestellten Literatur in deutscher und englischer Sprache, die Übernahme eines Kurzreferats sowie die Beteiligung an den Diskussionen in der Veranstaltung.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Alive, yet dead - Tod und Trauerkultur im viktorianischen England

Sandra Franz

  • 09:00 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa und So, 25.11.2017 - 26.11.2017)
  • Freitag, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 24.11.2017 - 24.11.2017)

Alltagsgeschichte von Frauen, 1871-1933

Mareen Heying

Wie Frauen aus verschiedenen Klassen im Kaiserreich und in der Weimarer Republik ihren Alltag erlebten und inwieweit dieser frauenspezifisch war, soll im Seminar erschlossen werden. Dabei sollen verschiedene Alltagsaspekte in den Fokus gerückt werden, wie: Beruflichkeit, Studium, Politik, Sexualität, Mutterschaft, Pazifismus, Patriotismus, Medizin, Konsum ...

Dem Charakter eines Proseminars entsprechend wird die Einführung in zentrale Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund stehen. Auch wird in verschiedene Felder der Geschichtswissenschaft eingeführt. Voraussetzungen für die Teilnahme sind die Bereitschaft zur vorbereitenden Textlektüre und aktiven Mitarbeit sowie die Übernahme eines Referats.

 

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Donnerstag, 16:30 - 17:30 (Einzeltermin, 23.11.2017 - 23.11.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Donnerstag, 16:30 - 17:30 (Einzeltermin, 14.12.2017 - 14.12.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Donnerstag, 16:30 - 17:30 (Einzeltermin, 21.12.2017 - 21.12.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Amerika-Auswanderung im 19. Jahrhundert aus dem Rheinland

Jürgen Brautmeier

Das Praxisseminar soll einen Überblick über den Forschungsstand zum Thema, die Quellenlage und die Methoden zu ihrer Erschließung liefern. Praktisch soll es darum gehen, an Hand von Quellen, die auf einzelne Personen oder Orte bezogenen sind, einen Gesamtzusammenhang zur historischen Migrationsforschung herzustellen und dabei sowohl die Arbeit in Archiven wie auch die dazu erforderlichen Voraussetzungen kennen zu lernen, von der Recherche in Findbüchern und Datenbanken bis zur Entzifferung der im 19. Jahrhundert gebräuchlichen deutschen Kurrentschrift.

Erwartet werden neben der Bereitschaft zur Erfassung und Auswertung der lokalen und regionalen Literatur und ihrer Einordnung in den aktuellen Forschungsstand auch eigene Recherchearbeiten im Landesarchiv NRW sowie in einem Kommunalarchiv, idealerweise aus dem Herkunftsort der Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer, sowie die Abfassung eines Forschungs- bzw. Abschlussberichts.

 Das Praxisseminar soll in drei eintägigen Blöcken stattfinden. In den Sitzungen sollen die Studierenden über den Fortschritt ihrer jeweiligen Recherchen berichten und methodische und inhaltliche Fragestellungen diskutieren.

 

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 13.10.2017 - 13.10.2017) - 2303.01.41 (Z 34)
  • Freitag, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 10.11.2017 - 10.11.2017)
  • Freitag, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 15.12.2017 - 15.12.2017)
  • Freitag, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 26.01.2018 - 26.01.2018)

Antifaschismus und Sozialrevolution: Republik und Bürgerkrieg in Spanien 1936-1939

Sarah Sonneborn

Dieses Thema ist heute wieder aktuell: Erschreckend die Entwicklung und das Erwachen des Nationalismus, Oligarchentums und der Anstieg sozialer Ungerechtigkeiten. Wo ist der Traum eines liberalen Europas, ohne Grenzen und einer gerechteren Gesellschaftsordnung? In Spanien haben der libertäre Sozialismus, Individualismus, Syndikalismus eine große Vergangenheit mit Ideen die leider ein abruptes, tragisches Ende im Bürgerkrieg fanden. Dieser Kurs wird über die Schulgründungen, Selbstverwaltung und Gewerkschaftsorganisationen mit Beispielen berichten, Demokratie, Sozialismus und libertären Sozialismus als Widerstand zum Nationalismus und Faschismus definieren.

 

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018)

Aufbaukurs Französisch für Historiker/innen

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die das Verständnis französischer Texte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik trainieren möchten.

Im Gegensatz zum „Grundkurs Französisch für Historikerinnen und Historiker" steht daher eine intensivere Arbeit am Text (Quellen, Sekundärliteratur, Presseartikel) im Vordergrund: Ausgehend von Textauszügen, deren thematische Ausrichtung in Absprache mit den Kursteilnehmern erfolgen kann, werden die dort erfassbaren Bereiche Grammatik, Fachvokabular und kulturwissenschaftlicher Hintergrund erarbeitet.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der
Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Aufstieg und Niedergang: Die Textilindustrie im Raum Mönchengladbach vom 18. Jahrhundert bis heute

Benjamin Obermüller

Die Textilindustrie gehört zu den traditionsreichsten Industriezweigen in Deutschland. Im 19. Jahrhundert entstanden in zahlreiche Zentren, zu denen auch Mönchengladbach zählte. Namhafte Firmen der Branche hatten hier ihren Sitz u.a. die Gladbacher Wollindustrie AG. Ziel des Seminars ist die Vorbereitung einer Ausstellung zum Thema, die im Stadtmuseum Mönchengladbach gezeigt werden soll. Aufgrund der lückenhaften Literatur zum Thema sind Archivrecherchen notwendig. Das Seminar schlägt die inhaltliche Brücke von der Entstehung des Industriezweigs im 18. Jahrhundert bis zum Niedergang der deutschen Textilindustrie ab den 1950iger Jahren bis heute. Einzelthemen werden in der ersten Seminarsitzung vergeben.

  • Donnerstag, 16:30 - 20:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Aufstieg zur Industrienation: Die Wirtschaftsgeschichte der USA vom frühen 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg

Michael Schneider

Bis zum Ersten Weltkrieg waren die USA aus agrarischen Anfängen zu einer der führenden Industrienationen aufgestiegen, die das 20. Jahrhundert über weite Strecken prägen sollte. Wie kam es zu dieser Entwicklung, und wie sah ihr Verlauf aus? Dabei wird „Wirtschaftsgeschichte“ in einem umfassenden Sinn verstanden: Thematisiert werden insbesondere auch die Sklavenökonomie der amerikanischen Südstaaten und die daraus resultierenden Konflikte, die letztlich in den Bürgerkrieg mündeten. Aber auch die Frage, wie sich die Selbsteinschätzung der USA als Einwanderungsgesellschaft bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wandelte, wird behandelt. Ebenso wird die Hochindustrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen breiten Raum einnehmen. Alle Themen werden sowohl auf der Grundlage aktueller Forschungsliteratur wie auch auf der Basis von Quellen untersucht. Die Bereitschaft zur Übernahme von Kurzreferaten wie auch zur ausgedehnten Lektüre englischsprachiger Texte wird vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Ausstellung Kunsthalle Bremen: Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Sarah Czirr, Stefanie Michels-Schneider

Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Die Ausstellung verknüpft die Geschichte des Kunstvereins in Bremen mit der Handelsgeschichte der Hansestadt und untersucht Werke der Sammlung auf ihre kolonialen Zusammenhänge: Welche Spuren hat die Kolonialzeit in der Kunsthalle Bremen hinterlassen? Wie heute damit umgehen?

Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Die Hansestadt Bremen war im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein blühendes Zentrum des schnell wachsenden internationalen Handels. Dabei profitierte sie sowohl von kolonialer Expansion als auch von der massenhaften Auswanderung nach Übersee. Auch im 1823 gegründeten Kunstverein in Bremen haben diese globalen Verflechtungen Spuren hinterlassen. Bis heute blieben sie jedoch unentdeckt.

Forschungsergebnisse im Programm Internationales Museum

Ein von der Kulturstiftung des Bundes gefördertes Forschungs- und Ausstellungsprojekt widmet sich nun erstmals der Erforschung dieser historischen Bezüge. Es verknüpft die Geschichte des Kunstvereins in Bremen mit der Handelsgeschichte der Hansestadt und befragt Werke von u.a. Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde und Fritz Behn auf ihre kolonialen Zusammenhänge. Die blinden Flecke, die dabei sichtbar gemacht werden, thematisieren insbesondere die Darstellung und den Umgang mit dem Fremden in der frühen Moderne.

Europäische und außereuropäische Positionen im Dialog

Die Ausstellung setzt diese europäischen Sichtweisen in der Sammlung der Kunsthalle Bremen mit außereuropäischen, darunter auch zeitgenössischen Positionen der Kunst in Dialog. Darüber hinaus wird die Relevanz dieser Thematik für die Gegenwart diskutiert und Eigen- und Fremdwahrnehmungen im Kontext von Globalisierung und Migration heute kritisch beleuchtet.

Intervention in der Oberen Rathaushalle

Der britisch-guyanische Künstler Hew Locke (*1959 in Edinburgh, Schottland) untersucht seit 30 Jahren Themen des Kolonialismus und der Globalisierung. Seine Werke reichen von raumfüllenden Installationen aus Karton über Fotocollagen und Perltapisserien bis hin zu Zeichnungen und multimedialen Skulpturen. Während der Laufzeit der Ausstellung "Der blinde Fleck" präsentiert er in der Oberen Rathaushalle seine Arbeit Cui Bono. Das Schiff greift sowohl Bremer Geschichte als auch aktuelle Themen von Migration und Handel auf.

  • (Blockveranstaltung, 15.11.2017 - 17.11.2017)
  • Mittwoch, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 15.11.2017 - 15.11.2017) - 2522.U1.74 (Z 18)
  • Freitag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 17.11.2017 - 17.11.2017) - 2522.U1.74 (Z 18)

Auswertung von Düsseldorfer Quellen zu "68" und dem Hochschulstandort Düsseldorf in den 1960er und 1970er Jahren

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards, Chantal Marazia

2018 jähren sich die Proteste der 68er-Bewegung zum 50ten Mal. Das studentische Forschungsprojekt "1968 und die Folgen - Der Hochschulstandort Düsseldorf in den 1960/70er Jahren" will mit den Studierenden ein Stück regionaler und universitärer Zeitgeschichte erschließen und eine Ausstellung in der ULB für das Frühjahr 2018 erarbeiten. Thematisiert werden nicht allein die Protestjahre 1967/68, sondern auch die späteren Auswirkungen der bundesweiten Revolte, die bis in die späten 1970er Jahre reichen.

Das Praxis-/Projektseminar greift dabei auf studentische Archivrecherchen aus dem letzten Semester zurück, wird aber auch weitere Quellen zum Thema erschließen: von der Bildung studentischer Gruppierungen über den jahrelangen Konflikt um Hochschulverfassung und Namensgebung bis hin zu Protesten und Streiks anlässlich der Neufassung wichtiger Hochschulgesetze 1977.
Die Teilnehmer/innen treffen, nach individuell ausgewählten und gesichteten Quellenbeständen, eine Auswahl möglicher Quellenexponate und entwickeln gemeinsame Leitfragen und thematische Schwerpunkte für die Ausstellung. Alle im Seminar erarbeiteten Ergebnisse sollen im Verlauf des Semesters zugleich in der "Austausch- und Koordinationsübung" des Projekts diskutiert werden, die die Ausstellung konzeptionell vorbereiten wird. Die individuelle Quellenarbeit samt historisch-thematischer Einordnung und schriftlicher Dokumentation aller Ergebnisse gelten als Abschlussprüfung.
Das Seminar steht Studierenden aller Fachbereiche offen (über den fächerübergreifenden Wahlpflichtbereich; nach Rücksprache ggf. auch als AP in einem praxisorientierten Modul des jeweiligen Studiengangs).

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2801.00.Hörsaal Sport (Z96)

Begrüßung der Studienanfänger Geschichte

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian, Guido Thiemeyer

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 11.10.2017 - 11.10.2017) - 2301.HS 3D (Z 425)

Bildgeschichte - Privatbilder aus der Geschichte des Ersten Weltkrieges

Marius Moneth

In dem Seminar wird sich stark mit historischer Bildgeschichte auseinander gesetzt. Das bisher im Geschichtsstudium gelernte theoretische Wissen über den Ersten Weltkrieg wird zusammengefasst, um es praktisch an Privataufnahmen aus dem Krieg, umzusetzen. Das Seminar setzt Grundkenntnisse der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte voraus. Die Veranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende mit einem Interesse an forscherischem und praktisch orientiertem Lernen. Erwartet wird die Bereitschaft zu umfänglicher Lektüre und intensiver Recherche.

Bestandteil des Projekts sind historische Bildanalysen und das Recherchieren relevanter Fakten und Literatur zu bildlichen Quellen sowie deren übersichtliche inhaltliche Zusammenfassung.

 

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.05.22 (Z 18)

Chrystal Meth im „Dritten Reich“ – Methamphetamine für den Endsieg. Die Rolle der Drogen bei der Kriegsmarine

Julien Wilhelm Reitzenstein

Seit einiger Zeit wird der Umfang der Verbreitung von Metamphetaminen in der Führungsspitze des NS-Regimes immer bekannter. Auch die Erforschung und der Einsatz der Droge bei Heer und Luftwaffe wird immer deutlicher.

Das Seminar gibt einen Überblick über die Entwicklung der Metamphetamine, sowie deren Beforschung durch die Militärärztliche Akademie. Die Kriegsmarine mit ihrem eigenen Sanitätswesen lag lange im Dunkeln der Forschung. In der Veranstaltung wird die aus Sicht der damaligen Marineärzte „sinnvolle“ Verabreichung der Drogen an Marinesoldaten beleuchtet, aber auch deren offizielle Grenzziehung. Dies wird verbunden mit einer Einführung in die Technisierung des Seekrieges und den daraus resultierenden Ansprüchen an die Marineangehörigen bis 1945.

Der Fokus des Seminars liegt auf den gegen Kriegsende aufgestellten Verband der „Kleinkampfmittel“. Sprengboote, Torpedoreiter und insbesondere Besatzungen von Kleinst-U-Booten taten Dienst unter unvorstellbaren Bedingungen. Allein und unbeweglich eingezwängt in eine sargähnliche Röhre ohne Sanitäreinrichtungen mussten die Soldaten über Tage wach bleiben, um beispielsweise in der Themsemündung feindliche Schiffe zu finden – und um nicht unterzugehen. Dabei kämpften sie nicht nur gegen die Royal Navy, sondern auch gegen bunte Farben, Halluzinationen und Wahnvorstellungen aufgrund von Überdosierungen.

Die Drogenerfahrungen der Marine und auch der gesamten Wehrmacht waren den Soldaten der jungen Bundeswehr bekannt. Wie geht die Bundeswehr mit diesem „verstrahlten“ Erbe um? Und wie ging nach dem Krieg der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages mit der Drogenfrage um? Er hatte im Krieg als Admiral der Kleinkampfverbände großzügig Chrystal Meth an seine Soldaten verteilen lassen.

In der Auftaktveranstaltung am wird ein Seminarüberblick ebenso gegeben, wie die Verteilung der Referate. In den beiden folgenden Blöcken werden die Arbeitsberichte der Referenten vorgestellt und diskutiert. Im ganztägigen Hauptblock werden die Referate gehalten und diskutiert.

  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 20.10.2017 - 20.10.2017)
  • Freitag, 14:30 - 20:00 (Einzeltermin, 01.12.2017 - 01.12.2017)
  • Freitag, 10:30 - 20:00 (Einzeltermin, 02.02.2018 - 02.02.2018)
  • Samstag, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 03.02.2018 - 03.02.2018)

Civil Rights Movement in den USA

Dennis Barowsky

Kernpunkt dieses Seminars wird es sein, sich mit der Entwicklung der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung auseinander zu setzen. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von „Brown v. Board of Education” bis zum „Civil Rights Act of 1968” und ein wenig darüber hinaus. Im Fokus liegen hierbei die Lebensumstände und Widerstands- bzw. Protestformen der afroamerikanischen Bevölkerung, deren Auswirkungen auf die Politik, aber auch die (bis heute) ungelösten Probleme der Diskriminierung.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Comics richtig lesen

Dr. Susanne Brandt, Paula Bulling

Im Blockseminar untersuchen wir, wie Comics historische Stoffe transportieren können. Wir lesen u.A. Zeina Abiracheds ‚Spiel der Schwalben‘ und Nawel Louerrads ‚Les vêpres algériennes‘ im Hinblick darauf, welche Möglcihkeiten die Verbingung von Text- und Bildebene bietet. In einem praktischen Teil erproben wir selber verschiedene bilderzählerische Formen.

Die Übung wendet sich an Studierende, die an Comics interessiert sind und sich trauen, auch selbst zu zeichnen. besondere Kenntnisse sind hierfür nicht erforderlich. Es wird aber auch um das Interpretieren von Comics gehen, d.h. die Bereitschaft, zu lesen, eigenes Wissen einzubringen etc. wird erwartet.

Da nur eine begrenzte Zahl an Teilnehmer zugelassen werden können, gehen wir von verbindlichen Anmledungen aus - es erfolgen Bestätigungen von uns und weitere Informationen. 

  • 08:30 - 18:00 (Blockveranstaltung, 26.10.2017 - 27.10.2017)

Das "Gallische Sonderreich" zum Anfassen. Historisch-numismatische Übung zum Schatzfund von Brauweiler

Katharina Martin

1971 wurde in Brauweiler, einem Stadtteil von Pulheim im Rhein-Erft-Kreis, ein Schatzfund von über 2.500 römischen Münzen geborgen. Es handelt sich fast ausschließlich um Doppeldenare aus der Zeit von 254-274 n. Chr.; der Anteil der Münzen aus dem sog. Gallischen Sonderreich ist hoch. Ein großer Teil dieses Horts befindet sich heute in der Sammlung des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der HHU.
In der Übung im WS 2017/18 geht es zum einen allgemein methodisch darum, welche Fragen man an einen Hortfund stellen kann und welche historischen Erkenntnisse sich aus der Auswertung eines solchen Fundes ziehen lassen. Was können wir über die Zeit und die Umstände der Verbergung, was über die ehemligen Besitzer erfahren? Und was nicht? In welchen historischen Kontext lässt sich ein Hortfund im Allgemeinen und der Fund von Brauweiler im Besonderen verorten?
Zum anderen wird derzeit an der Onlinepräsentation der Düsseldorfer Münzen <http://www3.hhu.de/muenzkatalog/ikmk/> gearbeitet; auch die Münzen aus Brauweiler sollen in einer den technischen und numismatischen Erfordernissen des 21. Jahrhunderts entsprechenden Datenbank vorgestellt werden. Zwar ist der Hort bereits in den 1980er Jahren ausgewertet und publiziert worden, für eine zeitgemäße Darstellung heute gelten jedoch andere Vorgaben der Beschreibung und Präsentation. Im Rahmen der Übung können die Studierenden daran mitarbeiten.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Das Deutsche Kaiserreich in der Kontroverse

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Das Kaiserreich ist während des letzten halben Jahrhunderts eine der umstrittensten Epochen der deutschen Geschichte gewesen. Die Kontroversen darüber setzen sich bis heute fort. Das Seminar wird auf der Grundlage zentraler Texte die Gelegenheit geben, sich in diese einzuarbeiten und die Natur des Kaiserreichs vertiefend zu diskutieren.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018)

Das Revolutionsjahr 1917/18 in Russland

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Die Vorlesung untersucht zum einen die Hintergründe der Februarrevolution von 1917, die zur Abdankung von Nikolaus II. sowie zum Ende der Monarchie im Russischen Reich überhaupt geführt haben. Zum anderen werden die Faktoren analysiert, die noch im selben Jahr die erfolgreiche Durchführung einer zweiten Revolution, der Oktoberrevolution, ermöglichten.

Dieses Ereignis hat die Welt für Jahrzehnte grundlegend verändert. War es unumgänglich oder hätte es alternative Entwicklungswege geben können? Diesen Fragen geht die Veranstaltung nach und fragt nach personellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Handlungsoptionen zwischen Anfang 1917 und Anfang 1918.

 

Diese Vorlesung kann auch für die Module der BA-PO 2013 (Studienbeginn oder Fachwechsel ab Wintersemester 2016/2017) angerechnet werden. Außerdem ist es auch möglich, sich die Veranstaltung für den Fachübergreifenden Wahlpflichtbereich anrechnen zu lassen.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2521.HS 5F (Z 218)

Das deutsche Kaiserreich 1871-1918

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Zwischen Reichsgründung und erstem Weltkrieg wurde Deutschland zum Industriestaat und einer hochgradig politisierten Massengesellschaft. Am Beispiel ausgewählter Themen der Zeit wird in zentrale Techniken historischen Arbeitens eingeführt.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Deportation – Kollaboration – Rehabilitierung. Die Sowjetdeutschen von 1941 bis 1964

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

Der Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges am 22.6.1941 war ein gravierender Einschnitt in der Geschichte der Deutschen in der Sowjetunion. Die Mehrheit der Sowjetdeutschen wurde unter dem Vorwurf der Kollaboration mit den deutschen Angreifern in östliche Gebiete der Sowjetunion deportiert und zur Zwangsarbeit in der „Arbeitsarmee“ gezwungen. Auch nach Kriegsende blieben die Sowjetdeutschen als „Sondersiedler“ in ihren Rechten massiv eingeschränkt, bis ab 1955 die Aufhebung der Zwangsmaßnahmen begann und 1964 eine teilweise Rehabilitierung erfolgte.

Ein bedeutender Teil der Deutschen in der Ukrainischen Sowjetrepublik war indes nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion unter deutsche Besatzungsherrschaft geraten. Im Seminar soll zum einen der Umgang der nationalsozialistischen Institutionen mit den „Volksdeutschen“ betrachtet und zum anderen der Frage der Kollaboration und der Beteiligung der Sowjetdeutschen am Holocaust nachgegangen werden.

Das Aufbauseminar soll nicht allein der Vermittlung eines Überblick über die Geschichte einer nationalen Minderheit während des und nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch der Vertiefung grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens dienen.

Voraussetzungen für die Modulabschlussprüfung sind neben der aktiven Teilnahme und der Erledigung kleinerer Aufgaben die Übernahme eines Referates sowie die Anfertigung einer benoteten, schriftlichen Hausarbeit. Ebenfalls wird die Bereitschaft zur Rezeption englischsprachiger Fachliteratur erwartet.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.66

Der "Dichterpräsident" Václav Havel als Außenpolitiker: Auf der schwierigen Suche nach der außenpolitischen Identität einer neuen Demokratie

Nina Reuter

Die Blockveranstaltung gibt tiefere Einblicke in die politischen Grundüberzeugungen und Strategien von Václav Havel, dem bekannten tschechischen Dramatiker, Dissidenten und nach der politischen Wende 1989 auch dem Präsidenten der Tschechoslowakei bzw. der Tschechischen Republik (1989-2003) im Bereich der Außenpolitik. Besondere Aufmerksamkeit wird seinen europapolitischen Vorstellungen sowie seinem unermüdlichen Bestreben um die Aussöhnung zwischen Tschechen und Deutschen gewidmet. Im Rahmen der Veranstaltung kommen mehrere literarische und politische Texte Václav Havels zur Analyse und Diskussion. Am Beispiel der Arbeits- und Funktionsweise der tschechischen Präsidentschaftskanzlei (Arbeitsbereiche Außenpolitik und Protokoll) in den Jahren 1990-2003 soll auch der Blick „hinter die Kulissen“ vermittelt werden, und zwar in der Phase der institutionellen Stabilisierung der außenpolitischen Institutionen und Strukturen einer erneuerten Demokratie im zentralen Europa. Von den Teilnehmern wird die regelmäßige Vorbereitung der Lektüre, die Bereitschaft zur Diskussionsteilnahme und die Übernahme eines Referats erwartet.

Die Teilnahme an der Vorbesprechung am 30.11.2017 ist obligatorisch.

Diese Lehrveranstaltung wird von unserem Gastdozenten der Karls-Universität Prag, Herrn PhDr. Miroslav Kunštát, Ph.D., durchgeführt.

  • 10:30 - 16:00 (Blockveranstaltung + Sa, 12.01.2018 - 13.01.2018)
  • Freitag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 19.01.2018 - 19.01.2018)
  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 30.11.2017 - 30.11.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Der Gang nach Canossa

Dr. Lars Hageneier

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Der Umgang mit wissenschaftlicher Literatur vom Mittelalter – Lesen, verstehen, abfassen

Dr. Lars Hageneier

Eine Grundbedingung wissenschaftlicher Beschäftigung mit der Geschichte besteht darin, den aktuellen Forschungsstand zum anvisierten Thema sicher zu beherrschen. Dazu bedarf es allerdings einiger Übung sowohl hinsichtlich der Recherche und Beschaffung einschlägiger Literatur aber auch hinsichtlich des rezipierenden Umgangs mit den oftmals nicht einfachen Texten.

Im Mittelpunkt der Übung steht daher die Lektüre ausgewählter neuerer Forschungsliteratur zur mittelalterlichen Geschichte sowie das Nachvollziehen ihrer jeweiligen Darstellungs- und Argumentationsstruktur. Darauf aufbauend sollen Fragen zum Abfassen eigener wissenschaftlicher Beiträge erörtert werden. Gerne darf es hierbei auch um konkrete Einzelprojekte der Studierenden gehen (Seminar-, Examensarbeiten).

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Der Zweite Weltkrieg als Visual History

Dr. Ute Caumanns

Die Visualisierung des Zweiten Weltkrieges (unter Einschluss des Holocaust) hat vor allem durch die Professionalisierung im Einsatz von Fotografie und Film eine erhebliche Dynamik entwickelt. Aber auch ältere Bildgattungen wie Zeichnungen, Kriegsgemälde und Plakate kamen weiterhin zum Einsatz. Die Übung widmet sich dieser Visualisierungsgeschichte anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Ländern und von unterschiedlichen europäischen Fronten. Eine aktive Teilnahme ist ebenso erwünscht wie die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber nicht Voraussetzung.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Deutsch-französische Geschichte 1945-1990

Guido Thiemeyer

"Von der Erbfeindschaft zur Freundschaft", das ist das gängige Klischee, das den deutsch-französischen Beziehungen in der Nachkriegszeit anhaftet. Dies ist gewiss nicht völlig falsch, doch hat die Forschung der letzten Jahre gezeigt, dass das deutsch-französische Verhältnis sehr viel komplizierter war. Im Seminar soll die Komplexität und Widersprüchlichkeit der Beziehungen zwischen den beiden Staaten und Gesellschaften an konkreten Beispielen untersucht werden.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Deutsche Gesellschaftsgeschichte 1945-1990

Guido Thiemeyer

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Grundzüge der deutschen Gesellschaftsgeschichte seit 1945 bis zur Vereinigung von Bundesrepublik Deutschland und DDR. Besonderes Augenmerk wird auf die transnationale Verflechtung der beiden deutschen Staaten in ihren jeweiligen Blöcken und ihre Sonderbeziehung zueinander gelegt. Inwieweit gab es eine westdeutsche Gesellschaft, inwieweit kann man von einer europäischen Gesellschaft sprechen?

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2201.HS 2A (Z 336)

Deutsche in Hollywood (1910-1950)

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018)

Deutschsprachige Rektoratsreden von 1835 bis 1995

Prof. Dr. Bernd-A. Rusinek

Unter Rektoratsreden werden Bekundungen von Universitätsrektoren vor der universitären und universitätsnahen Öffentlichkeit verstanden. Die in der Regel für ein Jahr gewählten Rektoren bzw. Prorektoren (wenn der Landesherr selbst Rektor war), hielten bei Amtsantritt programmatische Reden. Adressaten waren Kollegen, Studierende sowie etwa Gäste aus dem Bildungsbürgertum, so dass die Rektoren in der Regel allgemeinverständlich sprachen. Der Umfang der gedruckten Texte beträgt im Durchschnitt 15 Seiten.

Geschichtsstudenten bekommen in der Regel keine Scheine, da diese für die Dokumentation des Studienverlaufs nicht benötigt werden. Einzige Ausnahme ist der Wahlpflichtbereich. (Mtlg. des Hist. Sem. an Verf.)

 

Pointiert: Es gibt kaum einen Bereich, der in den Rektoratsreden nicht thematisiert worden wäre.

Die Themen lassen sich in sechs Gruppen unterteilen, von denen vier für das angebotene Blockseminar von besonderem Interesse sind:

1)    Das innere Universitätsleben (z. B.: Diels, Hermann, Die Scepter der Universität. Rede, Bln., 1905; Spaeth, Joseph, Das Studium der Medizin und die Frauen, Wien 1872; Stadlbaur, Max, Über die akademische Freiheit. Rede an die Studierenden der Ludwig-Maximilians-Universität, München 1848).

2)    Gesellschaftsbezogene Themen (z. B.: Fehling, Hermann, Die Bestimmung der Frau. Ihre Stellung in Familie und Beruf, Basel 1891; Stintzing, Roderich, Die deutsche Hochschule in ihrem Verhältnisse zu der allgemeinen Bildung unserer Zeit, Erlangen 1863).

3)    Nationalsozialismus und Nachkriegszeit (z. B.: Heidegger, Martin, Die Selbstbehauptung der deutschen Universität, Freiburg 1933; Wunderle, Georg, Universität und Erziehung zum geistigen Führertum, Würzburg 1933; Kranz, H. W., Soldatentum auf rassischer Grundlage, Gießen 1941; Plank, Rudolf, Ein Ende oder ein Anfang?, Karlsruhe 1946)

4)    Schließlich bilden die Entwicklung der vom jeweiligen Rektor vertretenen Wissenschaft sowie einzelne Ergebnisse und Erkenntnisse einen wichtigen Themenblock. (Es seien genannt: Architektur, Biologie, Germanistik, Geschichtswissenschaft, Ingenieurswesen, Jura, Medizin, Philosophie, Physik, Volkswirtschaft)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten allein oder in Kleingruppen thematische Blöcke untersuchen -   Frauenstudium, Geschichtswissenschaft, Reichsgründung 1871, „Soziale Frage”, Technikhistorisches etc. - und ihre Ergebnisse in Referaten vorstellen.

Da an dem Erschließungsprojekt „Rektoratsreden” (Bayer. Akademie d. Wissenschaft) beteiligt, verfüge ich über einen Fundus von ca. 1.500 Rektoratsreden, der den Teilnehmern über „gigamove” zugänglich gemacht wird.

 

  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 13.10.2017 - 13.10.2017)
  • Freitag, 14:30 - 20:00 (Einzeltermin, 08.12.2017 - 08.12.2017)
  • Samstag, 10:30 - 20:00 (Einzeltermin, 13.01.2018 - 13.01.2018)
  • Samstag, 09:30 - 19:00 (Einzeltermin, 20.01.2018 - 20.01.2018)

Deviante Jugendliche von der Weimarer Republik bis in die 70er Jahre

Anna Schiff

„[...] der Frau nimmt die sittliche Verwahrlosung die Mutterstellung und damit der Familie die Grundlage, dem Staat und der Gesellschaft den Grundbau. Deshalb ist in der sittlichen Verwahrlosung des weiblichen Geschlechts das eigentliche Problem für Staat und Gesellschaft.“(Zaglitz, Clara: Die sittliche Verwahrlosung der weiblichen Jugend, Leipzig/ Wien, 1922, S. 621.)

Bereits im Kaiserreich hatte es erste gesetzliche Bestrebungen gegeben, die Erziehung devianter Jugendlicher zur Aufgabe des Staates zu machen. Doch erst das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz (RJWG) der Weimarer Republik schuf hierfür eine einheitliche gesetzliche Grundlage, um als »verwahrlost« eingestufte Jugendliche in Heime einweisen zu können. Dies betraf vor allem Jugendliche aus dem Proletariat. Peukert spricht hier von einem „Janusgesicht“ der Jugendfürsorge. Zwar wurde ein Instrumentarium erschaffen, um die Situation bedürftiger Jugendlicher deutlich zu verbessern, gleichzeitig entstand ein rigider Normenkatalog für Jugendliche. Doch was, wenn Jugendlichen trotz Heimerziehung deviant bleiben? Was, wenn sie revoltierten?

Das Seminar wird sich der Geschichte der anderen Jugendlichen widmen und dabei versuchen, Kontinuitäten und Diskontinuitäten im (staatlichen) Umgang mit und im öffentlichen Sprechen über jugendlicher Devianz aufzuzeigen. Eine zentrale Frage wird sein, welche Jugendliche Gegenstand öffentlicher Sorge sowie wissenschaftlichen Untersuchungen wurden – und warum. »Verwahrlosung« soll dabei als ein zentrales (bürgerliches) Deutungsmuster jugendlicher Devianz vorgestellt werden. Außerdem soll herausgearbeitet werden, dass zwar geschlechtsneutral über deviante Jugendliche gesprochen, aber keinesfalls gedacht wurde.

  • 09:30 - 16:00 (Blockveranstaltung + Sa, 08.12.2017 - 09.12.2017)
  • 09:30 - 16:00 (Blockveranstaltung + Sa, 15.12.2017 - 16.12.2017)
  • Mittwoch, 18:00 - 20:00 (Einzeltermin, 08.11.2017 - 08.11.2017)

Die „Verkaufte Braut“ unterm Hakenkreuz - Deutsche Kulturpolitik im sog. Protektorat Böhmen und Mähren (1939–1945) (Blockseminar)

Volker Mohn

Die deutsche Besatzungszeit war sicherlich keine Blütezeit der tschechischen Kultur. Dennoch: Solange tschechische Künstler bestimmte Grenzen nicht überschritten, beließ die Besatzungsmacht gezielt kulturell Freiräume. Wie bewusst dies im Einzelfall geschah, lässt sich nicht immer eindeutig beurteilen. Nischen konnten schlicht dadurch entstehen, dass auf deutscher Seite nicht genug Personal für eine flächendeckende Kontrolle zur Verfügung stand. Zum Teil wurden Freiräume aber aus pragmatischen Erwägungen heraus belassen. Kultur diente aus deutscher Sicht unter anderem als Ventil, mit dem die Tschechen ihre Ablehnung der Besatzungsmacht zum Ausdruck bringen konnte. Gleichzeitig konnte Kultur ein Druckmittel in den Händen des Regimes sein: Tschechische Stellen mussten fürchten, verbliebene Möglichkeiten zu verlieren, wenn sie sich nicht auf Kompromisse einließen.

Im Seminar werden wir auf der Grundlage ausgewählter Archivquellen und zeitgenössischer Presseartikel der Frage nachgehen, welche Bedeutung die Kulturpolitik für die Besatzungsbehörden hatte. Hierbei werden Beispiele aus den Bereichen Literatur, Theater und Musik im Vordergrund stehen. Tschechische Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich.

  • Freitag, 10:30 - 17:00 (Einzeltermin, 26.01.2018 - 26.01.2018) - 2332.01.66
  • Freitag, 10:30 - 17:00 (Einzeltermin, 19.01.2018 - 19.01.2018)
  • Freitag, 10:30 - 17:00 (Einzeltermin, 02.02.2018 - 02.02.2018)

Die Brežnev-Zeit im Film/Populäre Filme der Brežnev-Zeit

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Begleitend zum Vertiefungsseminar zur Brežnev-Zeit analysiert die Übung eine Reihe von populären Filmen der Epoche wie auch die Darstellung der „Stagnationszeit“ im Spielfilm. Viele dieser Filme erfreuen sich bis heute einer großen Beliebtheit beim Publikum und nähren auf ihre Weise eine gewisse Nostalgie nach dem „goldenen Zeitalter“, als das die Brežnev-Zeit bis heute von Vielen gesehen wird.

Die Filme spiegeln sowohl typische Probleme und Konflikte der sechziger bis achtziger Jahre (Familienprobleme, innere Leere der Protagonisten, Passivität im Arbeitsleben etc.), belegen aber auch, welche keineswegs affirmativen künstlerischen Höchstleistungen selbst in der angeblich vor allgemeiner Anpassung strotzenden Regierungszeit von Leonid Brežnev erbracht werden konnten. Gleichwohl gab es immer wieder Fälle, in denen die Filme zwar zu Ende gedreht, dann aber doch nicht öffentlich führt werden durften. Sie blieben bis zur Perestrojka unter Verschluss. Das Mainstream- ebenso wie das Autorenkino werden in der Übung berücksichtigt.

Teilnahmevoraussetzung ist die regelmäßige Vorbereitung auf die Seminarsitzungen, die Übernahme eines Kurzreferats und die aktive Beteiligung an den Diskussionen in der Veranstaltung.

  • 10:00 - 16:00 (Blockveranstaltung, 12.02.2018 - 15.02.2018) - 2332.04.61 (Z34)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 24.11.2017 - 24.11.2017)

Die Geschichte der Stadt Düsseldorf im Mittelalter

Marie Isabelle Schwarzburger

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Die Geschichte der Ufa: Kino zwischen Unterhaltung und Propaganda

Dr. Susanne Brandt

Das Seminar geschäftigt sich mit der Geschichte der UFA. Dabei kommt ausgewählten Filmen eine zentrale Rolle zu. Wir werden die Filme gemeinsam anschauen und analysieren. Von allen Teilnehmern wird erwartet, dass sie sich einem der Filme bzw. ausgewählten Regissueren widmen, d.h. zu verschiedenen Sitzungen Referate vorbereiten. Von allen Teilnehmern wird Interesse am Thema und Diskussionsfreude erwartet.  

  • Freitag, 12:30 - 16:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 27.10.2017 - 27.10.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Freitag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 27.10.2017 - 27.10.2017) - 2301.HS 3B (Z 114)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 10.11.2017 - 10.11.2017) - 2511.HS 5C (Z 346)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 24.11.2017 - 24.11.2017) - 1612.HS Ersatz (Z 598)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 08.12.2017 - 08.12.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 12.01.2018 - 12.01.2018) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 19.01.2018 - 19.01.2018) - 2201.HS 2D (Z 339)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 26.01.2018 - 26.01.2018) - 2531.HS 5K (Z 218)
  • Freitag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 10.11.2017 - 10.11.2017) - 2511.HS 5C (Z 346)

Die Grafschaft Berg

Andreas Kistner

Das ‹Bergische Land› ist allgemein bekannt, aber es gibt in jeder Abenddiskussion starke Meinungsunterschiede, was das denn nun sei (südlich Wuppertal? Gehört Altena nun noch dazu?); immer wieder fällt bei Symbolen von Städten ein roter, der bergische Löwe auf; viele kennen von Ausflügen Schloss-Burg. Was hat es damit auf sich?

Im Rahmen dieses Aufbauseminars sollen die üblichen Hilfsmittel und Arbeitsweisen anhand eines regionalhistorischen Beispiels eingeübt werden: Die Grafschaft Berg ist geradezu exemplarisch für mittelalterliche Herrschafts- und Verfassungsverhältnisse: Ein Geschlecht nicht endgültig geklärter Herkunft nimmt im 11. Jahrhundert den Aufstieg in den Rang von Grafen, schafft es eine größere Herrschaft zwischen Rhein, Sieg und Wupper zu errichten, wirkt phasenweise wesentlich bei der Besetzung des Kölner Erzstuhles mit, was in gewisser Hinsicht in der Personalunion des 1225 zwischen Schwelm und Gevelsberg ermorderten Engelberts als Erzbischof von Köln und Graf von Berg gipfelte. Die inzwischen angewachsene Familie bricht in mehrere Linien auf, die teilweise aussterben, in anderen Teilen den weiteren Aufstieg zum Herzog schaffen (1380). Dabei werden Herrschaftsrechte weiter arrondiert, so dass ein nahezu geschlossenes Herrschaftsgebiet am Rhein entsteht, dynastische Verbindungen reichen nicht nur auf die kurfürstliche Ebene des Reiches, sondern auch in das Übergangsgebiet zwischen Reich und Frankreich, was Verwicklungen mit den Anjou und etwas später den mit Herzögen von Burgund mit sich bringt.

Kulturhistorisch lassen sich die Verschiebungen bei der Präferenz von Residenz (von ländlicher Burg zu städtischer Residenz in Düsseldorf) oder Grablegen (von ländlich gelegener Zisterze zu städtischer Stiftskirche) ebenso untersuchen.

Den chronologischen Schlusspunkt bildet die Vereinigung mit dem Herzogtum Jülich unter Adolf VII. von Berg, dessen kinderloses Dahinscheiden zu einer weiteren Arrondierung führen sollte.

Wegen des lokal-/regionalhistorischen Themas bieten sich Ortsbegehungen an, so dass eine kleine Exkursion im Rahmen dieses Aufbauseminars wahrscheinlich ist.

Auf die Übung zur Düsseldorfer Stadtgeschichte von Isabelle Schwarzburger sei hier ausdrücklich verwiesen.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Die Herausbildung der „Knowledge Economy“. Wissen, Technik und Innovationen in der Industrialisierung Europas im 18. und 19. Jahrhundert

Michael Schneider

Die europäische Industrialisierung war durch technische Innovationen charakterisiert, die ihrerseits einen langen Vorlauf besaßen, der mitunter weit zurück in das europäische Mittelalter reichte. Aber auch Impulse aus anderen Weltregionen wurden aufgegriffen und mündeten im 18. Jahrhundert in eine spezifische Verdichtung technischen Wissens, die eine wesentliche Vorbedingung für die Industrielle Revolution erst in Großbritannien, dann im übrigen Europa war. Und auch für die Fortdauer der Industrialisierung war die Erzeugung neuen Wissens, zunehmend auf wissenschaftlicher Grundlage, unentbehrlich. Das Seminar will wesentliche Stränge dieser besonderen Art des Wissens freilegen und seine ökonomischen Implikationen diskutieren.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Die Süd-Expansion des Russischen Imperiums unter Katharina II.

Nina Reuter

Unter Katharina II. vollzog sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine der entscheidenden Phasen der russischen Expansion. Neben Gebieten im Westen war es vor allem die Küstenregion am nördlichen Schwarzmeer, die Katharina II. während ihrer Herrschaft zu einem integralen Bestandteil des Russischen Imperiums machte. Die Übung thematisiert in einem ersten Schritt das Russische Reich als Imperium und fragt dabei nach den Definitionen von Imperium, bevor im Anschluss auf die südlichen Gebietserweiterungen unter Katharina II. eingegangen wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Einverleibung des Krimkhanats.

Erwartet wird eine aktive Teilnahme, die Übernahme eines Referats oder wahlweise eines Diskussionspapiers sowie die Bereitschaft auch englischsprachige Literatur vorzubereiten. Kenntnisse des Russischen sind keine Voraussetzung.

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 12.01.2018 - 12.01.2018) - 2331.02.24 (Z 36)
  • 10:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 05.03.2018 - 08.03.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Die athenische Demokratie

Christoph Michels

In der direkten Demokratie Athens im 5. und 4. Jh. v.Chr. gab es keine Parteien, kein gewähltes Parlament und keine Regierung im heutigen Sinne. Die Entscheidungen wurden in dieser ersten Demokratie der Weltgeschichte vielmehr in öffentlicher Kommunikation in der Volksversammlung getroffen, zu der alle erwachsenen, männlichen Vollbürger Zugang hatten. Die Vorlesung blickt zunächst auf die Voraussetzungen dieser außergewöhnlichen politischen Ordnung, die seit den kleisthenischen Reformen den Weg einer strikten Trennung von politischem und sozialem System ging, um dann auf deren Entstehung und schließlich ihre Grundlagen zu kommen. Dabei werden nicht nur die verschiedenen Institutionen und die gesellschaftliche Gliederung thematisiert, sondern auch die spezifischen Ausprägungen des kulturellen Lebens besprochen: ‚Kunst‘ und Architektur, Theater und Feste, Philosophie und Geschichtsschreibung. Nicht zu vernachlässigen ist ferner die aggressive Machtpolitik Athens in dieser Zeit, welche die Demokratie in vielerlei Hinsicht beeinflusste und ermöglichte.


  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 13.11.2017) - 2201.HS 2D (Z 339)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 20.11.2017 - 20.11.2017) - 2521.HS 5F (Z 218)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 27.11.2017 - 05.02.2018) - 2201.HS 2D (Z 339)

Die mächtigen Frauen und Männer von Nivelles

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

Die gebildete merowingische Königstochter Gertrud (hl., gest. 659) gründete im 7. Jahrhundert ein Doppelkloster in Nivelles (bei Brüssel), das sich über die Jahrhunderte als königliches Hauskloster zu einer mächtigen und autonomen Institution entwickelte, von der noch heute ein eindrucksvoller mittelalterlicher Kirchenbau zeugt. Gertrud zog irische Wandermönche nach Nivelles und baute hier mit ihnen ein Netz der Armen- und Krankenfürsorge auf. Im Seminar sollen nicht nur das Wirken der irischen Mönche im Merowingerreich sondern auch die Rolle der Frauenkonvente für die frühen Formen der Krankenfürsorge und als Ausbildungszentren diskutiert werden

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Die nukleare Bedrohung im Spielfilm als Mittel der Kommunikation von Risiko

Daniel Theveßen

Spielfilm nimmt als Kommunikat gesellschaftliche Ideale und Wunschvorstellungen aber auch als risikobehaftet wahrgenommene Elemente der ihn umgebenden Realität auf und transkribiert sie in Form eines, auf einen Konflikt zusteuernden, geschlossenen Plots, der filmimmanenten dramaturgischen Prämissen unterworfen ist.

Insofern kommunizierten Spielfilme bereits kurz nach dem Abwurf der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki Aspekte im Umgang mit Nuklearwaffen als Risiko. Dabei folgte die Form der Kommunikation gesellschaftlichen Tendenzen und nahm im Laufe der Jahre zahlreiche Elemente auf, die wesentliche Charakteristika „Neuer Risiken“ besitzen. Im Seminar wird unter anderem der Frage nachgegangen werden, was es denn überhaupt mit dem Begriff des „Risikos“ und der Kommunikation desselben auf sich hat und wodurch sich die nukleare Bedrohung als Beispiel sogenannter „Neuer Risiken“ von den „traditionellen Risiken“ unterscheidet. In diesem Kontext werden Möglichkeiten der systematischen Filmanalyse ebenso thematisiert, wie die Rolle und der Stellenwert des Spielfilms als Quelle für Historiker im Zeitalter des Internets.

Im Verlaufe des Blockseminars sind die Teilnehmer angehalten, einen Spielfilm zu analysieren und dessen kommunizieren Elementen in Bezug auf die Eigenschaften „Neuer Risiken“ am Ende des Seminars vorzustellen.

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 27.10.2017 - 27.10.2017) - 2332.01.68
  • Montag, 10:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.02.2018 - 23.02.2018) - 2331.U1.66 (Z 46)

Digital History - Anwendungen, Möglichkeiten, Grenzen

Oliver Kiechle

In dieser Übung sollen unterschiedliche Aspekte thematisiert werden, die mit der Digitalisierung in der Geschichtswissenschaft einhergehen:

Welche Vor- und Nachteile ergeben sich durch digitalisiertes Arbeiten (z.B. in der Recherche, Literaturverwaltung, Textverarbeitung)? Welche Möglichkeiten bietet die Arbeit mit digitalisierten Quellen und wo liegen deren Grenzen? Wie muss speziell mit genuin digitalen Quellen umgegangen werden? Welche methodischen und theoretischen Anforderungen sind damit verknüpft? Wann wird die Digitalisierung selbst zum historischen Thema (z.B. die Geschichte des Internet)? Welche Chancen bieten der Geschichtswissenschaft die neuen Kommunikations- und Publikationsformen? Ändert sich mit der Digitalisierung sogar die grundlegende Definition von (Geistes-) Wissenschaft?

Die Inhalte werden mit Hilfe eines ILIAS-Lernraums vermittelt, der von Studierenden im Sommersemester erstellt wurde, und sollen dadurch auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 18.10.2017 - 18.10.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Einführung in die Alte Geschichte

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Die Einführungsvorlesung soll Studienanfängern eine erste Übersicht über die Gegenstände und Methoden der Alten Geschichte verschaffen. Materialien werden während der Vorlesung zur Verfügung gestellt.

Empfohlene Einführung:
E. Wirbelauer (Hrsg.), Oldenbourg Geschichte Lehrbuch. Antike, München 2004.
G. A. Lehmann - H. Schmidt-Glintzer (Hrsg.), WBG Weltgeschichte. Eine globale Geschichte von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. Band II: Antike Welten und neue Reiche 1200 v. Chr. bis 600 n. Chr., Darmstadt 2009.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 16.10.2017 - 29.01.2018) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Montag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 05.02.2018 - 05.02.2018) - 2301.HS 3A (Z 633)

Einführung in die transkulturelle Geschichte. Deutsch-afrikanische Beziehungen im 20. Jahrhundert

Caroline Authaler

Das Aufbauseminar richtet sich primär an StudienanfängerInnen des Faches Geschichte. Das Seminar bietet eine Einführung in die Geschichte der deutsch-afrikanischen Beziehungen, die geprägt war von Handelskontakten, Kolonialpolitik, kultureller Aneignung, bis zu den Unabhängigkeiten Afrikas, die das Verhältnis in eine „Entwicklungsbeziehung“ verwandelten.

Anhand dieser Themen Kernkompetenzen des historischen wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt. Die Studierenden erhalten beispielsweise fundierte Einblicke in die Literaturrecherche, das Zitieren wissenschaftlicher Werke, die Erstellung von Bibliographien sowie das Abfassen wissenschaftlicher Texte.

Das Aufbauseminar wird im ersten Teil von Caroline Authaler geleitet, danach übernimmt Michael Rösser.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Energiegeschichte. Fortschritt und Krisen in der Moderne

Christian Möller

Energie wandelte sich im Zuge der Industrialisierung von einem limitierenden zu einem enthemmenden Faktor von Wachstum und Wohlstand. Waren das Gewerbe und der Alltag der Menschen noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts von der Körperkraft und den regenerativen Energiequellen der Natur – Wind, Wasser und Wald – abhängig, setzte die Erschließung immer neuer Kohle- und Erdöllagerstätten eine Dynamik in Gang, die unsere Produktions- und Lebensweise, aber auch unsere natürliche Umwelt radikal veränderte. Der euphorische Fortschritts- und Wachstumsglaube, der mit dieser Entwicklung einherging, geriet mit dem Eintritt in das Atomzeitalter an einen Scheidepunkt: Die Kernspaltung versprach nicht nur saubere und unbegrenzte Energie, sondern brachte auch bis dahin ungeahnte Probleme mit sich und spaltete Gesellschaften.

Das Aufbauseminar folgt den Spuren der modernen Energiegeschichte und nimmt dabei auch die ökologischen Kehrseiten, Energiekrisen und alternative Energiequellen in den Blick. Darüber hinaus eröffnet es den Studierenden die Möglichkeit, einzelne Themenfelder in Form von Referaten und Hausarbeiten intensiv zu behandeln. Grundlegend werden daher auch Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens – von der Literaturrecherche über die Präsentation bis hin zur Verschriftlichung – besprochen und erprobt.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018)

Ethnoterritoriale Konfliktherde in Südosteuropa seit 1800

Walter Daugsch

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2491.01.65

Europa im Mittelalter

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

In den Tausend Jahren der Epoche des Mittelalters (500-1500) hat sich Europa in politischer, ökonomischer, kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht maßgeblich geformt, doch erfährt man im Geschichtsunterricht in der Regel nur sehr wenig über diese Zeit. Die Vorlesung bietet einen Überblick über die politische Geschichte, die zentralen Entwicklungen des mittelalterlichen König- und Kaisertums und der Päpste in Rom, die Entfaltung der ständisch geprägten mittelalterlichen Gesellschaft und der neuen urbanen Zentren, der Städte. Daneben sollen aber auch sozialgeschichtliche und kulturgeschichtliche Ansätze und aktuelle methodische Fragen des Geschichtsstudiums zur Sprache kommen.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 22.11.2017) - 2301.HS 3D (Z 425)
  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 29.11.2017 - 29.11.2017) - 1612.HS Ersatz (Z 598)
  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 06.12.2017 - 31.01.2018) - 2301.HS 3D (Z 425)

Forum Neuzeit - Sinn-volle Geschichten? Sehen - Hören - Riechen in der Neuzeit

PD Dr. Sabine Mecking, Dozenten des Historischen Seminars, Dr. Silke Fehlemann

Bitte beachten: Herr Dr. Leonard Schmieding ist leider am 7.11.2017 verhindert, so dass der Vortrag an einem späteren Termin im Wintersemester nachgeholt wird. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

 

17.10.2017: Der Erste Weltkrieg und die Sinne - Dr. Franziska Dunkel, Stuttgart

7.11.2017: Sinneserfahrung Restaurant. Deutsche Gastronomie in San Francisco im frühen zwanzigsten Jahrhundert - Dr. Leonard Schmieding, Washington D.C.

14.11.2017: Sinnvoll fühlen. Analytisches Potential und methodische Wege der Emotionsgeschichte - Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock, Dresden

28.11.2017: Der Klang der neuen Zeit. Zur Geschichte des Hörens in der langen Jahrhundertwende 1880-1930 - Dr. Daniel Morat, Berlin

13.12.2017 (Mittwoch), 16:30-18:00 Uhr, Geb. 23.12 Raum 4.24: Zwischen Unterground und Untergrund. Drogenrausch in Deutschland und England der 1960er/70er Jahre - Prof. Dr. Klaus Weinhauer, Bielefeld (gemeinsame Veranstaltung mit dem Forum Medizingeschichte)

19.12.2017: „Gewaltlust” – eine historiographische Kategorie? Überlegungen zur genozidalen Gewalt im 20. Jahrhundert - Prof. Dr. Habbo Knoch, Köln

9.1.2018: Die sinnliche Wahrnehmung des Übersinnlichen. Spiritismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Schnittfeld von Religions- und Mediengeschichte – PD Dr. Klaus Große Kracht, Münster

23.1.2018: Grenzerfahrungen im Eisenbahnzeitalter. Reisende und die sinnliche Erfahrung des Russischen Vielvölkerreiches - Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk, Basel

 

Ort: Vortragsraum der Universitätsbibliothek (Geb. 24.41)

Kontakt: Dr. Silke Fehlemann (fehlemas@phil.hhu.de)

             Prof. Dr. Sabine Mecking (mecking@phil.hhu.de)

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018)

Frauen im bewaffneten Kampf - Deutschland und Italien in den 1970ern

Mareen Heying

Die zeitgenössische und aktuelle mediale Darstellung und die wissenschaftliche Literatur zu bewaffneten Gruppen stehen meist diametral zu den Selbstdarstellungen der Menschen, die im bewaffneten Kampf aktiv waren. Frauen, die sich über ihre Zeit als „Kämpferin” geäußert haben, weisen einen frauenspezifischen oder feministischen Zugang zum bewaffneten Kampf zurück. Sie begriffen sich nicht als Frauen, sondern primär als Revolutionäre und Kämpfer für ein politisches Ziel. Inwieweit Geschlechterunterschiede eine Rolle spielten, soll vor allem anhand der beiden Gruppen Rote Armee Fraktion (RAF) und Brigate Rosse (BR) erarbeitet werden. Neben der Innensicht der Gruppen sollen auch Blicke von außen analysiert und gefragt werden, wie und warum zeitgenössische Medien die Partizipation von Frauen im bewaffneten Kampf zu erklären versuchten.

Neben Sekundärliteratur zum bewaffneten Kampf und biographischen Darstellungen über einzelne Protagonistinnen wird mit autobiographischen Interviews von Frauen gearbeitet, die in Deutschland und Italien im bewaffneten Kampf aktiv waren.

Italienischkenntnisse sind willkommen, aber keine Bedingung.

 

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Frühe Neuzeit und visual history

Kristina Hartfiel

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Geschichte der Arbeit im 20. Jahrhundert

Jan Jacob Lis

Das Proseminar bietet einen Überblick über die Geschichte der Arbeit im 20. Jahrhundert. Es befasst sich mit Produktionsverhältnissen, unterschiedlichen Typen von Arbeit, historischen Veränderungen und nicht zuletzt mit dem Alltag und der Organisierung von Arbeiterinnen und Arbeitern.

Dem Charakter eines Proseminars entsprechend wird die Einführung in zentrale Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund stehen. Voraussetzung für die Teilnahme sind die Bereitschaft zur vorbereitenden Textlektüre und aktiven Mitarbeit, sowie die Übernahme eines Referats.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Geschichte der Frühen Neuzeit / Geschichtstheorie

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Das Kolloquium ist in erster Linie ein Forum für die Vorstellung von Abschlussarbeiten (Master & Dissertation), soll darüber hinaus aber auch Raum für die Diskussion aktueller Debatten in der Geschichte der Frühen Neuzeit und der Geschichtstheorie bieten.

Für Masterstudierende ist der Besuch des Masterforums und des Forums Neuzeit obligatorisch.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 11.10.2017 - 11.10.2017) - 2332.04.22 (Z 16)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 17.11.2017 - 17.11.2017)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 19.01.2018 - 19.01.2018)

Geschichte des Papsttums im Früh- und Hochmittelalter

Prof. Dr. Heinz Finger

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2201.HS 2B (Z 101)

Geschichte des geistigen Eigentums

Philipp Moritz Lührs

Wann und wo entstand das geistige Eigentum? Wie breitete es sich über die Welt aus? Welche Interessen waren dabei im Spiel? Und welche theoretischen Argumente wurden für und gegen das geistige Eigentum ins Feld geführt?

In der Übung werden Quellen zum geistigen Eigentum vom 17. bis zum 20. Jahrhundert analysiert.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018)

Geschichte im Radio

Michael Kuhlmann

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 02.02.2018)

Geschichte: Medien und Methoden

Dr. Susanne Brandt, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Die für Studienanfänger konzipierte Vorlesung bietet eine Einführung in die zentralen Medien der Vermittlung historischen Wissens und deren Methoden. Thematisiert wird dabei die Vielfalt historischer Darstellungen, um für deren Konstruktionscharakter zu sensibilisieren. Ziel ist die Anregung eines bewussten und kritischen Umgangs mit „der Geschichte“ sowohl als Konsument wie auch als Produzent von Geschichtsschreibung.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 31.01.2018 - 31.01.2018) - 2531.HS 5J (Z 160)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 13.12.2017 - 13.12.2017) - 2531.HS 5J (Z 160)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 06.12.2017) - 2531.HS 5K (Z 218)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.12.2017 - 24.01.2018) - 2531.HS 5K (Z 218)

Geschichtsschreibung im Mittelalter

Dr. Lars Hageneier

Die Geschichtsschreibung des Mittelalters gehört zu den wichtigsten Phänomenen bei der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Mittelalter. Wie und zu welchem Zweck wurden historische Ereignisse erinnert? Welcher Medien bediente man sich dabei, welches Geschichtsbewusstsein leitete die Autoren und was ist beim quellenkritischen Umgang mit den historiographischen Erzeugnissen aus heutiger Sicht zu bedenken?

Der Kurs führt in die gattungsmäßige Klassifizierung mittelalterlicher Geschichtsschreibung ein und behandelt herausragende Geschichtswerke der Epoche vertiefend. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf dem Früh- und Hochmittelalter. Neben reger Mitarbeit ist die Übernahme eines Kurzreferates erforderlich.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 26.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Geschlechterkonstellationen der Neuzeit

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2221.HS 2E (Z 181)

Goldenes Zeitalter der Stagnation? - Politik, Gesellschaft und Kultur der Breznev-Zeit, 1964 -1982

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Leonid Breznev (1906-1982) prägte fast zwei Jahrzehnte lang als Generalsekretär der KPdSU das Geschehen in der Sowjetunion. In der Perestrojka wurde diese Epoche als "Stagnationszeit" diskreditiert, doch die Zeitgenossen erinnern sich an die Breznev-Ära als eine Phase des wachsenden Wohlstandes und der steigenden Konsum- und Reisemöglichkeiten. Insgesamt umfasste diese Epoche weit mehr und wies eine starke innere Dynamik auf, die das Vertiefungsseminar in den Bereichen Politik, Gesellschaft und Kultur aufspüren möchte. Als wesentliche Ereignisse im Bereich Außenpolitik sind zu nennen: Kalter Krieg/Wettrüsten mit den USA, Einmarsch in Prag/Breznev-Doktrin (1968), Entspannungspolitik gegenüber Deutschland (Moskauer Verträge, 1970), Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte von Helsinki (1975), Einmarsch in Afghanistan (1979). Die sowjetische Gesellschaft wurde im Inneren durch Klientelpolitik, aber auch zunehmende Korruption geprägt, während der Staat die Bevölkerung durch den Kult um den "Großen Vaterländischen Krieg" einerseits und vor allem die Jugend ansprechende Großprojekte wie den Bau der Baikal-Amur-Magistrale (BAM) andererseits zu mobilisieren suchte. Dissidenten hingegen wurden verfolgt, in die Psychiatrie eingewiesen oder ausgebürgert (Solsenicyn, Sachalov, Kopelev), während die Parteiführung immer mehr alterte und später als Gerontokratie verspottet wurde. Die verknöcherte Ideologie mit ihren versteinerten Losungen ironisierte man als "Marxismus-Senilismus". Mit diesen verschiedenen, alles andere als langweilig-farblosen Facetten möchte sich die Veranstaltung auseinandersetzen und die späte Sowjetunion näher erkunden.

Erwartet werden neben regelmäßiger Lektüre der Materialien des Semesterapparates die Übernahme eines Referats und die rege Beteiligung an den Diskussionen.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Griechische Heiligtümer als Zentralorte einer multipolaren Welt

Christoph Michels

Innerhalb der vielgestaltigen, in ständiger Konkurrenz befindlichen griechischen Staatenwelt stellten die überregionalen und panhellenischen Heiligtümer seit der Archaik wichtige Knotenpunkte ‚internationaler‘ Kommunikation dar. Die hier stattfindenden Kulte waren trotz aller lokaler Verschiedenheiten ein einigendes Band für die antiken Hellenen. Eine zentrale Rolle spielten offenbar die staatenübergreifenden Wettkämpfe, unter denen die berühmtesten die Olympischen Spiele sind. Olympias doppelte Funktion als Zentralheiligtum von Elis einerseits und als panhellenisches Forum andererseits wird im Seminar ebenso eine zentrale Rolle spielen wie das Apollon-Heiligtum von Delphi, welches eher als Orakelstätte in Erinnerung geblieben ist. Aber auch ‚unbekanntere‘ Heiligtümer und Wettkämpfe werden angesprochen werden. Anhand ausgewählter Beispiele behandeln wir zentrale Aspekte der Heiligtümer (wie etwa ihre Rolle als „Schaufenster“ internationaler Selbstdarstellung und Erinnerungsorte, aber auch der Kultbetrieb) in der Zeit von der Archaik bis zum Hellenismus.


  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Grundkurs / Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Alte Geschichte

Benjamin Nagel

Der Grundkurs Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte und Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft.
Dieser Grundkurs soll einen punktuellen Einblick in die Ereignisgeschichte und in thematische Bereiche des klassischen Griechenlands bieten. Darüber hinaus sollen auch Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt werden.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 16.10.2017 - 02.02.2018)

Grundkurs Alte Geschichte

Christoph Michels

Der Grundkurs Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte, Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft. Im Basisseminar werden primär Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Alte Geschichte

Christoph Michels

Der Grundkurs Alte Geschichte im Basismodul Antike und Mittelalter vermittelt den Studierenden in Kombination mit den beiden Einführungsvorlesungen (Alte Geschichte, Mittelalter) einen ersten Zugang zur Geschichtswissenschaft. Im Basisseminar werden primär Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Französisch für Historiker/innen

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die ihre Vorkenntnisse der  französischen Sprache im grammatischen Bereich auffrischen und ihren Wortschatz auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften erweitern möchten.

Die wöchentlichen Veranstaltungen umfassen jeweils die Behandlung eines grundlegenden grammatischen Aspektes sowie die Übersetzung kurzer Textabschnitte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik aus Fachliteratur und Presse, um Fachvokabular, feste Wendungen, Grammatikstrukturen und kulturelles Wissen im Textzusammenhang zu erarbeiten.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Grundkurs Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Frühmittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Mittelalter

Philipp Stenzig

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018)

Grundkurs Mittelalter

Philipp Stenzig

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018)

Gute Policey - Gesellschaftsordnungen in der Frühen Neuzeit

Christoph Martin Frederik Heinrich

Gemeinwesen benötigen Grundsätze nach denen sich die Allgemeinheit zu richten hat um ein sicheres Zusammenleben zu gewährleisten. In der Frühen Neuzeit war es die sogenannte „Gute Policey” in der sich diese Leitbilder niederschlugen. Die Policeys erfassten sämtliche Bereiche des Lebens, sei es das Regierungswesen der Herrschenden oder das Alltagsleben der Menschen. Alles was die Obrigkeit unerlässlich für ein geordnetes Gemeinwesen hielt, fand sich in der Policey wieder. Sämtliche Strukturmerkmale der öffentlichen Ordnung wurden manifestiert und im Zuge des steigenden Steuerungsbedarfs der Frühen Neuzeit in den rasch zunehmenden Policeys jener Zeit niedergeschrieben.

Das Seminar untersucht anhand zeitgenössischer Quellen die Ordnungskonzepte der Gesellschaften der Frühen Neuzeit und in wie weit die Policeys tatsächlich auf das Leben der Menschen einwirkte.

 

Für eine erfolgreiche Teilnahme an dem Seminar wird die Bereitschaft zur vorbereitenden Lektüre und aktiven Mitarbeit vorausgesetzt.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2303.01.61 (Z 36)

Habiltreffen

Tobias Winnerling

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 10.10.2017 - 10.10.2017)

Heinrich III.

Julius Leonhard

Kaiser Heinrich III. (geb. 1017 - 1056) wurde als Sohn Konrads II. im Jahre 1028 zum König gewählt und gekrönt und schließlich 1046 zum Kaiser erhoben. Seine Regierungszeit wurde in der Wissenschaft als Höhepunkt kaiserlicher Machtentfaltung gewertet. Nicht nur die Unterwerfung Böhmens, sein Sieg gegen die Ungarn und der Ausbau seiner Hausmacht, sondern die Förderung der Kirchenreform, die Investitur von Bischöfen und das Eingreifen in Italien und Rom sowie die weltliche Mitsprache bei der Papstwahl waren von Erfolg geprägt. Ebenso konnte er seinem Sohn Heinrich IV. durch die Wahl der Fürsten den Weg zur Nachfolge ebnen. Erst in der Spätzeit sollten sich größere Widerstände bei den Großen des Reiches gegenüber seinem autokratisch geprägten Regierungsstil bemerkbar machen. Ziel des Seminares ist es, die Stationen und Strukturen der Herrschaft Heinrichs III. anhand ausgewählter Quellen und Literatur näher zu betrachten und die Probleme kaiserlicher Herrschaft in der Mitte des 11. Jahrhunderts einordnen zu lernen.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Hermann Müller (1876-1931), SPD-Vorsitzender, Außenminister und Reichskanzler der Weimarer Republik

Rainer Behring

Hermann Müller zählte zu den herausragenden und prägenden parlamentarisch-demokratischen Politikern der Weimarer Republik und war eine ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten. Allein eine Aufzählung seiner wichtigsten Ämter lässt daran keinen Zweifel: Er war seit 1919 Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und führte von 1920 bis 1928 ihre Reichstagsfraktion, amtierte 1919/20 als erster Außenminister der Weimarer Republik und 1920 kurzzeitig als Reichskanzler, um von 1928 bis 1930 erneut als Reichskanzler eines Kabinetts der Großen Koalition die Regierungsgeschäfte zu leiten. Müller hatte mit dem Friedensvertrag von Versailles und der Weimarer Reichsverfassung die beiden Basisdokumente der ersten deutschen Republik unterzeichnet und betrachtete das Gedeihen und die Verteidigung dieser Republik als seine politische Lebensaufgabe. Er formulierte die gedanklichen Grundlagen der Weimarer Außenpolitik als einer friedlichen Revisions- und Verständigungspolitik im Einvernehmen mit den anderen Mächten und er agierte maßgeblich auf dem staatstragenden und koalitionswilligen Flügel der deutschen Sozialdemokratie mit dem Ziel der Zusammenarbeit aller republikanischen Kräfte. Müllers Rücktritt als Reichskanzler am 27. März 1930 steht symbolisch für das Ende der Weimarer Republik als parlamentarischer Demokratie wie auch für eine Abkehr von der spezifisch republikanischen Weimarer Außenpolitik.

In dem Seminar soll das Wirken dieses gleichwohl weithin vergessenen Politikers in Erinnerung gerufen, analysiert und im Hinblick auf die Frage nach den Chancen und Problemen der Weimarer Republik kritisch diskutiert werden. Die erfolgreiche Teilnahme erfordert die mündliche Präsentation eines Textes von oder über Müller. Für die Modulabschlussprüfung ist darüber hinaus die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit nötig. Die vorbereitende Lektüre einer neueren Gesamtdarstellung zur Geschichte der Weimarer Republik wird von allen Teilnehmer/innen vorausgesetzt.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018)

Herodot und Thukydides - Die Anfänge der griechischen Geschichtsschreibung

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Herodot und Thukydides sind die Begründer der griechischen Geschichtsschreibung. Im Seminar soll anhand ausgewählter Episoden ein Verständnis für beide Autoren erarbeitet werden. Dabei geht es insbesondere um die Frage, welche Züge bei beiden Historikern verwandt sind, worin die Unterschiede bestehen und worin Thukydides in bewusster Form Herodot korrigiert. Ein Reader mit einigen Passagen wird am Anfang des Seminars zur Verfügung gestellt werden.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Histoire franco-allemande / Deutsch-französische Geschichte 1945-1963

Isabell Koch

Im Januar 1963 unterzeichneten Charles de Gaulle und Konrad Adenauer in Paris den als
„Elysée-Vertrag” bekannten Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit. Im Seminar
wollen wir uns mit den Beziehungen der BRD und Frankreich in den beiden vorangegangenen
Jahrzehnten beschäftigen. Die Jahre zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und der
Vertragsunterzeichnung 1963 brachten für die deutsch-französischen Beziehungen eine
tiefgreifende Entwicklung mit sich. Welche Ursachen hatte es, dass sich Annäherung und
Aussöhnung in so kurzer Zeit vollziehen konnten? Welche Akteure und Faktoren spielten dabei
eine Rolle?
Im Mittelpunkt der Übung steht die kritische Beschäftigung mit ausgewählten französischen (und
deutschen) Quellen. Ziel der Übung ist es einerseits, die Arbeit mit Quellen zu üben und sich
anhand dieser dem Thema anzunähern. Zudem soll die Möglichkeit geboten werden, sich in
einem Übungsrahmen speziell mit französischsprachigen Texten/Quellen auseinanderzusetzen
und somit gegebenenfalls auch sprachliche Kompetenzen auszubauen.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 12.10.2017 - 12.10.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Samstag, 09:30 - 17:00 (Einzeltermin, 16.12.2017 - 16.12.2017)
  • Freitag, 10:30 - 17:00 (Einzeltermin, 12.01.2018 - 12.01.2018)
  • Freitag, 10:30 - 17:00 (Einzeltermin, 19.01.2018 - 19.01.2018)

Imperien der Weltgeschichte

Stefanie Michels-Schneider

Ein boomendes Forschungsgebiet ist der epochenübergreifende und globalhistorische Vergleich von Imperien. Welche Kategorien und Kriterien machen ein Imperium aus? Wodurch unterscheiden sie sich? War Portugal in der frühen Neuzeit ein Imperium? Warum ist eine Begriffsgeschichte wichtig? Waren auch Gebiete in Europa kolonisiert? Wie erklärt sich die Entstehung des modernen europäischen Rassebegriffs im Kontext der Imperien?

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018)

Innere Konflikte und Bürgerkriege in der griechischen Welt

Sophie Röder

In dieser Übung wollen wir ein Phänomen unter die historische Lupe nehmen, das griechische Poleis weithin geprägt hat: staseis, also innere Konflikte oder Bürgerkriege, wie der Ausdruck meistens übersetzt wird. An einigen Beispielen aus archaischer und klassischer Zeit wollen wir anhand unterschiedlicher Quellen (z.B. Thukydides, Platon und Aristoteles) Muster, Struktur und Triebfeder dieser Auseinandersetzungen analysieren, um zu einem tieferen Verständnis über die Bedeutung von staseis für Politik und Gesellschaft der griechischen Poleis zu gelangen.

Für den Nachweis einer aktiven Teilnahme werden neben der Erwartung an die tatsächliche aktive Mitarbeit einige kleinere Aufgaben gestellt, z.B. Zusammenfassungen von Aufsätzen, Protokolle oder ein Quellenkommentar.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018)

Koloniale Spuren – (Dis-)locating Hermann von Wissmann

Stefanie Michels-Schneider

In Düsseldorf wurde 1908 eine Straße nach Hermann von Wissmann benannt. Er war während der deutschen Kolonialzeit Gouverneur in Deutsch-Ostafrika und der Kommandeur der ersten deutschen Kolonialtruppe. Bis heute wird über seinen Selbstmord spekuliert. Die Übung und die Exkursion führen in die deutsche Kolonialgeschichte und die Figur der „Kolonialhelden” ein. Verbunden wird dies mit den politischen Debatten um den Umgang mit deutscher Kolonialgeschichte.

Die Exkursion führt in das Wissmann-Museum in Österreich, zum Wissmann-Denkmal in Bad Lauterburg und das Grab Hermann von Wissmanns in Köln – und natürlich nach Bilk – zur Wissmannstr. Wir werden Gelegenheit haben, mit engagierten Personen über ihre Positionen im Umgang mit Deutschlands kolonialem Erbe zu sprechen.

Es wird ein Eigenanteil anfallen von ca. 150 Euro. Im Exkursionsmodul kann eine AP abgelegt werden.

Der Besuch von Übung und Exkursion ist verpflichtend.

Als Termin ist die Zeit vom 06.-10.März 2018 vorgesehen. 

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt. Personen, die eine AP machen möchten, bekommen Priorität, die restlichen Plätze werden verlost.

Termin der Vorbesprechung und Vergabe der Plätze ist am 20.10. (Fr). um 10.30 Uhr (Raum 23.02.U1.23).

ACHTUNG: DER TERMIN DER VORBESPRECHUNG WURDE GEÄNDERT!!!

 

 

  • (--)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 20.10.2017 - 20.10.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Lemgo – Betrachtungen einer Stadt um 1600

Nancy Lambertz

Lemgo ist heute eine kleine Stadt in Westfalen-Lippe, die weder durch sehr große Firmen, aktuell berühmte Stadtkinder oder sonstige Kapriolen auffällt. In der Frühen Neuzeit war Lemgo auf ihrem Höhepunkt der Handelstätigkeit, Mitglied der Hanse, führend im Tuchhandel. Die Bürger zeigten sich selbstbewusst gegen Restriktionen des Grafen von Lippe und setzten z. B. das Luthertum als Stadtreligion durch – sie waren in der Grafschaft die einzige Stadt mit dauerhafter Durchsetzung dieser Religion.

In dieser Übung werden die verschiedenen Aspekte einer Stadt in der Frühen Neuzeit betrachtet und damit unterschiedliche Herangehensweisen und Fragestellungen geprobt. Von dem politischen Aufbau des Rates und der Bürgermeister, sowie ihrer Stellung gegenüber dem Landesherrn, über religiöse Entscheidungen der gesamten Stadt und Auswirkungen auf den Einzelnen, wird in der Übung auch ein Blick auf die Wohnsituation von Familien in der Frühen Neuzeit, der Umgang mit Gesetzesbrechern, sowie den Regeln zum Zusammenleben geworfen.

 

Die Übung findet wöchentlich statt - regelmäßige, aktive Teilnahme sowie die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sind ausdrücklich erwünscht!

Es ist empfehlenswert (aber nicht notwendig) auch die Paläographie-Übung zu belegen, da darin thematisch passende Quellen detailliert erarbeitet werden.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Lesen von und Umgang mit volkssprachigen Quellen des Mittelalters

Philipp Trettin

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.04.22 (Z 16)

Linz zur Zeit des Nationalsozialismus - „Kulturhauptstadt des Führers“

Frederike Schneider

Mit dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich rückte Linz für kurze Zeit in den Mittelpunkt nationalsozialistischer Machtphantasien. Die Kleinstadt, in der Adolf Hitler einen Teil seiner Jugend verbracht hatte, sollte nicht nur industriell, sondern auch kulturell ausgebaut werden. 1939 wurde die Hauptstadt des Reichsgaus Oberdonau zu einer der fünf "Führerstädte" erklärt, deren Ausbau als künftiges Vorbild für nationalsozialistischen Städtebau dienen sollte. Bis in die letzten Kriegstage des Jahres 1945 setzte Hitler seine Planungstätigkeit für die "Heimatstadt Linz" fort. Die Stadt Linz und der Gau Oberdonau versuchten von der Sonderstellung in kulturpolitischer Hinsicht zu profitieren.

Das Seminar befasst sich mit verschiedenen kulturpolitischen Aspekten der Stadt Linz nach dem "Anschluss" Österreichs. Dabei sollen neben Literatur sowie zeitgenössischer Zeitungen auch Material des Oberösterreichischen Landesarchivs ausgewertet werden. Eine besondere Rolle in diesem Zusammenhang wird das Theater der Stadt Linz einnehmen. 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 16.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Masterforum/Doktorandenkolloquium

Dr. Susanne Brandt, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Guido Thiemeyer

Bei regelmäßiger Teilnahme an Masterforum und Forum Neuzeit sowie Vorstellung des Themas der Masterarbeit kann eine AP absolviert werden.

  • Donnerstag, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 23.11.2017 - 23.11.2017)
  • Donnerstag, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 18.01.2018 - 18.01.2018)

Mehr als Eisenbahn und Telefon – Geschichte von Infrastruktur(en) vom 19. bis 21. Jahrhundert

Nina Kleinöder

Gemeinhin wird „Infrastruktur“ als materielle Ausstattung eines Landes verstanden, unter die vor allem Verkehrssysteme, Kommunikations- oder Versorgungsnetze gezählt werden. Doch im Kern greift dieses Verständnis zu kurz: Neben Eisenbahn, Straßennetz, Telefon oder Müllentsorgung können auch institutionelle Einrichtungen (wie z.B. Normen) oder Arbeitskapital als Infrastruktur definiert werden. Die Übung will daher den Blick auf das breite Feld der Infrastrukturgeschichte richten, in dem nicht nur unterschiedliche thematische Bereiche (u. a. Transport/Logistik, Abfall, Energie, Kommunikation) sondern auch interdisziplinäre Fragen etwa zu kulturhistorischen Perspektiven (z. B. „Imperiale Infrastruktur“) oder technikhistorischen Ansätzen (z. B. Standardisierung und Normung) diskutiert werden.

Der Lektürekurs dient neben dem inhaltlichen Überblick „klassischer“ Infrastrukturgebiete auch der Vermittlung und Diskussion unterschiedlicher Forschungsperspektiven auf einen vermeintlich engen und weitestgehend „ausgeforschten“ Bereich. Sie richtet sich damit sowohl an Bachelor- als auch Masterstudierende; weitere Vorkenntnisse sind nicht nötig.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018)

Mentorat

Dr. Ute Caumanns

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018)

Mentorat

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Dr. Ute Caumanns

  • Montag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 16.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Dr. Ute Caumanns

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 16.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Dr. Ute Caumanns

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 20.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Marcel André Gövert

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Marius Lange

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Mentorat

Simon Justus Walter

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Nachkriegsfilme (1946-1964) im internationalen Vergleich

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Nationalsozialismus im Spielfilm

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Öffentliche Bilder über den Nationalsozialismus sind seit 1945 in der Bundesrepublik Deutschland wesentlich von Filmen geprägt worden. Gleichzeitig sind Filme über den Nationalsozialismus Kinder ihrer Zeit: Sie geben Auskunft darüber, wie die (west)deutsche Gesellschaft in verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung mit der NS-Zeit umgegangen ist, die in zunehmendem Maß einen zentralen Platz im Geschichtsverständnis gewonnen hat. Die Beschäftigung mit Filmen über den Nationalsozialismus trägt deshalb auch zu einem Verständnis der deutschen Gesellschafts- und Kulturgeschichte seit 1945 bei.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 28.11.2017) - 2201.HS 2A (Z 336)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.12.2017 - 23.01.2018) - 2201.HS 2A (Z 336)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 05.12.2017 - 05.12.2017) - 2531.HS 5J (Z 160)
  • (wöchentlich)

Oberseminar

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 24.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Oberseminar/Masterforum

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Dienstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Oberseminar/Masterforum Globalgeschichte

Stefanie Michels-Schneider

10.10. Konstituierende Sitzung

24.10. noch offen

21.11. noch offen

5.12. Workshop mit James Walvin (gemeinsam mit Eva Ulrike Pirker/Anglistik) 

16.1. Jürgen Nagel (FernUniversität Hagen). Die Welt des Islam trifft auf die Provinz Europa - oder: was das 19. Jahrhundert heute erzählen kann.

30.01. Susann Lewerenz (Universität Hamburg). Geteilte Welten. Inszenierungen des Exotischen und ArtistInnen of Color im deutschen Unterhaltungsgewerbe, 1920-1960.

 

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Oberseminar/Masterforum: Aktuelle Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Michael Schneider

In dieser Veranstaltung werden neuere Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte vorgestellt und diskutiert. Ferner kann im Masterforum in Kombination mit dem Forum Neuzeit die Masterarbeit vorgestellt und eine AP erworben werden.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018)

Ostafrikanische Perspektiven auf den deutschen Kolonialismus von ca. 1900 bis heute

Michael Rösser

Die postkoloniale Theorie hat stets gefordert, die Perspektive der „Kolonisierten“ bzw. deren „Agency“ stärker in den Fokus der Forschung zu nehmen. Diese Forderung wurde oftmals mit dem Verweis mangelnder Quellen zurückgewiesen, was einen solchen Perspektivenwechsel unmöglich mache. Zwar reicht die Quantität der Quellen afrikanischer AutorInnen sicher nicht an die von EuropäerInnen heran. Dennoch ermöglichen die vorhandenen Zeugnisse zweifelsfrei neue Perspektiven auf die (deutsche) Kolonialgeschichte. Außerdem ist zu vermuten, dass viele afrikanische Quellen aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse in der europäischen Forschung unberücksichtigt bleiben.

Diese Übung nimmt daher Quellen ostafrikanischer AutorInnen in den Fokus, wie beispielsweise Zeitzeugeninterviews aus den „Records of the Maji Maji Rising“ oder der Swahili-Dichtung. Es werden aber auch Übersetzungen swahili-sprachlicher kolonialer Druckerzeugnisse aus Deutsch-Ostafrika zu Rate gezogen. Aktuelle Interviews mit Tansaniern geben darüber hinaus Aufschluss über die Erinnerungskultur im heutigen Tansania.

  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 06.12.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Paläographie und Handschriftenkunde

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Paläographische Leseübung

Nancy Lambertz

Das Lesen alter Handschriften gehört zum Handwerkszeug des Historikers. In dieser Übung werden sowohl theoretische Grundkenntnisse als auch das Lesen von handschriftlichen und geduckten Quellen (Kurrent- oder Kanzleischriften und Fraktur des 16.-18. Jahrhunderts) erprobt. Anhand von zahlreichen praktischen Schreib- und Transkriptionsübungen werden der Umgang und das Verständnis über die Eigenarten, sowie die Zuordnung unterschiedlicher Schriften geübt. Ziel ist es, sich an schriftliche Quellen heranzutrauen, die Barriere der vermeintlichen Unleserlichkeit abzubauen.

In dieser Übung werden vermehrt Quellen aus der Lemgoer Frühen Neuzeit betrachtet. Es bietet sich an, beide Übungen parallel zu besuchen, um auch einen inhaltlichen Mehrwert gegenüber der reinen Übersetzungsarbeit zu haben.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Polnisch für Historiker

Walter Daugsch

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Praxisforum zur Berufsorientierung für BA-Studiengang Geschichte (Kubus)

Dr. Susanne Brandt

Ein wichtiges Problem bei der Suche nach einem zukünftigen Arbeitsplatz ist häufig die Frage, welches Berufsfeld überhaupt angestrebt wird bzw. angestrebt werden soll, welche Jobs und Qualifikationen man sich zutraut, was andere wohl über die eigenen Fähigkeiten denken und wie man in der Flut von Informationen, Nachrichten und Angeboten zum Arbeitsmarkt eine eigene Orientierung gewinnen kann. In der Veranstaltung ‚Praxisforum' stehen daher SIE als Person im Mittelpunkt. Während im ‚Praxisfelderseminar' die Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Berufsfeldern ihre Karrieren vorstellen, geht es nun direkt um Ihren zukünftigen Weg: Ausführlich werden wir die beruflichen Orientierungen und Chancen der SeminarteilnehmerInnen zum Thema machen und möglichst jedem und jeder eine intensive und individuelle Beratung ermöglichen. Sie sollen in den Stand versetzt werden, am Ende des Seminars Ihre beruflichen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und dann konkret die nächsten Schritte anzugehen.  Für Studierende im Bachelor- Masterstudiengang ist diese Veranstaltung die für das KUBUS-Modul verbindliche Reflexionsveranstaltung (Baustein 3), sie soll erst nach dem ersten Baustein (Praxisfelder) und dem Praxistraining besucht werden.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.05.22 (Z 18)

Protestbewegungen und Protestkulturen in der Ukraine 1953-2014

Angela Rustemeyer

Mit der Orangen Revolution von 2004 und dem Euro-Majdan von 2014 wurde die Ukraine zum Schauplatz von Massenbewegungen, die politische Umbrüche herbeiführten. Das Land brachte sich mit dem Bild einer dynamischen Zivilgesellschaft international ins Bewusstsein. Für die Akteur/-innen von 2004 und 2014 manifestiert sich in Oranger Revolution und Majdan eine starke nationale Tradition, wo ihre Gegner Unterwanderung von außen am Werk sehen.

In diesem Seminar befassen wir uns mit den Trägern zeithistorischer sozialer und nationaler Bewegungen in der Ukraine, ihren Motiven und ihren Argumenten, die oft auch Bezug auf umstrittene Themen der ukrainischen Geschichte nahmen. Ausgehend von den Epoche machenden Ereignissen des frühen 21. Jahrhunderts fragen wir nach personellen und inhaltlichen Kontinuitäten gegenüber der ukrainischen Nationalbewegung in den letzten Jahren der Sowjetunion. Wir beschäftigen uns aber auch mit den unterhalb der Massenbewegung verbliebenen oppositionellen politischen und künstlerischen Aktivitäten seit den 1950er Jahren, mit der religiösen Opposition und der Jugendkultur. Wir fragen nach dem sozialen Profil sowie der kulturellen Repräsentation von Protest in der sowjetischen Ukraine im Vergleich mit anderen Sowjetrepubliken und anderen Ländern im sozialistischen Osteuropa. Exkurse in die Filmgeschichte zeigen die Interpretation sozialer und nationaler Bewegungen in der Ukraine durch Regisseure des 20. und 21. Jahrhunderts.

Anforderungen: aktive Mitarbeit, Hausarbeit. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind nicht erforderlich; vorausgesetzt wird aber die Bereitschaft, englische Texte zu lesen.

  • 10:30 - 16:30 (Blockveranstaltung, 19.03.2018 - 23.03.2018) - 2332.01.68

Päpste und Gegenpäpste zur Zeit Friedrich Barbarossas im Spiegel ihrer Urkunden für rheinische Kirchen. Eine Einführung in die Papsturkundenlehre

Urkunden und Briefe zählen zu den wichtigsten Instrumenten, mit denen das Papsttum seinen Einfluss in der mittelalterlichen Welt geltend machte und seiner Stellung Respekt verschaffen wollte. Gerade in Zeiten heftiger Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst, wie in der Regierungszeit Friedrichs I., spiegelt sich in der Urkundenüberlieferung auch die versuchte Einflussnahme der verschiedenen Parteien wider. Insofern ist es von signifikanter Bedeutung, welcher Papst in Zeiten des Schismas für welche Empfänger Urkunden ausstellte. Zugleich manifestiert sich in dem hier zugrunde gelegten Zeitraum die Durchsetzung der päpstlichen Autorität im Arbeitsvolumen der Papstkanzlei.

In der Veranstaltung sollen diese Entwicklungen dargestellt, Grundlinien der Organisation der päpstlichen Kanzlei behandelt und die Überlieferung von Papsturkunden für rheinische Kirchen anhand von Beispielen näher beleuchtet werden. Dabei werden die verschiedenen Urkundenarten verglichen und ihre jeweiligen spezifischen Merkmale herausgearbeitet. In praktischen Leseübungen werden paläographische Grundlagen vermittelt. Die Arbeit an Originalurkunden im Landesarchiv ist vorgesehen. Eine Exkursion zur Abteilung Westfalen des Landesarchivs in Münster, wo die älteste im Original erhaltene Papsturkunden auf Papyrus nördlich der Alpen aufbewahrt wird, gehört zum Programm.

Anforderungen: Neben den üblichen Anforderungen (regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit, Lesen von Quellen) wird die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats (max. 20-30 Minuten) einschließlich Bereitstellung der Präsentation oder eines Thesenpapier vorausgesetzt. Erwartet wird auch die Bereitschaft zur Teilnahme an der Exkursion nach Münster zur Abteilung Westfalen des Landesarchivs am 19. Februar 2018.

 

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 27.10.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, (Einzeltermin, 10.11.2017 - 10.11.2017)
  • Freitag, (Einzeltermin, 24.11.2017 - 24.11.2017)
  • Freitag, (Einzeltermin, 15.12.2017 - 15.12.2017)
  • Freitag, (Einzeltermin, 12.01.2018 - 12.01.2018)
  • Freitag, (Einzeltermin, 26.01.2018 - 26.01.2018)
  • Freitag, (Einzeltermin, 02.02.2018 - 02.02.2018)
  • Freitag, (Einzeltermin, 19.01.2018 - 19.01.2018)

Quellen, Methoden und Ansätze der transkulturellen Geschichte

Caroline Authaler

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Region and Industrialization in the Nineteenth Century

Paul Lukas Hähnel

In focusing on industrialization processes in the nineteenth century, this seminar is primarily concerned with three main themes: different industrialization concepts, the industrialization as a regional phenomenon and the economic development of specific regions in central Europe. In addition to an active participation, students are required to give a presentation.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018)
  • 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 27.01.2018 - 27.01.2018)

Russisch für Historiker

Walter Daugsch

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Mittwoch, 18:30 - 20:00 (Einzeltermin, 10.01.2018 - 10.01.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Schreibwerkstatt

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Die Sache mit dem Schreiben (egal ob wissenschaftlicher oder sonstiger Art) ist eigentlich ganz einfach: Man muss es nur ausdauernd genug tun, dann lernt es sich fast von selbst. Trotzdem ist ein wenig Hilfestellung nicht ganz unangebracht, und in diesem Sinn will die Übung ein Forum bieten, damit sich alle Teilnehmenden gegenseitig bei ihren Schreibversuchen beobachten, unterstützen und kritisieren können. Obwohl es zahlreiche „Anleitungen“ auf dem Buchmarkt gibt, die suggerieren, man müsste nur ihre Rezepte befolgen, um eine „gute Schreibe“ zu erwerben, führt kein Weg an der permanenten Praxis vorbei, die im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen soll. Ein weiterer Tipp neben dem beständigen Schreiben sei noch gegeben: Lesen! Denn dadurch kann man sowohl im Guten wie auch im Schlechten sehen, wie es denn die anderen so machen: das Schreiben.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Sitzung

Stefanie Michels-Schneider

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 27.10.2017 - 02.02.2018) - 2302.U1.23 (Z 40)

Spekulation und Spekulationsblasen in Europa (18. Jahrhundert)

Priv.-Doz. Dr. Margrit Stefanie Schulte-Beerbühl

Spekulationskrisen gelten als Phänomen der modernen kapitalistischen Gesellschaft. Nach der immer noch vorherrschenden Ansicht in den Wirtschaftswissenschaften gab es in der vormodernen Zeit allenfalls Agrarkrisen. Ausgehend von dem klassischen, von Charles Kindleberger entwickelten Modell kapitalistischer Spekulationskrisen, soll dieses an ausgewählten Beispielen des 18. Jahrhunderts auf seine Anwendbarkeit hin überprüft und danach gefragt werden, inwieweit die Krisen nicht wesentlich modernere Züge aufweisen, als bisher angenommen. Die Einzelthemen werden in der ersten Sitzung vergeben.

Erwartet wird die Bereitschaft zur Erfassung und Auswertung zeitgenössischer (digitalisierter) Zeitungen und Publikationen. Das Projektseminar wird nach den ersten Sitzungen in zwei ganztätigen Blöcken fortgeführt, in denen die Studierenden über das Ergebnis ihrer jeweiligen Recherchen berichten und methodische und inhaltliche Fragestellungen diskutieren.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018)
  • 09:30 - 16:00 (Blockveranstaltung + Sa, 19.01.2018 - 20.01.2018)

Streit und Frieden in Kloster und Orden

Lena Vosding

 Das Leben in monastischen Gemeinschaften sollte von Frieden und Nächstenliebe geprägt sein - doch manchmal entsprach die Realität diesem Ideal nur noch entfernt. In zahlreichen mittelalterlichen Zeugnissen sind Streitfälle aus Männer- und Frauenkonventen überliefert, denen sich diese Übung vornehmlich widmen will. Denn hier wird nicht nur das - durch den Streitfall gestörte - Ideal des klösterlichen Gemeinschaftslebens sichtbar, sondern auch das soziale Zusammenspiel und die Stellung des jeweiligen Konvents in seinen klerikalen und laikalen Netzwerken. In der Blockveranstaltung soll daher nicht nur den Ursachen und Abläufen verschiedener Streitfälle nachgespürt, sondern auch ein Blick in die mittelalterliche Gesellschaft geworfen werden. Entscheidend ist dabei nicht zuletzt die Frage, woher die Nachrichten über den Streitfall stammen und was sich daraus schließen lässt. Enge Quellenlektüre und methodische Reflexion sind also Basis der Lehrveranstaltung. Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit, aktive Mitarbeit sowie die Übernahme kleinerer Einzelaufgaben, die in der Vorbereitungssitzung besprochen werden. Die Fähigkeit und Bereitschaft, fremdsprachige Literatur sowie Originalquellen zu bearbeiten, wird vorausgesetzt.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 26.01.2018 - 26.01.2018)
  • 10:30 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa, 16.02.2018 - 17.02.2018)

The Political System of the Second German Empire (1871-1914). Polity, Policy and Politics

Paul Lukas Hähnel

Studies of politics in the German Empire (1871-1918) occupy an important place in historical research. However, the function and the development of the political system in the German Empire has not been studied adequately. The evaluation of the federal semi-parliamentary constitutional monarchy is still controversial. Based on analyses of the constitutional body and different policy fields, this seminar examines formal and informal structures which determine policy-making processes in the German Empire. In addition to an active participation, students are required to give a presentation.     

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Theorie und Praxis des Archivs - postkolonial

Stefanie Michels-Schneider

Was ist ein Archiv? Was müssen wir wissen, bevor wir damit arbeiten können? Die Übung sensibilisiert für eine theoretische Beschäftigung mit dem Archiv, bevor Archivrecherche als Methode angewandt wird. Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf kolonialen Archiven und der Frage ob und wie nicht-europäische Stimmen darin vorkommen.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

Tschechisch für Historiker – Textanalyse und Kommunikationsförderung

Der Tschechisch-Sprachkurs bietet die Möglichkeit, vorhandene Sprachkenntnisse weiter auszubauen. Studierende mit unterschiedlichem Wissensstand treffen zusammen. Der Kurs lebt und profitiert davon. Das vorhandene Vokabular und die Grammatikkenntnisse werden durch zahlreiche Übungen vertieft. Das Lehrbuch als Grundlage für neue Grammatik, Übungen, Übersetzungen und Textanalysen wird durch Textübungen zu aktuellen Themen rund um das Land und Leute ergänzt. Die tschechischen Druck- und Onlinemedien werden zum Verständnis der lebenden Sprache herangezogen. Durch die Nutzung von Audio- und Videomaterial wird das aktive Hörverstehen gefördert. Die studienfachunabhängigen Themen erweitern den vorhandenen Wortschatz. Zu den Schwerpunkten zählen der Alltag mit allen relevanten Themen, die eigene Person, das Studium und der künftige Beruf sowie der Auslandsaufenthalt insbesondere in Tschechien mit Berichten über die Geschichte, die Kultur und die Gegenwart.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018)

Tutoium

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Tutorium

Dennis Barowsky, Bartlomiej Ondera, Kerstin Krol

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Tutorium

Dennis Barowsky, Katharina Julia Schuler, Marcel Doebel

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.26 (Z 60)

Tutorium

Dennis Barowsky, Dominic Jordan, Marieke Neuburg

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.27 (Z 34)

Tutorium

Dennis Barowsky, Patrick Hayes, Sarah Boseck

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Tutorium

Dennis Barowsky, Mona Clara Hoeborn, Alexia Ciosses

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 16.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.22 (Z 16)

Tutorium ?

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 10.10.2017 - 02.02.2018)

Verführung und Gewalt: Der Führungsnachwuchs und seine Schulung auf der NS-Ordensburg Vogelsang (Blockseminar in Vogelsang 25.-27.10.2017)

Guido Thiemeyer

Vogelsang in der Eifel war eine von drei von den Nationalsozialisten so genannten Ordensburgen im Deutschen Reich. Sie diente zunächst als Schulungsort für die kommende Elite der NSDAP. Das Seminar beschäftigt sich mit der Architektur von Vogelsang, den Inhalten der dort vermittelten Lehre und dem Personal, das an den Ordensburgen ausgebildet wurde. Es soll aber auch untersucht werden, was aus den ehemaligen Ordensjunkern wurde, welche Rolle sie im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit spielten.

  • (Blockveranstaltung, 25.10.2017 - 27.10.2017)

Verschwörungstheorien: Medialisierung (20. Jh.)

Dr. Ute Caumanns

Das Denken in verschwörungstheoretischen Kategorien durchzieht das 20. Jahrhundert wie ein Roter Faden, denn die traumatischen Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, vor allem seines Endes, und die Oktoberrevolution hinterließen zahlreiche Verlierer unter den einstigen Eliten. Die Kriegsniederlage ebenso wie die neue bolschewistische Gefahr verlangten nach erträglichen Deutungen und wurden zum Katalysator für Verschwörungstheorien. Dies zeigt sich im Aufkommen der Dolchstoßlegende in der jungen Weimarer Republik, in der weltweiten Verbreitung der „Protokolle der Weisen von Zion” oder im US-amerikanischen Antikommunismus unter zunächst J. Edgar Hoover und später auch Joseph McCarthy (First und Second Red Scare).

Verschwörungstheorien sind monokausale Deutungsmuster für komplexe Zusammenhänge und Missstände. Sie bedürfen der Vermittlung, um gesellschaftlich wirken zu können. Das Seminar wird sich deshalb mit den Produzenten und Multiplikatoren von Verschwörungstheorien befassen und dabei insbesondere die diversen Medienprodukte in Wort und Bild in den Blick nehmen. Für den Erwerb des Leistungsnachweises ist neben der mündlichen Präsentation die Erstellung einer Hausarbeit erforderlich. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind wünschenswert, jedoch nicht Bedingung für die Teilnahme.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Versuchsstation des Weltuntergangs. Das Ende der Habsburgermonarchie und die unmittelbaren Folgen 1916-1920

PD Dr. Winfrid Halder

Bereits 1914 nannte der Satiriker Karl Kraus die habsburgische Doppelmonarchie eine „Versuchsstation des Weltuntergangs“. Tatsächlich wurde die Ländermasse, welche die Habsburgerdynastie über mehrere Jahrhunderte in Mittel-, Mittelost- und Südosteuropa unter ihre Herrschaft gebracht hatte, längst vor Beginn des Ersten Weltkriegs von innen- und außenpolitischen Krisen geschüttelt. Die Ermordung des habsburgischen Thronfolgers Franz Ferdinand im Juni 1914 in Sarajewo wurde nicht zufällig zur Initialzündung des großen Krieges, der nicht nur mit dem Zusammenbruch des vor 1914 vermeintlich so viel stabileren deutschen Kaiserreichs, sondern auch mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie endete. Das Seminar nimmt deren letzte Entwicklungsphase in den Blick und zugleich die unmittelbaren Folgen ihrer Auflösung in nicht weniger als sieben Nachfolgestaaten. Diese territoriale Neuaufteilung hatte Konsequenzen, die bis heute nachwirken – die Beschäftigung damit gehört folglich nicht nur zur Geschichte Europas im 20. Jahrhunderts, sondern auch zu seiner Gegenwart.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 02.02.2018)

Visuelle Quellen zum Zweiten Weltkrieg

Dr. Ute Caumanns

Die Visualisierung des Zweiten Weltkrieges (unter Einschluss des Holocaust) hat vor allem durch die Professionalisierung im Einsatz von Fotografie und Film eine erhebliche Dynamik entwickelt. Aber auch ältere Bildgattungen wie Zeichnungen, Kriegsgemälde und Plakate kamen weiterhin zum Einsatz. Die Übung widmet sich dieser Visualisierungsgeschichte anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Ländern und von unterschiedlichen europäischen Fronten. Eine aktive Teilnahme ist ebenso erwünscht wie die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber nicht Voraussetzung. Das Blockseminar schließt mit einer Tagesexkursion am Mittwoch, den 7.2., ab.

  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (Einzeltermin, 16.01.2018 - 16.01.2018)
  • Montag, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 05.02.2018 - 05.02.2018) - 2332.01.68
  • Dienstag, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 06.02.2018 - 06.02.2018) - 2332.01.68

Vom Gerichtsverfahren gegen Zinov'ev & Kamenev bis zum Bucharin-Prozess: westliche Sichtweisen auf die stalinistischen Schauprozesse der dreißiger Jahre

Nina Reuter

Die drei großen Moskauer Schauprozesse von 1936-1938 bildeten einen Höhepunkt des stalinistischen Terrors in der Sowjetunion. In den inszenierten Verfahren sahen sich Angeklagte wie Grigorij Zinov'ev, Lev Kamenev und Nikolaj Bucharin - Personen, die die (politische) Entwicklung der frühen Sowjetunion aktiv und über Jahre mitgestaltet hatten - unglaublich bis fantastisch anmutenden Anklagevorwürfen ausgesetzt. Sie alle legten Schuldgeständnisse ab für Taten, die sie nicht begangen hatten.

Die mediale Präsenz der Moskauer Schauprozesse war dabei nicht nur in der Sowjetunion, sondern auch im Ausland hoch. Während der Prozesstage ließ die sowjetische Führung gezielt ausländische Diplomaten und Journalisten als Zuschauer im Gerichtssaal zu, um zu versuchen die Berichterstattung im Ausland in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Ziel der Übung wird es sein, sich in einem ersten Schritt zunächst einen Überblick über die drei Moskauer Schauprozesse zu verschaffen. Im Anschluss daran soll es um verschiedene Formen westlicher Berichterstattung gehen, mit besonderem Fokus auf die amerikanische Rezeption der Moskauer Schauprozesse.

Kenntnisse der russischen Sprache werden nicht vorausgesetzt, dafür aber die Bereitschaft sich auch mit englischsprachigen Texten zu beschäftigen.

Neben einer aktiven Mitarbeit kann für eine erfolgreiche Teilnahme wahlweise ein Referat gehalten oder ein Diskussionspapier eingereicht und in der Sitzung vorgestellt werden.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018)
  • Donnerstag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.12.2017 - 14.12.2017)

Vom Mäzenatentum zu Corporate Citizenship. Zivilgesellschaftliches Engagement von Unternehmen und Unternehmern im 19. und 20. Jahrhundert.

Dr. Susanne HIlger

Die gegenwärtige Bedeutung privater Mäzene und anderer außerstaatlicher Förderungsquellen ist auf die Wachstumsphase großer Vermögen nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen. Dennoch kann das Stiftungswesen auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurückblicken. Dabei folgt das zivilgesellschaftliche Engagement von Privatpersonen seit Jahrhunderten unterschiedlichen Motiven. Neben altruistischen und philantropischen Beweggründen gehörten dazu das bürgerliche Statusstreben wie auch Religiosität als Auslöser von Spendenbereitschaft. Gerade deshalb führen kulturelle Unterschiede dazu, dass das Spendenverhalten z.B. in den USA und der Bundesrepublik deutlich divergiert.

Die Übung befasst sich auf der Grundlage von einzelnen Fallbeispielen mit den historischen Erscheinungsformen des zivilgesellschaftlichen Engagements von Unternehmen und reicht vom unternehmerischen Engagement für Kultur und Bildung (von der Heydt, Rockerfeller-, Carnegie-Foundation) bis hin zu den „Big Players“ der bundesdeutschen Stiftungslandschaft wie der Bertelsmann- oder Robert-Bosch-Stiftung. Sie sollen im Hinblick auf ihre Entstehungsgeschichte, ihre inhaltliche Ausrichtung und finanziell-organisatorische Struktur und ihre jeweiligen "Märkte" untersucht werden. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der PwC-Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stattfinden.

  • Freitag, 15:00 - 16:30 (Einzeltermin, 20.10.2017 - 20.10.2017)
  • Freitag, 15:00 - 16:30 (Einzeltermin, 01.12.2017 - 01.12.2017)
  • 09:00 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa, 26.01.2018 - 27.01.2018)

Von Windhuk nach Auschwitz? Die Kontroverse um den Zusammenhang von Kolonialismus und Nationalsozialismus

Stefanie Michels-Schneider

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 13.10.2017 - 02.02.2018) - 2221.HS 2E (Z 181)

Von der Reconquista zur Feudalherrschaft – Asturien, Aquitanien und die Provence im 8.-10. Jahrhundert

Philipp Stenzig

Von Covadonga (722) über Tours und Poitiers (732), oder Clavijos (844) bis Tourtour (973) ... die asturischen und fränkischen Kampagnen in der Tarraconensis und in Septimanien sind ein zentrales Element des historischen Narratifs, aus dem die kollektive Selbstvergewisserung beiderseits der Pyrenäen schöpft. Die Erinnerung an diese Wendepunkte hat vielfach Eingang in die Nationallitteraturen gefunden, etwa in Gestalt des Rolandsliedes oder der Jakobuslegende. In diesem Vertiefungsseminar sollen einerseits die Ereignisse anhand der zeitgenössischen Quellen, zum anderen aber auch die mittelalterliche und frühneuzeitliche Rezeptionsgeschichte dieser ‘epischen’ Siege (und Niederlagen) beleuchtet werden. Beobachtungen zur territorialen Konsolidierung der strittigen Räume (in Gestalt der Neuordnung der kirchlichen und administrativen Gliederung) und zu ihrer demographischen Enwicklung stellen den kontextuellen Rahmen dieser Überlegungen dar.

Von den Teilnehmern wird die Präsentation einer Quelle oder Forschungsposition und die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit erwartet.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 02.02.2018)

Von der Residenzstadt zur Großstadt. Die Stadtentwicklung Düsseldorfs als digitale Stadtführung für das Smartphone

Jan Niko Kirschbaum

Das Projektseminar widmet sich der räumlichen Entwicklung der Stadt Düsseldorf im 19. und 20. Jahrhundert, untersucht die Ideengeschichte der Stadtentwicklung und vermittelt diese mit Hilfe der HistoriaApp by HHU, die im Sommersemester 2017 entwickelt und veröffentlicht wurde. Die Teilnehmenden verfolgen mit eigenen Touren die Entwicklung verschiedener Stadträume und Stadtteile seit dem Jahr 1800 wie dem Hofgarten, der Altstadt, dem Hafen oder Gerresheim. Es gilt zu untersuchen und in einer Tour zu vermitteln, wie sich die bestehende Stadtstruktur entwickelt hat, welche Auswirkungen dies auf den urbanen Raum hatte und welche Entwicklungen dies ausgelöst hat. Je nach Raum kann auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Am Ende des Projektseminars sollen unterschiedliche Touren die Entwicklung Düsseldorfs von der Residenzstadt zur Landeshauptstadt und Großstadt in Nordrhein-Westfalen aufzeigen.

Das Seminar findet teilweise als Blockseminar statt.

Das Seminar richtet sich primär an Bachelor-Studierende, Master-Studierende können im Rahmen eines Teamprojekts ebenfalls teilnehmen. Ein persönliches Gespräch bis zur ersten Sitzung ist hierfür obligatorisch. Terminabsprache per Mail.

  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 13.10.2017 - 13.10.2017) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 20.10.2017 - 20.10.2017) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 27.10.2017 - 27.10.2017) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 10.11.2017 - 10.11.2017) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 03.11.2017 - 03.11.2017) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 17.11.2017 - 17.11.2017)
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 01.12.2017 - 01.12.2017)
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 15.12.2017 - 15.12.2017) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 12.01.2018 - 12.01.2018) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 19.01.2018 - 19.01.2018) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 16.02.2018 - 16.02.2018) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 02.03.2018 - 02.03.2018) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 16.03.2018 - 16.03.2018) - 2332.01.68

Vorstellungen vom Neanderthaler: Das Bild einer prähistorischen Menschenform im Wandel der Zeiten

Achim Trunk

Die Übung befasst sich mit der Geschichte der wissenschaftlichen Erforschung und der kulturellen Deutungen einer als "Neanderthaler" bekannt gewordenen prähistorischen Menschenform - von den ersten Knochenfunden im Tal der Düssel 1856 bis in die Gegenwart.

Hierzu werden Quellen aus drei Bereichen herangezogen: Zum ersten wird der Neanderthaler als Gegenstand wissenschaftlicher Erörterungen in Disziplinen wie (Paläo-)Anthropologie oder Vorgeschichte betrachtet. Ein zweites Augenmerk richtet sich auf populärwissenschaftliche Darstellungen - in der einschlägigen Literatur, in Museen oder in TV-Dokumentationen. Und drittens werden Bilder vom Neanderthaler, die sich in der Unterhaltungsliteratur und im Spielfilm finden oder die von bildenden Künstlern geschaffen worden sind, in den Blick genommen.

Ziel der Übung ist es, sowohl einen Überblick über die Forschungsgeschichte als auch einen Eindruck vom Wandel allgemein verbreiteter Vorstellungen zu gewinnen. Ein Leitmotiv ist hierbei die These W. W. Howells, der Neanderthaler sein von Beginn an auch eine "Projektionsfläche für unsere eigenen Interpretationen von Geschichte" gewesen. Es soll also die Frage an die Quellen gestellt werden, wie die Vorstellungen vom Neanderthaler durch einander ablösende wissenschaftliche Paradigmen, politische Ideologien und kulturelle Strömungen beeinflusst wurden und inwieweit diese dabei - etwa in Rassendiskursen - miteinander verschränkt waren.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich)

Was ist eine Epoche?

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Historische Epochenbezeichnungen sind eine zweischneidige Angelegenheit: Alle benutzen sie, aber fast niemand ist im Streitfall davon überzeugt. Und Epochenbezeichnungen sind höchst paradox: Es werden nämlich historische Zeitabschnitte vermeintlich trennscharf voneinander geschieden mit einem höchst unscharfen, gar diffusen begrifflichen Instrument. Schließlich weiß niemand genau zu definieren, was eine Epoche denn sein soll. Die Frage danach, wie man es mit den Epochen hält, kann daher regelmäßig zu einer Gretchenfrage des historischen Selbstverständnisses werden.

Das Seminar will einerseits nach der Geschichte von Epochenbildungen fragen, will andererseits aber auch die geschichtstheoretische Frage nach dem Nutzen und Nachteil solcher Einteilungen in den Mittelpunkt rücken. Aktualität gewinnt das Thema nicht zuletzt dadurch, dass wir derzeit Zeugen der Geburt einer neuen Epoche werden, in der wir leben (sollen): das Anthropozän.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2332.01.68

Was war die Moderne?

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

In welchen Zeiten leben wir eigentlich? Und wie will man diese Zeiten angemessen benennen? Viele der aktuellen (politischen und anderweitigen) Diskussionen, die das frühe 21. Jahrhundert bestimmen, lassen sich auch auf die Verwirrung zurückführen, die angesichts fehlender (oder zu zahlreicher) epochaler Selbstbestimmungen entstehen. Behelfsmäßig bezeichnet sich die Gegenwart immer noch als ‚Moderne‘, obwohl nicht nur das Unbehagen mit dieser Moderne schon seit Längerem sehr groß ist, sondern diese auch schon mehrere Male für beendet erklärt worden ist. Nur: Wenn wir nicht in der ‚Moderne‘ leben – in was leben wir dann?

Die Vorlesung will diese Situation zum Anlass nehmen, einen Blick auf die lange Geschichte der Moderne zu werfen – die bis in das fünfte nachchristliche Jahrhundert zurückreicht. Welche begriffsgeschichtlichen Zusammenhänge verbinden sich mit der Moderne? Welche Ansprüche wurden mit der Moderne formuliert? Und welche Kritik wurde an die Moderne gerichtet? Am Ende des Semesters wird wohl kaum eine Klärung der Frage stehen, in welcher Epoche nach der Moderne wir leben. Aber zumindest sollte klarer werden, wie die Verwirrungen über solche historischen Selbstbestimmungen ausgestaltet sind.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.10.2017 - 13.11.2017) - 2201.HS 2B (Z 101)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 20.11.2017 - 20.11.2017) - 2611.HS 6A (Z 157)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 27.11.2017 - 02.02.2018) - 2201.HS 2B (Z 101)

Wirtschaftsgeschichte der USA von der Kolonialzeit bis zum 20. Jahrhundert

Michael Schneider

Unbestritten waren die Vereinigten Staaten von Amerika über weite Strecken des 20. Jahrhunderts wirtschaftliche Führungsnation der Welt. Die Vorlesung thematisiert die Frage, wie dieses Phänomen zu erklären ist, und geht dazu bis in die Kolonialzeit ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Dabei fasst die Vorlesung die wirtschaftliche Entwicklung der USA über mehr als zwei Jahrhunderte nicht als geradlinige Erfolgsgeschichte auf, sondern fragt ebenso nach Brüchen und Krisen, wie nicht zuletzt dem Bürgerkrieg in der Mitte des 19. Jahrhunderts oder der Weltwirtschaftskrise nach 1929. Die Frage nach den demographischen und institutionellen Voraussetzungen eines außerordentlich ausgedehnten Binnenmarktes wird ebenso diskutiert wie die umstrittene Rolle der Sklaverei für die Ökonomie der Südstaaten, der Einfluß der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts ebenso wie die Phasen der Prosperität und Krise nach 1945.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.10.2017 - 31.01.2018) - 2511.HS 5B (Z 218)

Wirtschaftskrisen

Lino Schneider-Bertenburg

Nicht erst seit der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2007/08 ist deutlich geworden, dass das vorherrschende ökonomische Paradigma an Grenzen stößt, wenn man die wirtschaftlichen Krisenmechanismen verstehen will. Daher lohnt sich der Blick in die Wirtschaftsgeschichte. Dieser zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten der einzelnen „Crashs“, aber auch die leicht zu unterschätzende Irrationalität der Marktakteure sowie die hohe Relevanz von politischen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren auf das Marktgeschehen.

In der Übung sollen vor allem die Wirtschaftskrisen des „langen neunzehnten Jahrhunderts“ in den Blick genommen werden, welche die Entstehung des modernen Kapitalismus begleiteten, wenn nicht sogar forcierten.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 12.10.2017 - 02.02.2018) - 2331.02.24 (Z 36)

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