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  • Alle aktuellen Lehrveranstaltungen des Instituts für Geschichtswissenschaften in alphabetischer Ordnung

Aktuelle Lehrveranstaltungen

"Die Arbeit menschlicher gestalten". Sozial-, wirtschafts- und gesellschaftspolitische Programme der 1970er-Jahre.

Nina Kleinöder, Stefan Müller

Nicht erst mit fortschreitender Digitalisierung des 21. Jahrhunderts stellt sich die Frage nach „guter Arbeit“. Bereits seit den 1970er-Jahren wurde der Begriff der „Humanisierung der Arbeitswelt“ öffentlichkeitswirksam debattiert. Eingebettet in gesellschaftspolitische Neuorientierungen von Individualisierung und Demokratisierung war dabei das Aktionsprogramm „Forschung zur Humanisierung des Arbeitslebens“ (HdA) besonders präsent. Zwar werden die sozioökonomischen Umbrüche der 1970er-Jahre in der aktuellen Historiographie über „Wertewandel“ und „Strukturbruch“ intensiv diskutiert. Allerdings stellt das konkrete Forschungsprogramm mit seiner langen Laufzeit von rund 15 Jahren und insgesamt knapp 1.500 Einzelprojekten immer noch ein Forschungsdesiderat an der Schnittstelle von Politik-, Sozial-, Wirtschafts-, Unternehmens- und Wissenschaftsgeschichte dar. Diese Programme wirken dabei bis in die Gegenwart fort, sei es in Form von positiver Identitätsbildung seitens gewerkschaftlicher Kampagnen, sei es in Form staatlicher Technologieförderung.

Ziel des Projektseminars ist es daher, das Feld zur „Humanisierung der Arbeitswelt“ für weitere Forschungsarbeiten auszuloten und dies am Beispiel der Quellenüberlieferung des Archivs der sozialen Demokratie in Bonn (z.B. Gewerkschaften, Parteien, Personennachlässe) zu vertiefen. Wöchentliche Sitzungen wechseln sich mit zwei vorab festgelegten Blockterminen ab (Mitte und Ende der Vorlesungszeit).

Aufgrund der Forschungsaufenthalte im Archiv der sozialen Demokratie ist die Teilnehmerzahl begrenzt.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68
  • Freitag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 09.06.2017 - 09.06.2017)
  • Donnerstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 22.06.2017 - 22.06.2017)
  • 10:00 - 17:00 (Blockveranstaltung, 31.07.2017 - 01.08.2017)

"Goldenes Zeitalter der Stagnation?" - Politik, Gesellschaft und Kultur der Breznev-Zeit, 1964 - 1982

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Leonid Breznev (1906-1982) prägte fast zwei Jahrzehnte lang als Generalsekretär der KPdSU das Geschehen in der Sowjetunion. In der Perestrojka wurde diese Epoche als "Stagnationszeit" diskreditiert, doch die Zeitgenossen erinnern sich an die Breznev-Ära als eine Phase des wachsenden Wohlstandes und der steigenden Konsum- und Reisemöglichkeiten. Insgesamt umfasste diese Epoche weit mehr und wies eine starke innere Dynamik auf, die das Vertiefungsseminar in den Bereichen Politik, Gesellschaft und Kultur aufspüren möchte.

 Als wesentliche Ereignisse im Bereich Außenpolitik sind zu nennen: Kalter Krieg/Wettrüsten mit den USA, Einmarsch in Prag/Breznev-Doktrin (1968), Entspannungspolitik gegenüber Deutschland (Moskauer Verträge, 1970), Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte von Helsinki (1975), Einmarsch in Afghanistan (1979).

Die sowjetische Gesellschaft wurde im Inneren durch Klientelpolitik, aber auch zunehmende Korruption geprägt, während der Staat die Bevölkerung durch den Kult um den "Großen Vaterländischen Krieg" einerseits und vor allem die Jugend ansprechende Großprojekte wie den Bau der Baikal-Amur-Magistrale (BAM) andererseits zu mobilisieren suchte. Dissidenten hingegen wurden verfolgt, in die Psychiatrie eingewiesen oder ausgebürgert (Solsenicyn, Sachalov, Kopelev), während die Parteiführung immer mehr alterte und später als Gerontokratie verspottet wurde. Die verknöcherte Ideologie mit ihren versteinerten Losungen ironisierte man als "Marxismus-Senilismus". Mit diesen verschiedenen, alles andere als langweilig-farblosen Facetten möchte sich die Veranstaltung auseinandersetzen und die späte Sowjetunion näher erkunden.

Erwartet werden neben regelmäßiger Lektüre der Materialien des Semesterapparates die Übernahme eines Referats und die rege Beteiligung an den Diskussionen.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017)

„Drum hab‘ ich mich der Magie ergeben […].“- Magische Praktiken und Anleitungen zwischen Wissenschaft und Scharlatanerie in der Zauberbuchliteratur.

Anne Erlemann

Der Glaube an die Wirksamkeit magischer Praktiken und Zaubersprüche ist zu allen Zeiten ein kulturhistorisches Phänomen. Die Bandbreite dieses Glaubens reicht von Zaubersprüchen, Artefakten, Talismanen und Tränken bis hinein in die Alchemie. Er beinhaltet Vorstellungen von Geisterwesen, Wahrsagerei und Hexerei. Vom Spätmittelalter über die frühe Neuzeit bis ins 18. Jahrhundert sammeln sich diese magischen Wissensdiskurse in der Gattung der Zauberbücher (Grimoire). Diese Quellen sollen unter Berücksichtigung der soziologischen Magietheorie von Marcel Maus und diskursanalytischen Ansätzen untersucht werden.

Inhaltlich soll den Fragen nachgegangen werden, wie und in welchen Ausformungen magische Diskurse existieren, wie sie sich legitimieren und manifestieren. Dazu werden auch Bildquellen herangezogen. Einige Werke der Zauberbuchliteratur sind in der ULB Düsseldorf vorhanden. Eine regelmäßige und aktive Teilnahme wird vorausgesetzt.

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 28.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

„Visual History“

Marius Moneth

Der Kurs erarbeitet den Kontext zur Visual History. Es wird in den Forschungsbereich der historischen Bildanalysen eingeführt und damit gearbeitet. Bestandteil des Seminars sind historische Bildanalysen und das Recherchieren relevanter Fakten und Literatur zu bildlichen Quellen sowie deren übersichtliche inhaltliche Zusammenfassung. Dabei setzt das Seminar Grundkenntnisse der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte des Ersten und Zweiten Weltkrieges voraus. Die Veranstaltung richtet sich an fortgeschrittene Studierende mit einem Interesse an forscherischem und praktisch orientiertem Lernen. Erwartet wird die Bereitschaft zu umfänglicher Lektüre und intensiver Recherche.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2491.01.64

1937. Die Welt vor 80 Jahren

PD Dr. Winfrid Halder

1937? War das was Besonderes? Dazu fällt mir erst mal nichts ein . Völlig legitim, so zu reagieren. Tatsächlich scheint das Jahr 1937 ein eher weniger wichtiges gewesen zu sein, auf den ersten Blick jedenfalls. 1936, ja, da kommt gleich die Wiederbesetzung des Rheinlandes durch die Wehrmacht auf Befehl Hitlers in den Sinn, also die endgültige und einseitige, von den einstigen Siegermächten einfach hingenommene Beseitigung der Schranken des Versailler Vertrages durch Deutschland. Oder auch an die propagandistisch hochaufgeladenen Olympischen Spiele in Berlin erinnert man sich. 1938, na klar, der "Anschluß" Österreichs im Frühjahr, die Sudetenkrise und das unselige Münchner Abkommen im Herbst, wenig später das Novemberpogrom als vorläufiger Höhepunkt der antisemitischen Verfolgung in Deutschland. Aber 1937?

Genauer besehen handelt es sich gleichwohl um ein äußerst spannendes Jahr: Vieles ist nämlich noch nicht entschieden, was uns rückschauend als Nachlebenden so klar zu sein scheint. Der seit dem Sommer 1936 tobende, brutale Bürgerkrieg in Spanien etwa kennt noch keinen Sieger - die putschenden rechten Generäle um Francisco Franco haben die Republik noch nicht niedergerungen. Spanien ist das erste Schlachtfeld, auf dem das faschistische Italien und auch NS-Deutschland militärisch intervenieren, aber auch für die Republik und gegen den Faschismus ziehen viele Freiwillige aus der ganzen Welt ins Feld - deutsche Kommunisten zu Tausenden etwa, aber auch ein Mann wie George Orwell, der in Spanien politische Lehren erfahren wird, die sich später in "Animal farm" und "1984" niederschlagen. Spanien ist der Testfall: Kann der Faschismus geschlagen werden? Und wie halten es die demokratischen Westmächte mit der Unterstützung der Republik?

Und auch in anderen Teilen der Welt ist vieles offen: Anfang 1937 tritt Franklin D. Roosevelt seine zweite Amtszeit als US-Präsident an. Sein großes Reformprogramm des "New Deal", mit dem er die USA aus der Weltwirtschaftskrise herausführen will, ist noch nicht über den Berg - und wird von Roosevelts Gegnern auf das Schärfste attackiert. Niemand hätte damals wohl dem im Rollstuhl sitzenden demokratischen Präsidenten prophezeit, dass er noch zwei weitere Wiederwahlen bestehen wird und kurz nach Beginn seiner vierten Amtszeit sterben wird - unerreichter und unerreichbarer Rekordhalter unter allen US-Präsidenten.

Und in der Sowjetunion treibt der kommunistische Diktator Stalin 1937 die brutalen "Säuberungen" auf die Spitze, Tausende werden "liquidiert", Hunderttausende werden ins das Zwangsarbeitslagersystem des "Gulag" deportiert. Und der Sowjetunion, dem Land mit der größten Armee der Welt, werden bald die erfahrenen Generäle fehlen, die 1937 den Genickschuß bekommen haben, weil Stalin jede mögliche Machtkonkurrenz fürchtete, bevor sie überhaupt da war.

Und Japan etabliert sich als Großmacht auf dem chinesischen Festland - das Massaker von Nanjing ist noch immer eines der fürchterlichsten Massenverbrechen im an Massenverbrechen wahrhaft reichen 20. Jahrhundert und belastet bis heute die chinesisch-japanischen Beziehungen. Und Papst Pius XI. versetzt den Nationalsozialisten und ihrer christentumsfeindlichen Politik mit der Enzyklika "Mit brennender Sorge" eine schallende - öffentliche - Ohrfeige. Und Amelia Earhart versucht als erste Frau um die Welt zu fliegen. Und in Zürich wird Alban Bergs Oper "Lulu" uraufgeführt, in Deutschland kann dergleichen "Entartetes" keinesfalls gehört werden. Und der Oxforder Englisch-Professor J. R. R. Tolkien veröffentlicht mit "Der Hobbit" sein erstes Fantasy-Buch. Und, und, und .

1937? Ein uninteressantes Jahr?

 

  • Freitag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2201.HS 2C (Z 101)

1968 und die Folgen - Ereignisse, Strukturen, Mythen

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards

Im Rahmen des studentischen Forschungsprojektes "1968 und die Folgen - Der Hochschulstandort Düsseldorf in den 1960er/1970er Jahren" versteht sich dieses Seminar als Einführung in das komplexe Thema "68" im internationalen Maßstab. Der Schwerpunkt wird auf der Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik zwischen den 1950er und 1970er Jahren liegen. Thematisiert werden sollen einerseits die spezifisch deutschen Bedingungen der Studentenbewegung, wie etwa die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und die Kritik an der Notstandsgesetzgebung, aber auch die Veränderungen in der Hochschullandschaft insbesondere in Nordrhein-Westfalen. Diese Perspektive wird durch die notwendige Einbindung internationaler Perspektiven erweitert, die für Vorgeschichte und Verlauf der Ereignisse weltweit von Bedeutung waren (Vietnamkrieg, Bürgerrechte, "Neue Linke", Terrorismus etc.). Zur gleichen Zeit werden jedoch auch die längerfristigen Folgen der Protestbewegung deutlich, wie sie sich beispielhaft in der Frauenbewegung, in alternativen Lebenskonzepten und schließlich in der Entstehung neuer Parteien wie den "Grünen" zeigen.

Für die Modulabschlussprüfung sind ein mündliches Referat sowie eine schriftliche Ausarbeitung Voraussetzung. Eine Themenliste wird in der ersten Sitzung ausgehändigt, die selbstverständlich offen ist für eigene Arbeitsideen.

Das Seminar kann mit der begleitend stattfindenden interdisziplinären Übung "1968 und die Folgen in Düsseldorf - Koordinationsübung im Lehrprojekt" verbunden werden.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 17.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.61 (Z 36)

1968 und die Folgen in Düsseldorf - Koordinationsübung im Lehrprojekt

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards

2018 jähren sich die weitweiten Studentenproteste der "68er" zum fünfzigsten Mal. Vor diesem aktuellen Hintergrund will das interdisziplinäre studentische Forschungsprojekt "1968 und die Folgen - Der Hochschulstandort Düsseldorf in den 1960er/1970er Jahren" zwischen dem Institut für Neuere Geschichte und dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin Studierenden verschiedener Fachbereiche bzw. Fakultäten ermöglichen, sich mit den noch wenig erforschten Protestereignissen in der Stadt und am Hochschulstandort Düsseldorf in den 1968-1978 auseinanderzusetzen. Diese Übung versteht sich an erster Stelle als Bindeglied zwischen den von beiden Lehrstühlen angebotenen Seminaren. Die Ergebnisse aus den Referaten und Forschungen sollen hier nochmals gemeinsam diskutiert werden. Sie ist jedoch ausdrücklich offen konzipiert und nicht an die Teilnahme an den anderen Seminaren, Übungen usw. des Projekts gebunden. Wer sich ganz allgemein für "1968 und die Folgen" interessiert, an den Seminaren jedoch nicht teilnehmen kann, ist herzlich willkommen.

Die Übung dient daher unterschiedlichen Zwecken: Der interdisziplinären Begegnung zwischen Medizin und Geschichte, der gemeinsamen Diskussion von aktuellen Forschungsproblemen und -ergebnissen zum Thema "1968" und schließlich der Vertiefung in das Thema anhand von Quellen und Texten. Dazu eingeladen sind ausdrücklich Studierende auch weiterer Fachbereiche.

  • Samstag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 29.04.2017 - 29.04.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Samstag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 27.05.2017 - 27.05.2017) - 2332.01.68
  • Samstag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 24.06.2017 - 24.06.2017) - 2332.01.68
  • Samstag, 10:30 - 16:00 (Einzeltermin, 29.07.2017 - 29.07.2017) - 2332.01.68

500 Jahre Reformation (1517-2017)

Priv.-Doz. Dr. Margrit Stefanie Schulte-Beerbühl

Das Praxisseminar wendet sich an Teilnehmer, die historische Ereignisse kreativ und medial umsetzen möchten. 500 Jahre Reformation bieten eine große Themenfülle, die zur Spurensuche Anlass bieten: Wer war Martin Luther? Was wollte er mit seinem Thesenanschlag? Welche Folgen hatte die Reformation für Europa? Hat Luther heute noch eine Bedeutung? Diese und andere Fragen werden im Rahmen des Praxisseminars medial aufbereitet. Lokale Konflikte, beispielsweise zwischen katholischen und evangelischen Schülern, wie sie noch in den 1950er und 1960er Jahren auftraten, können ebenfalls aufgegriffen werden. Die Teilnehmer dürfen dabei durchaus eigene Ideen einbringen und diese in Kleingruppen erarbeiten.
Das Ergebnis der Recherche soll am Ende des Seminars medial in Form von Podcasts hörbar gemacht werden. Dabei lernen die Teilnehmer die Besonderheiten des Mediums kennen. Sie sind ihr eigener Redakteur und übernehmen alle Arbeitsschritte: von der Idee über die Recherche, das Anfertigen des Skripts bis hin zum Einsprechen, Zuschneiden des Features und schließlich der Online-Stellung der Podcasts. Das Radioprojekt findet in Zusammenarbeit mit dem Hochschulradio und einer Redakteurin des Deutschlandfunks statt. Im Studio des Hochschulradios erfolgen die Aufnahme sowie der Schnitt der Sendungen. Es ist anvisiert, ausgewählte Podcasts zu einem Wettbewerb um den Bürgerpreis 2017, der als Lutherpreis ausgeschrieben wird, einzuschicken.

Feste Termine: 8./9. Juli 2017 und 15./16. Juli 2017 jeweils von 10.00-18.00 Uhr im Hochschulradio (Aufnahme und Zuschnitt der Podcasts)

  • Dienstag, 14:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2621.01.32 (Z 20)
  • 10:30 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa und So, 08.07.2017 - 09.07.2017)
  • 10:30 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa und So, 15.07.2017 - 16.07.2017)

Adolf Hitler und die Frühgeschichte der NSDAP bis 1924

Rainer Behring

Adolf Hitler und kein Ende? Nein, im Gegenteil, so scheint es: Auch in jüngster Zeit sind wieder einige wissenschaftliche Biographien des deutschen Gewaltherrschers erschienen, die suggerieren, es sei längst nicht alles zu Hitler gesagt. Eine kritische Ausgabe von Hitlers Buch "Mein Kampf" wurde publiziert. Darüber hinaus haben in den letzten beiden Jahrzehnten insbesondere Adolf Hitlers Jugend, seine soldatischen Erfahrungen während des Ersten Weltkriegs sowie seine politische Entwicklung auf dem Weg zum Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen hervorgerufen. Im Seminar sollen die Ergebnisse dieser neueren Veröffentlichungen überprüft und ihre Relevanz für die historische Entwicklung Deutschlands vor dem Hintergrund der Entwicklung der frühen NSDAP im Umfeld rechtsnationalistischer politisch-gesellschaftlicher Gruppierungen und Strömungen diskutiert werden.

Die erfolgreiche Teilnahme am Vertiefungsseminar erfordert die mündliche Vorstellung eines Kapitels aus einer der Hitler-Biographien von Joachim Fest, Ian Kershaw, Peter Longerich, Wolfram Pyta oder Volker Ullrich.

Für die benotete Abschlussprüfung ist das Verfassen einer Seminararbeit erforderlich.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Analyse von Comic-Strips von Volker Reiche. Mit Übungen im Zeichnen und Schreiben von Comics.

Dr. Susanne Brandt

  • Dienstag, 08:30 - 12:00 (Einzeltermin, 13.06.2017 - 13.06.2017)
  • Mittwoch, 08:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.06.2017 - 14.06.2017)
  • Montag, 16:30 - 20:00 (Einzeltermin, 12.06.2017 - 12.06.2017)
  • Dienstag, 12:30 - 20:00 (Einzeltermin, 13.06.2017 - 13.06.2017)

Ansätze und Methoden der Globalgeschichte

Stefanie Michels-Schneider

Das Seminar richtet sich an fortgeschrittenen Studierende im Master oder Bachelor. Es werden aktuelle Ansätze und Methoden der Globalgeschichte vorgestellt, sowie zwei externe Referent/Innen eingeladen, die über ihre aktuelle Forschung berichten.

Das Seminar bildet zusammen mit dem Forum Neuzeit 2 SWS und ist als Abschlussmodul im Master belegbar.

Interessierte sind herzlich willkommen!

Dies ist der vorläufige Ablaufplan

  • 18.04.2017 (Konstituierende Sitzung)
  • 25.04.2017 Vortrag Robbie Aitken: Cameroonians in Germany, 1884-1960 (Vortragsraum ULB)
  • 02.05.2017 (Lektüre: Conrad)
  • 09.05.2017 (Forum Neuzeit)
  • 16.05.2017 (Lektüre: Latour)
  • 23.05.2017 (Forum Neuzeit)
  • 30.05.2017 Vortrag: Dörte Lerp (Universität Köln): "Bevölkerungspolitik in Deutsch-Südwestafrika und den östlichen Provinzen Preußens 1884-1914"
  • 06.06.2017 (Forum Neuzeit)
  • 13.06.2017 (Lektüre: Stoler/Cooper)
  • 20.06.2017 (Forum Neuzeit)
  • 27.06.2017 Vortrag: Bernd Grewe (Universität Tübingen): "Koloniale Welten: Eine Geschichte des Kolonialismus in der Provinz (Freiburg)"
  • 04.07.2017 (Forum Neuzeit)
  • 11.07.2017 Stadtrundgang: Düsseldorfs Globalgeschichte (Treffpunkt ca. 15 Uhr in der Stadt, wird noch bekannt gegeben)
  • 18.07.2017 (Forum Neuzeit)
  • 25.07.2017 Vortrag: Simone Müller (Universität Freiburg) "Vergiftete Reise. Ghost Acres und die globale Ökonomie des Giftmülls"

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.66

Arbeitstagung des Arbeitskreises Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele

Tobias Winnerling

  • Samstag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 16.09.2017 - 16.09.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Samstag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 16.09.2017 - 16.09.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Samstag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 16.09.2017 - 16.09.2017) - 2331.02.26 (Z 60)
  • Samstag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 16.09.2017 - 16.09.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Ausbreitung des westlichen Mönchtums und Kirchenorganisation im Mittelalter

Philipp Stenzig

Ein erheblicher Teil der schriftlichen Quellen, die aus dem Mittelalter auf uns gekommen sind, ist in einem monastischen Kontext entstanden. Das liegt auch daran, daß im europäischen Raum Klöster und kirchliche Einrichtungen über viele Jahrhunderte wesentliche Träger der kulturellen Überlieferung waren, und geistliche Amtsträger nicht weniger als weltliche Fürsten die Organisation der mittelalterlichen Gesellschaften mitbestimmt haben. Um diese Quellen angemessen interpretieren zu können, gilt es den historischen Kontext zu verstehen, in dem sie verfaßt wurden. Daher sollen in diesem Proseminar grundsätzliche Fragestellungen und Methoden der Mediävistik anhand einer exemplarischen Auseinandersetzung mit Zeugnissen zu folgenden Gegenständen veranschaulicht werden : Genese und Ausbreitung des Mönchtums im Frankenreich, Organisationsstrukturen der Kirche im Mittelalter, kanonisches Recht, Liturgie und Organisation des Tagesablaufes im Kloster, Handelsbeziehungen und technologische Innovationen kirchlicher Akteure, Entwicklung der Baukunst, Paläographie und Buchproduktion. Einen besonderen Schwerpunkt wird die Quellen- und Literaturrecherche mit den einschlägigen Hilfsmitteln darstellen. Von den Teilnehmern der Veranstaltung wird erwartet: aktive Teilnahme, die Kurzpräsentation einer Quelle (die auch in lateinischer Sprache vorliegen kann), und eine schriftliche Ausarbeitung.

 

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Besprechung (Prof. Dr. Sabine Mecking)

  • Dienstag, 10:30 - 12:30 (Einzeltermin, 27.06.2017 - 27.06.2017) - 2332.04.22 (Z 16)

Besprechung Lernraum

Jan Niko Kirschbaum

  • Montag, 10:00 - 14:00 (Einzeltermin, 03.04.2017 - 03.04.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 17.05.2017 - 17.05.2017)
  • Mittwoch, 11:00 - 12:00 (Einzeltermin, 31.05.2017 - 31.05.2017)

Besucherbefragung in historischen und archäologischen Museen und Ausstellungen

Frank Siegmund

Im Praxisseminar wird erarbeitet, wie Besucherbefragungen in historisch ausgerichteten Museen funktionieren, welche Zielsetzungen sie verfolgen und was sie tatsächlich leisten. Es werden vorhandene Befragungsprojekte studiert und auf dieser Grundlage anschließend modellhaft ein eigenes Befragungsprojekt entwickelt und durchgeführt.

Zu Beginn des Semesters wird gemeinsam ein projektorientierter Aufgabenplan entwickelt. Für eine erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Teilnahme an den dabei vereinbarten Präsenzsitzungen sowie die sachlich korrekte und pünktliche Verfertigung der gemeinsam abgesprochenen und individuell übernommenen Aufgaben notwendig.

Aus dem gemeinsam erarbeiteten Befragungsprojekt und dessen Ergebnissen können individuelle Projektarbeiten (d.h. ein eigenes, fokussierteres und umfangreicheres Befragungsprojekt) als Grundlage einer späteren schriftlichen Hausarbeit abgeleitet werden.

  • Dienstag, 14:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2491.01.63

Blockseminar "Vogelsang" Oktober 2017 - Vorbesprechung

Guido Thiemeyer

Obligatorische Vorbesprechung zum Blockseminar von Herrn Prof. Thiemeyer in Vogelsang vom 25.-27.10.2017! Informationen zum Seminar finden Sie in den Lehrveranstaltungen zum Wintersemester 2017/2018!

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 28.09.2017 - 28.09.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Das Ende der Antike. Römische Geschichte von Justinian bis zur arabischen Expansion

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Die Geschichte der ausgehenden Antike endet mit der Konfrontation zwischen Römer und Sasaniden und dem Aufstieg des Islam zur neuen religiös-politischen Größe im Mittelmeerraum. Für die Formierung der Welt, wie wir sie kennen, einer Welt der Nationalstaaten und der Konfrontation der monotheistischen Religionen hat keine Epoche der Antike größere Bedeutung als das sechste und siebte Jahrhundert, die im akademischen Unterricht selten behandelt werden, aber zur Zeit im Fokus einer sehr aktiven dynamischen Forschungsdiskussion stehen. Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Regierungszeit Justinians und seiner Nachfolger, über die römisch-persischen Kriege, insbesondere in der Zeit des Herakleios und über die Verwandlungen in der Mittelmeerwelt im siebten Jahrhundert.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 08.05.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Montag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 15.05.2017 - 15.05.2017) - 2641.HS 6J (Z 435)
  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 22.05.2017 - 24.07.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)

Das Verhältnis zwischen dem nördlichen Rheinland und Westfalen im Mittelalter

Prof. Dr. Heinz Finger

Während die Bezeichnung "Westfalen" schon im Mittelalter vielfältig belegt ist, ist der Begriff "Rheinland" in seiner ausgeprägten Form und im heutigen Sinne eigentlich erst ein Neologismus des 19. Jahrhunderts, der allerdings eine bis in die Spätantike zurückreichende Vorgeschichte hat. Speziell für das nördliche Rheinland und Westfalen, die seit 1949 in einem Bundesland vereinigt sind, waren seit der Karolingerzeit politisch, kirchlich und teilweise auch wirtschaftlich sehr eng miteinander verbunden.

 

Besondere Schwerpunkte der Vorlesung sind: (1) Das Ausgreifen des kölnischen Machtbereichs nach Westfalen schon lange vor der Übertragung des "ducatus Westfaliae et Angariae" 1180 an die Kölner Erzbischöfe (ein nur noch formaler Vorgang). (2) Die sozioökonomische Verflechtung niederrheinischer und westfälischer Städte seit dem späten Hochmittelalter. (3) Das spätere "Ruhrgebiet" im Spätmittelalter. (4) Der Kampf des Kölner Erzstifts mit Kleve-Mark mit dem Höhepunkt in der Soester Fehde.

 

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 27.07.2017) - 2201.HS 2C (Z 101)

Der Umgang mit wissenschaftlicher Literatur vom Mittelalter – Lesen, verstehen, abfassen

Dr. Lars Hageneier

Eine Grundbedingung wissenschaftlicher Beschäftigung mit der Geschichte besteht darin, den aktuellen Forschungsstand zum anvisierten Thema sicher zu beherrschen. Dazu bedarf es allerdings einiger Übung sowohl hinsichtlich der Recherche und Beschaffung einschlägiger Literatur aber auch hinsichtlich des rezipierenden Umgangs mit den oftmals nicht einfachen Texten.

Im Mittelpunkt der Übung stehen daher die Lektüre ausgewählter neuerer Forschungsliteratur zur mittelalterlichen Geschichte sowie das Nachvollziehen ihrer jeweiligen Darstellungs- und Argumentationsstruktur. Darauf aufbauend sollen Fragen zum Abfassen eigener wissenschaftlicher Beiträge erörtert werden. Gerne darf es hierbei auch um konkrete Einzelprojekte der Studierenden gehen (Seminar-, Examensarbeiten).

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Der peloponnesische Krieg

Benjamin Nagel

Der Peloponnesischen Krieg (431-404 v. Chr.) gehört zu den bekanntesten und am besten erfassten Auseinandersetzungen der klassischen Zeit. Das verdanken wir vor allem dem Athenern Thukydides, der es sich zur (Lebens-)Aufgabe machte, den Krieg zwischen Athenern und Peloponnesiern niederzuschreiben. Dabei hatte er - zuerst als Teilnehmer und später als Exilant - die Möglichkeit das Kriegsgeschehen von beiden Seiten kennenzulernen. Sein Opus, mit dem er laut eigenen Angaben schon bei Ausbruch des Krieges begann, blieb allerdings unvollendet. 411 abbrechend sind uns die letzten Kriegsjahre durch Nachfolger erhalten, insbesondere dem Athener Xenophon.

Gerade in allgemeineren Abhandlungen gerne auf ein Aufeinandertreffen von Athen und Sparta reduziert, zeigt das Geschichtswerk des Thukydides eine Vielzahl weiterer Akteure, die auf der einen oder der anderen Seite am Krieg teilnehmen. Dass dies nicht immer freiwillig geschah und in den Gemeinden interne Spannungen und Konflikte auslöste, belegen die ausführlichen Beschreibungen von Bürgerkriegen in Korkyra oder Megara. Darüber hinaus lässt sich mit vielen der kleinen Teilnehmer auch das dynamische Kriegsgeschehen verknüpfen. In den Zentren des Kriegs, Attika und der peloponnesischen Küste, zu einem statischen Abnutzungskrieg erstarrt, entwickelte der Krieg nur an seinen Randzonen, in Nordwest-, und Nordgriechenland, sowie in der Ägäis eine gewisse Dynamik. Dabei griffen insbesondere die Lakedaimonier (Spartaner) verstärkt auf ihre lokalen Verbündeten zurück, um Vorort gegen die athenische Arché Krieg zu führen. 

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017)

Deutscher Kolonialismus in Südwestafrika

PD Dr. Sabine Mecking

Die Übung will sowohl Einblicke in die Geschichte des deutschen Kolonialismus im Allgemeinen als auch spezielle Kenntnisse zur Geschichte der deutschen Herrschaft in Südwestafrika (heute Namibia) geben. Dabei werden u.a. die Hintergründe der Erwerbung, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen, Kolonialalltag und Rassismus sowie die Erinnerungskultur fokussiert.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Deutschlands früher phantastischer Film

Daniel Theveßen

Die deutsche Filmindustrie gehörte in den Jahren vor 1945 zu den größten und einflussreichsten weltweit. In verschiedenen Phasen verarbeiteten die Filmschaffenden zahlreiche phantastische Elemente in dem noch jungen Medium. Mit ihren Ideen erweckten sie utopische und dystopische Zukunftsvisionen, adaptierten literarische Vorlagen und erschufen Bilder menschlicher und phantastischer Wesenheiten vor den Augen der Rezipienten. Damit erzeugten sie Filmsprache, deren visuellen und inhaltlichen Komponenten auch mit der heutigen populären Kultur noch fest verwoben sind.

Die Analyse der verschiedenen Phasen dieser Entwicklungen wird in der Übung ebenso fester Bestandteil sein, wie eine grundlegende Einführung in die systematische Filmanalyse.

Dabei werden inhaltliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen aber auch der Einfluss ausgewählter Personen der deutschen Filmindustrie in ihren Phasen bis 1945 anhand von Filmbeispielen näher untersucht. In diesem Zusammenhang wird die Übung aus einem Element der Gruppenarbeit bestehen, in dem ein ausgewählter Film, den Voraussetzungen des Seminars entsprechend, analysiert und am Ende der Veranstaltung dem Seminar vorgestellt wird.

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 12.05.2017 - 12.05.2017)
  • 10:00 - 16:00 (Blockveranstaltung, 14.08.2017 - 18.08.2017) - 2331.U1.66 (Z 46)

Die "Neue Ostpolitik" 1966-1973

Guido Thiemeyer

Die "Neue Ostpolitik" war eine wichtige außenpolitische Wende in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Beziehungen zu den osteuropäischen Staaten wurden durch die Verträge zwischen 1970 und 1974 auf eine neue Grundlage gestellt. Im Seminar werden verschiedene Quellenarten (diplomatische Quellen, Bildquellen, Filmquellen) vorgestellt und diskutiert. Insgesamt soll eine Einführung in die Arbeitsweise geschichtswissenschaftlicher Forschung gegeben werden.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Die Balfour Declaration

Simon Justus Walter

Im Juli 2016 kündigte die Palästinensische Autonomiebehörde mit Blick auf den anstehenden 100. Jahrestag der Balfour Declaration u. a. an, im Rahmen einer Öffentlichkeitskampagne juristische Maßnahmen gegen die britische Regierung einzuleiten. Die auf den 02. November 1917 datierte Erklärung und die anschließende Politik Großbritanniens im Nahen/Mittleren Osten bis 1948 bedeuteten demnach eine unmittelbare britische Verantwortung für die sich vermeintlich anschließende Leidensgeschichte der Palästinenser innerhalb und außerhalb der Grenzen des neuen Staates Israel. Einen Monat später griff der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu das Vorhaben in einer Rede vor den Vereinten Nationen auf, als "another example of Palestinians refusing to accept Israel's right to exist as a Jewish state."*

Was für ein Dokument war die Balfour Declaration? Welche unmittelbaren politischen Erwägungen und welche gewachsenen politischen Traditionen bewegten die britische Regierung zu ihrer Formulierung? Wie passte sie in bisher verfolgte Muster der britischen Außenpolitik mit Blick auf die erwartete politische Neuordnung des Nahen/Mittleren Ostens nach Kriegsende? Welche Rahmenbedingungen schuf die Arbeit der während des Ersten Weltkriegs in Großbritannien ansässigen und aktiven Zionisten um den späteren israelischen Staatspräsidenten Chaim Weizmann? Welche kurz- und welche langfristigen Erwartungen projizierten die verschiedenen historischen Akteure auf die Erklärung und wie vertrugen sich diese Erwartungen mit französischen und vor allem arabischen Ambitionen in der Region?


Im Seminar wollen wir diesen und weiteren Fragen rund um die Entstehung, die zeitgenössische Rezeption und die historische Bedeutung der Balfour Declaration nachgehen. Schwerpunkte des Seminars werden dabei die Auseinandersetzung mit der etablierten Forschungslandschaft und (in geringerem Maße) die gemeinsame Analyse von Quellen sein. Dementsprechend leseintensiv wird die Veranstaltung; bei deutlichem Übergewicht englischsprachiger Literatur.

 

*http://www.timesofisrael.com/palestinians-to-launch-year-long-campaign-against-crime-of-balfour-declaration/ (23.01.2017)

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017)

Die Banalität des Bösen – Hannah Arendts Theorien und das 20. Jahrhundert

Sandra Franz

  • Freitag, 13:30 - 18:00 (Einzeltermin, 19.05.2017 - 19.05.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Sonntag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 21.05.2017 - 21.05.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Samstag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 20.05.2017 - 20.05.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Die Geschichte des modernen Fußballs

Jan Jacob Lis

In aktuellen sport- und gesellschaftspolitischen Debatten um Fußball spielt das Spannungsfeld Tradition und Kommerzialisierung eine große Rolle. Die darin enthaltenen Konfliktlinien lassen sich aber bis weit in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts nachzeichnen, wie historische Debatten z.B. um die Einführung des Profitums, Sponsoring und Mäzenatentum in Fußballvereinen zeigen. Die Übung will sich kultur-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlich dem Fußball und seinen unterschiedlichen Protagonisten nähern, den Spielern, Funktionären, Mäzenen und Sponsoren, ebenso wie den Zuschauern und Fans.

Die Übung wird sich schwerpunktmäßig dem Zeitraum bis zum Zweiten Weltkrieg widmen, es ist angedacht im Wintersemester 2017/2018 ein Proseminar mit einem Schwerpunkt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts folgen zu lassen. Darüber hinaus bietet Thorsten Pomian im Sommersemester 2017 das Aufbauseminar "Fußball und Nationalsozialismus" an.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Die Kelten

Frank Siegmund

Wilde, barbarische Kriegergemeinschaften aus dem Norden: vor der Erfindung der Germanen hatten „die Kelten” diese Rolle in der antiken Welt inne. Und in der Tat: aus dem Norden kommende keltische Gemeinschaften besiedelten im 4. Jh. v.Chr. Oberitalien, keltische Krieger eroberten 387 v.Chr. Rom, attackierten 279 v.Chr. Delphi und dienten hellenistischen Herrschern in Kleinasien als Söldner. Paulus „Brief an die Galater” (i.e. Gallier; ca. 56/54 n.Chr.) zeugt von einem langen Fortbestehen dieser keltischen Gruppen in Anatolien. Nordwärts der Alpen ergänzt eine reiche archäologische Überlieferung die antiken Quellen. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die Schriftquellen und die archäologische Überlieferung, die mit dem Begriff „Kelten” verknüpft wird, arbeitet ihre Ursprünge heraus, entwickelt Vorstellungen von ihrer Geschichte, Kultur, Sozialorganisation und Wirtschaft, und verfolgt ihre Entwicklung bis zur Niederwerfung und Einbindung in das Römische Reich als Ergebnis von Caesars Gallischem Krieg (58-51 v.Chr.).

Es werden keine begleitenden Materialien zur Vorlesung ins Netz gestellt. Während der Vorlesung ggf. verteilte Handouts werden, auch bei Nachfrage, nicht nachträglich per Email versandt, sondern nur in der LV verteilt. Für ein gewinnbringendes Nachvollziehen der Vorlesung ist eine regelmäßige Teilnahme erwünscht.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 17.04.2017 - 08.05.2017) - 2201.HS 2A (Z 336)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 15.05.2017 - 15.05.2017) - 2521.HS 5D (Z 328)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 22.05.2017 - 24.07.2017) - 2201.HS 2A (Z 336)

Die Merowinger

Dr. Lars Hageneier

Als dauerhafteste Reichsgründung barbarischer Völkerschaften auf römischem Reichsgebiet am Ende der „Völkerwanderung” erwies sich diejenige der Franken. König Chlodwig († 511) gelang neben der inneren Konsolidierung des aus mehreren Kleinstämmen bestehenden Frankenvolkes und der folgenreichen Hinwendung zum katholischen Glauben auch eine gewaltige Expansion des Reiches, die weit über das romanisierte Gallien hinausreichte und die politischen und kulturellen Grundlagen des abendländischen Mittelalters legte. Das Schicksal dieses supragentilen Frankenreiches blieb über 250 Jahre untrennbar mit den Geschicken der merowingischen Herrscherfamilie verwoben. Als im Jahr 751 der faktisch machtlos gewordene letzte Merowingerkönig abgesetzt wurde, stellte dies nur oberflächlich betrachtet eine Zäsur dar. Die karolingischen Nachfolgeherrscher knüpften in fast allen Bereichen an die von den Merowingern geschaffenen und geförderten Traditionen an.

Das Seminar versucht, unter besonderer Berücksichtigung der schwierigen Quellenlage ein ereignis- und ideengeschichtliches Panorama des merowingischen Frankenreiches zu erarbeiten.

Die Übernahme eines Referates wird erwartet.

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Die Moskauer Schauprozesse in westlicher Rezeption

Nina Reuter

Die Moskauer Schauprozesse von 1936-1938 bildeten einen Höhepunkt des stalinistischen Terrors in der Sowjetunion. In den inszenierten Verfahren sahen sich die Angeklagten – darunter zahlreiche Bürgerkriegsveteranen und Personen, die die (politische) Entwicklung der frühen Sowjetunion aktiv und häufig über Jahre mitgestaltet hatten – unglaublich bis fantastisch anmutenden Anklagevorwürfen ausgesetzt. Sie alle legten Schuldgeständnisse ab für Taten, die sie nicht begangen hatten.

Die mediale Präsenz der Moskauer Schauprozesse war dabei nicht nur in der Sowjetunion, sondern auch im Ausland hoch. Während der Prozesstage ließ die sowjetische Führung gezielt ausländische Diplomaten und Journalisten als Zuschauer im Gerichtssaal zu, um zu versuchen die Berichterstattung im Ausland in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Ziel der Übung wird es sein, sich in einem ersten Schritt zunächst einen Überblick über die drei Moskauer Schauprozesse zu verschaffen. Im Anschluss daran soll es um verschiedene Formen westlicher Berichterstattung gehen, mit besonderem Fokus auf die amerikanische Rezeption der Moskauer Schauprozesse.

Kenntnisse der russischen Sprache werden nicht vorausgesetzt, dafür aber die Bereitschaft sich auch mit englischsprachigen Texten zu beschäftigen.

Neben einer aktiven Mitarbeit kann für eine erfolgreiche Teilnahme wahlweise ein Referat gehalten oder ein Diskussionspapier eingereicht und in der Sitzung vorgestellt werden.

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 07.07.2017 - 07.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • 10:00 - 16:30 (Blockveranstaltung, 04.09.2017 - 07.09.2017) - 2332.01.68

Die Provinz Gallia Belgica

PD Dr. Stefan Pfahl

Die Provinz Gallia Belgica liegt nicht an der Außengrenze (limes/ripa) des römischen Reiches. Prägend sind einerseits städtische Siedlungen (etwa Augusta Treverorum/Trier), andererseits große Landgüter vom Typ der Achshof-Villa (z. B. Reinheim). Als wesentliche Erwerbsquelle – neben der Landwirtschaft – erweist sich das Handwerk, dessen Glas- und Keramikerzeugnisse von überregionaler Bedeutung sind. Bei der Standortwahl für viele große Tempelbezirke spielte die lokale Topgraphie eine wichtige Rolle (‚Bergheiligtümer‘). Vom Selbstverständnis der Bevölkerung künden zahlreiche Gräber und Grabbauten mit Inschriften und eindrucksvollen Reliefs. Letztere sind auch stumme Zeugen einer ‚Textilindustrie‘, deren archäologischer Nachweis angesichts ‚stofflicher Vergänglichkeit‘ schwer fällt.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017)

Die Reformation in Osteuropa

Walter Daugsch

Anlässlich des Lutherjahres 2017 thematisiert die Übung die epochale Bedeutung der kirchlichen Erneuerungen im 16. Jahrhundert und ihre Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und Kultur im östlichen Europa bis ins 17. und 18. Jahrhundert. Dabei solll außer dem Wirken des Wittenberger Reformators die Reformation in ihren Verästelungen und gesellschaftlichen Zuordnungen betrachtet werden, die, zu dieser Zeit für OStmitteleuropa typisch und zum Teil darüber hinaus wirkend, eine einzigartige rechtlich gesicherte hochdifferenzierte konfessionelle und religionspolitische Struktur im Raum zwischen Ostsee und Karpaten hervorbrachte.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017)

Die Welt Homers - Dichtung und Wahrheit?

Sophie Röder

Nichts hat die Vorstellungen und Maßstäbe der Griechen von Tugend, Pflicht und Ehre entscheidender geprägt als die Epen Homers. Der Dichter gilt mithin als der Lehrer der Griechen. Doch was ist es, das er „lehrt”? Das aristokratische Ideal der Griechen? Dies als einzige Antwort zu benennen, greift sicherlich zu kurz. Im Proseminar soll untersucht werden, welche Werte und Normen die Epen und ihre Helden vermitteln, inwiefern man daraus Rückschlüsse auf die Gesellschaft Homers ziehen kann und welche Probleme sich für den Historiker ergeben, wenn er diesen Autor analysiert, der wohl mit großem zeitlichem Abstand über die mykenische Zeit schrieb.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Die britischen Inseln im frühen Mittelalter

Frank Siegmund

Das Seminar erarbeitet die Geschichte der nachrömischen Zeit auf den britischen Inseln, die im frühen 5. Jahrhundert n.Chr. mit der Einwanderung von Jüten, Angeln und Sachsen beginnt und nach dem Ende der römischen Herrschaft durch eine Vielzahl von rivalisierenden kleinen Königreichen geprägt ist. Mit dem Beginn der Wikingereinfälle und –ansiedlung ab 793 n.Chr. endet die im Seminar behandelte Epoche.

Die Lehrveranstaltung übt exemplarisch ein, sich in ein bis dato fremdes Gebiet der Geschichte einzuarbeiten und dazu eigenständige alle nötigen Recherchen durchzuführen. Kern der studentischen Leistung ist die Auswahl eines eigenen Themas, seine Erarbeitung und der Darstellung der wesentlichen Ergebnisse in einer 20-minütigen Präsentation und anschließender Fachdiskussion sowie einem 2- bis 4-seitigen Handout. Der besondere Reiz dieser Epoche liegt darin, dass sich die historische Situation und die schriftliche Überlieferung vom Frühmittelalter auf dem Kontinent deutlich unterscheiden, und dass sich eine Gesamtschau erst aus der Kombination von Schriftquellen und archäologischer Überlieferung ergibt.

Für eine erfolgreiche Teilnahme an der LV ist die Teilnahme an den beiden ersten Terminen sowie die regelmäßige Teilnahme an den nach den ersten Sitzungen vereinbarten Präsenzsitzungen erforderlich.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.70 (Z 16)

Die goldene Stadt. Prag als Hauptstadt und Residenz im späten Mittelalter

Uwe Tresp

Seit dem Hochmittelalter, unter der Herrscherdynastie der Přemysliden, hatte sich Prag fest als administratives und religiöses Zentrum des Königreichs Böhmen etabliert. Ausgehend von diesen Voraussetzungen wurde Prag ab der Mitte des 14. Jahrhunderts insbesondere unter der Herrschaft Kaiser Karls IV. (1316-1378) aus der Dynastie der Luxemburger zu einer europäischen Metropole ausgebaut. Auf seine Initiative hin wurde das Bistum Prag zum Erzbistum erhoben, er gründete hier die erste Universität nördlich der Alpen und das königliche Schloss wurde zu einer modernen Residenz ausgebaut. Der Glanz des Hofes und der neuen Bauten verschaffte der böhmischen Hauptstadt den Ruf einer „goldenen Stadt“. Vor allem war es die Gründung der Prager Neustadt 1348 – die größte planmäßige städtische Neuanlage des europäischen Mittelalters – mit ihren nachfolgenden Entwicklungen (großer Zuzug von Bevölkerung, Ausbau der geistlichen Infrastruktur durch umfangreiche Neugründung von Kirchen und Ansiedlung zahlreicher Orden usw.), die entscheidende Veränderungen mit sich brachten. Mit der Hussitischen Revolution brach diese Entwicklung teilweise ab bzw. wurden andere Schwerpunkte gesetzt, wie z.B. der Ausbau der ständischen Institutionen. Mit der Herrschaftszeit der Jagiellonen in Böhmen (1471-1526) verbindet sich dann wieder ein Anknüpfen an von Karl IV. gesetzten die luxemburgischen Traditionen unter neuen Vorzeichen.

Im Seminar sollen die wichtigsten Phasen der Stadtentwicklung Prags von der Mitte des 14. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts behandelt werden. Dabei soll insbesondere die königliche Residenz in ihrem baulichen und funktionalen Wandel sowie in ihrem Wechselspiel mit den städtischen und kirchlichen Institutionen im Mittelpunkt stehen. Für einen Leistungsnachweis werden regelmäßige aktive Teilnahme, ein Kurzreferat und eine schriftliche Hausarbeit vorausgesetzt. Mit dem Seminar wird voraussichtlich auch eine mehrtägige Exkursion verbunden sein.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Die historischen Facetten des modernen Konsums. Eine Einführung in die Konsumgeschichte

Christian Möller

Konsum prägt unseren modernen Alltag wie kaum ein anderer Aspekt des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Vom kollektiv zelebrierten Konsumrausch über den Verbraucherschutz bis hin zur Konsumkritik: Die Produktion, Aneignung und der Umgang mit Waren des täglichen Gebrauchs hat sowohl private als auch in hohem Maße politische Implikationen. Unser Konsumverhalten ist nicht nur Abbild ökonomischer Beziehungen und Ausdruck des Wohlstandes, sondern entscheidet ebenso über das Wohl und Wehe anderer Gesellschaften und hat mitunter weitreichende Folgen für die Umwelt.

Das Aufbauseminar gibt einen Überblick über das noch relativ junge Forschungsfeld der Konsumgeschichte und eröffnet den Studierenden darüber hinaus die Möglichkeit, einzelne Themenfelder intensiv in Form von Referaten und Hausarbeiten zu behandeln. Grundlegend werden daher auch Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens – von der Literaturrecherche über die Präsentation bis hin zur Verschriftlichung – besprochen und erprobt.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2481 Multimediaraum

Die kaiserliche Münzprägung im dritten Jahrhundert n. Chr.

Felix Böttcher

Die Übung gewährt einen exemplarischen Einblick in die Münzprägung der römischen Kaiser im dritten Jahrhundert und stellt hierbei grundsätzlich die methodischen Grenzen und Möglichkeiten numismatischer Quellen für die althistorische Wissenschaft zur Diskussion. Gerade für eine an literarischen Zeugnissen arme Epoche ist die Arbeit mit anderen Quellengattungen von zentraler Bedeutung. Die dichte Überlieferung der Münzprägung für den fraglichen Zeitraum und ihre Hybridfunktion - als Zahlungsmittel und Repräsentationsmedium - ermöglichen den Zugang zu unterschiedlichsten Forschungsfragen.

Die Studierenden werden im Rahmen der Veranstaltung über das digitale Münzkabinett der Heinrich-Heine-Universität und seine e-Learningfunktionen direkt an der Aufarbeitung der hiesigen Münzsammlung beteiligt.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Diskursraum Europa. - Der Spanische Bürgerkrieg und die mediale Berichterstattung

Eva Maria Holly

Der Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) war nicht nur ein rein spanischer Konflikt, sondern gleichsam ein Brennglas jener ideologischer und politischer Spannungen, die auf dem europäischen Kontinent zwischen den Ländern zu dieser Zeit bestanden und sich in Spanien in militärischen Auseinandersetzungen zeigten.

In der Blockveranstaltung werden wir uns über die Forschungsliteratur verschiedenen Themen des Spanischen Bürgerkriegs zuwenden. Diese werden wir zudem unter medienhistorischen Gesichtspunkten betrachten, indem wir gezielt die Massenmedien als historische Quelle in den Fokus nehmen und die zeitgenössische Berichterstattung verschiedener europäischer Länder über das Kriegsgeschehen in unsere Betrachtungen einbinden.

Die Studierenden sollen Referate erstellen, die auf der Forschungsliteratur basieren und diese unter Einbindung und quellenkritischer Einordnung der zeitgenössischen Berichterstattung präsentieren und diskutieren. Neben einigen vorgebenen Themen besteht die Möglichkeit, eigene Themenvorschläge einzubringen und zu bearbeiten.

Da für die Blockveranstaltung die aktive Mitarbeit der Studierenden erforderlich ist, besteht Anwesenheitspflicht. Selbständige Literatur- und Quellenrecherche sowie die Bearbeitung von Quellen in einer Fremdsprache werden vorausgesetzt.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 03.05.2017 - 03.05.2017) - 2491.01.63
  • Freitag, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 12.05.2017 - 12.05.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • 10:30 - 18:00 (Blockveranstaltung + Sa, 23.06.2017 - 24.06.2017)

Doing Hausarbeit! Übung zum Verfassen einer schriftlichen Seminararbeit

Kristina Hartfiel

Die Übung richtet sich an alle, die im Sommersemester 2017 eine Seminararbeit schreiben möchten.

Wie schreibe ich eine Hausarbeit? Dieser Frage werden wir in dem Blockseminar intensiv nachgehen. Dabei bekommen Sie am ersten Termin nochmals – Übung macht den Meister! – eine Einführung in die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Im Besonderen werden Sie die einzelnen Elemente bei der Konzipierung und Abfassung eines wissenschaftlichen Textes lernen sowie Informationen zu den formalen und stilistischen Anforderungen bekommen und all das in einem weiteren Schritt – ganz praktisch - auf Ihre persönliche (Seminar-)Arbeit anwenden: Bis zum 21. Juni 2017 erwarte ich eine vorläufige Literaturliste sowie die Nennung von 2 Texten zu Ihrem Thema, die Sie in der Sitzung am 30. Juni 2017 bearbeiten wollen. Der zweite Termin wird nämlich in der Art einer Lese- und Schreibwerkstatt sein, bei der Sie verschiedene Lesestrategien und Schreibtechniken ausprobieren können sowie Tipps zum Zeitmanagement erhalten. Darauf aufbauend übersenden Sie mir bitte bis zum 21. Juli 2017 eine vorläufige Gliederung zu Ihrem Thema sowie eine erste schriftliche Ausführung in Form der Einleitung. Der letzte Präsenztermin dient dann zur Besprechung Ihrer bisherigen Niederschrift, so dass Sie sich gut vorbereitet und effektiv an die weitere Verschriftlichung Ihrer Seminararbeit machen können.

  • Freitag, 08:30 - 16:00 (Einzeltermin, 30.06.2017 - 30.06.2017)
  • Mittwoch, 08:30 - 15:00 (Einzeltermin, 02.08.2017 - 02.08.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Freitag, 08:30 - 16:00 (Einzeltermin, 02.06.2017 - 02.06.2017)

Doktorandenkolloquium

Guido Thiemeyer

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2302.U1.21 (Z 55)

Ein Film - viele Urheber: Medien und Recht.

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen, Dr. Albrecht Götz von Olenhusen

Einleitend werden zwei frühe Gerichtsprozesse vorgestellt, an denen sich im Hinblick auf Filmanalyse und Urheber- und Persönlichkeitsrecht bzw. Medienrecht juristische und filmanalytische Grundlagen aufzeigen lassen.

Zum einen handelt es sich hier um den Filmklassiker „Nosferatu“ (D 1922, Regie F. W. Murnau), bei dem es sich um ein Plagiat des Romans von Bram Stoker, „Dracula“ (1897) handelt. Bei dem Dreigroschenprozess von 1931 ging es um die Verfilmung der „Dreigroschenoper“ von Bert Brecht unter der Regie von G. W. Pabst. Hier handelt es sich um vielschichtige Probleme; zum einen klagte hier Bert Brecht gegen die Produktionsfirma wg. Seiner aktuellen politischen Einstellung, zum anderen Kurt Weill wg. Veränderungen seiner Filmmusik. Berühmt geworden ist er unter anderem durch die Komposition von „Mackie Messer“.

Danach lässt sich ein großer Bogen beispielsweise über Leni Riefenstahl, die Verfilmung von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ bis hin zu „The Da Vinci Code - Sakrileg“ (USA 2006, Regie: Ron Howard), einer Verfilmung des gleichnamigen Thrillers Sakrileg (2003) von Dan Brown, schlagen.

Von der wissenschaftlichen Literatur ist das Thema des Seminars bisher systematisch nicht untersucht werden. Es werden in den ersten beiden Sitzungen Referate zu einer Reihe einschlägiger Filme und Interessenkonflikte verteilt, in denen Film-, Kultur- und Rechtsgeschichte sowie Filmanalyse mit der jeweiligen historischen Kontextualisierung verknüpft werden sollen.

  • Freitag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.07.2017 - 14.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 26.05.2017 - 07.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Einführung in das Archivwesen

Das Quellenmaterial von Archiven bildet eine wesentliche Basis für jede Art von historischer Forschung. Der Benutzer muss allerdings wissen, an welches Archiv er sich zu wenden hat und wie er seine Fragestellung richtig formuliert, um rasch zu den gewünschten Quellen zu gelangen.

Die Veranstaltung will in Aufbau und Struktur des deutschen Archivwesens einführen und einen Überblick bieten, welche Quellenarten der Benutzer in den einzelnen Archiven erwarten darf. Zugleich werden die typischen Ordnungsstrukturen von Archiven aufgezeigt und erläutert. Anhand von praktischen Beispielen soll die Recherche nach Archivalien geübt werden, auch mit Hilfe der verschiedenen Online-Hilfsmittel, die inzwischen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden Kernbereiche der Arbeit von Archiven und Archivaren vorgestellt und aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Archive thematisiert.

Besuche bei Archiven sind Bestandteil der Veranstaltung.

Voraussetzungen: Erwartet wird aktive Mitarbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Bereitschaft zur Teilnahme an den Besuchen in archivischen Einrichtungen sowie die Übernahme eines Kurzreferats und / oder einer Archivalienrecherche.

 

  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 24.04.2017 - 24.04.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 08.05.2017 - 08.05.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 15.05.2017 - 15.05.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 22.05.2017 - 22.05.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 05.05.2017 - 05.05.2017)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 19.05.2017 - 19.05.2017)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 09.06.2017 - 09.06.2017)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 16.06.2017 - 16.06.2017)
  • Freitag, 14:00 - 17:30 (Einzeltermin, 23.06.2017 - 23.06.2017)
  • Montag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 12.06.2017 - 12.06.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Einführung in die Geschichte Russlands und der Sowjetunion (Vorlesung/Grundkurs)

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Die Veranstaltung ist Teil der Pflichtveranstaltungen für Studierende im ersten Studienjahr. Sie wird parallel Dienstag und Mittwoch angeboten; die Inhalte der Veranstaltung an beiden Tagen sind identisch. Bitte entscheiden Sie sich für einen der beiden Termine und melden sich dafür an.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.04.2017 - 28.07.2017) - 2201.HS 2A (Z 336)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2201.HS 2A (Z 336)

Einführung in die Geschichte der Neuzeit

Tobias Winnerling, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Die für Studienanfänger konzipierte Vorlesung bietet in Verbindung mit dem Grundkurs eine Einführung in zentrale Problembereiche der neuzeitlichen Geschichte Europas, bei gleicher Gewichtung kultureller, wirtschaftlicher, sozialer und politischer Aspekte. Dazu gehören u.a. die Europäisierung der Welt; das Wachstum der Staatsgewalt; Konfessionalisierung; Aufklärung; politische, wirtschaftliche und soziale Revolutionen; Nationen und Nationalismus und die zentralen Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts. In der letzten Vorlesungswoche wird dazu eine Abschlussprüfung in Form einer Klausur als Modulprüfung zu Vorlesung, Grundkurs und die Einführung in die Geschichte Osteuropas angeboten (erster Termin, weitere Termine Ende August/Anfang September und Mitte Oktober). Skripten zu den Vorlesungen unter http://www.geschichte.hhu.de/lehre/basismodule-informationen/vorlesung-einfuehrung-in-die-geschichte-der-neuzeit.html.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 07.06.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 05.07.2017 - 26.07.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 28.06.2017 - 28.06.2017) - 2201.HS 2D (Z 339)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.06.2017 - 14.06.2017) - 2611.HS 6C (Z 248)
  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 21.06.2017 - 21.06.2017) - 2301.HS 3A (Z 633)

Einführung in die Wirtschaftsgeschichte: Themen und Methoden

Michael Schneider

Die Wirtschaftsgeschichte ist ein historisches Teilfach, das die klassischen Epochenzuordnungen und Disziplingrenzen überschreitet und daraus einen großen Teil seiner Faszination bezieht. Langfristige Phänomene wie die Industrialisierung Europas und der Welt sowie kurzfristige Einschnitte wie Wirtschaftskrisen prägen die Diskussionen dieses Faches. Anhand dieser und weiterer Problemfelder soll die Übung an konkreten Beispielen in wichtige Themen, Konzepte, Methoden und Debatten der Wirtschaftsgeschichte einführen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.04.22 (Z 16)

Einführung in die griechische Kunst

Dr. Maria Kerssenbrock-Krosigk

Diese Veranstaltung wird sich der Betrachtung griechischer Kunst aus der archaischen und klassischen Zeit widmen. Die Entwicklung der griechischen Skulptur wird dabei im Zentrum stehen. Ziel ist es, den Werken einen Kontext zu geben, der sie für eine differenzierte Betrachtung öffnet.

Archäologische, kunsthistorische, sowie auch antike Texte werden mit ihren unterschiedlichen Perspektiven auf die Kunst herangezogen.

Bereitschaft zum Gespräch wird vorausgesetzt.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

England im Hundertjährigen Krieg

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

Eine der großen historischen Wandlungsprozesse des Spätmittelalters ist mit dem Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich verbunden. In diese Zeit fallen auch die große Pest, Jeanne d‘Arc und die sozial-religiöse Revolte der Hussiten in Böhmen, die Europa in Atem hielten. In der Vorlesung sollen aus der Perspektive Englands diese umwälzenden Ereignisse in den Blick genommen werden, die die spätmittelalterliche Gesellschaft nachhaltig veränderten und neuen sozialen Gruppe politische Partizipation ermöglichten.

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2221.HS 2E (Z 181)

Erinnerungsorte des Ersten Weltkrieges: Ostfronten 1917

Dr. Susanne Brandt

Die Exkursion wird Erinerungsorte des Ersten Weltkrieges an der Ostfront behandeln (und diese besuchen). Die Exkursion findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt (Prof. Dr. Christoph Cornelißen) statt. Bei der Zulassung werden diejenigen Studierenden, die im Rahmen des Masterstudiengangs Geschichte eine Exkursion absolvieren müssen und die AP noch nicht abgelegt haben. Ansonsten ist die Exkursion für BA- und MA-Studierende gleichermaßen geöffnet. Das Programm wird momentan erarbeitet und wird Ihnen sobald wie möglich bekanntgegeben. Eine Eigenbeteiligung von 250 € wird erhoben.  

  • (Blockveranstaltung, 17.07.2017 - 21.07.2017)
  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (Einzeltermin, 18.04.2017 - 18.04.2017) - 2332.04.61 (Z34)

Erlebnis Archiv

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

In der Veranstaltung wird von Fachleuten (Archivaren, Mitarbeitern des Archivberatungs- und Fortbildungszentrums Brauweiler) an konkreten Beispielen in die Archivkunde und ihre Hilfswissenschaften (Schwerpunkt Schriftenkunde/Paläographie) eingeführt. Das Seminar findet im Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbands Rheinland in Brauweiler bei Köln statt, so dass vor Ort auch Einblicke in die Bereiche Restaurierung, Archivberatung und die alltägliche Arbeit im Archiv gewonnen werden können. Das Blockseminar richtet sich ausschließlich an diejenigen, die im Anschluss an das Seminar in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer ein 4-wöchiges Praktikum in einem Archiv ihrer Wahl absolvieren. Der Termin für das Praktikum kann mit dem jeweiligen Archiv im Rahmen von dessen Möglichkeiten individuell abgesprochen werden. Danach findet ein verpflichtender Auswertungstag beim LVR in Brauweiler statt. Eine Teilnahme nur am Projektseminar oder nur am Praktikum ist nicht möglich. Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Archivberatungs- und Fortbildungszentrum beim Landschaftsverband Rheinland. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt.

  • Mittwoch, 11:00 - 12:00 (Einzeltermin, 19.04.2017 - 19.04.2017)

Erstellung eines ILIAS-Lernraums zu Digital History

Oliver Kiechle

Was ist Digital History überhaupt? Was für historisches Material gibt es in digitaler Form und wie geht man damit um? Wie sieht die digitale historische Praxis in Bezug auf Recherche, Analyse und Präsentation aus? Inwiefern wird das Digitale selbst zum historischen Thema?

Mit diesen und weiteren Fragen werden wir uns im Projektseminar beschäftigen. Die Teilnehmer erarbeiten in kleinen Teams verschiedene Aspekte der Digitalen Geschichtswissenschaft und bereiten ihre Erkenntnisse schließlich in Wort und Bild so auf, dass sie anderen Studierenden im ILIAS-Lernraum zur Verfügung gestellt werden können.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 11.05.2017 - 28.07.2017) - 2491.U1.61 (Z 25)
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 20.04.2017 - 20.04.2017) - 2491.U1.61 (Z 25)

Europakonzeptionen seit der Frühen Neuzeit

Christoph Martin Frederik Heinrich

Bereits in der Antike finden sich politisch-kulturelle Ideen und Vorstellungen, die heute maßgeblich für unsere Konzeption Europas sind. In der Frühen Neuzeit entstand ein nicht nur auf Werte und Religion basierendes Europabild, sondern auch eines, dessen physische Grenzen immer deutlicher wurden.
Dieses Seminar behandelt anhand von Quellen die Vordenker und Visionäre des europäischen Gedankens.
Dabei werden nicht nur klassische Europakonzeptionen ermittelt, sondern auch Grundlagen einer Wertegemeinschaft verdeutlicht, die letztendlich in einer europäischen Integration mündeten.
Im Rahmen dieses Seminars wird der Umgang mit politischen Schriften im Kontext ihrer Zeit gedeutet, sowie die Bedeutung und Einordnung von Utopien in die historische Arbeit untersucht.

 

Für eine erfolgreiche Teilnahme an dem Seminar wird die Bereitschaft zur vorbereitenden Lektüre und aktiven Mitarbeit vorausgesetzt.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68
  • Montag, 12:00 - 17:00 (Einzeltermin, 31.07.2017 - 31.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Exkursion nach Venedig und Aquileia

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann, Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

Der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte plant gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Alte Geschichte eine Exkursion nach Venedig und Aquileia (17. bis 23. Juni 2017: 17. bis 19. Juni in Aquileia; 19. bis 23. Juni in Venedig). Behandelt werden sollen historische Probleme von der Spätantike bis in die Renaissance.
Qualitätsverbesserungsmittel zur Subventionierung der Exkursion sind bereits eingeworben. Aus organisatorischen Gründen sollten potentielle Interessenten (vor allem Studierende in fortgeschrittenerem Semester mit dem Schwerpunkt Mittelalterliche oder Alte Geschichte, Masterstudierende, Promotionsstudierende) sich möglichst bald (bis spätestens Mittwoch, den 8. Februar, 12:00 Uhr) in einer Liste in Raum 23.31.06.70 eintragen oder per E-Mail anmelden (sek-gema@phil.hhu.de).
Eine Informationsveranstaltung mit genaueren Informationen, insbesondere über die Höhe des Eigenbeitrags, findet am Mittwoch, den 15. Februar, um 12.30 Uhr im Seminarraum 23.31.02.24 statt.

  • (Blockveranstaltung + Sa und So, 17.06.2017 - 23.06.2017)
  • Dienstag, 18:00 - 19:00 (Einzeltermin, 06.06.2017 - 06.06.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Montag, 19:00 - 21:00 (Einzeltermin, 17.07.2017 - 17.07.2017) - 2332.04.61 (Z34)

Filmgeschichte: Von den Anfängen bis „New Hollywood“

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

Es soll ein Überblick über die internationale Filmgeschichte von den Anfängen bis in die 1970er Jahre geboten werden. Dabei wird die Filmproduktion in Europa (hier vor allem die französische, deutsche und englische) und den USA, sowie Japans vorgestellt dieses Zeitraums dargestellt. Die Vermittlung filmanalytischer Grundlagen ist ebenfalls Ziel der Vorlesung.

 

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2301.HS 3D (Z 425)
  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 04.07.2017 - 04.07.2017)

Forum Antike & Mittelalter

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Das Programm wird Anfang des Sommersemesters bekannt gegeben.

  • Montag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Dienstag, 18:30 - 20:00 (Einzeltermin, 11.07.2017 - 11.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Forum Neuzeit

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler, Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Dozenten des Historischen Seminars, Stefanie Michels-Schneider, Guido Thiemeyer, Michael Schneider

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017)

Fotografien des Krieges

Dr. Ute Caumanns

Die Visualisierung des Krieges allgemein wie auch die Kriegsberichterstattung im Speziellen haben durch die mediale Nutzung der Fotografie eine erhebliche Dynamik entwickelt.

Ziel der Übung ist es, sich dieser Visualisierungsgeschichte anhand von Fallbeispielen aus Kriegen des 19. und 20. Jh. zu nähern, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Fotografen selbst liegen soll. Darüberhinaus soll ein Instrumentarium für den Umgang mit Fotografien als historischer Quelle erarbeitet werden. Eine aktive Teilnahme ist ebenso erwünscht wie die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber nicht Voraussetzung.

Das Blockseminar schließt mit einer Tagesexkursion ab.

  • 08:30 - 18:00 (Blockveranstaltung, 02.08.2017 - 04.08.2017) - 2331.U1.66 (Z 46)
  • Montag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 12.06.2017 - 12.06.2017)

Französisch für Historikerinnen und Historiker (Aufbaukurs)

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die das Verständnis französischer Texte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik trainieren möchten.

Im Gegensatz zum „Grundkurs Französisch für Historikerinnen und Historiker" steht daher eine intensivere Arbeit am Text (Quellen, Sekundärliteratur, Presseartikel) im Vordergrund: Ausgehend von Textauszügen, deren thematische Ausrichtung in Absprache mit den Kursteilnehmern erfolgen kann, werden die dort erfassbaren Bereiche Grammatik, Fachvokabular und kulturwissenschaftlicher Hintergrund erarbeitet.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Französisch für Historikerinnen und Historiker (Grundkurs)

Jutta Mohr-Leinen

Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die ihre Vorkenntnisse der  französischen Sprache im grammatischen Bereich auffrischen und ihren Wortschatz auf dem Gebiet der Geschichtswissenschaften erweitern möchten.

Die wöchentlichen Veranstaltungen umfassen jeweils die Behandlung eines grundlegenden grammatischen Aspektes sowie die Übersetzung kurzer Textabschnitte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik aus Fachliteratur und Presse, um Fachvokabular, feste Wendungen, Grammatikstrukturen und kulturelles Wissen im Textzusammenhang zu erarbeiten.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme und aktiver Mitarbeit (Übersetzung der Textabschnitte) vergeben.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Freundeskreis

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 18.05.2017 - 18.05.2017) - 2331.04.30 (Z 44)

Fußball und Nationalsozialismus

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

Der Fußball hatte sich zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft zu einem Massenphänomen entwickelt. Wie standen Funktionäre, Aktive und Anhänger zum nationalsozialistischen Regime? Welche Bedeutung besaß der populärste Sport in Deutschland für die Nationalsozialisten? War er ein Instrument der Propaganda oder konnte der Sport unpolitisch bleiben und gewisse Freiräume behaupten? Aus verschiedenen Perspektiven soll auf Ebene der Verbände, Vereine und Sportler das Beziehungsgeflecht zwischen dem nationalsozialistischen Regime und dem Fußballsport untersucht werden. Dabei werden grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und vertieft. Voraussetzungen für die Modulabschlussprüfung sind neben der aktiven Teilnahme die Übernahme eines Referates und die Anfertigung einer benoteten, schriftlichen Hausarbeit.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017)

Geschichte Europas 1920-1970

Guido Thiemeyer

In der Geschichtswissenschaft rücken die 1970er Jahre zunehmend in den Mittelpunkt als Epochenzäsur. Gleiches gilt für die Zeit um 1920. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Europäische Geschichte in diesem Zeitraum anhand verschiedener Achsen: Staat, Wirtschaft, Recht, Gesellschaft, Technik und Gewalt.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.04.2017 - 28.07.2017) - 2201.HS 2D (Z 339)

Geschichte der Frühen Neuzeit/Geschichtstheorie

Univ.-Prof. Dr. Achim Paul Landwehr

Das Kolloquium ist in erster Linie ein Forum für die Vorstellung von Abschlussarbeiten (Master & Dissertation), soll darüber hinaus aber auch Raum für die Diskussion aktueller Debatten in der Geschichte der Frühen Neuzeit und der Geschichtstheorie bieten.

Für Masterstudierende ist der Besuch des Masterforums und des Forums Neuzeit obligatorisch.

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 26.04.2017 - 26.04.2017)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 05.05.2017 - 05.05.2017)
  • Freitag, 10:00 - 16:00 (Einzeltermin, 07.07.2017 - 07.07.2017)

Geschichte des Hellenimus

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Behandelt werden Probleme des Zeitalters des Hellenismus vom Tode Alexanders bis zur Übernahme des Mittelmeerraums durch die Römer. Ein Reader mit Literaturhinweisen und mit Quellenzeugnissen wird am Anfang der Lehrveranstaltung zur Verfügung gestellt.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Geschichte des ökonomischen Denkens, I: Von der Frühen Neuzeit bis ins späte 19. Jahrhundert

Michael Schneider

Die Übung behandelt auf der Grundlage von Quellentexten und einführender Literatur die Geschichte des ökonomischen Denkens von der Frühen Neuzeit bis in das späte 19. Jahrhundert. Dabei stehen die Entwicklung hin zur ökonomischen Klassik (Adam Smith, David Ricardo) und die Kritik an ihr (Karl Marx) ebenso im Mittelpunkt wie die Entstehung der historischen Schule der Nationalökonomie in Deutschland.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2491.01.11

Geschichte im Radio

Michael Kuhlmann

Der legendäre NDR-Intendant Ernst Schnabel nannte es das „Kino zwischen den Ohren”, andere haben immer wieder vom „sinnlichen Medium” gesprochen: Sie meinten das Radio – mit seiner Möglichkeit, die Phantasie des Hörers anzuregen, vor dem geistigen Auge eindrucksvolle Bilder entstehen zu lassen. Und so wird gerade Geschichte nicht nur in wohlgesetzten Zeitungsfeuilletons oder in effektbewußten Fernsehdokumentationen erzählt. Mit seinen unterschiedlichen Beitragsformen und Stilmitteln kann auch das Radio historische Fragestellungen aufbereiten. Die Skala möglicher Macharten reicht vom konventionellen „gebauten Beitrag” über Experteninterview und Essay, Streitgespräch und Originalton-Collage bis hin zum anspruchsvollen Hörbild – dem „Feature”, das seine Hörer im Idealfall mitnimmt auf eine Zeitreise in eine andere Epoche.

In dieser Übung soll eine Möglichkeit, Geschichtsthemen ins Radio zu bringen – der gebaute Beitrag nämlich –, praktisch umgesetzt werden; im Interesse eines ersten Einblicks ins Berufsfeld Radio. Also: Wie finde und definiere ich mein Thema? Wie bereite ich es inhaltlich vor? Welche Originaltöne kann ich verwenden? Welche Zeitzeugen kann ich (noch) befragen, und wie befrage ich sie? Welche Expertenaussagen sind ergiebig? Wie funktioniert die Technik? Wie gestalte ich einen Beitrag, eine Moderation? Und nicht zuletzt: Wie schreibe ich fürs Hören?

Die Teilnehmer(innen) müssen die Bereitschaft mitbringen, sich anhand von Geschichtssendungen und -beiträgen (seien es Podcasts aus dem Internet oder für das Seminar ausgesuchte MP3-Mitschnitte aus dem laufenden Programm der Radiosender) in das Thema „Geschichtssendungen im Radio” hineinzuhören, um ein Gefühl für Machart und Stilmittel solcher Beiträge und Sendungen zu bekommen.

Da es um intensiveres Werkeln an Texten und Beiträgen geht, ist die Teilnehmer(innen)zahl auf 16 begrenzt; eine Reserveliste für potentielle Nachrücker(innen) wird angelegt.

  • Freitag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Glanz und Gloria? Die Geschichte Preußens in Anekdoten.

Sebastian Tupikevics

Ein Manöver der preußischen Armee muss abgebrochen werden, weil ein wütender Bauer sein geliebtes Erbsenfeld verteidigt. Ein Page muss eine Schmähschrift gegen Friedrich II. niedriger hängen, damit diese besser vom Volk zu lesen ist. Eine Allee wird auf königlichem Befehl in einem Winkel angelegt, da das Haus einer alten Frau im Weg steht.

Anekdoten wie diese erfreuen sich bis heute einer interessierten Leserschaft. Ihre Blütezeit hatten die Anekdotensammlungen über die preußische Geschichte – und hier vor allem über Friedrich II. – jedoch im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Besonders interessant ist dabei der Funktionswandel der Anekdote, der sich zunehmend im 19. Jahrhundert vollzog. Ursprünglich galt die Anekdote im Sinne der historia magistra vitae als Element historiographischer Darstellung. Dies wandelte sich jedoch mit dem Aufkommen der quellenkritischen Methode der Geschichtsschreibung. Die Anekdote übernahm durch diese Entwicklung immer häufiger eine rein unterhaltende Funktion und verschwand nach und nach – wenngleich nie gänzlich – aus der Geschichtsschreibung. Versatzstücke der Anekdote finden sich bis heute nicht nur in filmischen Bearbeitungen, sondern auch in der Fachliteratur über die preußische Geschichte.

Gerade Friedrich II. (1712–1786), der heute vor allem dafür bekannt ist, dass er sich in den drei Schlesischen Kriegen gegen Österreich behauptete und so Preußen zur Großmacht führte, findet sich vielfach in diesen Anekdotensammlungen. Dabei sind jedoch nicht nur seine kriegerischen Erfolge Gegenstand der beliebten kurzen Geschichten, sondern auch jene Entwicklungen, die unter seiner Herrschaft außerhalb der Schlachtfelder Europas angestoßen wurden und die Preußen nachhaltig prägen sollten. Durchaus kritisch setzt sich manch eine der Anekdoten mit den Befehlen, die der »roi philosophe« aus Sanssouci verkündete, auseinander, sodass sich am Ende nicht nur ein verklärtes Bild des »Großen König«, sondern auch ein despektierliches Abbild des »Alten Fritz«, der bissig die Meinungen seiner Mitmenschen kommentierte, in den Anekdotensammlungen findet.

Im Rahmen der hier angebotenen Veranstaltung werden die Anekdoten zur preußischen Geschichte näher betrachtet und im Kontext ihrer Zeit gedeutet, bevor ihr Einfluss auf den geschichtswissenschaftlichen Diskurs näher untersucht wird. Das Seminar findet zu großen Teilen in einem Computerraum statt, da neben den Inhalten zur preußischen Geschichte vor allem auch die Vermittlung historischer Inhalte in unterschiedlichen Medien eine Rolle spielen wird. Ein Erscheinen in der ersten konstituierenden Sitzung ist obligatorisch zur Teilnahme an dieser Veranstaltung.

 

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 12.05.2017 - 12.05.2017) - 2332.01.68
  • Montag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 07.08.2017 - 07.08.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Mittwoch, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 16.08.2017 - 16.08.2017) - 2331.02.27 (Z 34)
  • Freitag, 10:00 - 17:00 (Einzeltermin, 11.08.2017 - 11.08.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Glanz und Gloria? Die Geschichte Preußens in Anekdoten/ Teil 2

Sebastian Tupikevics

  • Freitag, 10:00 - 17:30 (Einzeltermin, 18.08.2017 - 18.08.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Montag, 10:00 - 17:30 (Einzeltermin, 21.08.2017 - 21.08.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, 10:00 - 17:30 (Einzeltermin, 25.08.2017 - 25.08.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Globalgeschichte als Public History: Vermittlung und Vermarktung von Düsseldorfs globaler Stadtgeschichte

Caroline Authaler

Guido Knopp, Geschichtsfilme, Videospiele oder Geschichtswissenschaft? Wer vermittelt in der Öffentlichkeit Geschichte - und wie kann Globalgeschichte auch als Produkt "vermarktet" werden? Diese Fragen der neueren Disziplin "public history" werden im Projektseminar praktisch - aber wissenschaftlich fundiert - angegangen. In diesem Seminar werden wir einen interaktiven Stadtrundgang „Düsseldorfs Globalgeschichte” entwickeln, sowie eine digitale Version als App. Düsseldorfs Globalgeschichte verbindet Geschichtswissenschaft mit Fragen unserer Gegenwart: Schwarze Menschen, die im Düsseldorfer Zoo auftraten oder in den Klassenzimmern der Stadt saßen, Düsseldorfer/innen, die in die Welt reisten, an Kolonialkriegen teilnahmen und "Weltwissen" mitbrachten, Unternehmer, die in Kolonien wichtige Absatzmärkte sahen. Diese Beispiele aus dem beginnenden 20. Jahrhundert zeigen, dass aktuelle Debatten über die deutsche "Migrationsgesellschaft" sowie Deutschlands globales militärisches Engagement eine lange Geschichte haben, die sich auch konkret in Düsseldorf abspielte.

Im Seminar werden zunächst Recherchekompetenzen, insbesondere durch Archivarbeit erworben. Die Ergebnisse werden in Texte übersetzt, die als Ganzes ein Handbuch für Stadtführungen ergeben. Dieses soll auch digital als App verfügbar werden. In Zusammenarbeit mit Beratern aus der Geschichtsvermittlung sowie Fachleuten aus Kultur und NGOs  werden wir Konzepte und Techniken der Geschichtsvermittlung erlernen und in Stadtrundgängen für verschiedene Zielgruppen umsetzen.

Das Projektseminar wird die Möglichkeit bieten, aus dem Seminar heraus einen Verein oder eine Gesellschaft zu gründen. In diesem Rahmen können die Stadtrundgänge in ein Konzept überführt werden, das Berufsmöglichkeiten für Historiker/innen aufzeigt.

Das Seminar ist 4-stündig, der Freitagstermin wird jedoch nur ca. 14-tägig als Seminar stattfinden. Die anderen Termine stehen für die eigene Recherche zur Verfügung.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.U1.66 (Z 46)
  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 14.07.2017 - 14.07.2017) - 2331.05.22 (Z 18)

Globalgeschichte der Fotografie

Stefanie Michels-Schneider

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der Fotografie in einer globalen Perspektive. Die Praktiken der Fotografie als "soziale Gebrauchsweise" (Bourdieu) werden in verschiedenen Weltregionen (Europa, Amerika, Afrika, Asien) vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf den Berufsfotografen, die sich bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts aus Personen aus aller Welt (z.B. China oder Afrika) rekrutierten. Die Vorlesung versteht sich als Erweiterung der gängigen Perspektive auf Fotografie als Technikgeschichte oder künstlerische Geschichte und betont dekoloniale Perspektiven auf Fotografie und Visualität. Koloniale Visualisierungspraktiken werden vorgestellt und rückgebunden an die Instabilität des kolonialen Projektes sowohl in seiner Sozial- als auch in seiner Diskursgeschichte. Ein Schwerpunkt liegt im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Die Anforderungen für BN und AP werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 25.07.2017) - 2201.HS 2C (Z 101)

Großbritannien und die Europäische Integration 1945-heute

Guido Thiemeyer

Spätestens seit der Entscheidung für den so genannten "Brexit" wird in Großbritannien und Europa über die Rolle des Landes in der Europäischen Integration diskutiert. Das Seminar untersucht die verschiedenen Facetten dieser Diskussion, die keineswegs neu ist, sondern zu den Dauerdiskussionen im Vereinigten Königreich gehört. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Lektüre von Quellen zu dieser Frage und von zentralen Beiträgen aus der Geschichtswissenschaft zu diesem Thema.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Grundfragen der Geschichtstheorie

Jan-Markus Kötter

Das Betreiben von Geschichte als Wissenschaft erfordert die Beschäftigung mit theoretischen Fragen des Faches. Ein Ignorieren entsprechender Aspekte jedenfalls ist nicht sinnvoll, da die Ebene der Theorie der Forschungspraxis notwendigerweise ohnehin stets inhärent ist (vgl. Faber 1971, 9 f.). Es liegt daher nahe, die methodischen Vorgebote der historischen Arbeit offenzulegen, um so zu einer Selbstvergewisserung über das zu gelangen, was man als Historiker/in eigentlich macht. Dies beginnt mit so basalen Fragen wie „Was ist Geschichte?“, führt dann aber auch zur Betrachtung von Gegenständen, Funktionen und Grenzen des Faches. Solchen Grundfragen der Geschichtstheorie will sich die Übung durch die Lektüre ausgewählter Texte annähern.

Die zu lesenden Texte werden den Studierenden in der ersten Sitzung (gegen die Entrichtung eines Unkostenbeitrags) in einem Reader zur Verfügung gestellt. BEACHTEN SIE, dass die Teilnahme an der konstituierenden Sitzung aus diesem Grund obligatorisch ist! Sollten Sie zur ersten Sitzung nicht erscheinen, wird Ihr Platz in der Lehrveranstaltung ggf. anderweitig vergeben.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Grundkurs Neuzeit

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 15.05.2017 - 24.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Grundkurs Neuzeit

Oliver Kiechle, Tobias Winnerling

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Grundkurs Neuzeit

Nancy Lambertz, Frederike Schneider, Marius Lange

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017)

Grundkurs Neuzeit

Tobias Winnerling, Frederike Schneider, Marius Lange

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 26.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Grundkurs Neuzeit

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Dienstag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Grundkurs Neuzeit

Nancy Lambertz, Frederike Schneider, Marius Lange

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Grundkurs Neuzeit

Oliver Kiechle, Nancy Lambertz

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Grundkurs Neuzeit

Thorsten Lars Uwe Rüdiger Pomian

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Mittwoch, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 26.04.2017 - 28.07.2017)

Grundkurs Neuzeit

Oliver Kiechle, Tobias Winnerling

Gemeinsam mit der Einführungsvorlesung in die Geschichte der Neuzeit und der Einführung in die Geschichte Osteuropas bilden die Grundkurse das Basismodul Neuzeit und Osteuropa. In den Grundkursen werden in 12 Sitzungen die wichtigsten Daten und Strukturen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts behandelt. Grundlage der jeweiligen Sitzungen sind die zur Anschaffung empfohlene Literatur sowie im Einzelfall Texte, die im ILIAS-Lernraum zum Basismodul Neuzeit & Osteuropa bereitgestellt werden. In den Sitzungen werden Quellen gemeinsam beschrieben, ihre historischen Entstehungskontexte analysiert und die Folgen interpretiert und diskutiert. Die Modulabschlussprüfung findet nach Ende der Vorlesungszeit in Form einer E-Klausur statt. Grundlage der Prüfung sind die angegebene Literatur für die Arbeit im Grundkurs sowie die Skripte zur Vorlesung. Von den Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Teilnahme erwartet, dass sie die entsprechenden Kapitel und Texte für die Grundkurssitzungen gründlich vorbereiten und sich engagiert an der gemeinsamen Erarbeitung der Inhalte beteiligen. Ziel der Basismodule ist es, den Studierenden die Erarbeitung eines Grundlagenwissens zu ermöglichen und auf diese Weise unterschiedliche Vorkenntnisse auszugleichen.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Heraldik im Mittelalter

Nils Bock

Omnipräsent, mit hohem Wiedererkennungswert und Identifizierungspotential, sind Wappen noch heute nicht minder gebräuchlich als im Mittelalter. Ihre Bildhaftigkeit macht neugierig, ihre eigene Sprache und Symbolhaftigkeit verweist aber auf ein Fachwissen und verschiedene Verständnisebenen, die erschlossen werden wollen. Wer sich diese Sachkenntnis aneignet, dem eröffnet sich eine Quellengruppe mit vielfältigem Aussagewert hinsichtlich genealogischer, sozial- und mentalitätsgeschichtlicher, kunst- und kulturgeschichtlicher, heraldischer und rechtsgeschichtlicher Fragestellungen. Im Zentrum stehen dabei Beispiele aus dem Bereich der Adels- und Hofkultur, des städtischen Milieus und aus der Zeit des Hundertjährigen Krieges. Ziel der Übung ist es, den Teilnehmern ausreichende Kenntnisse der Wappenkunde zu vermitteln, um Wappen als ebenso besondere wie bedeutsame Quellen nutzen zu können.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017)

Historische Grundbegriffe

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

In dieser Übung soll ein Einblick in die grundlegenden sozialen, verfassungsrechtlichen und religiösen Strukturen des Mittelalters gegeben werden. Zentrale historische Grundbegriffe wie Grundherrschaft, Lehnswesen, Königswahl oder Reichskirche werden anhand von Quellen und Forschungsliteratur vorgestellt und diskutiert.

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Imperium Galliarum

Felix Böttcher

Nach der Usurpation des M. Cassianius Latinius Postumus entstand 260 n. Chr. im Westen des Römischen Reiches ein eigenständiges Teilreich, das erst 274 von Aurelian wieder in das Gesamtreich integriert werden konnte. In der Übung werden die Ursachen dieser Abspaltung erörtert und deren besondere strukturelle Merkmale diskutiert. Um ein Verständnis der historischen Abläufe zu entwickeln, werden insbesondere auch die Repräsentationsstrategien der Herrscher des Sonderreichs beleuchtet. Im Rahmen der Veranstaltung ist eine Tagesexkursion nach Köln angedacht

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Internationale Organisationen im "langen" 19. Jahrhundert

Dennis Barowsky

In diesem Seminar sollen die Entstehung und Veränderungen von internationalen Organisationen im "langen" 19. Jahrhundert nachvollzogen werden. Vom Wiener Kongress bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs fanden auf dem europäischen Kontinent verschiedene Kooperationen statt, die zu einer intensiven Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg führten. Am Anfang steht die Frage, warum überhaupt solche Institutionen gegründet wurden. Im Folgenden werden dann verschiedene Fallbeispiele behandelt, wie die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, die Lateinische Münzunion oder die Internationale Zuckerkommission, um einen Überblick zu gewinnen.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Kaiser Karl IV. (1316-1378) und Venedig - eine ungewöhnliche Geschichte

Univ.-Prof. Dr. Eva Schlotheuber

Die mächtige Handelsmetropole Venedig entfaltete im 14. Jahrhundert ihre große, das ganze östliche Mittelmeer umspannende See- und Handelsmacht. Als Karl IV. noch als Markgraf 1337 nach Venedig kam, entspann sich ein politisch-diplomatisches Ringen zwischen den beiden ungleichen Partnern, das für die weitere Geschichte sowohl der Lagunenstadt als auch für den späteren Kaiser entscheidend wurde. Im Seminar soll das mittelalterliche Venedig, seine politische Verfassung und sein Verhältnis zu dem Luxemburgerkaiser Karl IV. in den Blick diskutiert werden. Das Seminar findet in  Blocksitzungen als Vorbereitung für die Exkursion nach Venedig und Aquileia (16.-26. Juni 2017, zusammen mit der Alten Geschichte) statt. Die Teilnahme am Seminar ist unabhängig von der Exkursionsteilnahme.

Eine Anmeldung zur Exkursion ist nicht mehr möglich, da bereits alle Plätze vergeben sind.

 

  • Montag, 15:30 - 18:00 (Einzeltermin, 24.04.2017 - 24.04.2017)
  • Montag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 08.05.2017 - 08.05.2017)
  • Montag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 22.05.2017 - 22.05.2017)
  • Montag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 29.05.2017 - 29.05.2017)
  • Montag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 03.07.2017 - 03.07.2017)
  • Montag, 14:30 - 18:00 (Einzeltermin, 10.07.2017 - 10.07.2017)
  • (Blockveranstaltung + Sa und So, 19.06.2017 - 26.06.2017)

Kelten und Germanen bei C. I. Caesar

Frank Siegmund

Caesars Darstellung des Gallischen Krieges (58-50 v.Chr.) formt für lange Zeit die antike und spätere Vorstellung von der Unterscheidung zwischen Kelten und Germanen sowie deren Lebensräumen. Seine Ausführungen und Zuordnungen wirken einerseits authentisch und differenziert und erscheinen andererseits als starke Vereinfachung einer komplexen Wirklichkeit. In genauem Quellenstudium sollen seine Aussagen tiefer erarbeitet werden. Zudem wird überprüft, inwiefern sprachgeschichtliche und archäologische Zeugnisse geeignet sind, als von Caesars Darstellung unabhängige Quelle unsere Kenntnisse zu vertiefen.

An dieser Fragestellung wird examplarisch das grundlegende Vorgehen historischen Arbeitens in der Alten Geschichte, die historische Methodik, das Arbeiten mit antiken Quellen, mit ergänzenden archäologischen Zeugnissen und der modernen Sekundärliteratur erarbeitet. Das Seminar führt hin zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit, welche durch eigene Recherchen, vorbereitete Diskussionsbeiträge und ein Referat geübt wird. Als Abschlussleistung wird eine schriftliche Hausarbeit angefertigt.

Für eine erfolgreiche Teilnahme an der LV ist die Teilnahme an den beiden ersten Terminen sowie die regelmäßige Teilnahme an den nach den ersten Sitzungen vereinbarten Präsenzsitzungen erforderlich.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Keltische Religion, keltische Heiligtümer

Frank Siegmund

Die Religion der historischen Kelten hat heute bis hinein in weit verbreitete Comix („Asterix”) oder auch neureligiöse Bewegungen ein starkes Nachleben. Im Proseminar soll in enger Anlehnung an historische und archäologische Quellen herausarbeitet werden, welche Kenntnisse über die keltische Religion aus den vorhandenen Quellen heraus wirklich ableitbar und belegbar sind.

An dieser Fragestellung wird examplarisch das grundlegende Vorgehen historischen Arbeitens in der Alten Geschichte, die historische Methodik, das Arbeiten mit antiken Quellen, mit ergänzenden archäologischen Zeugnissen und der modernen Sekundärliteratur erarbeitet. Das Seminar führt hin zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit, welche durch eigene Recherchen, vorbereitete Diskussionsbeiträge und ein Referat geübt wird. Als Abschlussleistung kann eine schriftliche Hausarbeit angefertigt werden.

Für eine erfolgreiche Teilnahme an der LV ist die Teilnahme an den beiden ersten Terminen sowie die regelmäßige Teilnahme an den nach den ersten Sitzungen vereinbarten Präsenzsitzungen erforderlich.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.70 (Z 16)

Kleinasien zur Römerzeit. Numismatische Übung zwischen Schieblehre und Computer

Katharina Martin

1968 schrieb Peter Robert Franke das kleine gleichnamige Büchlein, in dem er einer zu diesem Zeitpunkt vernachlässigten Quellengattung die Hauptrolle zuwies: Es ging um Bronzemünzen, die unzählige Städte in den ersten drei Jahrhunderten u. Z. im Gebiet der heutigen Türkei für ihren alltäglichen Bedarf produzierten. Über diese Münzen erfahren wir von lokalen Gottheiten, Kulten und Festen, von Städtebau und (internen wie regionalen) Rangstreitigkeiten, aber auch von Strukturen römischer Provinzialverwaltung. Indigene, griechische und römische Traditionen treffen in Kleinasien aufeinander und finden sich in diesem Medium vereint.

Verschiedene inhaltliche Themengebiete sollen in Kurzreferaten erarbeitet und vorgestellt werden, zur Veranschaulichung werden Objekte aus der Sammlung herangezogen und gemeinsam bestimmt. Ziele der Veranstaltung sind zum einen, über die Arbeit mit Originalzeugnissen einen Einblick in die Geschichte und Organisation des römischen Kleinasiens zu erhalten sowie den Umgang mit einer vermeintlich spröden Quellengattung zu erlernen, methodisch zu vertiefen und klassische Klassifizierungstechniken mit zeitgemäßen Digitalisierungsstrategien zu verbinden.

  • Montag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 17.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Konzeption einer Ausstellung im Stadtmuseum - Koloniale Verbindungen von Düsseldorf und Kamerun

Stefanie Michels-Schneider, Martin Doll

Welche Verbindungen hatte Düsseldorf in der Kolonialzeit nach Kamerun? Welche Verbindungen hatte Dschang in der Kolonialzeit nach Deutschland? Zu diesem Thema haben Studierende und Dozierende im Rahmen einer Partnerschaft mit der Universität Dschang seit dem SS 16 recherchiert. Die Ergebnisse werden nun in eine öffentliche Ausstellung und einem Festival präsentiert.

Die Ausstellung wird vom 12.-28.09.2017 im Stadtmuseum Düsseldorf und im August 2018 in Dschang gezeigt werden. Der Ansatz ist eine symmetrische Gegenüberstellung der Erinnerung an die deutsch-kamerunische Kolonialgeschichte im Rheinland (Düsseldorf) und im Grasland (Dschang). Die Studierenden greifen dabei auf Material zurück, das in vergangenen Lehrveranstaltungen und Exkursionen in Deutschland und in Kamerun gesammelt wurde (Interviews, Fotografien, Objekte, Gemälde, historische Tonaufnahmen). In der Lehrveranstaltung, die gemeinsam von Martin Doll und Stefanie Michels durchgeführt wird, erarbeiten die Studierenden ein Ausstellungskonzept und setzen dieses dann praktisch um. Sie erstellen die Texte, wählen die Objekte und Tondokumente aus und lernen, wie diese öffentlich präsentiert werden können. Sie arbeiten dafür mit professionellen externen Fachberatern zusammen an der konzeptionellen und technischen Umsetzung. Die Studierenden erstellen eine PR-Strategie und wählen in Zusammenarbeit mit den externen Fachberatern das dazu passende Material (Flyer, Plakate,...) aus. Bei Ausstellungseröffnung präsentieren die Studierenden das Ergebnis und den Arbeitsprozess in einer öffentlichen Veranstaltung.

Neben den wöchentlichen Treffen im Seminarraum arbeiten die Studierenden eigenständig und suchen dazu das Stadtumuseum auf.

Derzeit sind dazu folgende Termine vorgesehen: 28.4., 5.5., 2.6., und 7.7. jeweils Freitags 11-13 Uhr

Dei Teilnahme an diesen Terminen ist obligatorisch.

Ausstellungseröffnung, - aufbau und -abbau liegen in der vorlesungsfreien Zeit: Aufbau: 11.9., Eröffnung 12.9., Abbau und Finissage: 28.9.

 

Neueinstieg ist möglich und erwünscht!!!

  • Mittwoch, 10:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017)

Kriegsfotografien als historische Quellen

Dr. Ute Caumanns

Die Visualisierung des Krieges allgemein wie auch die Kriegsberichterstattung im Speziellen haben durch die mediale Nutzung der Fotografie eine erhebliche Dynamik entwickelt.

Ziel der Übung ist es, sich dieser Visualisierungsgeschichte anhand von Fallbeispielen aus Kriegen des 19. und 20. Jh. zu nähern, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Fotografen selbst liegen soll. Darüberhinaus soll ein Instrumentarium für den Umgang mit Fotografien als historischer Quelle erarbeitet werden. Eine aktive Teilnahme ist ebenso erwünscht wie die Bereitschaft, ein kleineres Thema vorzubereiten. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber nicht Voraussetzung.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Königswahl im Mittelalter

Dr. Lars Hageneier

Das römisch-deutsche Reich blieb bis zu seinem Ende ein Wahlreich. Die „Großen“, später die Kurfürsten bestimmten in einem erst allmählich formalisierten Prozedere den künftigen Herrscher. Daneben allerdings prägten immer auch dynastisch-erbrechtliche Vorstellungen anstehende Herrschersukzessionen. Das hieraus erwachsene Spannungsverhältnis zwischen Wahl- und Erbrecht sorgte im Verlauf der mittelalterlichen Reichsgeschichte für erhebliche Dynamik und führte zur Herausbildung eines höchst eigenwilligen politischen Gebildes auf der Grundlage einer neuerdings wieder positiv betrachteten politischen Konsenskultur.

Das Proseminar/Aufbauseminar behandelt exemplarisch diese Zusammenhänge und führt insbesondere in die Quellen, Techniken und Hilfsmittel der Mediävistik ein.

 

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017)

La Grande Guerre dans la France contemporaire - die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Frankreich - Quellenlektüre

Isabell Koch

Nur in wenigen Ländern sind die Jahre 1914-1918 so im kollektiven Bewusstsein verankert wie in Frankreich. Besonders seit den 1990er Jahren hat die Erinnerung an den "Großen Krieg" immens an Bedeutung gewonnen, nun durch die unterschiedlichen Formen des Gedenkens 100 Jahre später noch einmal verstärkt. Dabei spielen populäre und populärwissenschaftliche Erinnerungsansätze, offizielles Gedenken und familiäre Erinnerung ebenso eine Rolle wie die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg. Im Mittelpunkt der Übung steht die kritische Beschäftigung mit ausgewählten französischen Quellen aus diesen verschiedenen Bereichen.

Ziel der Übung ist es einerseits, die Arbeit mit Quellen zu üben und sich anhand dieser dem Thema anzunähern. Zudem soll die Möglichkeit geboten werden, sich in einem Übungsrahmen speziell mit französischsprachigen Texten/Quellen auseinanderzusetzen und somit gegebenenfalls auch sprachliche Kompetenzen auszubauen.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Latina non leguntur. Latein? DAS lese ich nicht!

Andreas Kistner

Bekanntermaßen ist ein sicheres Mittel, Quellenlektüre zu vermeiden, ja, ein ganzes Seminar unattraktiv zu machen, die Vorlage lateinischer Texte. Dabei ist Latein, auch die lateinische Sprache des Mittelalters, keine Arkanwissenschaft, zu deren Erwerb der Verkauf der Seele nötig wäre. Ja, die mittellateinische Literatur kann sogar auch ohne Einarbeitung in die fremden, seltsamen Denkkonstruktionen der Menschen 500 bis 1500 schlicht Freude bereiten. Rein wissenschaftlich betrachtet, grenzt die Vermeidung des Lateinischen auch außerhalb der Geschichte des Mittelalters die Möglichkeiten zur Bearbeitung von Epochen und Themen stark ein, wird doch noch bis weit in die Neuzeit Latein als Bildungssprache verwendet. Schon auf das Mittelalter begrenzt, ist durch Vermeidung des Lateinischen lediglich die Bearbeitung einiger, recht eng umrissener Bereiche des Spätmittelalters möglich, wenn volkssprachliche Quellen zur Verfügung stehen. Doch stellt sich auch dann infolge des teils sehr starken Sprachwandels seit beispielsweise 1250 oder auch 1492 heraus, dass der Umgang mit volkssprachlichen Texten nicht ipso facto leichter ist, zumal, wenn man den deutschen, germanophonen Tellerrand überschreitet, als der mit lateinischen Texten, die von der weitgehenden Normierung von Grammatik und Orthographie profitieren. So soll idealerweise diese Veranstaltung eine «Einladung ins Mittelalter» sein: Wenn man sich schon in nur einer Sprache auskennt, stehen Literaturen und Quellen aus fast ganz Europa, von der Westspitze Portugals bis nach Ungarn, von Norwegen bis Sizilien, zu Gebote.

Diese Übung hat also wesentlich zum Ziel, die Scheu vor lateinischen Texten abzubauen und versteht sich also wesentlich als Sprachkurs. Dabei sollen anhand verschiedenster Gattungen möglicher Quellen – auch Literatur kann als Quelle beispielsweise für die Geistesgeschichte dienen – eine Annäherung an diese vermeintlich fremde Sprache versucht werden. Wenn auch die Schwelle möglichst niedrig sein soll, wird diese Veranstaltung doch kein Anfang bei Null sein können. Im Sinne des Sprachkurscharakters wird immer wiederkehrend die Grammatik herangezogen.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung schließt offensichtlich die Bearbeitung von Texten ein, aber auch ein knappes Referat über einzelne Kapitel lateinischer Grammatik.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Montag, 08:30 - 10:00 (Einzeltermin, 17.07.2017 - 17.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Lauter zerstreute Professoren? Der Typus des merkwürdigen Gelehrten im 17. und 18. Jahrhundert

Tobias Winnerling

Gelehrte sind seltsame Zeitgenossen; oder genauer, Gelehrte dürfen seltsame Zeitgenossen sein. Ja, sie dürfen es nicht nur sein, sondern es wird von den sprichwörtlichen „zerstreuten Professoren“ fast schon erwartet, dass sie aus den üblichen Normen sozialen Lebens und Verhaltens zumindest ein Stück weit herausfallen. Wie alle anderen gesellschaftlich standardisierten Typen ist auch aber diese soziale Rollenerwartung nicht selbstverständlich, sondern einerseits historisch gewachsen und andererseits einem spezifischen diachronen Wandel unterworfen. Wie viel Abweichung ist erlaubt? Und in welcher Richtung, welche Konventionen dürfen also verletzt werden und welche nicht? Inwieweit handelt es sich möglicherweise nicht nur um ein Beiprodukt, sondern auch eine Vorbedingung des akademischen Erfolgs? Oder ist diese Figur letztlich doch nur ein Klischee, das nicht der Wirklichkeit entsprach? Wie stellten sich also das gesellschaftliche Subsystem der wissenschaftlichen Gemeinschaft und die größeren gesellschaftlichen Zusammenhänge, in die es jeweils eingebunden war, zueinander? Das Seminar verhandelt diese Fragen am Beispiel ausgewählter Figuren des 17. und 18. Jahrhunderts, um zu klären zu versuchen, was nun erklärlich ist – und was wirklich merkwürdig.  

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Masterforum

Dr. Susanne Brandt, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Guido Thiemeyer

  • Dienstag, 09:30 - 18:00 (Einzeltermin, 30.05.2017 - 30.05.2017)

Mentorat

Dr. Lars Hageneier

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Mittelalterliche Geschichtsschreibung

Dr. Lars Hageneier

Die Geschichtsschreibung des Mittelalters gehört zu den wichtigsten Phänomenen bei der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Mittelalter. Wie und zu welchem Zweck wurden historische Ereignisse erinnert? Welcher Medien bediente man sich dabei, welches Geschichtsbewusstsein leitete die Autoren und was ist beim quellenkritischen Umgang mit den historiographischen Erzeugnissen aus heutiger Sicht zu bedenken?

Der Kurs führt in die gattungsmäßige Klassifizierung mittelalterlicher Geschichtsschreibung ein und behandelt herausragende Geschichtswerke der Epoche vertiefend. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf dem Früh- und Hochmittelalter. Neben reger Mitarbeit ist die Übernahme eines Kurzreferates erforderlich.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Mittelbau

Tobias Winnerling

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 21.04.2017 - 21.04.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Nachholtermin Basisklausur Antike/Mittelalter

Dr. Lars Hageneier

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 18.04.2017 - 18.04.2017) - 2221.HS 2E (Z 181)

Neuere Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Michael Schneider

In dieser Veranstaltungen werden neuere Forschungen zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte vorgestellt und diskutiert. Ferner kann im Masterforum in Kombination mit dem Forum Neuzeit die Masterarbeit vorgestellt und eine AP erworben werden.

 

 

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.61 (Z 36)

Oberseminar

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

  • Dienstag, 18:30 - 20:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Freitag, 09:30 - 13:00 (Einzeltermin, 02.06.2017 - 02.06.2017)

Oberseminar/Masterforum

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 02.05.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.43 (Z 44)

Polen in der Zeit der Teilungen, 1795-1918

Dr. Ute Caumanns

Mit der letzten der drei Teilungen im Jahre 1795 setzten Preußen, Russland und Österreich der polnisch-litauischen Adelsrepublik ein Ende und es dauerte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs, dass ein neuer polnischer Staat, die Zweite Republik, entstehen konnte. In den 123 Jahren dieses „langen 19. Jahrhunderts“ vollzogen sich bedeutende politische und gesellschaftliche Veränderungen für die dort lebende Bevölkerung.

Ziel des Seminars ist es zum einen, zentrale Konfliktzonen und Haltungen der politischen Eliten (Kooperation vs. Widerstand, Exil) zu untersuchen, zum anderen aber auch Strukturen und Entwicklungsprozesse, denn mit der Einbindung in die Hegemonialstaaten nahmen die Teilgebiete in sehr unterschiedlicher Weise an der wirtschaftlichen, politischen und auch gesellschaftlichen Entwicklung dieser Reiche teil.

Im Seminar werden zudem grundlegende Hilfsmittel und Arbeitstechniken des Faches vorgestellt. Es kann ein Basisseminarschein für Osteuropäische Geschichte oder Neuere Geschichte erworben werden. Für den Erwerb des Leistungsnachweises sind die Teilnahme an der gleichnamigen Übung sowie die Erstellung eines Referates und einer Hausarbeit erforderlich. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind willkommen, aber keine Bedingung für die Teilnahme.

  • Montag, 08:30 - 10:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Polen in der Zeit der Teilungen, 1795-1918 - Übung zum Aufbauseminar

Dr. Ute Caumanns

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Politischer Terrorismus im Zarenreich (entfällt)

Anatol Holzmann

  • Freitag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Polnisch für Historiker

Walter Daugsch

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Praxisforum zur Berufsorientierung für BA-Studiengang Geschichte (Kubus)

Dr. Susanne Brandt

Ein wichtiges Problem bei der Suche nach einem zukünftigen Arbeitsplatz ist häufig die Frage, welches Berufsfeld überhaupt angestrebt wird bzw. angestrebt werden soll, welche Jobs und Qualifikationen man sich zutraut, was andere wohl über die eigenen Fähigkeiten denken und wie man in der Flut von Informationen, Nachrichten und Angeboten zum Arbeitsmarkt eine eigene Orientierung gewinnen kann. In der Veranstaltung ‚Praxisforum' stehen daher SIE als Person im Mittelpunkt. Während im ‚Praxisfelderseminar' die Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Berufsfeldern ihre Karrieren vorstellen, geht es nun direkt um Ihren zukünftigen Weg: Ausführlich werden wir die beruflichen Orientierungen und Chancen der SeminarteilnehmerInnen zum Thema machen und möglichst jedem und jeder eine intensive und individuelle Beratung ermöglichen. Sie sollen in den Stand versetzt werden, am Ende des Seminars Ihre beruflichen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und dann konkret die nächsten Schritte anzugehen.  Für Studierende im Bachelor- Masterstudiengang ist diese Veranstaltung die für das KUBUS-Modul verbindliche Reflexionsveranstaltung (Baustein 3), sie soll erst nach dem ersten Baustein (Praxisfelder) und dem Praxistraining besucht werden.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2522.U1.74 (Z 18)

Quellen zur Geschichte Russlands und der Sowjetunion

Univ.-Prof. Dr. Beate Fieseler

Diese Übung richtet sich an Studierende sowohl im Basismodul als auch in weiterführenden Modulen. Es werden zentrale Quellen zu entscheidenden Ereignissen der neueren russischen und sowjetischen Geschichte gelesen, analysiert und diskutiert. Damit können in dieser Veranstaltung vertiefende Kenntnisse zu den Inhalten der Einführungsvorlesung erworben als auch vorhandene Kenntnisse der russischen und sowjetischen Geschichte vertieft werden.

Erwartet werden die regelmäßige Lektüre der im Semesterapparat bereitgestellten Texte sowie die stete Beteiligung an den Diskussionen in dieser Lehrveranstaltung.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Quellen-Repertorium 1968 und die Folgen in Düsseldorf

Dr. Uta Brigitte Hinz, Dr. Thomas Gerhards

2018 jähren sich die weltweiten Studentenproteste der "68er" zum fünfzigsten Mal. Vor diesem aktuellen Hintergrund will das interdisziplinäre studentische Forschungsprojekt "1968 und die Folgen - Der Hochschulstandort Düsseldorf in den 1960er und 1970er Jahren" zwischen dem Institut für Neuere Geschichte und dem Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin Studierenden verschiedener Fachbereiche ermöglichen, sich mit den noch wenig erforschten Protestereignissen in der Stadt und am Hochschulstandort Düsseldorf in den Jahren 1968 - 1978 auseinanderzusetzen. Rund fünfzig Jahre nach "68" will es mit Studierenden ein Stück lokaler und universitärer Zeitgeschichte in Düsseldorf erschließen. Im von beiden Instituten gemeinsam gestalteten Praxisseminar geht es darum, lokale Quellen zur noch wenig untersuchten Protestgeschichte Düsseldorfs zu finden, zu sichten und in einer kommentierten Übersicht (Repertorium) zusammenzustellen. Ein Schwerpunkt sind Aktionen während der "Hochphase" der Studentenbewegung vor Ort hier in Düsseldorf. Ein zweiter Schwerpunkt sind Dokumente zum langen Nachwirken von "68" an der noch jungen Universität. Von der Bildung studentischer Gruppierungen über studentische Aktionen und dem lang andauernden Konflikt um die Hochschulverfassung in den 1970er Jahren bis hin zu Protesten anlässlich der Neufassung wichtiger Hochschulgesetze 1977/78. Wie gestalteten sich damals studentisches Leben und Studium an der schon etablierten Medizinischen und an der neuen Philosophischen Fakultät? Was waren zentrale Themen und Konflikte? Welche Aktionen und Proteste fanden in der Landeshauptstadt Düsseldorf statt, zum Beispiel an der Kunstakademie oder an Schulen? Gesichtet, beschrieben und dokumentiert werden sollen Quellenbestände im Universitätsarchiv ebenso wie in weiteren Düsseldorfer Archiven. Die Teilnehmer/-innen erhalten dabei Einblick in die Arbeitsmethoden wissenschaftlicher Recherche und Dokumentation, lernen zugleich Aufbau und Funktionsweisen unterschiedlicher Archive kennen.

Das Seminar steht Studierenden aller Fachbereiche offen (über den fachübergreifenden Wahlpflichtbereich; nach Rücksprache ggf. auch als AP in einem praxisorientierten Modul des jeweiligen Studiengangs). Im BA/MA Geschichte gilt der individuelle Beitrag zum Repertorium als Abschlussprüfung im Praxis- bzw. Projektmodul.

  • Mittwoch, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.41 (Z 34)

Quellenübung zu Friedrich II.

Julius Leonhard

Einer der bekanntesten Kaiser des Mittelalters ist Friedrich II. (1194-1250). Als Sohn des staufischen Kaisers Heinrichs VI. und der sizilischen Königstochter Konstanze wuchs er nach dem frühen Tod der Eltern unter päpstlicher Vormundschaft auf. Durch seine Herkunft wurde er zunächst König von Sizilien, dann deutscher König und schließlich ab 1220 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Sein Leben, seine Herrschaft und seine Wirkung prägten die Geschichte des 13. Jahrhunderts in erheblichem Maße. Diese werden anhand von Quellen und Literatur im Seminar thematisiert.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.41 (Z 34)

Reisen im Mittelalter

Uwe Tresp

Entgegen weit verbreiteter Vorstellungen waren die Menschen im Mittelalter relativ mobil. Reisen aus den verschiedensten Anlässen heraus gehörten zum normalen Lebenszyklus der meisten Menschen selbstverständlich dazu. Das konnten Pilgerreisen nach Rom, Santiago, Jerusalem oder Wilsnack sein oder auch Bildungsreisen junger Männer an die europäischen Universitäten und Fürstenhöfe. Händler und Handwerker bewanderten die Straßen und Seewege ebenso wie fahrendes Volk. Ritter, Söldner oder Kreuzfahrer gingen auf Kriegsreisen. Junge Königs- oder Fürstentöchter gingen auf Brautreise in fremde Länder.

Diese Beispiele zeigen die mögliche Vielfalt der Reisen, die im Seminar behandelt werden sollen. Dabei werden neben den Menschen und ihren Reisegründen auch die Wege und Bedingungen von Reisen im Spätmittelalter thematisiert, die Infrastruktur des Reisens oder die Risiken und Chancen am Wegesrand. Im Mittelpunkt sollen vor allem die Quellen stehen – insbesondere Reiseberichte, Rechnungen, Inschriften, Briefe –, um somit in diesem Themenfeld grundlegende Techniken und Hilfsmittel der mediävistischen Geschichtswissenschaft zu vermitteln. Für einen Leistungsnachweis werden regelmäßige aktive Teilnahme, ein Kurzreferat und eine schriftliche Hausarbeit sowie die Bereitschaft zum Lesen mittelalterlicher Quellen vorausgesetzt.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)
  • Freitag, 12:30 - 18:00 (Einzeltermin, 14.07.2017 - 14.07.2017)

Reportage: Die Geschichte der Tour de France

Dr. Susanne Brandt, Stella Kluge

<p><span style="font-size: 8.5pt; font-family: 'Verdana','sans-serif'; color: black;">Im Rahmen des Seminars soll ein Film entstehen, der sich (als Dokumentarfilm / Reportage) mit der Geschichte der Tour de France beschäftigt. Das Seminar ist vierstündig, es wird Blocktermine im Medienlabor geben, um das Schnittprogramm zu erlernen und die Beiträge nach dem Filmen zu schneiden und einen (kurzen) Film zu erstellen. Eine Einführung in Filmgestaltung sowie in das Schnittprogramm Premiere ist vorgesehen. Jeder Teilnehmer wird in einer Gruppe ein (selbstgewähltes) Thema bearbeiten. </span></p><p><span style="font-size: 8.5pt; font-family: 'Verdana','sans-serif'; color: black;">Es wird erwartet, dass jeder, der an dem Seminar teilnehmen möchte, bis zum 12. April 2017 per Mail an </span><a href="mailto:susanne.brandt@phil.hhu.de"><span style="font-size: 8.5pt; font-family: 'Verdana','sans-serif';">susanne.brandt@phil.hhu.de</span></a><span style="font-size: 8.5pt; font-family: 'Verdana','sans-serif'; color: black;"> einen Vorschlag macht, welches Thema zur Tour der France er/sie behandeln möchte und warum. In der ersten Sitzung werden die Themen vorgestellt – danach können Sie sich entschieden, welches Thema Sie mit einer Gruppe bearbeiten wollen. </span></p>

  • Freitag, 12:30 - 16:00 (wöchentlich, 21.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Russisch für Historiker

Walter Daugsch

  • Mittwoch, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 26.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Schlüsseltexte zur Frauen- und Geschlechtergeschichte

Mareen Heying

Anhand ausgewählter Texte wird die Frauen- und Geschlechtergeschichte historisiert und zugleich ihre Bedeutung herausgestellt. Ein Fokus wird auf dem deutschsprachigen Raum liegen.

 

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Schreibwerkstatt

Dr. Susanne Brandt

Die Schreibwerkstatt wendet sich an Master- und BA-Studierende. In der Schreibwerkstatt sollen Sie vor allem eines tun: schreiben, lesen, redigieren und darüber nachdenken, was Sie warum so schreiben, wie Sie es tun. Jede Menge Übungen und Aufgaben warten auf Sie. Auch Themen wie Schreibblockade, was kennzeichnet wissenschaftliches Schreiben, wie strukturiere ich Texte usw. werden behandelt. Übungen zu Kommaregeln etc. runden das Programm ab – und auch Ihre Themenwünsche können berücksichtig werden.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Sozialgeschichte der Weimarer Republik

Mareen Heying

Lebens- und Arbeitsbedingungen zwischen den beiden Weltkriegen prägten den Alltag der Menschen in der Weimarer Republik, der im Seminar analysiert werden soll. Dabei stehen verschiedene Themen im Fokus der Betrachtung, wie die Frauenbewegung, der Konsum, die Kriegsfolgen und das Erstarken des Nationalsozialismus.

Dem Charakter eines Proseminars entsprechend wird die Einführung in zentrale Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund stehen, vor allem die Literaturrecherche. Auch wird in verschiedene Felder der Geschichtswissenschaft eingeführt. Voraussetzungen für die Teilnahme sind die Bereitschaft zur vorbereitenden Textlektüre und aktiven Mitarbeit sowie die Übernahme eines Referats.

 

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 24.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Spionagefilme und Kalter Krieg

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

Das populäre Genre des Agentenfilms wird in erster Linie im Hinblick auf die Geschichte des Kalten Krieges, des CIA, KGB, MI6 und der deutschen Geheimdienste untersucht. Produktions- und Rezeptionsgeschichte der Filme gehören ebenso dazu wie filmwissenschaftliche Analysen im engeren Sinne.

Referatsthemen werden in der Regel nicht zu einzelnen Filmen, sondern gebündelt vergeben. Eine Liste wird in der ersten Sitzung verteilt.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 04.05.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.66
  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 27.04.2017 - 27.04.2017) - 2513.U1.24 (Z 32)
  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (Einzeltermin, 25.07.2017 - 25.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Sprach- und Übersetzungsübung an mittelalterlichen lateinischen Quellen

Dr. Lars Hageneier

Mittelalterliche Schriftquellen schrecken die Studierenden oftmals allein durch das Latein ab. Doch mit einigen Vorkenntnissen und insbesondere ständiger Einübung kann diese Hürde eigentlich recht problemlos überwunden werden. Der Kurs richtet sich an diejenigen, die ihre Lateinkenntnisse auffrischen und sich praktische Wege zum Verständnis der mittelalterlichen Geschichtsschreibung erschließen wollen. Übersetzt werden historiographische Texte um ein bestimmtes historisches Ereignis der mittelalterlichen Geschichte.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Sprach- und Übersetzungsübung an mittelalterlichen lateinischen Quellen

Dr. Lars Hageneier

Mittelalterliche Schriftquellen schrecken die Studierenden oftmals allein durch das Latein ab. Doch mit einigen Vorkenntnissen und insbesondere ständiger Einübung kann diese Hürde eigentlich recht problemlos überwunden werden. Der Kurs richtet sich an diejenigen, die ihre Lateinkenntnisse auffrischen und sich praktische Wege zum Verständnis der mittelalterlichen Geschichtsschreibung erschließen wollen. Übersetzt werden historiographische Texte um ein bestimmtes historisches Ereignis der mittelalterlichen Geschichte.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Spuren des Zweiten Weltkriegs: Verschwundene Dörfer in Ostpreußen

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Kriege bringen vielfältige Zerstörungen. Der Zweite Weltkrieg kostete nicht nur das Leben von mehr als 50 Millionen Menschen. Auch manche der Ortschaften, wo Menschen lebten, löschte er aus. Als die Rote Armee 1944/45 durch Ostpreußen vorrückte, wurden zahlreiche Dörfer ausradiert. Oft blieb nur die Erinnerung an einen Namen – und ein immer weiter zuwuchernder Friedhof. In einem deutsch-polnischen Gemeinschaftsprojekt soll versucht werden, einige der Dörfer wieder der Vergessenheit zu entreißen – durch Recherchen in Archiven und Bibliotheken vor Ort, deren Ergebnisse auf Infotafeln und im Netz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und die Konservierung der Friedhöfe. Daneben wird Zeit zur Erkundung der masurischen Seenplatte sein.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Vorbesprechungstermin am 2. Mai, 14.00 Uhr, im Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstraße 90, Raum 412.

  • Sonntag, (--, 03.09.2017 - 17.09.2017)

Spurensuche mit dem Smartphone. Erinnerungsorte nationalsozialistischer Geschichte in Düsseldorf

Jan Niko Kirschbaum

Ob zum Thema Altbier, Shopping auf der Kö oder 70 Jahre Nordrhein-Westfalen - Stadtführungen sind ein beliebtes Mittel zur touristischen Erkundung einer Stadt. Dabei werden sie auch gerne zur historisch-kulturellen Bildung eingesetzt und verbinden touristisches Interesse mit der Vermittlung historischer Erkenntnis. Der lokale Raum dient dabei als Anschauungs- und Erinnerungsobjekt. Das Projekt/Praxisseminar möchte sich in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf auf die Suche nach solchen Ort begeben, ihre Geschichte erkunden, aufbereiten und schließlich in einer Smartphone-App präsentieren. Es gilt die Lokalgeschichte zu recherchieren, zu erklären, Bild, Audio- und Videomaterial zu finden, die Konzeption der App zu begleiten und eigene Führungen für dieses Medium zu erstellen.

Thematisch widmet sich das Seminar der Zeit des Nationalsozialismus in Düsseldorf. Als Hauptstadt des Gaus Düsseldorf erlangte die Stadt schon früh eine überregionale Bedeutung im NS-Reich und gehörte mit den Propagandaschauen „Schaffendes Volk“ und „Entartete Musik“ sowie dem Schlageter-Kult zu einem der bedeutenden Orte für die NSDAP. Als Hauptquartier zahlreicher NS-Einrichtungen und Abteilungen des Sicherheits- und Unterdrückungsapparates des NS-Staates war Düsseldorf von besonderer Bedeutung, unter anderem als Zentrale für die Deportation von Juden des Regierungsbezirks in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Aber auch das Leben im NS-Staat, Anpassung und Handlungsspielräume, Verfolgung und Widerstand, Ausbruch und Ende des Zweiten Weltkrieges, Brüche und Kontinuitäten nach 1945 lassen sich anhand der Stadtgeschichte erzählen.

  • Freitag, 10:30 - 18:00 (Einzeltermin, 28.04.2017 - 28.04.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Freitag, 10:30 - 18:00 (Einzeltermin, 19.05.2017 - 19.05.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Freitag, 10:30 - 18:00 (Einzeltermin, 23.06.2017 - 23.06.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Donnerstag, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 10.08.2017 - 10.08.2017) - 2331.02.22 (Z 16)
  • Mittwoch, 10:30 - 14:00 (Einzeltermin, 30.08.2017 - 30.08.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Spurensuche: Düsseldorfer Hafengeschichte

Peter Henkel

Die wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich immer auch in der Entwicklung der Häfen auf dem Stadtgebiet. Damit einhergehend haben sich die Häfen auch immer wieder verändert. Ebenso wurden neue Hafenstandorte angedacht und wieder verworfen. Das Seminar will die Geschichte der Düsseldorfer Häfen an baulichen und sichtbaren Spuren dokumentieren. Dabei soll der Blick nicht nur auf den großen Industriehafen an der Lausward gerichtet sein. In einer Dokumentation sollen die Ergebnisse zusammengefasst und öffentlich präsentiert werden.

  • 09:00 - 17:30 (Blockveranstaltung, 03.04.2017 - 04.04.2017)
  • Montag, 09:00 - 17:30 (Einzeltermin, 31.07.2017 - 31.07.2017)

Student/Inn/en und Politik: Von den Burschenschaften bis zur APO

Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Götz von Olenhusen

Nicht zuletzt aus aktuellem Anlass wird im Seminar nach Ursachen für die überwiegend rechtsnationalen, antisemitischen und rechtsradikalen Einstellungen korporierter Studenten gesucht. Das gilt vor allem für die Zeit des deutschen Kaiserreiches, die Weimarer Republik und die NS-Zeit. Von Anfang des 19. Jahrhunderts bis nach der gescheiterten deutschen Revolution von 1848/49 sah dies vielfach anders aus. Es ist aber auch zu hinterfragen, ob sich nach 1945 nicht deutlichere Kontinuitäten zur NS-Zeit feststellen lassen, als häufig angenommen wird. Wenn möglich, sollen auch internationale Vergleiche erfolgen.

Die Geschichte der Studentinnen bzw. des Frauenstudiums (in D ab 1900) wird ebenso thematisiert.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 26.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Sture Christen und ordnungsliebende Statthalter? Christenverfolgungen im Römischen Reich

Sophie Röder

Die ratlose Anfrage des eifrigen Statthalters Plinius Secundus an Kaiser Traian (98-117), wie er denn nun mit den Christen umzugehen habe, ob das christliche Bekenntnis oder damit zusammenhängende Vergehen zu bestrafen seien, hat es in der Forschung zu einiger Bekanntheit gebracht und illustriert die Konflikte mit Christen in der Gesellschaft und mit den Beamten. Kaiser Decius verlangte 250 von all seinen Untertanen, den Opfervollzug zertifizieren zu lassen, was viele Christen in Schwierigkeiten brachte. Valerian und Gallienus brachten 257 und 258 Maßnahmen auf den Weg, die als erste systematische Verfolgungen gelten, bevor 303 die Tetrarchen noch gezielter vorgingen.

Weshalb gerieten Christen immer wieder in Konflikt mit den römischen Autoritäten? Was wurde ihnen vorgeworfen und welche Rückschlüsse kann man daraus für den Umgang mit religiöser Vielfalt im Römischen Reich ziehen? Diesen und ähnlichen Fragen soll in der Übung nachgegangen werden, zudem soll sie auch Einblicke in den innerchristlichen Diskurs gewähren: Wie positionierten sich Christen zu den unterschiedlichen Forderungen? Welche Argumente bemühten sie, um ihr jeweils unterschiedliches Verhalten zu rechtfertigen?

Im Zentrum der Übung steht die Arbeit mit den Quellen, wodurch außerdem die Problematik der Quellenlage und der Perspektive der Quellen beleuchtet werden soll. Lateinkenntnisse sind willkommen, Übersetzungen werden aber herangezogen.

 

 

  • Dienstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2332.01.68

Texte zur Geschichte des sechsten und siebten Jahrhunderts

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Die wenig bekannte und im akademischen Unterricht wenig behandelte Zeit des sechsten und siebten Jahrhunderts ist von großer historischer Bedeutung, da sich in dieser Zeit der Mittelmeerraum als eine zwischen Christentum und Islam geteilte Welt konstituiert. Berücksichtigt werden dabei - als Vorbereitung für die Exkursion nach Venedig - die Verhältnisse in Italien und die Rolle der byzantinischen Politik in Italien. Die Übung kann daher auch als Vorbereitungsübung für die gemeinsam mit dem Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte unternommene Exkursion nach Italien gewählt werden.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

Theaterprobe

  • Donnerstag, 18:00 - 21:00 (wöchentlich, 13.04.2017 - 04.05.2017) - 2331.U1.66 (Z 46)

Tibet-Forschung, Archäologie, Rassekunde, Medizinverbrechen. Das SS-Ahnenerbe und seine Radikalisierung 1935 bis 1945.

Julien Wilhelm Reitzenstein

Die SS-Forschungseinrichtung „Das Ahnenerbe e.V.“ gehört zu den bekanntesten und gleichzeitig am wenigsten erforschten Einrichtungen des NS-Regimes. Unter der Leitung des Buchhändlers Wolfram Sievers expandierte diese Einrichtung, deren Aufgabe es zunächst war, „wissenschaftliche Beweise“ für die oft krude Weltsicht Himmlers zu finden, ab 1935 sehr rasch. Neben dem Sammeln von Volksliedern, der Erforschung von Wald und Baum als kulturgeschichtliches Phänomen bis hin zu romantisch verklärter Germanenforschung gab es noch zahlreiche andere Forschungsgebiete.

Mit Ausbruch des Krieges vollzog Sievers die Radikalisierung Himmlers auf wissenschaftlichem Gebiete nach, unter anderem durch die Gründung des Instituts für wehrwissenschaftliche Zweckforschung. Dort fanden jene Medizinverbrechen statt, die seit dem Nürnberger Ärzteprozess zu den bekanntesten Gräueltaten des NS-Regimes gehören.

Im Seminar wird die Entwicklung des Ahnenerbes, aber auch seines Leiters Wolfram Sievers nachvollzogen. Neben den einordnenden Vorträgen der Dozenten geschieht dies durch die Referate der Teilnehmer, die einzelne der fast fünfzig Forschungsstätten des Ahnenerbes vorstellen.

In der Auftaktveranstaltung am wird ein Seminarüberblick ebenso gegeben, wie die Verteilung der Referate. In den beiden folgenden Blöcken werden die Arbeitsberichte der Referenten vorgestellt und diskutiert. Im ganztägigen Hauptblock werden die Referate gehalten und diskutiert.

  • Montag, 14:30 - 20:00 (Einzeltermin, 19.06.2017 - 19.06.2017) - 2621.01.32 (Z 20)
  • Freitag, 12:30 - 20:00 (Einzeltermin, 07.07.2017 - 07.07.2017) - 2522.U1.74 (Z 18)
  • Samstag, 08:00 - 18:00 (Einzeltermin, 08.07.2017 - 08.07.2017) - 2331.05.22 (Z 18)
  • Montag, 14:30 - 20:00 (Einzeltermin, 24.04.2017 - 24.04.2017)

Tschechisch für Historiker - Textanalyse und Kommunikationsförderung

Ivona Stelzig

Der Tschechisch-Sprachkurs bietet die Möglichkeit, vorhandene Sprachkenntnisse weiter auszubauen. Studierende mit unterschiedlichem Wissensstand treffen zusammen. Der Kurs lebt und profitiert davon. Das vorhandene Vokabular und die Grammatikkenntnisse werden durch zahlreiche Übungen vertieft. Das Lehrbuch als Grundlage für neue Grammatik, Übungen, Übersetzungen und Textanalysen wird durch Textübungen zu aktuellen Themen rund um das Land und Leute ergänzt. Die tschechischen Druck- und Onlinemedien werden zum Verständnis der lebenden Sprache herangezogen. Durch die Nutzung von Audio- und Videomaterial wird das aktive Hörverstehen gefördert. Die studienfachunabhängigen Themen erweitern den vorhandenen Wortschatz. Zu den Schwerpunkten zählen der Alltag mit allen relevanten Themen, die eigene Person, das Studium und der künftige Beruf sowie der Auslandsaufenthalt insbesondere in Tschechien mit Berichten über die Geschichte, die Kultur und die Gegenwart.

Sprachvorkenntnisse sind erforderlich.

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.01.70 (Z 16)

Tutorium

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 18.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.22 (Z 16)

Ursachen für, Behandlungen gegen und Umgang mit dem Tod in der Frühen Neuzeit

Nancy Lambertz

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Verschwörungstheorien, 18.-20. Jh.

Dr. Ute Caumanns

Why Do Bad Things Happen to Good People? – so hat der Konstanzer Historiker Dieter Groh schon in den 1980er Jahren die verschwörungstheoretische Grundfrage formuliert. Und sie hat seither nicht an Bedeutung verloren. Verschwörungstheorien sind heute mehr denn je Teil der Eliten- und der Populärkultur wie auch einer webbasierten Subkultur. Für den Historiker stellen sie eine Herausforderung dar, die erst in jüngerer Zeit verstärkt angenommen wurde. Subjektiv mögen hierfür Berührungsängste vor einer Beschäftigung mit “politischer Pornographie” (Daniel Pipes) eine Rolle spielen. Objektiv erschwert der besondere Charakter des Phänomens einen analytischen Zugang. Während die Kernaussagen von Verschwörungstheorien banal erscheinen, sind die Wirkungsmechanismen komplex: Ob und in welchem Maße solche Konstrukte geschichtsmächtig werden, entscheidet nicht nur der mitteilungsbedürftige Verschwörungstheoretiker, sondern auch der jeweilige politische und gesellschaftliche Kontext.

Ziel des Seminars ist es, sich dem Thema anhand von Schlüsseltexten (vor allem des 18.-20. Jh.) zu nähern. West- und osteuropäische Fallbeispiele sollen dabei auf ihre narrative Struktur, auf Produktion und mediale Aufbereitung sowie auf ihre Wirkungsgeschichte hin untersucht werden. Für den Erwerb des Leistungsnachweises ist neben der mündlichen Präsentation die Erstellung einer Hausarbeit erforderlich. Kenntnisse osteuropäischer Sprachen sind wünschenswert, jedoch nicht Bedingung für die Teilnahme.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 25.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.24 (Z 36)

Vom Mäzenatentum zu Corporate Citizenship. Zivilgesellschaftliches Engagement von Unternehmen und Unternehmern im 19. und 20. Jahrhundert.

Dr. Susanne HIlger

Die gegenwärtige Bedeutung privater Mäzene und anderer außerstaatlicher Förderungsquellen ist auf die Wachstumsphase großer Vermögen nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen. Dennoch kann das Stiftungswesen auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurückblicken. Dabei folgt das zivilgesellschaftliche Engagement von Privatpersonen seit Jahrhunderten unterschiedlichen Motiven. Neben altruistischen und philantropischen Beweggründen gehörten dazu das bürgerliche Statusstreben wie auch Religiosität als Auslöser von Spendenbereitschaft. Gerade deshalb führen kulturelle Unterschiede dazu, dass das Spendenverhalten z.B. in den USA und der Bundesrepublik deutlich divergiert.

Die Übung befasst sich auf der Grundlage von einzelnen Fallbeispielen mit den historischen Erscheinungsformen des zivilgesellschaftlichen Engagements von Unternehmen und reicht vom unternehmerischen Engagement für Kultur und Bildung (von der Heydt, Rockerfeller-, Carnegie-Foundation) bis hin zu den „Big Players“ der bundesdeutschen Stiftungslandschaft wie der Bertelsmann- oder Robert-Bosch-Stiftung. Sie sollen im Hinblick auf ihre Entstehungsgeschichte, ihre inhaltliche Ausrichtung und finanziell-organisatorische Struktur und ihre jeweiligen "Märkte" untersucht werden. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der PwC-Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stattfinden.

 

  • Freitag, (Einzeltermin, 21.04.2017 - 21.04.2017)

Vom Vorurteil zum Völkermord? - die politische und soziale Dimension von Vorurteilen im 20. Jahrhundert.

Daniel Dammann

Der Populismus ist auf dem Vormarsch und oszilliert irgendwo zwischen Vorurteilen und Fake-News. Sicherlich: Vorurteile müssen nicht zwangsläufig in die dunkelsten Kapitel der Geschichte führen. Doch sind bei genauerer Betrachtung Vorurteile auch immer ein erster Baustein für die Etablierung von Diktaturen, die Legitimation von Massakern, Genoziden und Krieg. Hier finden sie Verwendung, um diffuse Ängste in eine konkrete Furcht zu transformieren und Feindbilder zu generieren. Doch was ist überhaupt ein Vorurteil? Das Seminar soll vermitteln, wie Vorurteile innerhalb komplexer Ideologien ihre Wirkung entfalten und einen Prozess in Gang bringen können, in dem kollektive und individuelle Dynamiken politischer, sozialer und psychologischer Art ineinandergreifen.

 

 

 

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 15.05.2017 - 24.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Vorbesprechung des Tutoriums

Dennis Barowsky

  • Dienstag, 12:30 - 14:00 (Einzeltermin, 25.07.2017 - 25.07.2017)

Weltmarkt, Kriegswirtschaft, Massenkonsum: Die deutsche chemische Industrie im 20. Jahrhundert

Michael Schneider

Die chemische Industrie prägte die Wirtschaftsgeschichte wie auch die allgemeine Geschichte des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer Industriezweig. Mit der Teerfarbenindustrie des späten 19. Jahrhunderts schlug die deutsche Wirtschaft den Weg in eine wissenschaftsbasierte Industriegesellschaft ein; bald darauf dehnte sie ihr Interessensgebiet in die pharmazeutische Chemie aus. Während des Ersten Weltkriegs stellte sie durch synthetische Stickstoffproduktion die Weiterführung des Krieges sicher und eröffnete mit der Entwicklung von chemischen Kampfstoffen neue Abgründe der Kriegführung. In der Zwischenkriegszeit beherrschte seit 1925 mit der IG Farbenindustrie AG ein Großunternehmen weite Teile der Branche; nicht zuletzt aufgrund dieser dominierenden Marktstellung war die „IG Farben“ auch ein wichtiger Partner des NS-Regimes. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die chemische Industrie, die vor 1945 eine wichtige Säule der Autarkiepolitik des NS-Regimes gewesen war, vor der Herausforderung einer Neueingliederung in den Weltmarkt.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 27.04.2017 - 04.05.2017) - 2491.U1.61 (Z 25)
  • 09:00 - 17:00 (Blockveranstaltung + Sa, 13.07.2017 - 15.07.2017)

Wie ein Haußwirth ... seine Haußhaltung und Nahrung ... anstellen soll“ - Haushaltsratgeber der Frühen Neuzeit

Kristina Hartfiel

Praktische Handbücher wie Johann Colers Oeconomia – aus der das Titelzitat stammt - stellten in der Frühen Neuzeit eine erfolgreiche Gattung dar. Sie gaben als Alltagsratgeber praktische Information und Anweisungen rund um hauswirtschaftliche, handwerkliche, landwirtschaftliche und medizinische Themen, „kombiniert mit Ermahnungen zur Frömmigkeit und christlichen Moral“ (Hahn). Neben der Aufbereitung und Vermittlung von praktischem Wissen in/durch diese Haushaltsratgeber, hat die Übung das Ziel mithin auch Fragen der Rezeption und Wirkung der Bücher zu diskutieren.

Die Übung wird den vielfältigen Themenbereichen dieser so genannten „Hausväterliteratur“ anhand von Originalquellen nachgehen (die ULB besitzt eine reiche Sammlung dieser Ratgeberliteratur) und sie in den wissenschaftlichen Diskurs um das Konzept des „Ganzen Hauses“ einordnen und bewerten.

Grundsätzlich ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zur Aneignung der Lesekompetenz in Fraktur sowie die Offenheit für eine partizipative Seminargestaltung gefordert.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 17.04.2017 - 28.07.2017) - 2303.U1.61

Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Bundesrepublik Deutschland im europäischen Kontext

Michael Schneider

Ohne die Wirtschaftsgeschichte ist weder die Gesellschaftsgeschichte noch die politische Geschichte der Bundesrepublik Deutschland verständlich. Die Vorlesung möchte daher einen wirtschafts- und sozialhistorischen Überblick über die ökonomischen Vorbedingungen und wirtschaftspolitischen Weichenstellungen vor 1949 geben, die Jahre der Prosperität und die krisenhaften Jahre der Ernüchterung beleuchten, die Entstehung der bundesdeutschen Massenkonsumgesellschaft ebenso wie die Rolle der Unternehmen in diesen Jahrzehnten untersuchen. Die Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik ist wiederum ohne ihre Einbindung in die westeuropäische Wirtschaftsgemeinschaft nicht verständlich, die daher ebenfalls behandelt wird. Schließlich wird die Vorlesung auch einen Blick auf die Wirtschaftsgeschichte der DDR werfen und so versuchen, die ökonomischen Vorbedingungen für den Vereinigungsprozess der beiden deutschen Staaten zu erhellen.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 19.04.2017 - 26.07.2017) - 2301.HS 3C (Z 126)

Wirtschaftsgeschichte des Ersten Weltkriegs

Lino Schneider-Bertenburg

In den letzten Jahren gab es zahlreiche Neuerscheinungen, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Ersten Weltkrieg auseinandergesetzt haben. Die Übung soll sich dem Aspekt der Kriegswirtschaft widmen und die Frage beantworten, wie die kriegführenden Nationen im Vergleich auf die Anforderungen des industrialisierten Tötens reagierten. Überdies sollen die verschiedenen Formen ökonomischer Kriegsführung, die Auswirkungen des Krieges auf die sozialen Konflikte in den beteiligten Gesellschaften und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Folgen des Krieges über das Jahr 1918 hinaus behandelt werden.

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 27.04.2017 - 20.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Wirtschaftsgeschichte in TV- und Filmproduktionen

Benjamin Obermüller

Die mediale Darstellung von Geschichte und auch von Wirtschaftsgeschichte boomt weiter. Zahlreiche Dokumentationen, Doku-Spiele und Filme, die auf historischen Ereignissen beruhen, begeistern immer mehr Zuschauer. Eine Auswahl von Produktionen mit wirtschaftshistorischem Schwerpunkt wird in der Übung analysiert und kritisch hinterfragt. Zudem wird die Bedeutung von Archiven für die Produktion der unterschiedlichen Formate thematisiert.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.04.2017 - 28.07.2017) - 2331.02.26 (Z 60)

Workshop

Caroline Authaler

  • Freitag, 09:30 - 16:00 (Einzeltermin, 01.09.2017 - 01.09.2017) - 2331.02.27 (Z 34)

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