Vorstellung der neuen App zu Düsseldorfs Globalgeschichte(n) und kurzer Stadtrundgang

Düsseldorfs Internationalität hat eine Geschichte, die in Stadtrundgängen erfahrbar ist: Global agierende Unternehmen, Kolonialpolitik, Migration und Ausstellungen verbanden Düsseldorf seit dem 19. Jahrhundert mit der Welt.


Am 25. Juli 2017 haben Geschichtsstudierende der Heinrich-Heine-Universität mit ihrer Dozentin Caroline Authaler die Ergebnisse ihres Projektseminars aus dem Sommersemester 2017 im Stadtmuseum präsentiert: einen globalgeschichtlichen Stadtrundgang per pedes und als App sowie eine Broschüre, die die recherchierten Themen der Düsseldorfer Globalgeschichte vertieft. Etwa 80 interessierte Gäste waren ins Stadtmuseum gekommen, das Kooperationspartner des Projekts ist.

Die Direktorin des Stadtmuseums, Dr. Susanne Anna, verwies in ihrem Grußwort auf die lange internationale Geschichte Düsseldorfs und betonte, dass Düsseldorfs Verbindungen in die außereuropäische Welt als Thema ins Stadtmuseum gehören. Caroline Authaler machte in ihrer Rede die Ziele des Projekts deutlich: Es ging darum, Geschichtswissenschaft aus der Universität in die Stadtgesellschaft zu tragen und in Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern zu treten; gleichzeitig sollte der neue Forschungsansatz der Globalgeschichte lokal verankert und dadurch anschaulich werden. Sie dankte den zahlreichen universitären und außeruniversitären Projektbeteiligten, durch die der Praxisbezug des Seminars erst möglich wurde.

Welchen Umfang die wissenschaftlichen Recherchen zu Düsseldorfs Globalgeschichte, die Planung von Stadtrundgängen, die Erstellung einer App sowie Gestaltung einer Broschüre einnahmen, erläuterten die Studierenden Jacqueline Linkamp und Hannah Schumacher. Eine besondere Herausforderung sei es gewesen, die eigenen wissenschaftlichen Forschungen in knappe und gut verständliche Worte für die Stadtrundgänge zu übersetzen. Anschließend erklärten Leopold Wolff und Janine Weigel Inhalt und Funktionsweise der digitalen Version des Rundgangs in der „HistoriaApp“. Schließlich ließen sich weder die Studierenden noch die Gäste vom Regen abhalten, um drei ausgewählte globalhistorische Orte in Düsseldorf für einen kurzen Stadtrundgang anzusteuern.


Die Broschüre kann ab sofort im Sekretariat der Professur in der Heinrich-Heine-Universität (Gebäude 23.31, Raum U1.77) bezogen werden, die „HistoriaApp by HHU“ ist im Google Play Store erhältlich, weitere Informationen unter www.historia-app.de.

Projektleitung: Caroline Authaler
Autoren (App/Broschüre/Stadtrundgänge): Philip Bleckmann, Tobias Dörpinghaus, Marvin Halfmann, Nikolai Hundt, Jacqueline Linkamp, Mika Mura, Julian Reimann, Christian Nieschwitz, Timo Otto, Joël Scharff, Hannah Schumacher, Janine Weigel, Leopold Wolff.
Projektbeteiligte: Stadtmuseum Düsseldorf (Kooperationspartner), Jan Niko Kirschbaum und David Neugebauer (Entwicklung der HistoriaApp und Beratung), Prof. Christian Tagsold (Beratung Rundgänge), CEDUS der HHU (Beratung Vereinsgründung), Simone Aengen-Eyndt (Gestaltung der Broschüre), Joël Scharff, Niels Hollmeier (Redaktion)

Stadtplan zur Globalgeschichte Düsseldorfs

Düsseldorfs Verflechtung mit der Welt und seine globalen Akteure nachzeichnen - diesem Projekt widmeten sich Studierende der HHU unter Leitung von Caroline Authaler und Stefanie Michels. Gemeinsam forschten sie im Stadtarchiv, lokalisierten globalhistorische Orte in der Rheinmetropole, trugen ihre wissenschaftlichen Ergebnisse zusammen und erarbeiteten auf dieser Grundlage einen Stadtplan für Düsseldorf. Über die öffentliche Präsentation und den Abschluss des zweisemestrigen Projektes am 11. November 2016 berichteten die Rheinische Post als auch die Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung. Interessierte können undefinedhier und undefinedhier die Artikel nachlesen sowie den Stadtplan beim undefinedSekretariat der Professur bekommen.

Ausstellung im Haus der Universität zur Globalgeschichte Düsseldorfs

Am 17. Juli 2014 präsentierten Studierende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf während einer öffentlichen Veranstaltung ihre Forschungsergebnisse zu kolonialen Spuren in Düsseldorf.

Kolonialismus – Bei diesem Begriff denken die meisten an den überseeischen Besitz der europäischen Großmächte. Doch hinter dem Wort Kolonialismus verbirgt sich mehr. Zu ihm gehört auch die Wirkung der Kolonien auf die jeweiligen Gesellschaften der Kolonialmächte. Zum einen wie die kolonialen Bestrebungen von verschiedenen Gesellschaftschichten mitgetragen wurden und welche Interessen sie damit verbanden. Zum anderen wie über die Kolonien berichtet wurde und welche Vorstellung entstanden. Und das nicht nur während der Zeit des kolonialen Besitzes, sondern auch darüber hinaus.

Seit Beginn des laufenden Sommersemesters hatten sich Studierende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, im Rahmen eines Projektseminars des Lehrstuhls für europäische Expansion, intensiv mit Spuren des Kolonialismus in der Düsseldorfer Stadtgeschichte beschäftigt. Unter dem Titel „Kolonialismus vor Ort“ hatten sechs Arbeitsgruppen verschiedene solcher Spuren zu verschiedenen Zeiten untersucht. Dazu gehörten die Themen Kolonialbewegung und Vereine, Mission, Völkerschauen, Kolonialausstellung sowie die Nachwirkungen während der Rheinlandbesetzung und des Nationalsozialismus.

Am 17. Juli 2014 präsentierten die Arbeitsgruppen von 17 bis 19 Uhr ihre Ergebnisse auf einer öffentlichen Veranstaltung im Haus der Universität in der Düsseldorfer Innenstadt. Es gab mehrere Plakatausstellungen, eine Broschüre und eine undefinedHomepage wurden vorgestellt und ein Film aufgeführt. Bei der Veranstaltung war auch der Kameruner Germanist Prof. Dr. Albert Gouaffo anwesend, der seine kamerunische Perspektive miteinbrachte und die Arbeiten der Studierenden kritisch würdigte.

Termin
17. Juli 2014, 17 bis 19 Uhr

Ort
Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf

Kontakt
Prof. Dr. Stefanie Michels
Europäische Expansion: 19. und 20 Jahrhundert
Tel.: 0211 - 81 12 939
stefanie.michels(at)hhu.de

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Stefanie Michels