Sonderforschungsbereich 496 Projekt A 10

Anbetung der Madonna durch Kaiser Karl IV. und seinen Sohn Wenzel (IV.), begleitet von den Heiligen Sigismund und Wenzel als Landespatrone Böhmens, Votivtafel des Prager Erzbischofs Johann Ocko von Vlašim (vor 1371), Prag, Národnígalerie, aus: Ausstellungskatalog Karl IV. – Kaiser von Gottes Gnaden. Kunst und Repräsentation des Hauses Luxemburg 1310-1437, hg. v. Jirí Fajt, München/ Berlin 2006, Nr. 33, S. 127.

Das Teilprojekt A10 widmet sich der Frage, auf welche Weise Karl IV. seine neuen Norm- und Wertvorstellungen zur Geltung brachte und wie insbesondere der Adel auf seinen Versuch einer (partiellen) Umwidmung kollektiver Werte reagierte. Karl IV. intendierte – nicht zuletzt aufgrund persönlicher Frömmigkeit und Bildung –, die adelige Fehdepraxis zurückzudrängen und eine friedliche Beilegung von Konflikten zu erreichen. Untersucht werden die zeremoniellen und symbolisch-rituellen Formen, deren sich der Luxemburgerkaiser für die Durchsetzung seiner Herrschaftskonzeption bediente. Dabei sollen ebenso integrative Strategien wie auch die Grenzen der Integrationskraft des Hofes untersucht werden.

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Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Eva Schlotheuber