Team Modern History

Photo of Margrit  Schulte Beerbühl

Lehrbeauftragte

apl. Prof. Dr. Margrit Schulte Beerbühl

Building: 23.31
Floor/Room: 04.
Phone +49 211 81-12926
Fax +49 211 81-14255

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  • Nach Vereinbarung (per E-Mail )

Responsibilities

Laufende Forschungsprojekte:

  • Gelato: Italienische Eismacher am Niederrhein

    Eis war einst eine Luxusspeise des Adels. Heute ist es ein für jedermann erschwinglicher Genuss. Zu dem Wandel trugen norditalienische Wanderarbeiter aus den Dolomiten, genauer aus den Tälern des Beluno und Cadore, ursächlich bei. Die ersten kamen Ende des 19. Jahrhunderts an den Niederrhein. Sie zogen mit ihren Eiskarren durch die Straßen, eröffneten kleine Eisdielen und boten Eis für wenige Pfennige an. Zusammen mit dem Clemens-Sels-Museum in Neuss fand im Sommer 2017 eine Ausstellung über die Geschichte der italienischen Eismacher am Niederrhein statt. Wenn Sie mehr über die Geschichte der undefinedWanderarbeiter und undefinedEismacher wissen wollen, klicken Sie auf die beiden vorliegenden Links.

  • Verschwundene Schokoladenunternehmen im Rheinland ca 1850-1970

    Das Projekt befasst sich mit der Geschichte untergegangener Schokoladenunternehmen im Rheinland zwischen ca 1850 und 1970. Außer Stollwerck ist kaum noch ein anderes Schokoladenunternehmen im Gedächtnis der Öffentlichkeit; dabei existierten zwischen ca 1850 bis 1970 im Rheinland mehrere hundert Schokoladenfirmen. Es handelte sich dabei keineswegs nur um kurzlebige Unternehmen, sondern auch um einst renommierte Firmen mit einer über hundertjährigen Geschichte, wie Lohnmann & Neugebaur, Wissoll oder Novesia. Die Mehrheit der rheinischen Schokoladenunternehmen, die einst die süße Seite des Rheinlands prägten, ist vergessen und umfangreiche Nachlässe - mit Ausnahme von Stollwerck - sind nicht vorhanden. Das Ziel des Projekts ist es die noch vorhandenen Informationen vor dem endgültigen Vergessen zu retten. Das Vorhaben begibt sich mit anderen Worten auf die Suche nach Spuren der verschwundenen Schokoladenunternehmen. Es sollen außerdem die Ursachen des Aufschwungs, Dimension und Konzentrationsprozess analyisert werden. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland ist eine Online-Datenbank im Portal Rheinische Geschichte geplant, in der die Daten aller gefundenen Unternehmen verzeichnet werden sollen.
    Den Link zu einem Projekt mit dem Titel "Süßes Rheinland", in welchem Studierende über diverse Radiobeiträge Spuren verschwundener Schokoladenfirmen im Rheinland erforschen, finden Sie undefinedhier.
    Einen informativen Artikel der Rheinischen Post über die Geschichte der Düsseldorfer Schokoladenfabriken können Sie undefinedhier lesen.
  • Spekulationsblasen im 18. Jahrhundert: Von der Südseeblase zur Hamburger Spekulationskrise von 1799 und ihrer weltweiten Dimension

    Die Finanzkrise von 2008 hat zu einer verstärkten Beschäftigung mit der Geschichte des Scheiterns geführt. Inzwischen sind zahlreiche Untersuchungen über Finanzkrisen und Unternehmenszusammenbrüche sowohl zur Moderne als auch zur frühen Neuzeit erschienen. Mit Ausnamhe der Südseeblase haben Spekulationskrisen des 18. Jahrhunderts nur geringe Beachtung in der Forschung gefunden. Dabei stellten sie im 18. Jahrhundert keineswegs mehr ein seltenes Phänomen dar, sondern fanden in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts in immer kürzeren Abständen statt. Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung und Struktur der Blasen und der wachsenden geographischen und sozialen Dimension. Bis zum Ende des Jahrhunderts erreichen die Spekulationsblasen mit der Hamburger Spekulationskrise von 1799 eine weltweite Dimension. Letztere wird in der Forschung als ein peripheres und kurzfristiges Ereignis abgetan, doch löste sie eine Welle von Zusammenbrüchen aus, die neben Dänemark, Russland und England auch die Neue Welt erreichte und zur Entwicklung neuer rechtlicher und politischer Instrumente der Konfliktbewältigung in den betroffenen Ländern führte (gefördert: LOEWE-Schwerpunkt „Außergerichtliche und gerichtliche Konfliktlösung“ Goethe-Universität Frankfurt am Main 2013-14; fellowship Historisches Kolleg München 216).
  • Im Schatten der Blockaden: Verdeckte Handelsnetze im Zeitalter der Napoleonischen Kriege

    Das Projekt befasst sich mit der internationalen Dimension des verdeckten Handels im Zeitalter der Koalitionskriege. Es untersucht die Praktiken zur Unterwanderung der See- und Handelsblockaden, an denen sich alle sozialen Schichten bis in die höchsten politischen Kreise beteiligten. Ein Schwerpunkt der Analyse liegt auf der Lizenzierungspraxis der britischen Regierung mit der sie Kaufleute und Kollaborateure zur Unterwanderung der Blockaden unterstützte.

Forschungsschwerpunkte:

  • internationale Handelsgeschichte im Zeitalter des First Global Age
  • wirtschaftliche und soziale Netzwerke
  • Migrationsgeschichte
  • britische Geschichte des 17. bis 20. Jahrhunderts
  • Konsumgeschichte
  • Geschichte der Industrialisierung
  • Geschichte der Unterschichten und Gewerkschaften
  • Geschichte der Familie
  • Globalisierung

Netzwerke/ Forschungsverbund:

  • im Forschungsverbund NESICT (Networks, economic and social integration and cultural transfer in early modern northern Europe) Zusammenschluß von Wisenschaftlern aus Deutschland Großbritannien, Schweden, Niederlande
  • Forschungsverbund DynCoopNet (Dynamic complexity of Cooperation-Based Self-Organizing Networks in the First Global Age) des Eurocores Programme „ Evolution of cooperation & trading (TECT) der European Science Foundation, Projektleiter Jack Owen USA und Ana Crespo Madrid
  • Forschungsverbund: European eighteenth-century trade data project, Projektleiter Guillaume Daudin, Lille
  • Forschungsverbund: The European contractor state group, Projektleiter Rafael Torrez Sanchéz, Navarra und Stephen Convay, London

Mitgliedschaften:

  • German Association for the Study of British History and Politics (Schriftführerin bis 2010)
  • Gesellschaft für Historische Migrationsforschung (Schriftführerin bis 2015)
  • Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
  • Gesellschaft für Überseegeschichte (Schriftführerin)

Förderungen:

  • 1977-78 Promotionsstipendium in der Friedrich Ebert Stiftung
  • 1983 mehrmonatiges Promotionsstipendium des DHI London
  • 1994-96 Wiedereinstiegsstipendium aus den Mitteln der Hochschulprogramms II, Universität Dortmund
  • 1998/99 mehrmonatiges Habilitationsstipendium des DHI London, England
  • 2009 -10 Forschungsförderungskommission der Heinrich Heine Universität zum Projekt: „Spinning the Commercial Web“: Der kontinentale Beitrag zum Aufstieg Grobritanniens während der Napoleonischen Kriege
  • 2011/12 Research fellowship des Deutschen Historischen Instituts Washington
  • 2013 Gerhard-Feldmann Stipendium (DHI Washington/New Orleans)
  • 2013-14 Research-fellow am LOEWE-Schwerpunkt: "außergerichtliche und gerichtliche Konfliktlösung" Goethe-Universität Frankfurt/Main (Okt 2013 - Mai 2014)
  • 2016 Research-fellowship Historisches Kolleg München (April - September)

Preis

  • Habilitationspreis der Gesellschaft von Freunden und Förderern der HHU 2006

Vita:

  • 1969-1974 Studium: Geschichte, Anglistik, Philosophie und Pädagogik Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf.
  • 1975-77 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Professor Wolfgang J. Mommsen
  • 1977-78 Promotionsstipendium der Friedrich Ebert Stiftung
  • 1978-80 Referendariat Lehramt am Gymnasium
  • 1992/93 Lehrauftrag Universität Düsseldorf
  • 1994-96 Wiedereinstiegsstipendium aus den Mitteln der Hochschulprogramms II Universität Dortmund
  • 1998/99 Habilitationsstipendium des DHI London
  • 2006 Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Heinrich Heine Universität
  • 2008 Forschungsstipendium des Rothschild-Archiv London
  • 2009 Wissenschaftliche Angestellte an Institut für Geschichte der Medizin der Heinrich Heine Universität
  • (1.9.2009 bis 28.2.2010) 2010/11 Lehrstuhlvertretung am Institut für Geschichtswissenschaften II (Neuere Geschichte, Heinrich Heine Universität (jeweils Sommersemester)
  • 2011/12 Research fellowship des Deutschen Historischen Instituts Washington
  • 2012 Verleihung der Apl. Professur (16. März 2012)
  • 2012-13 Gerhard-Feldmann Stipendium (DHI Washington)
  • 2013-14 Research-fellow am LOEWE-Schwerpunkt: „außergerichtliche und gerichtliche Konfliktlösung“ Goethe-Universität Frankfurt/Main (Okt 2013 – Mai 2014)
  • 2014 Visiting Research Fellow University of Hertfordshire
  • WS 2015/16 Lehrstuhlvertretung "British History" am Großbritannien-Zentrum der Humboldt-Universität
  • Research fellowship Historisches Kolleg München (April bis September 2016)
  • Lehrauftrag Historisches Seminar (Neuere Geschichte) Universität Düsseldorf seit 1992-

Publications

Alle Publikationen finden Sie undefinedhier.

Responsible for the content: E-MailProf. Dr. Guido Thiemeyer