02.06.15 07:26

drupa-Preis 2015

Dr. Nina Kleinöder ausgezeichnet

Von: Victoria Meinschäfer

Dr. des. Nina Kleinöder hat den drupa-Preis 2015 erhalten. Die drupa zeichnete die Historikerin für ihre Dissertation „Betrieblicher Arbeitsschutz in der westdeutschen Eisen- und Stahlindustrie im 20. Jahrhundert. Strukturen, Akteure und Verflechtungsprozesse“ aus. Den Preis überreichten Claus Bolza-Schünemann (Vorsitzender des Vorstands Koenig & Bauer AG und Präsident der drupa 2016), Werner M. Dornscheidt (Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf) und Prof. Dr. Anja Steinbeck (Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) im Rahmen einer Festveranstaltung am 1. Juni im Düsseldorfer Industrie-Club

Claus Bolza-Schünemann, Vorstandsvorsitzender der Koenig & Bauer AG und Vorsitzender des drupa-Komitees; Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; Nina Kleinöder, Preisträgerin; Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Messe Düsseldorf. Foto: drupa

In ihrer preisgekrönten, von Prof. Dr. Susanne Hilger betreuten Arbeit untersucht Nina Kleinöder die Verbesserung des Arbeitsschutzes nicht nur im Hinblick auf die politischen und gesellschaftlichen Konstellationen, sondern bezieht auch die Vernetzungs- und Selbstverpflichtungsaktivitäten der Industrie mit ein.

Seit dem 19. Jahrhundert ist eine deutliche Reduzierung der Arbeitsunfallzahlen festzustellen. Nina Kleinöder macht in ihrer Arbeit die aktive Rolle, die die Eisen- und Stahlindustrie bei der Konzeption des Arbeitsschutzes spielte, deutlich und zeigt die Motive, die zwischen unternehmensimmanenten Beweggründen und gesellschaftlich-politisch Handlungsdruck changierten, auf. So kommt sie zu dem Schluss, dass „der Arbeitsschutz in seiner heutigen Ausprägung auch als praktische Beispiel und Ergebnis eines kooperativen Verflechtungsprozesses zahlreicher Akteure und Einflüsse aus Gewerkschaften, Verbänden, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu verstehen ist.“

 

Nina Kleinöder wurde 1983 in Oberhausen geboren und studierte von 2004 bis 2009 Neuere und Neueste Geschichte, Anglistik und Amerikanistik an der Heinrich-Heine-Universität, bevor sie ab 2009 das Promotionsstudium aufnahm.

 

Zum drupa-Preis

Mit dem drupa-Preis zeichnet die Messe Düsseldorf jedes Jahr die beste Doktorarbeit der Philosophischen Fakultät an der HHU aus. Bereits seit 1978 würdigt sie herausragende geisteswissenschaftliche Arbeiten der Düsseldorfer Universität und fördert mit dem Preisgeld von 6.000 Euro die Publikation und Verbreitung der Dissertation. Über die Vergabe des drupa-Preises entscheidet jedes Jahr ein Fachgremium, bestehend aus zwei Vertretern des Rektorats der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem Präsidenten der drupa und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.

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