Monatstermine im Haus der Universität


am 12.04.2018 um 17:00 Uhr im Haus der Universität

 Prof. Dr. Winfrid Halder

„1918 – und kein Ende. Konflikte und Konfliktpotentiale 1918-2018: Polen, Ungarn und Palästina als Beispiele“

Der Vortrag richtet sich darauf, dass zum einen zwar der militärische Konflikt in Westeuropa mit dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 endete, dass damit aber keineswegs in ganz Europa die Waffen schwiegen. Polen, gerade erst als Staat wiedererstanden, führte Krieg mit seinen östlichen und nordöstlichen Nachbarn, einen Krieg, dessen Ergebnisse mehr langfristig nachwirkende Konfliktpotentiale schufen als beseitigten. Teile der ungarischen Gesellschaft haben die Verliererrolle Ungarns von 1918/20 bis heute nicht akzeptiert; Ungarns politischer Kurs wurde seit dem Friedensvertrag von Trianon (1920) über weite Strecken von dessen Ablehnung und der Hoffnung auf dessen Korrektur mitbestimmt. Und das formale Ende des Ersten Weltkriegs bedingte im vorderasiatischen Raum eine Neuordnung, deren in verschiedener Hinsicht prekärer Charakter heute aktueller denn je ist.

 

 

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