Monatstermine im Haus der Universität


Do, 3.5.2018

Dr. Susanne Brandt

“Das Ende eines totalen Krieges? Die Pariser Friedenskonferenz und der
Versailler Vertrag.”

Am 11. November jährt sich das Ende des 1. Weltkrieges
zum 100. Mal. Im Januar 1919 begann in Paris – ohne die besiegten Mächte –
eine Friedenskonferenz. Im Juni 1919 unterzeichnete Deutschland als erstes
der unterlegenen Mächte den Friedensvertrag. Schon Zeitgenossen haben den
Vertrag als Diktat bezeichnet und bis heute ist sein Ruf überaus schlecht.
In dem Vortrag werden die Rahmenbedingungen aufgezeigt, unter denen sich die
Sieger in Paris trafen, um den Weltkrieg zu beenden. Wer waren die
wichtigsten Personen, über welche Themen stritten sie, wie wurden
Kompromisse erreicht?



Do, 7.6.2018

Dr. Philipp Stenzig

"Die Fortsetzung des Großen Abendländischen Schismas im Languedoc
(1417-1430)"


In den Ländern des Grafen von Armagnac und Rodez dauerte das Große
Abendländische Schisma zwölf Jahre länger, als (fast) überall sonst:
Hartnäckig hielten Graf Jean IV., der 'letzte Kardinal', Jean Carrier,
und – nolens volens – der Klerus der Diözese Rodez auch dann noch am
Avignon-Papst Benedikt XIII. fest, als der schon längst tot war.


Do, 5.7..2018

Prof. Dr. Christoph Michels

Erinnerung und Emotion in Reden vor der Volksversammlung”

Die Redner vor Gericht und Volksversammlung im klassischen Athen verwendeten
häufig historische Beispiele, um die jeweiligen Zuhörer für sich
einzunehmen. Diese Bezüge gewannen ihre argumentative Kraft insbesondere
auch dadurch, dass mit den einschlägigen Exempla starke Emotionen verbunden
waren. Die Geschichtsbezüge sind dabei keineswegs von akkuratem Wissen
geprägt, sondern wimmeln aus heutiger Perspektive geradezu von Fehlern und
Verzerrungen. Eine Bewertung dieser Bezüge lediglich hinsichtlich ihrer
Richtigkeit im Vergleich mit der historiographischen Darstellung etwa eines
Thukydides wird aber der damaligen kommunikativen Situation, in der ja das
Überreden der Zuhörer fester Bestandteil des politischen Geschäfts war,
nicht gerecht. Vielmehr wird anhand von Fallbeispielen gezeigt, dass sie in
Hinsicht auf die von ihnen angesprochenen Emotionstypen sowohl als
Argumentationsmittel als auch als Ausdruck einer den Redner wie die
Versammlungsteilnehmer prägenden Mentalität zu begreifen sind, deren Wurzeln
in diesem Vortrag nachgespürt wird.

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