Aktuelle Lehrveranstaltungen

Basismodul Antike & Mittelalter

Roland Färber

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 21.04.2020 - 21.04.2020)
  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (Einzeltermin, 02.06.2020 - 02.06.2020) - 2421.U1.83

Die hellenistische Stadt

Roland Färber

Kleine Ortschaften, die dem persischen Großreich selbstbewusst trotzten, demokratische Verfassungsformen und Gleichheit vor dem Gesetz - die Herausbildung der Polis, des Stadtstaates, als dominante gesellschaftliche und politische Organisationsform im antiken Griechenland ist weltgeschichtlich einzigartig. Mit dem Asienzug Alexanders d. Gr. und der Etablierung der Diadochenkönigreiche, die das Zeitalter des Hellenismus prägten, veränderte sich die Situation der bislang oft unabhängigen Poleis nachhaltig. Lange war man von einem Niedergang demokratischer Strukturen und städtischen Kulturlebens ausgegangen, doch hat die jüngere Forschung gezeigt, dass auch unter den neuen Rahmenbedingungen eine vitale Poliskultur bestand, die sich noch in römischer Zeit erfolgreich behauptete.
Im Vertiefungsseminar wird das politische, wirtschaftliche und religiöse Leben in den hellenistischen Poleis beleuchtet. Ein Schwerpunkt soll dabei auch auf den Orten und Zeiten sozialer Interaktion liegen.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 20.04.2020 - 17.07.2020)

Diokletian und die Erste Tetrarchie

Felix Wunder

Mit dem Herrschaftsantritt Diokletians 284 n. Chr. wird üblicherweise der Beginn der Spätantike verbunden. Nach der sogenannten Soldatenkaiserzeit (235–284 n. Chr.), in der die römische Monarchie eine tiefgreifende Legitimationskrise durchlief, initiierte Diokletian umfassende Reformmaßnahmen, die zur Stabilisierung des Imperiums beitrugen. Fortan sollte ein Herrscherkollegium regieren, dass aus zwei Augusti und zwei untergeordneten Caesares bestand.Im Seminar werden sowohl die Herrschaftsordnung der Tetrarchie als auch die wirtschaftlichen und Verwaltungsreformen des Zeitraums von 284 bis 305 n. Chr. in den Blick genommen. Darüber hinaus werden besonders die Repräsentation- und Legitimationsstrategien der Tetrarchen berücksichtigt, um den Wandel der römischen Monarchie im 3. Jh. nachzuzeichnen.

  • Mittwoch, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 08.04.2019 - 17.07.2020)

Einführung in die griechische Kunst

Dr. Maria Kerssenbrock-Krosigk

Diese Veranstaltung wird sich der Betrachtung griechischer Kunst aus der archaischen und klassischen Zeit widmen. Die Entwicklung der griechischen Skulptur wird dabei im Zentrum stehen. Ziel ist es, den Werken einen Kontext zu geben, der sie für eine differenzierte Betrachtung öffnet. Archäologische, kunsthistorische, sowie auch antike Texte werden mit ihren unterschiedlichen Perspektiven auf die Kunst herangezogen. Bereitschaft zum Gespräch wird vorausgesetzt.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.04.2019 - 17.07.2020)

Globalgeschichte am Übergang von der Antike zum Mittelalter, 250-750 n. Chr.

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Die Epoche zwischen dem dritten und siebten Jahrhundert ist in einer jüngeren Forschungsperspektive nicht so sehr die Zeit des "Untergangs" des Römischen Reiches als vielmehr die der zunehmenden Verflechtungen der Weltregionen untereinander. Untersucht werden sollen die Beziehungen zwischen dem römischen Reich und den außerhalb des römischen Reiches liegenden Völkern und Mächten. Ausgehend von einem Panorama der bekannten Welt um 550 werden Entwicklungen von 250 bis 750 in den Blick genommen.

  • Montag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 20.04.2020 - 13.07.2020)

Handwerk in der Antike

Roland Färber

Neben der Landwirtschaft und dem Handel bildete das Handwerk den wichtigsten Erwerbszweig in der Antike. Durch die zunehmende Urbanisierung insbesondere in der griechischen Archaik und der römischen Kaiserzeit kam es zu einer Ausdifferenzierung der Handwerksdisziplinen und zu einem hohen Bedarf an spezialisierten Erzeugnissen. Man denke an die griechischen Tempel, die ohne fachkundige Zimmerleute, Maurer und Steinmetze nie gebaut worden wären, man denke an die Ausrüstung der römischen Legionen, mit der nicht nur exzellente Schmiede, sondern auch Weber, Färber und Lederer beschäftigt waren, oder man denke an die in Antikensammlungen heute allgegenwärtigen Meisterwerke der Töpfer.
Das Seminar wird sich den Lebenswelten von Handwerkern in der griechischen und römischen Antike aus verschiedenen Blickwinkeln annähern. So soll es nicht nur um technische und ökonomische Aspekte wie die Vermittlung von Fertigkeiten oder die Beschaffung der Werkstoffe und die Organisation des Produktionsablaufs gehen, sondern auch um sozial- und kulturgeschichtliche Fragen, etwa nach dem Status der Handwerker und ihrer Familien innerhalb der Gesellschaft oder nach deren Repräsentation in Inschriften.

  • Dienstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 07.04.2019 - 17.07.2020)

Münzen und Münzprägung in der Zeit der Römischen Republik

Katharina Martin

Zu den frühen Karrierestufen im Rahmen der römisch-republikanischen Ämterlaufbahn gehörte das Amt des Münzmeisters. Junge Mitglieder der angesehenen Familien waren für ein Jahr lang verantwortlich für Ausgabe, Organisation und Gestaltung des täglich umlaufenden Geldes. Im 2. Jahrhundert v. Chr. änderte sich die formale Struktur, es kam zu ständig wechselnden, immer neuen Themen und Motiven, die über das Münzbild (zum Teil hochkomplex und voraussetzungsreich) abgehandelt wurden. Mittels gezielter Rückbezüge auf historische Ereignisse und über die Instrumentalisierung der Vorfahren wurde Tagespolitik betrieben, Münzprägung wurde zum Politikum.

 

Über Kurzreferate erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Besonderheiten der Münzprägung der römischen Republik. Begleitend werden wir im Laufe des Semesters auch mit Originalen aus der Sammlung der HHU arbeiten, Münzen der Römischen Republik bestimmen und sie im „Digitalen Münzkabinett“ (https://www3.hhu.de/muenzkatalog/ikmk) veröffentlichen.

  • Mittwoch, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 08.04.2019 - 17.07.2020)

Römische Technik, einschließlich der Metrologie

PD Dr. Stefan Pfahl

Technische Errungenschaften und metrologische Hilfsmittel bildeten die Voraussetzungen, dass die Römer auf unterschiedlichsten Feldern erfolgreich agieren konnten: In der Baukunst (Gewölbe, Hypokausten, Brücken, Aquädukte), im produzierenden Gewerbe (Töpferscheibe, Glaspfeife, Münzstempel), in der Landwirtschaft (Pflug), im Transportwesen (Reisewagen, Schirrung, Schiffbau), beim Militär (Geschütze/„Artillerie“), als auch beim Messen, Wiegen und Zeit-Einteilen (Längen- und Hohlmaße, Schnellwaagen und Gewichte, Uhren, Vermessungsinstrumente). Diese Errungenschaften wurden von ihnen entweder erfunden oder zumindest weiterentwickelt. Die technischen Relikte und das metrologische Instrumentarium sind durch die Beschreibungen antiker Autoren, als bildliche Darstellungen in der Wandmalerei und auf Steinreliefs sowie als Gegenstände nachgewiesen.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 09.04.2019 - 17.07.2020)

Sparta

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Einführung in die Geschichte Spartas von der Frühzeit und der Entstehung der Gemeindeordnung bis zu Agis und Kleomenes.  Das Seminar dient der Einübung althistorischer Methodik und des wissenschaftlichen Diskurses.

  • Montag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 06.04.2019 - 17.07.2020)

Texte zur Geschichte Spartas

Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann

Eingehende Lektüre einschlägiger Texte zur Geschichte Spartas und zum Sparta-Mythos: Herodot, Thukydides, Hellenika Oxyrhynchia. Von Xenophon werden Auszüge aus den Hellenika und dem "Staat der Lakedaimonier" behandelt.

  • Donnerstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 09.04.2019 - 17.07.2020)

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Bruno Bleckmann