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Osteuropäische Geschichte

Wir sind eine kleine Abteilung mit einem großen geografischen Untersuchungsgegenstand. Wo dieser sich genau befindet, unterliegt – wie wir zurzeit an der Ukraine sehen – einem historischen Wandel und scheidet die Geister. Unser Schwerpunkt liegt auf der Geschichte Russlands und der Sowjetunion sowie Ostmitteleuropas und Südosteuropas. Themen aus der Geschichte Nordosteuropas werden dagegen nur sporadisch angeboten. Epochal konzentrieren wir uns auf das 18. bis 20. Jahrhundert, weshalb eine enge Zusammenarbeit mit den neuzeitlichen Lehrstühlen besteht (z.B. Mastermodul, Exkursionen).

Mit dem Zuschnitt auf Geschichte und Kulturen bietet die Abteilung zudem die Möglichkeit, neben politik- und gesellschaftsgeschichtlichen Themen Aspekte der Kulturgeschichte zu studieren, etwa zu Belletristik, Musik, zum Film und anderen visuellen Quellen.

„Geschichte und Kulturen Osteuropas“ wird in Düsseldorf im Rahmen von BA- und MA-Studiengängen angeboten. Sprachkenntnisse sind stets willkommen, aber keine Voraussetzung zum Besuch unserer Veranstaltungen. Für alle, die Kontakte nach Osteuropa knüpfen möchten und sich ein Auslandsemester oder einen Sprachkurs im Ausland vorstellen können, stehen wir immer zur Verfügung.

Aktuelle Veranstaltungen zur Osteuropäischen Geschichte

Die weiteren Informationen zu den am 18.05, 25.05 und 01.06 stattfindenden Veranstaltungen finden Sie unter den folgenden Links: 

1) Geschichte als Waffe. Welche Vergangenheiten dienen als Legitimation in Russlands Krieg gegen die Ukraine? (18.05.2022)

2) Feinde vor Gericht. Schauprozesse und ihre politische Bedeutung im Kalten Krieg. (25.05.2022)

3) Brüdervölker? Ukraine und Russland: 1000 Jahre bewegte Geschichte (01.06.2022) 

 

Gemeinsamer Studientag „DüBiMü“ am 06.05.2022 und 07.05.2022

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Programm des Studientags.

Ukraine

Interview zum Krieg in der Ukraine mit Prof. Dr. Beate Fieseler. 

Prof. Dr. Beate Fieseler war Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte und Kulturen Osteuropas. Noch bis 31. März 2022 vertritt sie sich in dieser Funktion selbst. Sie forscht seit vielen Jahren in und zu Russland und hat sich bislang vor allem mit der russischen Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie mit der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen für das Land beschäftigt. In einem Interview beantwortet sie Fragen zur aktuellen Situation in Russland und schätzt die Lage ein.

Krieg gegen die Ukraine

Am 24. Februar 2022 hat Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Mit Waffengewalt will Präsident Putin die demokratische Entwicklung des Landes, sein Selbstbestimmungsrecht und seine Souveränität zerstören und die Regierung absetzen. Dadurch sind der Frieden und die Sicherheit in Europa bedroht. Das ist erschütternd und macht uns fassungslos.

Wir hoffen sehr, dass die Kontakte zu unseren Kolleg*innen in der Ukraine, aber auch in Russland und Belarus in Zukunft weiter gepflegt und der wissenschaftliche Austausch mit Leben erfüllt werden kann.   

Jetzt benötigt die ukrainische Bevölkerung dringend unsere Solidarität und Unterstützung.

Bitte finden Sie hier Informationen, wie Sie die humanitäre Hilfe für die von Gewalt und Zerstörung betroffenen Menschen in der Ukraine mit Spenden unterstützen können.

Falls Sie Geld für die Betroffenen in und aus der Ukraine spenden möchten, empfehlen wir Ihnen eine Spende an die gemeinnützige Hilfsorganisation Libereco:

Spendenkonto Deutschland
Empfänger: Libereco
Verwendungszweck: Ukraine
Bank: Ethikbank
IBAN: DE96 8309 4495 0003 3203 32
BIC: GENO DE F1 ETK
 

Außerdem finden Sie hier den Link zu einem couragierten offenen Brief russischer Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsjournalist*innen, die an die Adresse ihrer Regierung gegen die Invasion protestieren.

Diese Links führen Sie zu Ansprachen des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelen'skyj (in deutscher Übersetzung) an die russische wie vor allem an die ukrainische Bevölkerung:

Ansprachen des ukrainischen Präsidenten in den ersten Tagen des Kriegs

Fernsehansprache in der Nacht vom 23. auf den 24.2.2022

Hier ist der Link zu einer Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zur Solidarität mit Partnern in der Ukraine sowie zum Einfrieren der wissenschaftlichen Kooperation mit russischen staatlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen.

Petition

Verfahren gegen Menschenrechtsorganisation "Memorial" einstellen!

Hier ist der Zugang zu einer Petition, die sich gegen die beantragte Auflösung der Menschenrechtsorganisation "Memorial" positioniert. Alle weiteren Informationen und Details sind dort auch zu finden.

 Bitte gern unterschreiben und den Link weitergeben. Vielen Dank!

DAAD-Fortbildungsstipendium – Ausschreibung für Master-Studierende der Geschichte

Der Lehrstuhl für Geschichte und Kulturen Osteuropas (HHU Düsseldorf) vergibt im Rahmen des vom DAAD geförderten Projekts „Deutschsprachige Studiengänge in MOE/GUS“ ein viermonatiges Fortbildungsstipendium an unserem Partnerlehrstuhl für Deutsche und Österreichische Studien an der Karls-Universität Prag.

WORUM ES GEHT
Master-Studierenden am Institut für Geschichtswissenschaften der HHU wird die Möglichkeit geboten für vier Monate an die Karls-Universität Prag zu gehen und dort aktiv an unserem Partnerlehrstuhl mitzuarbeiten sowie eigene Forschungsinteressen zu verfolgen.

WAS WIR BIETEN
Das Stipendium ist mit 1.200,- Euro monatlich dotiert; hinzu kommt ein/e Mobilitätspauschale/-stipendium in Höhe von max. 400,- Euro. Die Laufzeit des Stipendiums ist vom 01.10.2022 bis zum 31.01.2023. Es erfolgt eine Einschreibung als Student/in an der Karls- Universität. Ansprechpartner am Düsseldorfer bzw. Prager Lehrstuhl stehen während dieser Zeit zur Verfügung.

WAS WIR ERWARTEN
Erwartet wird die Bereitschaft des/der Stipendiaten/in zur Durchführung von zwei Seminaren in deutscher Sprache („Sprachwerkstatt Deutsch – Texte lesen, verstehen und diskutieren“ und das „Konversatorium zu aktuellen Ereignissen in den deutschsprachigen Ländern“), die Einbindung des bestehenden E-Learning Konzepts in den Kurs der Sprachwerkstatt, die Unterstützung der Prager Kollegen in Form kleinerer Lektoratsaufgaben sowie ggf. Mithilfe bei der Organisation und Durchführung einer Exkursion für Prager Studierende nach Deutschland. Kenntnisse der tschechischen Sprache sind willkommen, aber keine Voraussetzung. Während des Stipendiums kann bei Interesse ein Tschechisch-Sprachkurs an der Karls-Universität belegt werden.

Bewerbungsschluss ist der 15.06.2022

Weitere Teilnahmebedinungen und Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

Titel: Bauernmädchen [Russisches Reich]

Bilduntertitel: Drei junge Frauen bieten Besuchern ihrer Izba, eines traditionellen Holzhauses, die in einer ländlichen Gegend am Fluss Scheksna, in der Nähe der Stadt Kirillov, gelegen ist, Beeren an.

Fotograf: Sergej Michailowitsch Prokudin-Gorskij, 1863-1944.

Aufgenommen im Jahr 1909.

Hilfsmittel: 1 Negativ (3 Rahmen): Glas, s/w, Dreifarbtrennung, 24 x 9 cm; Quelle

Veranstaltungen und Termine

23.05.2022, 18:30 - 20:00 Ringvorlesung: „Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume“

24.05.2022, 10:30 - 12:00 Interdisziplinäre Ringvorlesung: Selbstinszenierungen im medialen Wandel. Geschichte, Theorie, Praktiken.

24.05.2022, 16:15 - 17:30 DICE research seminar

25.05.2022, 19:00 - 20:30 Feinde vor Gericht. Schauprozesse und ihre politische Nutzung im Kalten Krieg

28.05.2022, 10:00 - 15:00 UNIVERSEH Workshopreihe - online

Verantwortlichkeit: