Zum Inhalt springenAktuelle Lehrveranstaltungen Neueste Geschichte

Lehrveranstaltungen im aktuellen Semester

Aktuelle Lehrveranstaltungen Neueste Geschichte

Antisemitismus und "Drittes Reich"

Daniel Meis


Der Antisemitismus ist eines der bekanntesten Merkmale des „Dritten Reiches”. Er nahm in der nationalsozialistischen Ideologie eine herausragende Stellung ein. Obwohl viele seiner Anlagen schon weit vor der „Machtergreifung” bestanden, erfuhr er doch zwischen 1933 und 1945 ein ungekanntes Ausmaß. Die Übung soll in die Entwicklung des Antisemitismus im „Dritten Reich” einführen und dabei seine entscheidenden Zäsuren in den Blick nehmen. Hierzu werden nach einer Einführung in seine Vorgeschichte die ersten Jahre der Unterdrückung und Ausgrenzung bis 1938 betrachtet. Anschließend wird der Wendepunkt der „Reichspogromnacht”, die ersten Ansätze zum Völkermord bis 1941 und daraufhin das systematische Vorgehen ab 1941 untersucht. Vervollständigt wird die Übung durch die Thematisierung von Spurenverwischung, Täterfrage, Rezeption und Erinnerungskultur. Die letzte Sitzung behandelt offene Fragen und ein Fazit.

  • Donnerstag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 29.10.2020 - 12.02.2021) - 2301.HS 3D (Z 425)

Auf dem Weg zur Einheit. Die beiden deutschen Staaten 1982-1990

PD Dr. Winfrid Halder

Als Helmut Kohl am 1. Oktober 1982 zum sechsten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde, war das eine Premiere, denn erstmals wurde im Bundestag ein neuer Regierungschef auf der Grundlage eines konstruktiven Mißtrauensvotums (Art. 67 des Grundgesetzes) bestimmt. Kohl wäre vermutlich schon dadurch in die Geschichtsbücher eingegangen. Dass er aber nur etwas mehr als acht Jahre später der erste Kanzler des vereinten Deutschlands werden würde, das haben sicherlich nicht einmal die kühnsten und hartnäckigsten Gegner der damals schon seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Teilung Deutschlands in zwei Staaten angenommen.

Das Seminar nimmt sowohl für die „alte” Bundesrepublik Deutschland wie für die DDR die wichtigsten innen- und außenpolitischen Entwicklungen in den Blick, die zu einer der fundamentalsten Veränderungen in der jüngeren deutschen Geschichte führten.

  • Freitag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich)

Das deutsche Kaiserreich: Schlaglichter I

Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn

Vor 150 Jahren wurde 1870/71 der deutsche Nationalstaat begründet. In dem darauf folgenden halben Jahrhundert entstand das moderne Deutschland. Seine Entwicklung war geprägt von immenser wirtschaftlicher Dynamik bei weitgehendem politischem Stillstand, demokratischen Lernprozessen und autoritärer Verkrustung, bahnbrechenden Sozialreformen und heftigsten sozialen Konflikten. Manchen gilt das Kaiserreich noch oder wieder als „gute alte Zeit“. Andere dagegen sehen in ihm ein hoffnungslos rückwärtsgewandtes System, das sich jedem Fortschritt verweigerte und den Nationalsozialismus vorbereitete. In Schlaglichtern auf einzelne Episoden soll hier stattdessen ein Blick auf die Menschen geworfen werden, die diese faszinierend bunte Epoche gestalteten und durchlebten – eine Epoche, die sowohl die Vorgeschichte der ersten und zweiten deutschen Demokratie wie auch einer anderen, dunklen Moderne war.

  • Montag, 16:30 - 18:00 (wöchentlich, 02.11.2020 - )

Die KPD in der Bundesrepublik Deutschland (Do14.00-16.00)

René Lehmann

Mit dem Aufruf vom 11. Juni 1945 veröffentlichte die KPD ihr Grundsatzprogramm für das befreite Deutschland. Das Zentralkomitee der Partei versprach eine Abkehr vom radikalen Klassenkampf und bekannte sich dazu, die Reste der nationalsozialistischen Diktatur zu beseitigen und eine parlamentarische Republik zu errichten. Unter dieser Prämisse fügte sich die KPD als fester Bestandteil ins westdeutsche Parteiengefüge ein. Sie gewann auf kommunaler Ebene Bürgermeisterwahlen, profilierte sich in der Gewerkschaftspolitik, stellte Landesminister und saß im Parlamentarischen Rat.

Doch spätestens ab 1950 setzte ein kontinuierlicher Isolationsprozess ein, der schlussendlich zum Verbotsurteil im August 1956 führte. Haftstrafen, Berufsverbote und Aberkennung des passiven Wahlrechts gehörten fortan zur Lebenswirklichkeit vieler Kommunisten in der Bundesrepublik. Erst zwölf Jahre später folgte mit dem Straffreiheitsgesetz von 1968 und der Zulassung der DKP eine unvollständige Rehabilitierung.

Im Verlauf der Übung sollen die wesentlichen Merkmale erarbeitet werden, die zur Isolation der KPD und ihrem Verbot geführt haben. Ebenso soll die Frage nach kommunistischen Bewältigungsstrategien geklärt werden. Der zeitliche Fokus der Lehrveranstaltung liegt dabei auf den Jahren 1945 -1968.

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 05.11.2020 - 12.02.2021) - 1612.HS Ersatz (Z 598)

Die vergessenen Jahre: Nordrhein und Westfalen 1945/46

Jürgen Brautmeier

Im August 1946 entstand durch eine Verordnung der britischen Besatzungsmacht das Land Nordrhein-Westfalen. In der Landesgeschichtsschreibung ist die Gründung detailliert erforscht, wobei britische wie deutsche Quellen gut erschlossen sind. 75 Jahre danach werden zahlreiche Veranstaltungen und Veröffentlichungen an dieses Ereignis erinnern. Im öffentlichen Bewusstsein ist aber so gut wie nicht präsent, dass sich auch zwischen dem Kriegsende im Mai 1945 und dem August 1946 in der Nord-Rheinprovinz wie in Westfalen politische und staatliche Strukturen entwickelten, welche der Landesgründung vorausgingen und sie vorstrukturierten. 

In dem Seminar sollen mit Hilfe eines Aktenbestandes aus dieser Zeit vor allem die inhaltlichen Entwicklungslinien herausgearbeitet werden, die vor der Einsetzung des "Ernannten" Landtags die politische Diskussion auf deutscher Seite bestimmten. Dabei soll es insbesondere um die Diskussionen in den Provinzialräten und ihren Ausschüssen gehen, die sich mit den Herausforderungen der ersten Nachkriegsmonate beschäftigten, in der Landesgeschichtsschreibung aber weitgehend vergessen sind.

Das Praxisseminar soll nach einer Einführungsveranstaltung (evtl. im Landtag NRW, ansonsten online) in vier Blöcken stattfinden. In den Online-Sitzungen sollen die Studierenden über den Fortschritt ihrer jeweiligen Recherchen und Erkenntnisse berichten und die verschiedenen Aspekte des Themas zur Diskussion stellen, die sie anhand der Quellen herausgearbeitet haben. Die Originalquellen befinden sich im Archiv des Landtags und sind dort einzusehen.

  • Freitag, 13:30 - 15:30 (Einzeltermin, 13.11.2020 - 13.11.2020)
  • Freitag, 13:30 - 17:30 (Einzeltermin, 27.11.2020 - 27.11.2020)
  • Freitag, 13:30 - 17:30 (Einzeltermin, 18.12.2020 - 18.12.2020)
  • Freitag, 13:30 - 17:30 (Einzeltermin, 22.01.2021 - 22.01.2021)
  • Freitag, 13:30 - 17:30 (Einzeltermin, 12.02.2021 - 12.02.2021)

Mentorat (Do. 12:30 - 14:00)

Christoph Pauli

  • Donnerstag, 12:30 - 14:00 (wöchentlich, 05.11.2020 - 12.02.2021) - 2301.HS 3C (Z 126)

Mentorat Do. 14:30 - 16:00 Uhr

Marcel Andre Gövert

  • Donnerstag, 14:30 - 16:00 (wöchentlich, 05.11.2020 - 12.02.2021) - 2421.00.94 (Z64)

Modern German History

Tobias Winnerling, Univ.-Prof. Dr. Christoph Nonn, Guido Thiemeyer

 

The lecture will be held in English and give an introduction to the history of Germany from around 1500 until the present day. 6 ECTS for passing a short oral exam at the end of semester.

  • Dienstag, 10:30 - 12:00 (wöchentlich, 03.11.2020 - )

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