Team Geschichte und Kulturen Osteuropas
Lebenslauf:
seit 2024 Leiterin des Lernorts Demokratie bei der Stadt Verden (Aller)
8/2020-11/2024 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Georg-August-Universität Göttingen im VW-Projekt „Ambivalenzen des Sowjetischen: Diasporanationalitäten zwischen kollektiven Diskriminierungserfahrungen und individueller Normalisierung, 1953-2023“
10/2011 bis 8/2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen
10/2011 bis 11/2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Osteuropa (Wissenschaftsmanagement) und am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Universität Bremen (Forschung und Lehre)
Juli 2013 Verteidigung der Promotion an der Humboldt-Universität Berlin
2008-2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas der Humboldt-Universität Berlin im Rahmen des von der DFG finanzierten Projektes „Gerüchte und Gewalt in Russland“
1999-2007 Studium an der Humboldt-Universität Berlin und an der University of Leicester (GB)
3-9/2003 Praktikum in der Gedenkstätte Majdanek (Polen)
seit 2000 freiberufliche Tätigkeit in der historisch-politischen Bildung, u.a. für den Deutschen Bundestag (Internationale Jugendbegegnung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus), das Haus der Wannseekonferenz, den Museumsverbund Berlin-Pankow und den Osteuropa-Reiseveranstalter Ex Oriente Lux
1998/99 Freiwilliger Sozialer Friedensdienst in Moskau bei Sostradanije/ Memorial
1998 Abitur in Berlin
Forschungsschwerpunkte:
- Sowjetische Wissenschaftsgeschichte
- Judaistik in der späten Sowjetunion
- Bäuerliches Leben und ländliche Sowjetunion
- Russisch-Orthodoxe Kirche und religiöse Praktiken in der Sowjetunion
- Erinnerungskulturen zum Stalinismus und zum 2. Weltkrieg in Belarus, Russland und der Ukraine
Publikationen:
Monographien:
Zwischen Ausreisebewegung und Akademie. Judaistik in der späten Sowjetunion, Göttingen: Wallstein 2025.
https://www.wallstein-verlag.de/9783835358676-zwischen-ausreisebewegung-und-akademie.html
Glaube und Eigensinn. Volksfrömmigkeit zwischen orthodoxer Kirche und sowjetischem Staat, 1941 bis 1960 (Forschungen zur osteuropäischen Geschichte, Bd. 81), Wiesbaden 2014.
Herausgeberschaften
Uta Halle/ Ulrike Huhn (Hrsg.), Bremen-Gröpelingen, Bromberger Straße 117: Schützenhof – Internierungslager – Polenlager – KZ-Außenlager – Wohn- und Arbeitsort. Forschung und Erinnerung zur vielschichtigen Geschichte des Schützenhofs im 20. Jahrhundert(Bremer Archäologische Blätter, Heft 5), Bremen: Edition Falkenberg 2019.
Heidrun Hamersky/Ulrike Huhn/Susanne Schattenberg (Hrsg.), Ivan Kyncl. Rebellion mit der Kamera. Vom Bildchronisten der Bürgerrechtsbewegung in der ČSSR zum Fotografen der britischen Bühnen, Bielefeld: Kerber. Photo art 2014.
(zusammen mit Manuela Putz): Der Gulag im russischen Gedächtnis. Forschungsergebnisse einer deutsch-russischen Spurensuche in der Region Perm (Arbeitspapiere und Materialien – Forschungsstelle Osteuropa; Sonderheft), Bremen 2010.
Aufsätze (Peer Review):
Rediscovering the shtetl in the late Soviet period: the Leningrad Jewish Independent Movement of the 1980s and the re-establishment of Jewish studies, Holocaust Studies, DOI: 10.1080/17504902.2024.2392326 (04 Nov 2024)
Die Gegenwart als Geschichte: Interviewtechniken und Oral History in der sowjetischen ethnographischen Forschung der 1950er bis 1980er Jahre, in: BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen, Jg. 38, 2025-1+2 (erschienen: 2/2026) : Erinnerungen und Algorithmen. Oral History im digitalen Wandel, S. 251-276. https://doi.org/10.3224/bios.v38i1-2.17
Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden (ohne Peer Review)
„Die Nutzung progressiver ethnokultureller Traditionen für die Vervollkommnung der sozialistischen Lebensweise…“. Wissenschaftsaustausch zwischen ethnographischen Instituten in der Sowjetunion und der DDR, in: Karoline Noack, Leonore Scholze-Irrlitz et al. (Hg.): Ethnologie als Ethnographie: Interdisziplinarität, Transnationalität und Netzwerke der Disziplin in der DDR. (2024) S. 245-277.
Späte Spurensuchen. Zur Geschichte der Beschäftigung mit dem Lagerort „Schützenhof“, in: Uta Halle/ Ulrike Huhn (Hrsg.), Bremen-Gröpelingen, Bromberger Straße 117: Schützenhof – Internierungslager – Polenlager – KZ-Außenlager – Wohn- und Arbeitsort. Forschung und Erinnerung zur vielschichtigen Geschichte des Schützenhofs im 20. Jahrhundert (Bremer Archäologische Blätter, Heft 5), Bremen: Edition Falkenberg 2019, S. 97-108.
Erneuter Kampf gegen die Kirche, in: Die Sowjetunion II, 1953-1991. Informationen zur politischen Bildung, hrsg. von der Bundeszentrale für politische Bildung, Heft 323, 3/2014, S. 12.
Die Russisch-Orthodoxe Kirche im atheistischen Staat, in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 322 (2/2014): Die Sowjetunion I: 1917-1953, S. 29-30
Beten für Stalin? Die Russische Orthodoxe Kirche im Jahr 1953, in: Religion & Gesellschaft in Ost und West 40 (2012), H. 6, S. 18-20.
Erinnerungskulturen und Identität – Beobachtungen zu Vergangenheitsdebatten in Deutschland und Russland, in: Auf der Suche nach Russland. Eine Reihe zur Identitätsdebatte, Bd. 3: Russlands Osten – Der Ferne Osten, hg. von Sergej Panarin u.a., St. Petersburg 2011, S. 404-414.
Kul’tura pamjati i identitičnost‘: nabljudenija na temu istoričeskich debatov v Germanii i v Rossii// V poiskach Rossii. Serija publikacij k diskusii ob identičnosti, t. 3: Vostočnaja Rossija – Dal’nyj vostok, Sost. Sergej Panari i dr., SPb 2011, s. 156-168.
„Die acht Jahre Lagerhaft waren meine Universität“. Horst Herrmann, in: Bernt Roder/Volker Wild (Hrsg.), Haus 3. Haftort des sowjetischen Geheimdienstes und der Staatssicherheit in Berlin-Prenzlauer Berg, Berlin 2011, S. 59-69.
„Krasnye cerkvi“ i „pečat‘ antichrista“. Cerkovnoe podpol’e, narodnoe pravoslavie i sluchi v kontekste religioznogo vozroždenija posle 1943g., in: Sluchi v Rossii XIX-XX vekov. Neoficial’naja kommunikacija i ‚krutye povoroty‘ rossijskoj istorii. Sbornik statej, hg. von Igor‘ V. Narskij u.a., Čeljabinsk 2011, S. 276-288.
(zusammen mit Cord Pagenstecher): Neue Bilder von Ravensbrück: Fotos aus dem Repatriierungslager Nr. 222 (Sommer 1945), in: Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland; Bd. 12 (2010), S. 190-193.
„Rote Kirchen“ und „Siegel des Antichristen“. Kirchlicher Untergrund, Volksfrömmigkeit und Gerüchte im Kontext der religiösen Wiedergeburt nach 1943, in: Voennyj faktor v rossijskoj istorii v XVIII-XX vekach, sbornik statej meždunarodnoj naučnoj konferencii., Tambov 2009, S. 145-156.
„Wir wohnten in einem internationalen Lager in Pankow…“. Zur Geschichte des Zwangsarbeitslagers in der Schönholzer Heide, in Museumsverbund Pankow (Hg.): Die Schönholzer Heide. Von einer Vergnügungsstätte zum Gedenkort, Berlin 2007, S. 26-53.
Ausstellungsbegleitband zu „Geschichte der Erinnerungen. Kriegsende und Nachkriegszeit in Berlin-Pankow und Kolberg/Kołobrzeg./ Koniec wojny i czas powojenny w Berlinie-Pankowie i w Kołobrzegu“, hg. vom Museumsverbund Pankow, Berlin 2005, S. 36-58.
Publizistische Beiträge Interviews und Erwähnung in der Presse:
Historikerin leitet den Lernort Demokratie im Syndikatshof Verde, 23.05.2024
Forschungen zu NS-Opfern. Wie an Kriegsgefangene erinnert wird. Von Detlev Scheil, Weser-Kurier, 18.08.2019; dazu erschien auch ein Beitrag in der Bremer Ausgabe der taz und der Kreiszeitung.
im Gespräch: „Gemeinsam neue Impulse geben“, in: Jahrbuch 2018/19. Transfer weiterdenken, S. 14-17.
Der Preis des Sieges. Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion und Formen der Erinnerung im (post)-sowjetischen Raum, in: Kriegsspuren. Arbeitsheft zur Ökumenischen Friedensdekade, 6.-16. November 2016, S. 22-25.