Eiskrem, Jukebox & Rock'n'Roll

Wie das italienische Eis nach Deutschland kam

 

Ein Radioprojekt (Wintersemester 2010/11)

 

Lange Zeit bildeten die Italiener die größte Zuwanderergruppe in Nordrhein-Westfalen. Unter ihnen nahmen die italienischen Eismacher eine Sonderstellung ein: als Handwerker und Unternehmer mit langer Tradition genießen sie Ansehen und Sozialprestige. Italienisches Speiseeis ist nach wie vor ausgesprochen beliebt.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Eismacher nach Deutschland. Sie zogen mit fahrbaren Karren durch die Straßen und verkauften Eis. Jahr für Jahr kehrten sie im Winter in ihre Heimatdörfer zurück. Die saisonale Migration hat sich bis heute erhalten.

Besonders beliebt wurde das italienische Eis in der Aufbauphase der Bundesrepublik. Zwei Gründe trugen zur gesteigerten Popularität der neu eröffneten italienischen Eisdielen bei. Zum einen sprachen sie die Italiensehnsucht der Deutschen an und zum anderen bedienten sie eine Marktlücke in der aufkommenden Jugendkultur. Mit modernem Design, langen Öffnungszeiten und flotten amerikanischen Rock'n'Roll-Rhythmen aus der Musikbox sprachen sie die Jugendlichen an, die für die Kneipenbesuche noch zu jung waren.

Die Geschichte von Migranten lebendig machen und medial in Form von Podcasts darzustellen war das Ziel des Projektseminars. Ausgehend von der Recherche in Archiven über Interviews mit noch lebenden italienischen Eismachern erarbeiteten die Seminarteilnehmer ein radiophones Skript und setzten ihr Thema akustisch um, das dann nach dem Muster der  Zeitzeichen-Sendungen hörbar gemacht wurde.

Folgende Podcasts wurden erarbeitet:

undefinedVom Eiskarren zur Eisdiele

undefinedDie Geschichte der Eissorten

undefinedItalien – Sehnsucht der Deutschen

undefinedDie Geschichte der Jukebox

undefinedElvis und die Jugend

undefinedDie Rolle der Frau in der italienischen Eisdiele

undefinedDie Jugend verdirbt

undefinedSchicksal eines italienischen Eismachers in Deutschland

undefinedSkandale um das italienische Eis

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenInstitut für Geschichtswissenschaften