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Studium/Lehre

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2022

Veranstaltungen für das 1. Studienjahr des BA-Studiengangs

Vorlesungen

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte Italiens von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart. Zwei Aspekte sollen besonders hervorgehoben werden: Zum einen geht es um die Rolle Italiens in Europa. Inwieweit ist die italienische Geschichte typisch europäisch, inwieweit ist sie von nationalen Eigenheiten geprägt? Zum zweiten sollen die deutsch-italienischen Stereotypen auf ihre Relevanz überprüft werden.

Leistungsnachweise können erworben werden:

a) als Modulabschlussprüfung: Eine mündliche Prüfung zum Ende des Semesters von ca. 20 Minuten Dauer.

b) als Leistungsnachweis im Studium Universale: eine Kurzklausur von ca. 20 Minuten Dauer.

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Aufbauseminare

Seit den 1970er Jahren wird kontrovers über den Platz des Kaiserreichs in der deutschen Demokratiegeschichte diskutiert. Die Debatte kreist dabei um die Frage, inwiefern das Kaiserreich am Vorabend des Ersten Weltkriegs vor einer Parlamentarisierung stand. So schuf die Reichverfassung zwar mit dem Reichstag ein nach verhältnismäßig demokratischen Prinzipien gewähltes Parlament, allerdings war der Reichskanzler als zentrale Führungsfigur nicht vom Vertrauen der Volksvertretung abhängig, sondern vom Kaiser. Eine verfassungsmäßig verankerte Regierung im heutigen Sinne gab es nicht. Dennoch gewann der Reichstag immer mehr Bedeutung und spielte insbesondere nach 1890 eine wachsende Rolle bei der Gestaltung der Politik. Wie dieser Wandel der Verfassungsrealität jedoch zu bewerten ist, ist umstritten.

Das Seminar wird von der übergeordneten Frage geleitet, welches Parlamentarisierungspotenzial das politische System des Kaiserreichs besaß. Dafür analysiert es Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit und beleuchtet die Entwicklung des Parteiensystems und der parlamentarischen Kultur. Methodisch zielt das Seminar darauf ab, den Teilnehmenden die Grundlagen des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens aufzuzeigen.

Regelmäßige Anwesenheit und die Übernahme eines Referats werden für die erfolgreiche Teilnahme an dem Seminar vorausgesetzt. Eine Schreibwerkstatt (donnerstags 14:30-16:00 Uhr) ergänzt das Aufbauseminar im Rahmen des Aufbaumoduls Neuzeit und Osteuropa (PO2018).

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Schreibwerkstätte

Die Schreibwerkstatt ergänzt das Aufbauseminar „Der Reichstag im Deutschen Kaiserreich 1871-1918. Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit“. Die Lehrveranstaltung ist allerdings auch für Teilnehmende anderer Aufbauseminare geöffnet.

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Vertiefungsseminare/Masterseminare

Die dramatischen Umbrüche, die in den 1940er Jahren nahezu alle Staaten und Gebiete des europäischen Kontinents erfassten, sollen in diesem Seminar am Beispiel des italienischen Nationalstaates untersucht werden. Italien trat in diesen Zeitraum als Königreich ein, als faschistische Diktatur, als außenpolitischer Aggressor, es verließ das Jahrzehnt als Republik, als Demokratie, als Mitglied des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses. Als Stationen dieser Entwicklung sind der Sturz Mussolinis, das zweigeteilte Italien unter deutscher und angloamerikanischer Besatzungsherrschaft mit bürgerkriegsartigen Zuständen, die Transformation des Parteiensystems und die „Säuberung“ vom Faschismus, der Weg zu einer neuen Verfassung und die außenpolitische Umorientierung zu beleuchten. Änderte sich Italien gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch im Sinne einer Annäherung an den „Westen“, oder blieb im wesentlichen alles so, wie es gewesen war: gesellschaftlich zerklüftet, autoritär und anarchisch, katholisch und mediterran?

Das Präsenz-Seminar trägt den Charakter einer praktischen Übung im argumentativen Umgang mit wissenschaftlicher Literatur und Quellen: Ihre regelmäßige Anwesenheit und aktive Teilnahme ist deshalb ausdrücklich erwünscht. Sie ist ebenso wie die Präsentation eines einschlägigen Textes Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an dem Seminar. Das Bestehen einer Abschlussprüfung erfordert darüber hinaus die Anfertigung einer schriftlichen, an wissenschaftlichen Kriterien orientierten Hausarbeit bis Ende Oktober 2022.

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Die Landung der westlichen Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 war ein welthistorisches Ereignis im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Beschäftigung mit dem historischen Geschehen und die Analyse der von ihm ausgehenden Erinnerungskulturen in Frankreich und Deutschland. Zu den Besonderheiten der französischen Erinnerungskultur zählt nicht zuletzt, dass die Landung und die Kämpfe gegen die deutsche Besatzungsarmee in der französischen Bande Dessinée in vielfältiger Weise für ein breites Publikum thematisiert wurde. Das Seminar wird ergänzt durch eine Exkursion nach Paris und in die Normandie, die vom 2. bis 10. Juni 2022 stattfinden wird. Bitte beachten Sie, dass hier die Teilnahme begrenzt ist und die Teilnahme am Seminar nicht automatisch bedeutet, dass Sie an der Exkursion teilnehmen können. Den Studierenden wird die Gelegenheit geboten, im Rahmen der Veranstaltung individuell oder als Gruppenarbeit ein Medienprojekt zu realisieren, das als Studienleistung (BN oder Modulabschlussprüfung) bewertet werden kann. Die Anmeldung zum Medienprojekt erfolgt in der ersten Sitzung des Seminars am 4. April 2022.

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Die nationalsizialistische "Ordensburg" Vogelsang ist einer der größten Überreste der NS-Architektur in Deutschland. Sie sollte der Nachwuchsausbildung der NSDAP dienen, allerdings wurde dieses Konzept nur in Ansätzen realisiert. Am Beispiel konkreter Quellen sollen in diesem Blockseminar biographische Studien über die Teilneher der Lehrgänge vorgenommen werden.

Die Veranstaltung findet vom 5.-7. Mai in Vogelsang IP statt. Die Teilnehmerzahl ist wegen der Übernachtung auf 20 Personen begrenzt.

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Die Geschichte der Hauptstadt Rom ist in vielerlei Hinsicht ein Spiegelbild der Geschichte des italienischen Nationalstaates. Im Seminar werden zentrale Ereignisse der römischen Geschichte ebenso wie die Stadtplanung der verschiedenen Regierungen im 19. und 20. Jahrhundert analysiert. Ergänzt wird das Seminar durch eine Exkursion nach Rom, die vom 20.-26. Juni 2022 stattfinden wird. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme am Seminar nicht automatisch bedeutet, dass Sie an der Exkursion teilnehmen können, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

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Praxisseminare/Projektforen

Als die Mauer 1989 fiel strömten Tausende von Flüchtlingen und Übersiedlern aus der DDR in den Westen. In aller Eile wurden zu ihrer Unterbringung Schulen, Kasernen, selbst Rheinschiffe in Düsseldorf bereitgestellt. Das Projektseminar wird sich nicht allein mit den Zuwanderern in den letzten Jahrzehnten befassen, sondern auch die Migration in den letzten beiden Jahrhunderten im Raum Düsseldorf, Neuss und angrenzenden Orten in den Blick nehmen.</p> <p>Das Projektseminar findet in Zusammenarbeit mit dem Clemens-Sels-Museum, dem Neusser Stadtarchiv und Vertretern lokaler Integrationsvereine statt. Neben der Arbeit im Archiv sollen die Teilnehmer auch Interviews mit Zuwanderern führen. Die Ergebnisse der Seminararbeiten werden im Rahmen eines Ausstellungsprojekts des Clemens-Sels Museum der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die Ergebnisse sollen in Form eines Vortrags und einer schriftlichen Hausarbeit festgehalten werden.

Das Praxisseminar wird im Wintersemester fortgesetzt.

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Übungen

Flucht ist keinesfalls ein neues Phänomen, weist aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Globalisierung bedingt eine neue, überregionale Dynamik auf. Im Mittelpunkt der Übung stehen die Interaktionen zwischen den drei entscheidenden Gruppen in der Aslypolitik: Regierungen, Geflüchtete und Non-Governmental Organisations (NGOs). Durch eine Diskussion von Quellen, die im Kontext von Fluchtprozessen auf der ganzen Welt entstanden, wird ein globaler Blick auf das Phänomen Flucht nach 1945 möglich, der es erlaubt, Entwicklungen, Zäsuren und Kontinuitäten in deren Wahrnehmung und den darauf beruhenden Reaktionen zu identifizieren.

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Die Übung versteht sich als eine Einführung in zweierlei Hinsicht: Zum einen werden an ausgewählten Aufsätzen und Quellen zentrale Themen sozialhistorischer Forschung besprochen – von eher „traditionellen“ wie den Klassenbildungsprozessen und -verhältnissen über Geschlechterfragen, Lebensbedingungen und Selbstorganisationen in Vereinen, Verbänden und Parteien, bis hin zu „moderneren“ Fragen nach Migration, globaler Verflechtung und Kapitalismus.

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Masterforen/Doktorandenseminare

Sprach- und Lektürekurse

"Grund- und Aufbaukurs Französisch für Historiker*innen“ richten sich an Studierende des Fachs Geschichte, die ihre Vorkenntnisse der französischen Sprache im grammatischen Bereich auffrischen und ihren allgemeinen und fachspezifischen Wortschatz erweitern möchten, um französischsprachige Texte verstehen zu können. Der Besuch des Grundkurses ist keine Vorbedingung für den Besuch des Aufbaukurses. Die Einteilung in Grund- und Aufbaukurs beschreibt vielmehr das methodische Vorgehen.

Im Gegensatz zum „Aufbaukurs Französisch für Historiker*innen“ umfassen die wöchentlichen Veranstaltungen des Grundkurses jeweils zwei Themenbereiche, die nicht miteinander verknüpft sein müssen: 1. die Behandlung eines grundlegenden grammatischen Aspektes (z.B. Bildung und Gebrauch der Zeiten und Modi) und 2. die Übersetzung kurzer Textabschnitte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik (Quellen, Fachliteratur, Presseartikel, Internetseiten, usw.), um Fachvokabular, Grammatikstrukturen und kulturelles Wissen im Textzusammenhang zu erarbeiten.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme (Teilnahmepflicht) und aktiver Mitarbeit (Erledigung der Arbeitsaufträge) vergeben.

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Der Sprachkurs richtet sich an Studierende des Fachs Geschichte, die das Verständnis französischsprachiger Texte mit geschichtswissenschaftlicher Thematik trainieren möchten.

Im Gegensatz zum „Grundkurs Französisch für Historiker*innen”, der in jeder Sitzung die Behandlung von grundlegenden Grammatikthemen vorsieht, steht im Aufbaukurs die Arbeit am Text im Vordergrund. Anhand von umfangreicheren Textauszügen (Quellen, Fachliteratur, Presseartikel, Internetseiten, usw.), deren thematische Ausrichtung in Absprache mit den Kursteilnehmer*innen erfolgt, wird das Leseverstehen geschult. Grammatik, Grundvokabular/Fachvokabular, Satzstrukturen und kulturelles Wissen werden dabei in der Regel textgebunden erörtert.

Auch wenn der Schwerpunkt der Sitzungen auf der Schulung des Textverständnisses liegt, werden anhand audiovisueller Materialien kleine Trainingseinheiten (mit tagespolitischer oder geschichtswissenschaftlicher Thematik) zum Hörverständnis sowie Übungen zum mündlichen Ausdruck angeboten.

Da keine Abschlussklausur vorgesehen ist, wird der BN aufgrund regelmäßiger Teilnahme (Teilnahmepflicht) und aktiver Mitarbeit (Erledigung der Arbeitsaufträge) vergeben.

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Exkursionen

Die Landung der westlichen Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 war ein welthistorisches Ereignis im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Beschäftigung mit dem historischen Geschehen und die Analyse der von ihm ausgehenden Erinnerungskulturen in Frankreich und Deutschland. Zu den Besonderheiten der französischen Erinnerungskultur zählt nicht zuletzt, dass die Landung und die Kämpfe gegen die deutsche Besatzungsarmee in der französischen Bande Dessinée in vielfältiger Weise für ein breites Publikum thematisiert wurde. Das Seminar wird ergänzt durch eine Exkursion nach Paris und in die Normandie, die vom 2. bis 10. Juni 2022 stattfinden wird. Bitte beachten Sie, dass hier die Teilnahme begrenzt ist und die Teilnahme am Seminar nicht automatisch bedeutet, dass Sie an der Exkursion teilnehmen können. Den Studierenden wird die Gelegenheit geboten, im Rahmen der Veranstaltung individuell oder als Gruppenarbeit ein Medienprojekt zu realisieren, das als Studienleistung (BN oder Modulabschlussprüfung) bewertet werden kann. Die Anmeldung zum Medienprojekt erfolgt in der ersten Sitzung des Seminars am 4. April 2022.

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Die Geschichte der Hauptstadt Rom ist in vielerlei Hinsicht ein Spiegelbild der Geschichte des italienischen Nationalstaates. Im Seminar werden zentrale Ereignisse der römischen Geschichte ebenso wie die Stadtplanung der verschiedenen Regierungen im 19. und 20. Jahrhundert analysiert. Ergänzt wird das Seminar durch eine Exkursion nach Rom, die vom 20.-26. Juni 2022 stattfinden wird. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme am Seminar nicht automatisch bedeutet, dass Sie an der Exkursion teilnehmen können, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

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BA Transkulturalität. Medien - Sprachen - Texte

Weitere Informationen

Zusatzzertifikat "Deutsch-Französische Studien"

Das Zertifikat kann ab dem WS 2018/19 von Bachelorstudierenden mit der Fächerkombination Geschichte-​Frankoromanistik erworben werden. Weitere Auskünfte erteilt .

Die aktuellen Lehrveranstaltungen der Neueren Geschichte entnehmen Sie bitte direkt dem Vorlesungsverzeichnis des Instituts für Geschichtswissenschaften im HIS-LSF. Bitte klicken Sie dort auf diejenigen Veranstaltungstypen, die Sie jeweils interessieren.

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