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Arbeitsbereich Globalgeschichte

Die Globalgeschichte befasst sich mit kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Verflechtungen Europas mit der Welt in historischer Perspektive. In der Zeit vom 18. bis ins 21. Jahrhundert beschleunigten sich  Verflechtungsprozesse, die die Welt in ihrer heutigen Form prägen. Die Beziehungen Europas zu anderen Weltregionen und die wechselseitigen Beeinflussungen stehen im Zentrum von Forschung und Lehre. Die geschichtlichen Kontexte und globalen Vernetzungen dieser außereuropäischen Regionen sind deshalb wichtige inhaltliche Arbeitsfelder der Globalgeschichte.

Aktuelles und Ankündigungen

„Forschungsreisen“ als kolonialer Erwerbungskontext von ethnografischen Objekten, human remains, Fotografien und Malerei – die (verstreute) Sammlung Thorbecke

Die bisher auf diverse Standorte (Museen, Archive, Bibliotheken) verstreute Sammlung Thorbecke wird durch das Projekt zusammengeführt. Es stellt die systematische Dokumentation nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien sicher. Die Provenienzen der Kulturgüter, menschlichen Überreste, zoologischen, botanischen und geologischen Objekte werden soweit es aufgrund der schriftlichen Überlieferung möglich ist, geklärt. Darüber hinaus werden auch immaterielle Kulturgüter (Bilder und Lautaufnahmen) in das Projekt integriert und Provenienzfragen hierzu angesprochen (beispielsweise die Frage der Freiwilligkeit/Unfreiwilligkeit der Teilnahme daran). Die Ergebnisse werden in verschiedenen Wissensinstitutionen in Kamerun zugänglich gemacht (Archiven, Universitäten, Museen, Bibliotheken). Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert das Forschungsprojekt für zunächst zwei Jahre.

Restitutionsdebatten verstehen

Nicht ein konkreter Restitutionsfall, sondern eine wissenschaftliche Analyse von Restitutionsprozessen selbst stand im Mittelpunkt der Forschungen von zwei Wissenschaftlern der Heinrich-Heine-Universität an der University of Ghana in Accra im vergangenen Jahr. Denn bei Restitutionsprozessen sind höchst unterschiedliche Interessen im Spiel. Mehr zu dem Forschungsprojekt und dem englischsprachigen Film finden Sie hier.

Auswärtiges Amt finanziert Stipendienprogramm zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte

Die kamerunische Doktorandin Julie Laurissa Likondem Lekeufack wird unter der Betreuung von Prof. Stefanie Michels ein Forschungsprojekt zum Thema „Human Remains aus Kamerun in deutschen Institutionen“ durchführen. Sie wird dazu vier Jahre in Düsseldorf verbringen. Ihr Zweitbetreuer ist Prof. Albert Gouaffo von der Universität Dschang in Kamerun, der bereits viele Jahre die Düsseldorfer und rheinische Kolonialgeschichte erforscht. Einige Ergebnisse des Kooperations- projektes zwischen den Universitäten Düsseldorf und Dschang gibt es hier: www.deutschland-postkolonial.de .

Die deutsche Kolonialzeit – Was wir heute über sie wissen - Interview mit Prof. Dr. Stefanie Michels

Gemeinsam mit Israel Kaunatjike war Stefanie Michels Studiogast in der Sendung ‚Die deutsche Kolonialzeit‘ bei ‚planet wissen‘ (WDR).  Zum Beitrag

DAAD-Stipendium "German Colonial Rule"

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert die Aufarbeitung der deutschen Kolonialherrschaft in Ländern Afrikas, Asiens und des Pazifiks. Finanziert vom Auswärtigen Amt (AA) startete dazu das Stipendienprogramm „German Colonial Rule“. Das Programm fördert bis 2026 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den ehemaligen deutschen Kolonialregionen.

Prof. Dr. Stefanie Michels ist eine der Betreuerinnen des Programms und steht Ihnen für Fragen zur Verfügung. Wir freuen uns mit Yvette Sonkwe und Julie Laurissa Likondem Lekeufack zwei Doktorandinnen, gefördert im Rahmen des DAAD Programms, aus Kamerun und ihre Forschungen am Arbeitsbereich Globalgeschichte zu haben.

Unser Team

Lehre

Die Lehrveranstaltungen des Semesters auf einen Blick

Wintersemester 2022/23

  • Koloniale Spuren im Bergischen Land (unter besonderer Berücksichtigung von Leverkusen)
  • Kolloquium Globalgeschichte
  • Panafricanism as transcultural concept: Key intellectual works and their multiple legacies
  • Widerstand gegen deutsche Kolonialherrschaft. Das Beispiel Rudolf Duala Manga Bells

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen können im HIS-LSF der HHU eingesehen und durch Studierende belegt werden. Für Rückfragen wenden Sie sich gerne direkt an Prof. Dr. Stefanie Michels.

 

Ausstellungen und Projekte

Koloniale Verbindungen: Rheinland/Grasland - Deutschland/Kamerun

Die von Frau PD Dr. Stefanie Michels, Jun.-Prof. Dr. Martin Doll und Studierenden entwickelte Ausstellung "Koloniale Verbindungen: Rheinland/Grasland - Deutschland/Kamerun" zeigte 2017 in Düsseldorf (Deutschland) und 2018 in Dschang (Kamerun) die enge koloniale und postkoloniale Vernetzung zwischen den Regionen auf.

Im Rahmen der Ausstellung haben Studierende und Lehrende kurze Artikel und Filme erarbeitet, die Sie unter www.deutschland-postkolonial.de/ abrufen können.

Exkursionen

Verantwortlichkeit: