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Late Medieval Visionary Women’s Impact in Early Modern Castilian Spiritual Tradition

Im Rahmen des Forschungsprojekt ‘Late Medieval Visionary Women’s Impact in Early Modern Castilian Spiritual Tradition’ (WIMPACT) ist Dr. Pablo Acosta-García ist als Gastwissenschaftler im Rahmen des MSCA-Programmes (Marie Skłodowska-Curie Actions, H2020-MSCA-IF-2018) von Oktober 2019 bis Oktober 2021 am Institut für Geschichtswissenschaften der Universität Düsseldorf tätig.

Das Forschungsprojekt verfolgt hauptsächlich zwei Ziele. Zum einen geht es darum, einen umfassenden Überblick über die Manuskripte und Frühdrucke zu gewinnen, die Schriften von europäischen Mystikerinnen des Spätmittelalters (aus dem 13. und 14. Jahrhundert) enthalten, und die in kastilischen Bibliotheken der vormodernen Periode (in der zweiten Hälfte des 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts) vertreten waren. Dazu werden alle diese Schriften katalogisiert. Zweitens soll der Einfluß evaluiert werden, den sie zunächst auf die kastilischen Ordensgemeinschaften ausgeübt haben, die von der observanten Reform des Ximénez Cisneros (1492-1517) berührt waren, und danach auch auf die karmelitische Reform, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von namhaften Autoren wie Teresa de Ávila und Juan de la Cruz ins Werk gesetzt wurde.

Das erste Ziel soll durch eine vertiefte Recherche in Bibliothekskatalogen, aber auch direkt in kastilischen Koventsbibliotheken und anderen Institutionen erreicht werden, die über Sammlungen zum weiblichen Religiosentum verfügen. Die Ergebnisse dieser ersten Phase sollen der Forschungsgemeinschaft auf einer open-acces ad-hoc Internet-Seite zugänglich gemacht werden.

Das zweite Ziel soll erreicht werden, indem eine interdisziplinäre Methode zum Einsatz gebracht wird, deren Ausgangspunkt die vergleichende Philologie ist, die aber Werkzeuge aus verschiedenen Arbeitsfeldern nutzt, um den Einfluß zu interpretieren, den diese Schriften im vormoderenen Kastilien ausgeübt haben.

Die Relevanz von ‘WIMPACT’ ist daher eine zweifache: Erstens impliziert das Projekt ein umfassendes transnationales Verständnis der europäischen Kulturgeschichte, das geeignet ist, die traditionell festgehaltenen Grenzen zwischen Nationen und Epochen zu überschreiten. Zweitens widmet es sich dem Studium der Ermächtigung von Frauen, ihres daraus resultierenden Einflusses auf die Politik des kastilischen Hofes, und der Rolle, die sie in den observanten Klosterreformen gespielt haben, die in diesem Zeitraum umgesetzt wurden. In Folge dessen wird ‘WIMPACT’ ein neuartiges und vertieftes Bild von der Bedeutung der Rolle von Frauen in der Entwicklung der europäischen Geschichte gewähren.

Dieses Projekt empfängt Fördermittel aus dem ‘Horizont 2020’ Förder- und Innovationsprogramm der Europäischen Union, die ihm aufgrund der Marie Skłodowska-Curie Förder-Zusage nº 842094zuerkannt wurden (This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under the Marie Skłodowska-Curie grant agreement No. 842094).

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