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Studium und Lehre

Lehrveranstaltungen

SoSe 2022

Vorlesungen

Mo. 14:30-16:00 Uhr

Die Geschichte des Römischen Weltreichs ist mit der Geschichte seiner Metropole Rom eng verbunden. Die Vorlesung zeichnet ein Bild der Geschichte der Stadt von ihren Anfängen bis zur Einnahme durch die Goten 410 v. Chr. und der langobardischen Bedrohung im 6. Jahrhundert.

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Aufbauseminare

Di. 8:30-10:00 Uhr

Der Übergang der römischen Republik zum sogenannten Prinzipat markiert einen Einschnitt in der Geschichte der Alten Welt, dessen mittelbare Folgen bis in die Gegenwart zu spüren sind. Gegenstand der Veranstaltung soll es sein, den Hintergründen und der Herausbildung des augusteischen Herrschaftssystems – in erster Linie bis zum Tod des Augustus 14. n. Chr., aber zwangsläufig auch darüber hinaus – auf Basis der Quellen und in Auseinandersetzung mit der vielfältigen Forschungsliteratur nachzuspüren und einen Blick für die Konsequenzen dieser Entwicklung zu gewinnen, die sowohl das Imperium als auch den Rest der Oikumene transformierten.

Anlässlich des zweitausendsten Todestages des Augustus im Jahr 2014 waren etliche Neuerscheinungen zum Thema zu verzeichnen. Schon bewährt haben sich in Anbetracht ihrer verschiedenen Zugänge zum Beispiel: Jochen Bleicken, Augustus. Eine Biographie, Berlin 1998; Karl Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit. Von Augustus bis zu Konstantin, 4. Aufl., München 2002; Werner Dahlheim, Augustus. Aufrührer, Herrscher, Heiland. Eine Biographie, München 2010; Werner Dahlheim, Geschichte der römischen Kaiserzeit, 3. Aufl., München 2003; Werner Eck, Augustus und seine Zeit, 6. Aufl., München 2014; Dietmar Kienast, Augustus. Prinzeps und Monarch, 3. Aufl., Darmstadt 1999; Paul Zanker, Augustus und die Macht der Bilder, 5. Aufl., München 2009.

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Mo. 16:30-18:00 Uhr

Die griechische Gesellschaft war zutiefst agrarisch geprägt: Viele Poleis waren nach heutigem Maßstab nicht mehr als Dörfer, die Menschen lebten mehrheitlich auf dem Land und bestritten ihren Lebensunterhalt von Ackerbau und Viehzucht. Allerdings geben uns die antiken Quellen nur wenig Einblick in ihre Lebensumstände: Da sich die Geschichtsschreiber vorwiegend für politische Entwicklungen, Kriege und deren Protagonisten interessierten, lässt sich der bäuerliche Alltag fast nur über die Dichtung (z.B. Hesiods „Werke und Tage“) und in Kombination mit Inschriften und archäologischen Quellen erschließen.

Im Seminar werden wir uns vor allem mit wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Fragen befassen: Welche Tiere wurden gehalten, welche Pflanzen angebaut? Wie gestaltete sich der Arbeitstag von Mann, Frau und Kindern? Welche Normen und Rituale prägten die Gemeinschaften? Welche Rolle spielte die Sklaverei, wie groß war die soziale Ungleichheit? Und inwieweit partizipierten die Landbewohner am politischen und kulturellen Leben der Städte? Daneben soll aber auch das Bild des Landbewohners in der griechischen Literatur, insbesondere in der attischen Komödie, erörtert werden.

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Vertiefungsseminare

Di. 10:30-12:00 Uhr

Die auf Antigonos I. Monophthalmos zurückgehende makedonische Herrscherdynastie der Antigoniden prägte ab 294/77 v.Chr. bis zu ihrer Niederlage in der Schlacht von Pydna 168 v.Chr. die Geschicke Griechenlands und des Mittelmeerraums. Sie herrschte in einer Welt des Umbruchs, in einer Phase, die von politischer und militärischer Unruhe genauso gekennzeichnet war wie von technischen und kulturellen Innovationen. Die Antigoniden hatten sich in diesem Umfeld nicht allein gegen andere mächtige königliche Rivalen in Ägypten oder Syrien zu behaupten, sondern auch gegen die ihren Herrschaftsansprüchen teilweise renitent entgegentretende griechische Polis-Welt und gegen die zunehmenden Interventionen der aufkommenden Weltmacht Rom.

Dieser Welt im Umbruch (mithin also der Epoche des Hellenismus) wollen wir uns im Seminar über die Geschichte der Antigoniden nähern: Wir beobachten die Wirren der Diadochenzeit, die Etablierung der Antigoniden als Könige des Makedonenreichs, die vielfältigen Verflechtungen der griechischen Politik im dritten und zweiten vorchristlichen Jahrhundert und zuletzt die Zerschlagung der Königsherrschaft in den Konflikten mit der römischen Republik.

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Do. 10:30-12:00 Uhr

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Übungen

Di. 10:30-12:00 Uhr

Ein buntes Nebeneinander unterschiedlicher Zeitrechnungen und Kalender kennzeichnet die antike Staatenwelt: Jahresangaben folgten gesellschaftsspezifischen Ären oder standen unter den Namen lokaler Herrscher, Amtsträger oder Priester; auch die meist lunisolaren Kalender, die sowohl den Zyklen des Mondes als auch dem Lauf der Sonne Rechnung tragen sollten, variierten oft erheblich von Ort zu Ort. Diese Vielfalt macht es nicht einfach, antiken Zeitangaben moderne Daten abzugewinnen, und gerade deswegen sind profunde Kenntnisse auf diesem Gebiet für den Altertumswissenschaftler unerlässlich. Die Übung soll die Grundlagen griechischer und römischer Chronologie vermitteln und mit den einschlägigen Handbüchern und Hilfsmitteln vertraut machen. Auch soll sie den Blick dafür schärfen, dass Zeitrechnungssysteme und Kalender als ergiebige Quellen dienen können, die über die bloß chronologische Einordnung eines Ereignisses hinaus enorme Aussagekraft über das soziale, politische und wirtschaftliche Leben antiker Gesellschaften bergen.

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Mo. 12:30-14:00 Uhr

Die aus den Sozialwissenschaften stammende Analyse sozialer Netzwerke findet immer stärker Eingang in den Methodenkanon der Geschichtswissenschaften. Ihre Attraktivität liegt darin, dass sie es erlaubt, den klassischen Fokus historischer Untersuchungen, der allzu häufig auf handelnden Personen liegt, zu verschieben, hin zu den Beziehungen dieser Personen untereinander, denen eine eigene Erklärungswirksamkeit zugesprochen wird.

Eine Analyse historischer sozialer Netzwerke ist jedoch voraussetzungsreich und birgt in ihrer Anwendung manche Herausforderung, nicht zuletzt für die Alte Geschichte mit ihrer traditionell dünnen Datenlage. Diese Herausforderungen sollen in der Übung am exemplarischen Fall der römischen Republik beleuchtet werden, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. In einem ersten Teil skizziert die Lehrveranstaltung zunächst die Grundlagen der Netzwerkanalyse, ihre Geschichte und die Fragen ihrer Anwendbarkeit. Hierauf aufbauend wird das Augenmerk dann eher auf die Anwendung gerichtet: Anhand diverser Kleinprojekte sollen die Student*innen selbstständig ein Gefühl für die Methode an sich, für ihre Möglichkeiten aber auch für ihre Grenzen gewinnen.

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Exkursionen

In der Exkursionswoche (Pfingsten), vorrangig für Masterstudierende.

Die Exkursion ist insbesondere für Masterstudierende und fortgeschrittene Studierende im BA mit einem erkennbaren Interessenschwerpunkt in der Antike vorgesehen.

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Kolloquien

Mo. 18:30-20:00 Uhr

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